Unglaublich, jetzt bin ich schon seit ueber einer Woche in Pangandaran und habe jegliches Gefuehl fuer Zeit verloren. Wenn man nur rumhaengt und entspannt geht das mal ganz schnell. Aber so gar nichts erlebt habe ich dann auch nicht, daher mal noch eine kleine Zusammenfassung.
Gleich am ersten Tag hab ich nen Surfkurs gebucht. Wawan der Surflehrer hatte uns am Tag vorher im Homestay angesprochen. Da wir den Kurs zu zweit machen bekamen wir den auch ein kleines bischen guenstiger, Board ist natuerlich inklusive. Kurz vor 9 Uhr bin ich dann mit Wawan und dem Surfbrett an den Strand um nun also das Wellenreiten zu erlernen. Das schwierigste ist wohl das Aufstehen und die Balance halten, so Wawan.
Aufstehen war supereinfach, aber noch lag das Brett auch brav am Strand auf festem Grund. Als es dann ins Wasser ging wars schon sehr anstrengend gegen die Brandung samt Brett anzukommen um wenigstens 10-15 m weit ins Meer zu laufen. Draussen hat Wawan dann dass Brett festgehalten und ich hab mich baeuchlings draufgelegt, er meinte dann dass wenn er sagt "take off" solle ich aufstehen wie wirs am Strand geuebt haben.
Beim dritten Anlauf konnte ich dann wenigstens schon auf dem Brett knien, die ersten beiden Male bin ich schon beim mit-den-Armen-hochdruecken vom Brett geplumst :-) Haja, waehrend der 2 h Training (laenger hab ich nicht durchgehalten, Kraft war weg, dann klappts mit der Koordination auch nimmer) habe ich es zumindest mehrmals geschafft auf dem Brett zu stehen und zum Strand zu gleiten, hat schon irgendwie Spass gemacht. Aber der Sport ist nicht meiner. Ich kann Salzwasser nicht leiden und wenn man das dumme Wasser staendig im Mund und Nase hat ist das einfach eklig. Also hab ich nachmittags dann auch nicht mehr das Brett in Anspruch genommen sondern mich gemuetlich mich Kate (Englaenderin die auch im Homestay abgestiegen war) nen Film angeschaut :-)
Die naechsten Tage haben wir dann sooo viele Filme angeschaut, saemtliche "Die Hard"s und noch einige mehr. Ansonsten mal ein bischen baden im Meer, immer wieder Essen gehen und einmal war ich noch morgens im Nationalpark spazieren. Dort hab ich dann Affen beim Baden im Fluss zugeschaut, das war echt zum bruellen. Diese tobten rum und haben sich gegenseitig getaucht, sich aus 4 m Hoehe vom Baum ins Wasser fallen lassen und und und. Einfach herrlich.
An einem Tag sind wir noch zum schoenen weissen Strand gelaufen, dort haengen die Baeume rechts schoen flach ueber den Strand und wir haben unsere Haengematte reingehaengt. Das war sooo schoen und jeder der vorbei lief war ganz neidisch, waere ich auch gewesen.
Fuer gestern hatten wir uns eine Tour zum "Green Canyon" gebucht. Das ist ein Fluss der zwischenzeitlich durch eine Schlucht mit 30m Steilwand an beiden Seiten fliesst. Diese Steilwand ist aber sehr begruent und daher nennt sich das eben "Gruene Schlucht". Mit dem Boot gings so ungefaehr 1-2 km vor der Schlucht ins Wasser. Die Fahrt war superschoen denn auch hier war alles dicht begruent. Dann erreichten wir eine Stelle an der es mit dem Boot nimmer weiterging. Also Klamotten aus und in den Schwimmsachen ins frische Wasser springen. War doch schon sehr schattig dort drinnen.
Dann mussten wir in diesem wundervoll tuerkisfarbenen Wasser gegen den Strom schwimmen, hatte also auch mal wieder ein bischen Bewegung :-) Zwischenzeitlich wieder ueber Felsen geklettert und weiter gings. An einer Stelle ragt ein besonders netter Felsvorsprung heraus. Wawan und Rene sind dann dort auf 6m hochgeklettert und ins tiefe Wasser gesprungen. Ich hab nur von unten zugeschaut und den beiden den Vogel gezeigt :-)
Das war wirklich ein wundervolles Erlebnis und bisher in Indonesien auch das schoenste was ich gesehen habe. Am selben Tag hatten wir noch eine Kokosnussfabrik angeschaut. Fabrik kann man das aber nicht nennen, schliesslich haben die da nur Huetten und Haeuschen rumstehen. Allerdings haben die da unglaublich viele Kokosnuesse verarbeitet. Zum einen werden diese geschaelt und deren Fasern zu Fussmatten und anderem Zeugs verarbeitet und zum anderen wird der von den Blueten gewonnene Nektar zu braunem Zucker verarbeitet. Ich kann nur sagen: lecker!!!! Wir durften frische Kokosnuss mit diesem Zucker essen, das war einfach herrlich.
Ansonsten haben wir noch einen Puppenspieler besucht der seine traditionellen Puppen selbst herstellt, diese werden aus ganz weichem Holz geschnitzt und wundervoll angemalt. Die Kleidung wird von seiner Frau genaeht und bestickt. Ich durfte auch mal versuchen mit so einer Puppe zu spielen, aber das ist unglaublich schwierig, denn meine Fingerfertigkeit ist nicht sonderlich ausgepraegt.
Ganz zum Schluss haben wir dann noch eine Schildkroetenaufzuchtsstation besucht. Leider hatten die aber keinen, jungen Schildkroeten da, sondern nur groessere, aber die waren auch kuhl. Ganz schoen schwer die kleinen Dinger :-)
So, nun gehts zurueck zum Faulenzen, ist ja sooo schrecklich heiss heute. Heute morgen dachte ich, ich koennte mein Buch schnappen und an den Strand liegen. Hab ich auch getan, aber irgendwann wurde ich dann von einer Welle ueberrollt und ich, meine Handtuecher, meine Handtasche und vor allem mein Buch waren nass und voller Sand... so kanns gehen.
Thursday, April 22, 2010
Saturday, April 17, 2010
Singapur, Yogyakarta und Pangandaran
Die Tour ging dann durch einige der verschiedenen Stadtviertel von Singapur, Littel India, war ja der Startpunkt, dann gabs noch Chinatown und andere, deren Namen ich jetzt nimmer weiss. Aber es war grossartig, wir haben unglaublich viel gesehen und waren erst nachts um halb 12 wieder zurueck im Hostel. Jeder war gluecklich, keine groesseren Unfaelle waren passiert.... aber fertig waren wir trotzdem. Michael war ein super Fuehrer und hat uns sehr viel ueber das Leben ins Singapur erzaehlt.
Singapur hat sehr viele Regeln und wenn man z.B. an der falschen Stelle in Singapur raucht dann kostet das schon mal 500 Euro Strafe. Essen und Trinken in den Bahnhoefen und Zuegen kostet 250 Euro und fuer Drogen gibts hier immer noch die Todesstrafe, da reicht schon der Besitz. Aber da ich ja eh nichts der gleichen mache muss ich auch keine Angst haben. Wobei ich sagen kann. Wenn man da so in der U-Bahn sitzt und faehrt und das Schild mit "Essen und Trinken verboten" sieht, bekommt man ganz schnell unglaublichen Durst, das ist dann wirklich gemein.
Viele neue Leute haben wir durch die Tour kennengelernt und wieder Reiseerfahrungen ausgetauscht, das hat wirklich sehr viel Spass gemacht und es verwundert nicht dass wir dann doch erst um 1 ins Bett sind (klingt fuer viele sehr frueh, aber normalerweise sind wir schon frueher im Bett da wir jeden Abend total fertig sind).
Am naechsten Tag erst mal gemuetlich Fruehstuecken. Ich hatte mir am ersten Tag ja noch Muesli besorgt und war richtig gluecklich nochmal ein sooo leckeres Fruehstueck zu haben. Das geht ja mal gar nicht nur Toast mit Orangenmarmelade und Margerine sowie 2 hartgekochten Eiern zu essen.
Rene wollte an diesem Tag guenstige Bauteile kaufen die er mit nach Hause nehmen kann. Daher sind wir dann in den Sim Lim Tower gegangen, dummerweise war Sonntag und somit nicht so viele Geschaefte auf (es waren zumindest ueberhaupt welche auf, was ja in Deutschland gar nicht so ist). Dort haben wir Chris (ein Englaender der hervorragend Deutsch spricht da er das zum einen studiert und zum anderen schon in Deutschland gelebt hatte und der auch auf der Tour dabei war) wiedergetroffen. Er war auch auf der Suche nach etwas aber im falschen Einkaufszentrum. Denn dieses ist der "Sim Lim Tower" und nicht das "Sim Lim Center".
Rene und ich sind dann mit ihm rueber, denn es lag ja nur auf der anderen Seite einer sehr grossen Strassenkreuzung. Wir sind dann durch 7 Stockwerke gelaufen die vollgestopft mit Kamera-, Laptop-, Handy- und anderem Elektrokramslaeden ist. Da musste ich doch sehr an einige meiner Technikfreakkollegen denken, es waere das reinste Paradies fuer sie :-)
Gefunden hat aber keiner was, zumal alle Geraete nicht viel guenstiger sind als in Deutschland und man eh nur eine Garantie fuer Singapur, nicht jedoch fuer Deutschland haette. Lohnt sich also nicht.
Weiter gings dann zu einer Reise- und Essensmesse. Michael hatte uns am Tag zuvor gesagt dass man dort an den Staenden verschiedenste Sachen fuer gerade mal 1 Singapurdollar, also ca. 50 Eurocent, essen koennte. Das lockt uns natuerlich an. Aber so toll wars dann leider doch nicht. Es gab ein paar Sachen die wir gegessen haben, die waren auch wirklich lecker, aber das wars dann schon. Interessant fand ich jedoch die Reisebusse die sie in den 5 Stock gekarrt haben. Erste Klasse!!!!! Die Sessel, ich traue mich ja kaum die noch Sitze zu nennen, kann man sehr weit nach hinten lehnen, an jedem Sitz gibts noch nen Monitor fuer Videos und noch vieles mehr. So nen Bus habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.
Chris hat sich schon gleich bei der Messe von uns verabschiedet da er noch verabredet war, also sind Rene und ich einfach noch ein bischen durch die schoen gekuehlten Einkaufszentren geschlichen und haben sogar noch was eingekauft.
Voellig fertig kamen wir abends dann wieder im Hostel an.
Chris ist leider an diesem Abend schon abgereist, nicht jedoch ohne vorher noch ein gaaaaaanz schnelles Bierchen mit uns zu trinken. Jas, Darcy, Rene, Chris und ich sind in den kleine Minisupermarkt von nebenan und haben uns Bier und fuer mich ein Bacardi Brezzer geholt und vor dem Supermarkt noch auf unser Kennenlernen und Chris' Abschied anzustossen. Wir anderen sind dann im Prinzip vor dem Hostel haengengeblieben. Immer mal wieder Nachschub im Supermarkt holen, ansonsten da draussen sitzen und quatschen. War ein superlustiger Abend mit denen.
Am naechsten Tag mussten wir dann aber dummerweise frueh raus, dabei sind wir ja erst um 2 ins Bett, aber der Flieger zurueck nach Indonesien muss ja erwischt werden.
Zurueck in Yogyakarta waren wir dann um ca. 1 Uhr. Und da wir schon auf halben Weg zum Prambanan Tempel waren sind wir halt direkt dort hingefahren, hatten ja nur Handgepaeck dabei. Dieses konnten wir beim Tempel dann sogar hinterlegen, war also fuer uns jetzt kein Problem.
Einen Tourguide wollten wir uns dann nicht holen, hatten wir bisher ja nie, auch wenn das hier Weltkulturerbe ist. Als wir dann kurz vor dem Tempel selbst standen, sprach uns eine 16-jaehrige Schuelerin an und bot uns eine kostenlose Fuehrung an, denn sie sei hier gerade im Training. Gut dann machen wir das und hatten viel Spass mit ihr. Sie hat uns die Tempelanlage recht ausfuehrlich erklaert und ich war ich doch sehr dankbar.
Was nun aber enttaeuschend war. Prambanan besteht aus vielen, vielen Tempeln grosse in der Mitte und dann um die 150 kleine drumherum und das ganze ergibt dann ein Quatrat. Leider stehen nur noch die grossen und in alle darf man auch nicht rein denn vor 4 Jahren wurde der Grossteil durch ein starkes Erdbeben zerstoert. Man versucht zwar wieder einiges aufzubauen, aber da eben auch Yogyakarta durch das Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht wurde, wurden viele der Steine von den Ansaessigen geklaut und in ihren neuen Haeusern verbaut. Sprich, nie wieder wird die Anlage in voller Pracht zu sehen sein. Da ist traurig.
Vom Hunger geplagt haben wir uns dann ein Betscha zum Busterminal zurueck genommen und wollten dort eigentlich was essen, aber da der Bus gleich abfahren wollte sind wir dann doch lieber gleich zurueck in die Stadt gefahren. Im Hotel haben wir dann unser Gepaeck in einem Zimmer vorgefunden, lief also alles glatt soweit. Und dann erst mal essen und fuer den Rest des Tages entspannen.
Am kommenden Tag haben wir uns den grossen Sultanspalast angeschaut. Der ist aber genauso langweilig wie alle anderen Sultanspalaeste die wir bisher begutachtet hatten. Haetten wir uns also sparen koennen. Weiter gings zum Vogelmarkt, dort bekommt man alle moeglichen Arten von Singvoegel, aber auch Haehne und Huehner. Desweiteren Schlangen, Kaninchen, Hasen, Meerschweinchen, Maeuse und und und.... Schlimm fand ich aber die suessen, kleinen Welpen die einzeln in winzigen Kaefigen eingepfercht, jaulend auf neue Besitzer warteten. Das ist einfach Tierquaelerei und daher hab ich dann den Vogelmarkt umgehend verlassen, den solches Elend will ich nicht anschauen.
Da der Tag ja sooo anstrengend war sind wir am naechsten Tag dann ganz spaet erst losgekommen. Ich war zwar schon frueh aufgestanden, aber Renes Kreislauf kam gar nicht in Schwung und zu dem Zeitpunkt als es ihm besser ging hatte ich dann tierische Kopfschmerzen. Gut dann eben mal langsam machen. Um 2 sind wir dann endlich in den Bus zur Borobudur Tempelanlage gefahren. Dies sollte ungefaer eine Stunde dauern. Mit Umsteigen waren wir um viertel nach 4 dann endlich dort. Schoen bloed wenn der letzte Bus zurueck nach Yogya schon um halb 6 faehrt.
Aber jetzt sind wir schon da dann leisten wir uns auch den sauteuren Eintritt fuer die Anlage. Also hin zum Tempel, am Besten mit einer Betscha. Der Betschafahrer war ein ganz schoener Halsabschneider und hat nen Haufen Geld von uns verlangt. Er meinte das sei ein guter Preis und ist nicht davon abgerueckt. So haben wir fuer einmal um die Ecke und nachher zurueck 20.000 Rupiah bezahlt was einfach nicht im Verhaeltnis zu dem steht was wir sonst bezahlen.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten gings dann auch sofort mit einem kleinen Touristenzueglein zum Tempel, das hat uns nochmal Zeit gespart. Dann schnell durch den Tempel gehetzt, viele Fotos geschossen, auch von mir :-) und zurueck zum Betschafahrer gelaufen. Rene hat echt ein bischen uebertrieben, denn wir hatten nun nicht mal eine halbe Stunde dort verbracht und als wir wieder am Busterminal waren hatten wir noch 15 min Zeit bis der endlich losfuhr. Naja. Dann ist man halt noch schnell was :-)
Zurueck zum Losmen gings uebrigens viel schneller, denn der Busfahrer hat uns an einem anderen Busterminal in Yogya rausgeworfen welches geschickter liegt. Ha, und waeren wir schon in erster Linie dort hingefahren dann haetten wir auch nicht so hetzen muessen. Aber schlauer ist man ja immer hinterher. :-)
Viel zu erzaehlen gibts jetzt ueber Yogya nimmer, am naechsten Tag wollten wir dann mit dem Bus weiter nach Pangandaran ans Meer um endlich noch ein paar Tage richtigen Ausspannurlaub zu haben. Da wir erst sehr spaet los sind blieben wir aber leider nachmittags um vier in Cilacap (Tschilatschap) haengen, der Ort in dem wir haetten umsteigen sollen. Es fuhr aber kein Bus mehr weiter nach Pangandaran. Also haben wir uns halt ein Hotel dort gesucht und haben somit eine Zwischenstation.
Naechster Tag, duerftigen Tee zum Fruehstueck geschluerft, gepackt und mit dem Bemo zum Busterminal. Dort wartete auch schon der Bus der 5min spaeter Abfuhr. Rene konnte gluecklicherweise noch schnell etwas Wasser fuer uns besorgen. Die 3-stuendige Fahrt war die schoenste die wir bisher hatte, zumindest ist das meine Meinung. Es war zwar ein kleiner, alter, klappriger Bus ohne jegliche Beinfreiheit, zwischenzeitlich war der auch richtig dolle voll, aber die Landschaft war einfach herrlich. Es ging durch Dschungel und Plantagen, kleine Doerfer deren Haeuser man manchmal kaum sah, da deren Vorgaerten mit Palmen und Baeumen vollgepflanzt sind, ein wahrer Genuss einfach.
In Pangandaran angekommen wurden wir wieder von Betschafahrern belauert und einer meinte dann dass er uns fuer nur 5000 Rupiah pro Person zu den Hotels bringen wuerde und wir ihn erst bezahlen muessten wenn wir eines gefunden haetten welches uns auch gefaellt. Mit unserem Gepaeck wurden wir dann aber auf zwei Fahrer verteilt und die haben uns dann zu 4 Hotels beziehungsweise homestays logiert. Wir mussten dann auch tatsaechlich nur 5000 pro Person bezahlen, aber dafuer bekamen die dann 15000 Kommision vom Homestay in dem wir nun abgestiegen sind. Das passiert natuerlich immer alles hinter unserem Ruecken, aber andere die hier auch abgestiegen sind haben es uns erzaehlt.
Was wir hier bisher so erlebt haben werd ich dann ein andermal schreiben.... schliesslich bin ich hier ja nun zum entspannen und faulenzen :-)
Singapur hat sehr viele Regeln und wenn man z.B. an der falschen Stelle in Singapur raucht dann kostet das schon mal 500 Euro Strafe. Essen und Trinken in den Bahnhoefen und Zuegen kostet 250 Euro und fuer Drogen gibts hier immer noch die Todesstrafe, da reicht schon der Besitz. Aber da ich ja eh nichts der gleichen mache muss ich auch keine Angst haben. Wobei ich sagen kann. Wenn man da so in der U-Bahn sitzt und faehrt und das Schild mit "Essen und Trinken verboten" sieht, bekommt man ganz schnell unglaublichen Durst, das ist dann wirklich gemein.
Viele neue Leute haben wir durch die Tour kennengelernt und wieder Reiseerfahrungen ausgetauscht, das hat wirklich sehr viel Spass gemacht und es verwundert nicht dass wir dann doch erst um 1 ins Bett sind (klingt fuer viele sehr frueh, aber normalerweise sind wir schon frueher im Bett da wir jeden Abend total fertig sind).
Am naechsten Tag erst mal gemuetlich Fruehstuecken. Ich hatte mir am ersten Tag ja noch Muesli besorgt und war richtig gluecklich nochmal ein sooo leckeres Fruehstueck zu haben. Das geht ja mal gar nicht nur Toast mit Orangenmarmelade und Margerine sowie 2 hartgekochten Eiern zu essen.
Rene wollte an diesem Tag guenstige Bauteile kaufen die er mit nach Hause nehmen kann. Daher sind wir dann in den Sim Lim Tower gegangen, dummerweise war Sonntag und somit nicht so viele Geschaefte auf (es waren zumindest ueberhaupt welche auf, was ja in Deutschland gar nicht so ist). Dort haben wir Chris (ein Englaender der hervorragend Deutsch spricht da er das zum einen studiert und zum anderen schon in Deutschland gelebt hatte und der auch auf der Tour dabei war) wiedergetroffen. Er war auch auf der Suche nach etwas aber im falschen Einkaufszentrum. Denn dieses ist der "Sim Lim Tower" und nicht das "Sim Lim Center".
Rene und ich sind dann mit ihm rueber, denn es lag ja nur auf der anderen Seite einer sehr grossen Strassenkreuzung. Wir sind dann durch 7 Stockwerke gelaufen die vollgestopft mit Kamera-, Laptop-, Handy- und anderem Elektrokramslaeden ist. Da musste ich doch sehr an einige meiner Technikfreakkollegen denken, es waere das reinste Paradies fuer sie :-)
Gefunden hat aber keiner was, zumal alle Geraete nicht viel guenstiger sind als in Deutschland und man eh nur eine Garantie fuer Singapur, nicht jedoch fuer Deutschland haette. Lohnt sich also nicht.
Weiter gings dann zu einer Reise- und Essensmesse. Michael hatte uns am Tag zuvor gesagt dass man dort an den Staenden verschiedenste Sachen fuer gerade mal 1 Singapurdollar, also ca. 50 Eurocent, essen koennte. Das lockt uns natuerlich an. Aber so toll wars dann leider doch nicht. Es gab ein paar Sachen die wir gegessen haben, die waren auch wirklich lecker, aber das wars dann schon. Interessant fand ich jedoch die Reisebusse die sie in den 5 Stock gekarrt haben. Erste Klasse!!!!! Die Sessel, ich traue mich ja kaum die noch Sitze zu nennen, kann man sehr weit nach hinten lehnen, an jedem Sitz gibts noch nen Monitor fuer Videos und noch vieles mehr. So nen Bus habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.
Chris hat sich schon gleich bei der Messe von uns verabschiedet da er noch verabredet war, also sind Rene und ich einfach noch ein bischen durch die schoen gekuehlten Einkaufszentren geschlichen und haben sogar noch was eingekauft.
Voellig fertig kamen wir abends dann wieder im Hostel an.
Chris ist leider an diesem Abend schon abgereist, nicht jedoch ohne vorher noch ein gaaaaaanz schnelles Bierchen mit uns zu trinken. Jas, Darcy, Rene, Chris und ich sind in den kleine Minisupermarkt von nebenan und haben uns Bier und fuer mich ein Bacardi Brezzer geholt und vor dem Supermarkt noch auf unser Kennenlernen und Chris' Abschied anzustossen. Wir anderen sind dann im Prinzip vor dem Hostel haengengeblieben. Immer mal wieder Nachschub im Supermarkt holen, ansonsten da draussen sitzen und quatschen. War ein superlustiger Abend mit denen.
Am naechsten Tag mussten wir dann aber dummerweise frueh raus, dabei sind wir ja erst um 2 ins Bett, aber der Flieger zurueck nach Indonesien muss ja erwischt werden.
Zurueck in Yogyakarta waren wir dann um ca. 1 Uhr. Und da wir schon auf halben Weg zum Prambanan Tempel waren sind wir halt direkt dort hingefahren, hatten ja nur Handgepaeck dabei. Dieses konnten wir beim Tempel dann sogar hinterlegen, war also fuer uns jetzt kein Problem.
Einen Tourguide wollten wir uns dann nicht holen, hatten wir bisher ja nie, auch wenn das hier Weltkulturerbe ist. Als wir dann kurz vor dem Tempel selbst standen, sprach uns eine 16-jaehrige Schuelerin an und bot uns eine kostenlose Fuehrung an, denn sie sei hier gerade im Training. Gut dann machen wir das und hatten viel Spass mit ihr. Sie hat uns die Tempelanlage recht ausfuehrlich erklaert und ich war ich doch sehr dankbar.
Was nun aber enttaeuschend war. Prambanan besteht aus vielen, vielen Tempeln grosse in der Mitte und dann um die 150 kleine drumherum und das ganze ergibt dann ein Quatrat. Leider stehen nur noch die grossen und in alle darf man auch nicht rein denn vor 4 Jahren wurde der Grossteil durch ein starkes Erdbeben zerstoert. Man versucht zwar wieder einiges aufzubauen, aber da eben auch Yogyakarta durch das Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht wurde, wurden viele der Steine von den Ansaessigen geklaut und in ihren neuen Haeusern verbaut. Sprich, nie wieder wird die Anlage in voller Pracht zu sehen sein. Da ist traurig.
Vom Hunger geplagt haben wir uns dann ein Betscha zum Busterminal zurueck genommen und wollten dort eigentlich was essen, aber da der Bus gleich abfahren wollte sind wir dann doch lieber gleich zurueck in die Stadt gefahren. Im Hotel haben wir dann unser Gepaeck in einem Zimmer vorgefunden, lief also alles glatt soweit. Und dann erst mal essen und fuer den Rest des Tages entspannen.
Am kommenden Tag haben wir uns den grossen Sultanspalast angeschaut. Der ist aber genauso langweilig wie alle anderen Sultanspalaeste die wir bisher begutachtet hatten. Haetten wir uns also sparen koennen. Weiter gings zum Vogelmarkt, dort bekommt man alle moeglichen Arten von Singvoegel, aber auch Haehne und Huehner. Desweiteren Schlangen, Kaninchen, Hasen, Meerschweinchen, Maeuse und und und.... Schlimm fand ich aber die suessen, kleinen Welpen die einzeln in winzigen Kaefigen eingepfercht, jaulend auf neue Besitzer warteten. Das ist einfach Tierquaelerei und daher hab ich dann den Vogelmarkt umgehend verlassen, den solches Elend will ich nicht anschauen.
Da der Tag ja sooo anstrengend war sind wir am naechsten Tag dann ganz spaet erst losgekommen. Ich war zwar schon frueh aufgestanden, aber Renes Kreislauf kam gar nicht in Schwung und zu dem Zeitpunkt als es ihm besser ging hatte ich dann tierische Kopfschmerzen. Gut dann eben mal langsam machen. Um 2 sind wir dann endlich in den Bus zur Borobudur Tempelanlage gefahren. Dies sollte ungefaer eine Stunde dauern. Mit Umsteigen waren wir um viertel nach 4 dann endlich dort. Schoen bloed wenn der letzte Bus zurueck nach Yogya schon um halb 6 faehrt.
Aber jetzt sind wir schon da dann leisten wir uns auch den sauteuren Eintritt fuer die Anlage. Also hin zum Tempel, am Besten mit einer Betscha. Der Betschafahrer war ein ganz schoener Halsabschneider und hat nen Haufen Geld von uns verlangt. Er meinte das sei ein guter Preis und ist nicht davon abgerueckt. So haben wir fuer einmal um die Ecke und nachher zurueck 20.000 Rupiah bezahlt was einfach nicht im Verhaeltnis zu dem steht was wir sonst bezahlen.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten gings dann auch sofort mit einem kleinen Touristenzueglein zum Tempel, das hat uns nochmal Zeit gespart. Dann schnell durch den Tempel gehetzt, viele Fotos geschossen, auch von mir :-) und zurueck zum Betschafahrer gelaufen. Rene hat echt ein bischen uebertrieben, denn wir hatten nun nicht mal eine halbe Stunde dort verbracht und als wir wieder am Busterminal waren hatten wir noch 15 min Zeit bis der endlich losfuhr. Naja. Dann ist man halt noch schnell was :-)
Zurueck zum Losmen gings uebrigens viel schneller, denn der Busfahrer hat uns an einem anderen Busterminal in Yogya rausgeworfen welches geschickter liegt. Ha, und waeren wir schon in erster Linie dort hingefahren dann haetten wir auch nicht so hetzen muessen. Aber schlauer ist man ja immer hinterher. :-)
Viel zu erzaehlen gibts jetzt ueber Yogya nimmer, am naechsten Tag wollten wir dann mit dem Bus weiter nach Pangandaran ans Meer um endlich noch ein paar Tage richtigen Ausspannurlaub zu haben. Da wir erst sehr spaet los sind blieben wir aber leider nachmittags um vier in Cilacap (Tschilatschap) haengen, der Ort in dem wir haetten umsteigen sollen. Es fuhr aber kein Bus mehr weiter nach Pangandaran. Also haben wir uns halt ein Hotel dort gesucht und haben somit eine Zwischenstation.
Naechster Tag, duerftigen Tee zum Fruehstueck geschluerft, gepackt und mit dem Bemo zum Busterminal. Dort wartete auch schon der Bus der 5min spaeter Abfuhr. Rene konnte gluecklicherweise noch schnell etwas Wasser fuer uns besorgen. Die 3-stuendige Fahrt war die schoenste die wir bisher hatte, zumindest ist das meine Meinung. Es war zwar ein kleiner, alter, klappriger Bus ohne jegliche Beinfreiheit, zwischenzeitlich war der auch richtig dolle voll, aber die Landschaft war einfach herrlich. Es ging durch Dschungel und Plantagen, kleine Doerfer deren Haeuser man manchmal kaum sah, da deren Vorgaerten mit Palmen und Baeumen vollgepflanzt sind, ein wahrer Genuss einfach.
In Pangandaran angekommen wurden wir wieder von Betschafahrern belauert und einer meinte dann dass er uns fuer nur 5000 Rupiah pro Person zu den Hotels bringen wuerde und wir ihn erst bezahlen muessten wenn wir eines gefunden haetten welches uns auch gefaellt. Mit unserem Gepaeck wurden wir dann aber auf zwei Fahrer verteilt und die haben uns dann zu 4 Hotels beziehungsweise homestays logiert. Wir mussten dann auch tatsaechlich nur 5000 pro Person bezahlen, aber dafuer bekamen die dann 15000 Kommision vom Homestay in dem wir nun abgestiegen sind. Das passiert natuerlich immer alles hinter unserem Ruecken, aber andere die hier auch abgestiegen sind haben es uns erzaehlt.
Was wir hier bisher so erlebt haben werd ich dann ein andermal schreiben.... schliesslich bin ich hier ja nun zum entspannen und faulenzen :-)
Friday, April 9, 2010
nun in Singapur
seit gestern verweile ich also in Singapur, einem Miniaturland am Zipfel von Malaysia, gleicht allerdings mehr einer Millionenstadt, was es auch ist. Das bischen Land was noch um die Stadt herum ist kann man glaube ich vernachlaessigen.
Um hierher zu kommen mussten wir gestern morgens um 5 aus dem Bett, haben es dann aber doch erst ne viertel Stunde spaeter geschafft, ist halt doch sehr frueh fuer uns Langschlaefer die wir zur Zeit sind. Ohne Fruehstueck gings dann mit ganz leichtem Gepaeck, also gerade mal meinem kleinen Rucksack mit dem Taxi zum Flughafen. Das war total guenstig, wir hatten mit mehr gerechnet, aber wir hatten eben um diese Zeit keinen Stau. Gluecklicherweise gings auch nicht ueber eine Autobahn, mit Schrecken muss ich da zuruck an die Fahrt zum Bangkoker Flughafen denken.
Der Flughafen von Yokyakarta ist superklein und zu Essen gabs da nicht wirklich was, also bestand mein Fruehstueck erst mal nur aus einer Tasse Tee. Nachdem wir also wieder durch die Immigration sind und unseren Ausreisestempel in den Pass bekamen (Ich habe jetzt in dieser kurzen Zeit soooo viele Stempel schon gesammelt, man kanns kaum glauben) sassen wir dann im kleinen Warteraum der fuer saemtliche Fluege die in naher Zukunft abfliegen, gedacht ist. War also ganz schoen voll da drinnen, gut man konnte auf jeden Fall noch sitzen, war nicht so schlimm.
Zu Fuss gings dann zum Flugzeug welches direkt vor der Tuere parkte, wir sassen diesesmal sehr weit hinten, Reihe 28, und sind daher gleich hinten eingestiegen. Auch in diesem Flieger sind immer 3 Sitze auf jeder Seite und wir hatten die am Fenster und in der Mitte. Leider sass dann rechts von mir auch noch jemand. Da aber in den Reihen hinter uns fast keiner sass hat der sich dann bald verdrueck und wir hatten mehr Platz. Von Beinfreiheit wie wir sie in der ersten Klasse im Zug in Indonesien hatten war hier keine Rede. Sogar fuer mich und meine kurzen Beine war das viel zu wenig.
So, und der Flug war einer der tollsten, nein DER Tollste in meinem Leben. Kaum dass wir abgehoben hatten, hatten wir den Blick auf den Merapi, einem der aktivsten Vulkane von Indonesien, frei. Leichte Wolken hingen am Fusse von diesem so dass man den oberen Teil wunderbar sehen konnte. Nachdem wir mit dem Staunen dann durch waren wurde es noch toller. Je hoeher wir stiegen umso weiter sahen wir natuerlich und somit all die hohen Vulkan von Indonesien die alle durch das Wolkenmeer hindurchschauten, den Rest von Indonesien sah man hingegen nicht mehr. Das war unbeschreiblich schoen.
In Singapur angekommen ging die Einreise recht schnell. Naechster Stempel und gut ist. Gepaeck muessen wir ja nicht abholen also gleich los ins Terminal und zum Burger King um mal was zu fruehstuecken. Ich hatte ein Croisett'wich das ganz ok war, ausserdem Milo (Schokotrink von Nestle den man in ganz Suedostasien sieht) und Hash Browns (was wie kleine Kartoffelpuffer ist).
Weiter gehts zur MRT der U-Bahn von Singapur. Erst mal die Frage was fuer ein Ticket nehmen. Dieses System hier ist ein bischen doof. Du musst alle Fahrten einzeln bezahlen, da gibts keine Tageskarte und fuer die Karte selbst auf die man dann Guthaben laden kann gibts nochmal Pfand das man aber gar nimmer zurueckbekommt. Und ob sich die Touristenkarte lohnt wussten wir auch nicht, ist im Prinzip so was wie eine Tageskarte, aber halt teuer. Also haben wir uns einen Einzelfahrschein bzw. eine Plastikarte fuer 2,60 Singapurdollar geholt, das sind ungefaehr 1,40 Euro und sind damit in die Naehe unseres Hostels gefahren. Beim rausgehen aus der Station bekommt man dann wieder einen Singadollar Pfand zurueck wenn man die Karte wieder abgibt. Fahrt war somit nicht so teuer :-)
Das Hostel war schnell gefunden. Und im Unterschied zu unseren sonstigen Unterkuenften haben wir jetzt ein Stockbett in einem 10-Bett-Zimmer und ein Bad mit mehreren Duschen und WCs fuer das ganze Haus zusammen. Aber das Bad ist echt supersauber, die Leute hier, alle so zwanzig aufwaerts und in unserem Alter halten sich an die Regeln.
Am Empfang haben wir uns beraten lassen, was man denn hier so am Besten machen kann. Sie hat uns dann den Botanischen Garten empfohlen, der am anderen Ende des Stadtzentrums liegt. Am besten in den Bus 7 einsteigen und gleich ein bischen einen Ueberblick ueber die Stadt bekommen. Das haben wir auch gemacht, ab in den Doppeldecker, schoen oben sitzen und den Stadtplan in der Hand und immer nachverfolgen wo man denn gerade ist.
Der Botanische Garten ist wunderschoen und kostet keinen Eintritt. Dort gibt es verschiedene Bereiche, z.B. Ginger oder Orchideen oder auch Frangipani (die Blueten dieses Baumes sind meine absoluten Lieblingsblueten mittlerweile, ich hab sie auf der ganzen Reise immer wieder gesehen). Fuer den Orchideenbereich mussten wir allerdings dann 5$ Eintritt bezahlen, aber die hatten sich gelohnt. Die Orchideenpracht und einfach deren Praesentation ist so gelungen, unsere Fotos musste auf Hochtouren herhalten. Dummerweise fing es aber kaum dass wir auf diesem Gelaende waren an zu schuetten und wir mussten uns erst mal unterstellen, sonst waeren wir mal wieder bis auf die Unterhose in sekundenschnelle nass geworden.
Als es nur noch so vor sich hinnieselte gings weiter durch die Blumen. Leider sollte das Wetter an diesem Tag nimmer viel besser werden und somit sind wir dann von Shoppingmall zur Shoppingmall gelaufen um wieder die ganze Strecke zurueck zum Hostel zu kommen. Das war dan unser Nachmittag :-)
Da unser Hostel im Viertel "Little India" ist und es hier tatsaechlich nur so von Indern und ihren Geschaeften wimmelt sind wir dann auch abends indisch essen gegangen. Auch bei den Indern gibts sowas wie "Nasi Campur" also Reis mit von allem ein bischen und nennt sich "Thali". Also haben wir das gegessen und ich muss sagen, endlich mal wieder leckeres Essen. Seit wir auf Java sind ist das Essen ja leider nimmer so dolle. Aber jetzt hier mal wieder Gemuese und auch gekochte Kartoffeln zu haben. Einfach lecker.
Da der Tag auch sehr lang war gings danach ins Bett und ich hab mal wieder richtig gut geschlafen. So gut wie schon lange nimmer.
Heute morgen regnet es aber nun leider und daher werd ich mal schauen was heute so gehen wird. Heute abend ist eigentlich eine Kickscootertour durch Singapur geplant. Die wird vom Hostel angeboten und kostet nichts. Sprich wir fahren also auf Tretrollern durch die Stadt und machen ein bischen Sightseeing und gehen dann gemeinsam Essen (wenns nicht ins Wasser faellt).
Um hierher zu kommen mussten wir gestern morgens um 5 aus dem Bett, haben es dann aber doch erst ne viertel Stunde spaeter geschafft, ist halt doch sehr frueh fuer uns Langschlaefer die wir zur Zeit sind. Ohne Fruehstueck gings dann mit ganz leichtem Gepaeck, also gerade mal meinem kleinen Rucksack mit dem Taxi zum Flughafen. Das war total guenstig, wir hatten mit mehr gerechnet, aber wir hatten eben um diese Zeit keinen Stau. Gluecklicherweise gings auch nicht ueber eine Autobahn, mit Schrecken muss ich da zuruck an die Fahrt zum Bangkoker Flughafen denken.
Der Flughafen von Yokyakarta ist superklein und zu Essen gabs da nicht wirklich was, also bestand mein Fruehstueck erst mal nur aus einer Tasse Tee. Nachdem wir also wieder durch die Immigration sind und unseren Ausreisestempel in den Pass bekamen (Ich habe jetzt in dieser kurzen Zeit soooo viele Stempel schon gesammelt, man kanns kaum glauben) sassen wir dann im kleinen Warteraum der fuer saemtliche Fluege die in naher Zukunft abfliegen, gedacht ist. War also ganz schoen voll da drinnen, gut man konnte auf jeden Fall noch sitzen, war nicht so schlimm.
Zu Fuss gings dann zum Flugzeug welches direkt vor der Tuere parkte, wir sassen diesesmal sehr weit hinten, Reihe 28, und sind daher gleich hinten eingestiegen. Auch in diesem Flieger sind immer 3 Sitze auf jeder Seite und wir hatten die am Fenster und in der Mitte. Leider sass dann rechts von mir auch noch jemand. Da aber in den Reihen hinter uns fast keiner sass hat der sich dann bald verdrueck und wir hatten mehr Platz. Von Beinfreiheit wie wir sie in der ersten Klasse im Zug in Indonesien hatten war hier keine Rede. Sogar fuer mich und meine kurzen Beine war das viel zu wenig.
So, und der Flug war einer der tollsten, nein DER Tollste in meinem Leben. Kaum dass wir abgehoben hatten, hatten wir den Blick auf den Merapi, einem der aktivsten Vulkane von Indonesien, frei. Leichte Wolken hingen am Fusse von diesem so dass man den oberen Teil wunderbar sehen konnte. Nachdem wir mit dem Staunen dann durch waren wurde es noch toller. Je hoeher wir stiegen umso weiter sahen wir natuerlich und somit all die hohen Vulkan von Indonesien die alle durch das Wolkenmeer hindurchschauten, den Rest von Indonesien sah man hingegen nicht mehr. Das war unbeschreiblich schoen.
In Singapur angekommen ging die Einreise recht schnell. Naechster Stempel und gut ist. Gepaeck muessen wir ja nicht abholen also gleich los ins Terminal und zum Burger King um mal was zu fruehstuecken. Ich hatte ein Croisett'wich das ganz ok war, ausserdem Milo (Schokotrink von Nestle den man in ganz Suedostasien sieht) und Hash Browns (was wie kleine Kartoffelpuffer ist).
Weiter gehts zur MRT der U-Bahn von Singapur. Erst mal die Frage was fuer ein Ticket nehmen. Dieses System hier ist ein bischen doof. Du musst alle Fahrten einzeln bezahlen, da gibts keine Tageskarte und fuer die Karte selbst auf die man dann Guthaben laden kann gibts nochmal Pfand das man aber gar nimmer zurueckbekommt. Und ob sich die Touristenkarte lohnt wussten wir auch nicht, ist im Prinzip so was wie eine Tageskarte, aber halt teuer. Also haben wir uns einen Einzelfahrschein bzw. eine Plastikarte fuer 2,60 Singapurdollar geholt, das sind ungefaehr 1,40 Euro und sind damit in die Naehe unseres Hostels gefahren. Beim rausgehen aus der Station bekommt man dann wieder einen Singadollar Pfand zurueck wenn man die Karte wieder abgibt. Fahrt war somit nicht so teuer :-)
Das Hostel war schnell gefunden. Und im Unterschied zu unseren sonstigen Unterkuenften haben wir jetzt ein Stockbett in einem 10-Bett-Zimmer und ein Bad mit mehreren Duschen und WCs fuer das ganze Haus zusammen. Aber das Bad ist echt supersauber, die Leute hier, alle so zwanzig aufwaerts und in unserem Alter halten sich an die Regeln.
Am Empfang haben wir uns beraten lassen, was man denn hier so am Besten machen kann. Sie hat uns dann den Botanischen Garten empfohlen, der am anderen Ende des Stadtzentrums liegt. Am besten in den Bus 7 einsteigen und gleich ein bischen einen Ueberblick ueber die Stadt bekommen. Das haben wir auch gemacht, ab in den Doppeldecker, schoen oben sitzen und den Stadtplan in der Hand und immer nachverfolgen wo man denn gerade ist.
Der Botanische Garten ist wunderschoen und kostet keinen Eintritt. Dort gibt es verschiedene Bereiche, z.B. Ginger oder Orchideen oder auch Frangipani (die Blueten dieses Baumes sind meine absoluten Lieblingsblueten mittlerweile, ich hab sie auf der ganzen Reise immer wieder gesehen). Fuer den Orchideenbereich mussten wir allerdings dann 5$ Eintritt bezahlen, aber die hatten sich gelohnt. Die Orchideenpracht und einfach deren Praesentation ist so gelungen, unsere Fotos musste auf Hochtouren herhalten. Dummerweise fing es aber kaum dass wir auf diesem Gelaende waren an zu schuetten und wir mussten uns erst mal unterstellen, sonst waeren wir mal wieder bis auf die Unterhose in sekundenschnelle nass geworden.
Als es nur noch so vor sich hinnieselte gings weiter durch die Blumen. Leider sollte das Wetter an diesem Tag nimmer viel besser werden und somit sind wir dann von Shoppingmall zur Shoppingmall gelaufen um wieder die ganze Strecke zurueck zum Hostel zu kommen. Das war dan unser Nachmittag :-)
Da unser Hostel im Viertel "Little India" ist und es hier tatsaechlich nur so von Indern und ihren Geschaeften wimmelt sind wir dann auch abends indisch essen gegangen. Auch bei den Indern gibts sowas wie "Nasi Campur" also Reis mit von allem ein bischen und nennt sich "Thali". Also haben wir das gegessen und ich muss sagen, endlich mal wieder leckeres Essen. Seit wir auf Java sind ist das Essen ja leider nimmer so dolle. Aber jetzt hier mal wieder Gemuese und auch gekochte Kartoffeln zu haben. Einfach lecker.
Da der Tag auch sehr lang war gings danach ins Bett und ich hab mal wieder richtig gut geschlafen. So gut wie schon lange nimmer.
Heute morgen regnet es aber nun leider und daher werd ich mal schauen was heute so gehen wird. Heute abend ist eigentlich eine Kickscootertour durch Singapur geplant. Die wird vom Hostel angeboten und kostet nichts. Sprich wir fahren also auf Tretrollern durch die Stadt und machen ein bischen Sightseeing und gehen dann gemeinsam Essen (wenns nicht ins Wasser faellt).
Thursday, April 8, 2010
ein kompletter Tag Regen und einer mit Sightseeing
schon wieder drei Tage her als ich meinen Batikkurs gemacht habe. War ziemlich anstrengend denn ich sass von morgens um 9 bis fast um 18.00 Uhr abends nur auf dem Boden, danach tat mein rechtes Knie tatsaechlich so weh, dass es nur mit humpeln ging (eine Runde Mitleid fuer mich).
Nichts desto trotz hatte es sich total gelohnt. Ich habe mir als Motiv den Ganesha ausgesucht. Eine hinduistische Gottheit mit Elefantenkopf und 4 Armen. Diese Gottheit ist mir auf meiner Reise so oft unter gekommen, vorallem in Kambodscha bei den Angkor Tempeln und als Souvenirstatuen auf Bali. Da ich ja sowas nicht selbst malen kann hab ich also mein Stueck Baumwolltuch auf ein verkaufsfertiges Ganeshabild gelegt und durchgepaust. Aber nur die groben Umrisse, fuer die Feinarbeit durfte ich dann meine eigene Kreativitaet einsetzen. Hab als Muster sogar das @-Zeichen eingebaut, als junge Informatikerin darf ich das.
Nachdem also nach ueber 1,5 h endlich mal das Bild zu erkennen war gings los nun die, fuer die Javanesische Batik typsichen, Wachspunkte aufzubringen. Hierfuer hatte ich ein kleines Gasstoefchen mit geschmolzenem Bienenwachs vor mir und ein ca. 1cm dickes, rundes Holzstaebchen auf dessen Oberseite eine Art Trichter mit duenner, krummer Kanuele am vorderen Ende befestigt ist. Dieses Dingens taucht man in das Bienenwachs ein und fuellt es etwa auf die Haelfte, muss es dabei aber so senkrecht wie moeglich halten damit das Wachs nicht gleich zur Kanuele raustropft und so waagrecht wie moeglich damit es nicht wieder zum Trichter rauslaeuft - eine Gradwanderung die man aber ganz schnell raus hat.
Nun musste ich also bestimmt eine Million Punkte auf meine Linien punkeltn was echt nicht leicht war. Gerade wenn das Wachs noch ganz frisch und heiss eingefuellt war waren die Tropfen zu gross und wenns dann nach ein paar Sekunden der Punktelei dann zu zaehfluessig wurde gabs zwar noch Tropfen, aber die waren zu Schwach um auch noch auf der Rueckseite des Stoffes erkennbar zu sein, also auch nicht gut. Ich hatte den Dreh aber gluecklicherweise schnell raus und nach dem eingesauten Probetuch dann mein Meisterstueck in der Hand. Um ca. 2:25 Uhr Nachtmittags war ich dann endlich fertig mit der ersten Runde punkteln. Ich hatte zwar Mittags noch ca. 5-10 Minuten leckeres Mittagessen aber sonst war nur punkteln angesagt, ohne Pause.
Nun wurde mein Tuch auf einen Rahmen aufgespannt bzw. getackert und erst mal nass gemacht, dann mit einer deutschen Chemikalie eingestrichen und dann nochmal mit einer anderen Fluessigkeit. Die zweite wurde einfach vorsichtig immer ueber die Ecke druebergeschuettet und siehe da, ich erlebte mein blaues Wunder. Dieses blau musste nun erst mal ein bischen trocknen und um 3 gings dann weiter. Naechste Runde punkten. Die alten Punkte bleiben drauf und werden wenn das Wachs am Ende runter kommt dann weiss zu sehen sein. Die neuen Punkte sollten nun das blau konservieren denn als meine zweite Farbe kommt noch violett drueber. Eigentlich sollte der Kurs bis um 4 gehen, irgendwann nach 5 war ich dann soweit und ich durfte nun mit Hilfe eines Wattebauschs die violetta Farbe auftragen (Heute, drei Tage spaeter hab ich immer noch violette Fingernaegel).
Das musste dann ein bischen einwirken und dann kam mein Tuch in einen Kochtopf und wurde in heissem Wasser fuer 5 Minuten gekocht damit sich das Wachs loest. Die Spannung ist gross und ich kann sagen, fuer den Anfang richtig gut gelungen. Zu Hause werde ich dass dann einrahmen und aufhaengen :-) Fast 9 h Arbeit.
Waehrend ich da so im Laden sass wurden immer wieder von Schleppern junge Touris in die Galerie geschleppt. Jedesmal musste ich mir wieder die gleichen Spaesse anhoeren die auch Rene und ich an dem Tag an dem wir angeschleppt wurden anhoeren mussten. Da waren sie noch witzig, aber nicht mehr nach 3 mal der selben Leiher. Des Lehrers Lieblingssatz war uebrigens: "Fuhlen sie sich wie su hause" und das war ihm egal ob die Leute aus Deutschland oder anderswoher kamen. Was er damit meinte war dass man schoen Platz nehmen soll, kostenlosen Teechen trinken und natuerlich auch die Batikbilder bestaunen und am besten auch kaufen soll :-)
Irgendwann nach 4 hatte mich dann auch Rene besucht um mich eigentlich abzuholen, aber ich hab ja noch so lange gebraucht. In der Zeit sass dann auch ein deutsch-italienisches Touripaerchen mit im Laden. Mit denen sind wir dann super ins Gespraech gekommen und Lucca, der Italiener, meinte zu uns dass sie um 7 noch von einem Freund abgeholt werden wuerden und dass sie zum essen gehen wuerden, wir koennten gerne mit. Ja, warum auch nicht.
Also wie verabredet um 7 zum Eingang der Shopping Mall und dort nochmal gefragt woher sie denn diesen Freund kennen. Ja, den kennen wir gar nicht, aber um drei Ecken jemanden und der hat sie wohl dazu verdonnert miteinander auszugehen :-) War aber witzig. Er war gerade mal 22 und hatte noch seine Freundin dabei, sprach super Englisch und hat uns in seinem Van quer durch die Stadt zu einem wirklich guenstigen Restaurant kutschiert. Dort hatten wir dann Reis mit Tempe (fermentierte Sojabohnen die in Wuerfeln zusammenkleben, unglaublich lecker) und noch Fisch. In dieses Restaurant waeren, abgesehen dass es eh zu weit weg war, wir nie reingegangen da es viel zu schniecke aussah. Haette nicht gedacht dass unser Essen dennoch nicht mal einen Euro kostet, den wir nicht mal bezahlen mussten da uns der freundliche junge Javanese einlud.
Weitergings dann zu einem Platz beim Palast des Sultans. Dort stehen zwei grosse Baeume und wenn man es schafft mit verbundenen Augen durch diese Baume (Abstand 10m) durchzulaufen dann werden die groessten Wuensche erfuellt. Natuerlich muss man da erst mal noch 30m Anlauf nehmen. Das klingt jetzt alles sehr einfach, aber wenn man den Leuten zuschaut sieht man wie die ploetzlich nimmer gerade auslaufen sondern mehr und mehr rechts. Die Freunde gehen dann immer mit und lachen sich ins Faeustchen wenn die mit den verbundenen Augen schon parallel zu den Baeumen laufen. Vorwiegend sieht man hier ja nur Jugendliche :-) Aso, ich habs natuerlich auch versucht, aber da es so voll war hab ich dann aufgeben *huestel*
Gestern wollten wir eigentlich frueh aufstehen und zum grossen Tempel Borobudur fahren, aber da wurde nichts drauss den es schuettete seit 4 Uhr nachts. Also erst mal Ausschlafen so man denn schlafen kann. Ich hatte dort beim Batikkurs so viel Tee und danach auch noch dass ich mehr im Bett sass als lag und einfach nicht schlafen konnte. Daher wars mir dann ganz recht dass es eh regnet und ich nen Mittagsschlaf machen konnte. Ausser unseren Flug nach Singapur buchen war also nicht viel drin.
Wieso Singapur? Unser Visum reicht leider nicht bis zum 30. April wenn unser Rueckflug geht, daher muessen wir es verlaengern. Hierzu hat man zwei Moeglichkeiten, entweder das Land verlassen und neu einreisen dann bekommt man ein neues Visum oder eben die zweite Moeglichkeit, dreimal zum Immigration Office, 1x um den Antrag auf Verlaengerung zu stellen, 2tes Mal um dann zu bezahlen und dann eben noch ein drittes Mal um den Pass wieder abzuholen. Das dauert mind. 1 Woche und ist ziehmlich nervenaufreibend zumal man in der Zeit ja auch an eine Stadt gebunden ist. Also fliegen wir morgen nach Singapur fuer 3 Naechte und kommen dann wieder zurueck. Gluecklicherweise koennen wir in unserem jetztigen Losmen unser Gepaeck lassen und reisen nur mit Handgepaeck, sonst waere das richtig uebel zumal mein Gepaeck ordentlich durch diverse Einkaeufe zugelegt hat.
Abends sind wir allerdings dann noch mit dem Taxi zum Grant Opening des Cafes zu welchem wir von den freundlichen Javanesen eingeladen worden waren. Dort angekommen haben wir uns ins Gaestebuch eingetragen, diesesmal natuerlich mit richtigen Namen und wurden dann ins Cafe geleitet um dort Platz zu nehmen. Das nette Maedel welches ja fuer ihren Vater bei unserem ersten Besuch schon immer uebersetzen musste wurde dann von diesem zu uns verfrachtet und mit ihr noch ihr 18jaehriger Bruder. Aber wir haben uns wirklich gut mit denen unterhalten, war also nett. Renes Magen knurrte schon die ganze Zeit und er hat sich auf Deutsch schon bei mir Beschwert, dennoch mussten wir noch einige Reden und muslimische Gebete abwarten bis das Buffet eroeffnet wurde. Dann gabs aber wirklich nen Run auf das Essen, wie die Geier, sag ich nur!!!! (Rene mitten drin)
Essen war gut und danach? Nun singen die Indonesier ja zu jeder Gelegenheit, also auch hier. Da wird also eine Anlage aufgebaut, es gibt einen Keyboarder und einige Mikros und dann singen die hier. Aber nicht wie bei uns Karaokemaessig. Ne, viele koennen den Text auswaendig oder singen ein bischen vom Blatt, aber die koennen singen. Da ist nichts mit falschen Toenen usw. Aber das solls ja nicht gewesen sein. Eine Stunde lang wurde ich von allenmoeglichen, wildfremden Personen bearbeitet, ich solle doch singen. Schlussendlich hab ich mich breitschlagen lassen und "Let it be" von den Beatles zum besten gegeben. Mei, war ich aufgeregt, ich singe schliesslich nie solo, aber mei.... Ich habe auch meinen ordentlichen Applaus bekommen und die Indonesier haben sich gefreut :-) Danach gings aber schnell ins Taxi und nach Hause... wer weiss was die sonst noch wollen :-)
Heute sind wir dann mal zum Palast des Sultans und haben den besichtigt, aber ich kann Euch sagen, fuer nen Palast sehr duerftig. War ja in Solo auch schon so. Kann man alles nicht mit Schloessern in Deutschland vergleichen und das war nun wirklich mein letzter Palast hier den ich betreten habe. Danach gings noch zum beruehmten Bird Market. Dort werden allerhand Voegel und lebendiges Futter verkauft. Voegel (vorwiegend Singvoegel oder welche die es werden sollen) schoen, Futter eklig. Und der Gestank war auch nicht angenehm, aber da muss man halt durch. Natuerlich wird auch noch anderes Getier verkauft, von Maeusen ueber Meerschweinchen und Hasen zu Schlangen und suessen kleinen Welpen. Die waren alle in ganz kleinen Kaefigen eingesperrt und jaulten Herzerweichend. Einfach furchtbar fuer einen Tierliebhaber wie mich, also schnell weg.
Sodele, jetzt mal die vielen Sachen umeinander sortieren damit ich fuer 2 Tage alles was ich brauche im Handgepaeck habe, da darf natuerlich wieder keine Fluessigkeit ueber 100ml dabei sein sonst wirds aussortiert, also mal fuer 3 Tage mit Seife statt Duschgel duschen :-)
Bis bald aus Singapur...
Nichts desto trotz hatte es sich total gelohnt. Ich habe mir als Motiv den Ganesha ausgesucht. Eine hinduistische Gottheit mit Elefantenkopf und 4 Armen. Diese Gottheit ist mir auf meiner Reise so oft unter gekommen, vorallem in Kambodscha bei den Angkor Tempeln und als Souvenirstatuen auf Bali. Da ich ja sowas nicht selbst malen kann hab ich also mein Stueck Baumwolltuch auf ein verkaufsfertiges Ganeshabild gelegt und durchgepaust. Aber nur die groben Umrisse, fuer die Feinarbeit durfte ich dann meine eigene Kreativitaet einsetzen. Hab als Muster sogar das @-Zeichen eingebaut, als junge Informatikerin darf ich das.
Nachdem also nach ueber 1,5 h endlich mal das Bild zu erkennen war gings los nun die, fuer die Javanesische Batik typsichen, Wachspunkte aufzubringen. Hierfuer hatte ich ein kleines Gasstoefchen mit geschmolzenem Bienenwachs vor mir und ein ca. 1cm dickes, rundes Holzstaebchen auf dessen Oberseite eine Art Trichter mit duenner, krummer Kanuele am vorderen Ende befestigt ist. Dieses Dingens taucht man in das Bienenwachs ein und fuellt es etwa auf die Haelfte, muss es dabei aber so senkrecht wie moeglich halten damit das Wachs nicht gleich zur Kanuele raustropft und so waagrecht wie moeglich damit es nicht wieder zum Trichter rauslaeuft - eine Gradwanderung die man aber ganz schnell raus hat.
Nun musste ich also bestimmt eine Million Punkte auf meine Linien punkeltn was echt nicht leicht war. Gerade wenn das Wachs noch ganz frisch und heiss eingefuellt war waren die Tropfen zu gross und wenns dann nach ein paar Sekunden der Punktelei dann zu zaehfluessig wurde gabs zwar noch Tropfen, aber die waren zu Schwach um auch noch auf der Rueckseite des Stoffes erkennbar zu sein, also auch nicht gut. Ich hatte den Dreh aber gluecklicherweise schnell raus und nach dem eingesauten Probetuch dann mein Meisterstueck in der Hand. Um ca. 2:25 Uhr Nachtmittags war ich dann endlich fertig mit der ersten Runde punkteln. Ich hatte zwar Mittags noch ca. 5-10 Minuten leckeres Mittagessen aber sonst war nur punkteln angesagt, ohne Pause.
Nun wurde mein Tuch auf einen Rahmen aufgespannt bzw. getackert und erst mal nass gemacht, dann mit einer deutschen Chemikalie eingestrichen und dann nochmal mit einer anderen Fluessigkeit. Die zweite wurde einfach vorsichtig immer ueber die Ecke druebergeschuettet und siehe da, ich erlebte mein blaues Wunder. Dieses blau musste nun erst mal ein bischen trocknen und um 3 gings dann weiter. Naechste Runde punkten. Die alten Punkte bleiben drauf und werden wenn das Wachs am Ende runter kommt dann weiss zu sehen sein. Die neuen Punkte sollten nun das blau konservieren denn als meine zweite Farbe kommt noch violett drueber. Eigentlich sollte der Kurs bis um 4 gehen, irgendwann nach 5 war ich dann soweit und ich durfte nun mit Hilfe eines Wattebauschs die violetta Farbe auftragen (Heute, drei Tage spaeter hab ich immer noch violette Fingernaegel).
Das musste dann ein bischen einwirken und dann kam mein Tuch in einen Kochtopf und wurde in heissem Wasser fuer 5 Minuten gekocht damit sich das Wachs loest. Die Spannung ist gross und ich kann sagen, fuer den Anfang richtig gut gelungen. Zu Hause werde ich dass dann einrahmen und aufhaengen :-) Fast 9 h Arbeit.
Waehrend ich da so im Laden sass wurden immer wieder von Schleppern junge Touris in die Galerie geschleppt. Jedesmal musste ich mir wieder die gleichen Spaesse anhoeren die auch Rene und ich an dem Tag an dem wir angeschleppt wurden anhoeren mussten. Da waren sie noch witzig, aber nicht mehr nach 3 mal der selben Leiher. Des Lehrers Lieblingssatz war uebrigens: "Fuhlen sie sich wie su hause" und das war ihm egal ob die Leute aus Deutschland oder anderswoher kamen. Was er damit meinte war dass man schoen Platz nehmen soll, kostenlosen Teechen trinken und natuerlich auch die Batikbilder bestaunen und am besten auch kaufen soll :-)
Irgendwann nach 4 hatte mich dann auch Rene besucht um mich eigentlich abzuholen, aber ich hab ja noch so lange gebraucht. In der Zeit sass dann auch ein deutsch-italienisches Touripaerchen mit im Laden. Mit denen sind wir dann super ins Gespraech gekommen und Lucca, der Italiener, meinte zu uns dass sie um 7 noch von einem Freund abgeholt werden wuerden und dass sie zum essen gehen wuerden, wir koennten gerne mit. Ja, warum auch nicht.
Also wie verabredet um 7 zum Eingang der Shopping Mall und dort nochmal gefragt woher sie denn diesen Freund kennen. Ja, den kennen wir gar nicht, aber um drei Ecken jemanden und der hat sie wohl dazu verdonnert miteinander auszugehen :-) War aber witzig. Er war gerade mal 22 und hatte noch seine Freundin dabei, sprach super Englisch und hat uns in seinem Van quer durch die Stadt zu einem wirklich guenstigen Restaurant kutschiert. Dort hatten wir dann Reis mit Tempe (fermentierte Sojabohnen die in Wuerfeln zusammenkleben, unglaublich lecker) und noch Fisch. In dieses Restaurant waeren, abgesehen dass es eh zu weit weg war, wir nie reingegangen da es viel zu schniecke aussah. Haette nicht gedacht dass unser Essen dennoch nicht mal einen Euro kostet, den wir nicht mal bezahlen mussten da uns der freundliche junge Javanese einlud.
Weitergings dann zu einem Platz beim Palast des Sultans. Dort stehen zwei grosse Baeume und wenn man es schafft mit verbundenen Augen durch diese Baume (Abstand 10m) durchzulaufen dann werden die groessten Wuensche erfuellt. Natuerlich muss man da erst mal noch 30m Anlauf nehmen. Das klingt jetzt alles sehr einfach, aber wenn man den Leuten zuschaut sieht man wie die ploetzlich nimmer gerade auslaufen sondern mehr und mehr rechts. Die Freunde gehen dann immer mit und lachen sich ins Faeustchen wenn die mit den verbundenen Augen schon parallel zu den Baeumen laufen. Vorwiegend sieht man hier ja nur Jugendliche :-) Aso, ich habs natuerlich auch versucht, aber da es so voll war hab ich dann aufgeben *huestel*
Gestern wollten wir eigentlich frueh aufstehen und zum grossen Tempel Borobudur fahren, aber da wurde nichts drauss den es schuettete seit 4 Uhr nachts. Also erst mal Ausschlafen so man denn schlafen kann. Ich hatte dort beim Batikkurs so viel Tee und danach auch noch dass ich mehr im Bett sass als lag und einfach nicht schlafen konnte. Daher wars mir dann ganz recht dass es eh regnet und ich nen Mittagsschlaf machen konnte. Ausser unseren Flug nach Singapur buchen war also nicht viel drin.
Wieso Singapur? Unser Visum reicht leider nicht bis zum 30. April wenn unser Rueckflug geht, daher muessen wir es verlaengern. Hierzu hat man zwei Moeglichkeiten, entweder das Land verlassen und neu einreisen dann bekommt man ein neues Visum oder eben die zweite Moeglichkeit, dreimal zum Immigration Office, 1x um den Antrag auf Verlaengerung zu stellen, 2tes Mal um dann zu bezahlen und dann eben noch ein drittes Mal um den Pass wieder abzuholen. Das dauert mind. 1 Woche und ist ziehmlich nervenaufreibend zumal man in der Zeit ja auch an eine Stadt gebunden ist. Also fliegen wir morgen nach Singapur fuer 3 Naechte und kommen dann wieder zurueck. Gluecklicherweise koennen wir in unserem jetztigen Losmen unser Gepaeck lassen und reisen nur mit Handgepaeck, sonst waere das richtig uebel zumal mein Gepaeck ordentlich durch diverse Einkaeufe zugelegt hat.
Abends sind wir allerdings dann noch mit dem Taxi zum Grant Opening des Cafes zu welchem wir von den freundlichen Javanesen eingeladen worden waren. Dort angekommen haben wir uns ins Gaestebuch eingetragen, diesesmal natuerlich mit richtigen Namen und wurden dann ins Cafe geleitet um dort Platz zu nehmen. Das nette Maedel welches ja fuer ihren Vater bei unserem ersten Besuch schon immer uebersetzen musste wurde dann von diesem zu uns verfrachtet und mit ihr noch ihr 18jaehriger Bruder. Aber wir haben uns wirklich gut mit denen unterhalten, war also nett. Renes Magen knurrte schon die ganze Zeit und er hat sich auf Deutsch schon bei mir Beschwert, dennoch mussten wir noch einige Reden und muslimische Gebete abwarten bis das Buffet eroeffnet wurde. Dann gabs aber wirklich nen Run auf das Essen, wie die Geier, sag ich nur!!!! (Rene mitten drin)
Essen war gut und danach? Nun singen die Indonesier ja zu jeder Gelegenheit, also auch hier. Da wird also eine Anlage aufgebaut, es gibt einen Keyboarder und einige Mikros und dann singen die hier. Aber nicht wie bei uns Karaokemaessig. Ne, viele koennen den Text auswaendig oder singen ein bischen vom Blatt, aber die koennen singen. Da ist nichts mit falschen Toenen usw. Aber das solls ja nicht gewesen sein. Eine Stunde lang wurde ich von allenmoeglichen, wildfremden Personen bearbeitet, ich solle doch singen. Schlussendlich hab ich mich breitschlagen lassen und "Let it be" von den Beatles zum besten gegeben. Mei, war ich aufgeregt, ich singe schliesslich nie solo, aber mei.... Ich habe auch meinen ordentlichen Applaus bekommen und die Indonesier haben sich gefreut :-) Danach gings aber schnell ins Taxi und nach Hause... wer weiss was die sonst noch wollen :-)
Heute sind wir dann mal zum Palast des Sultans und haben den besichtigt, aber ich kann Euch sagen, fuer nen Palast sehr duerftig. War ja in Solo auch schon so. Kann man alles nicht mit Schloessern in Deutschland vergleichen und das war nun wirklich mein letzter Palast hier den ich betreten habe. Danach gings noch zum beruehmten Bird Market. Dort werden allerhand Voegel und lebendiges Futter verkauft. Voegel (vorwiegend Singvoegel oder welche die es werden sollen) schoen, Futter eklig. Und der Gestank war auch nicht angenehm, aber da muss man halt durch. Natuerlich wird auch noch anderes Getier verkauft, von Maeusen ueber Meerschweinchen und Hasen zu Schlangen und suessen kleinen Welpen. Die waren alle in ganz kleinen Kaefigen eingesperrt und jaulten Herzerweichend. Einfach furchtbar fuer einen Tierliebhaber wie mich, also schnell weg.
Sodele, jetzt mal die vielen Sachen umeinander sortieren damit ich fuer 2 Tage alles was ich brauche im Handgepaeck habe, da darf natuerlich wieder keine Fluessigkeit ueber 100ml dabei sein sonst wirds aussortiert, also mal fuer 3 Tage mit Seife statt Duschgel duschen :-)
Bis bald aus Singapur...
Monday, April 5, 2010
Yokyakarta, superschoene Stadt!
Sodele, nun bin ich also in Yokyakarta. Und nachdem ja Solo so langweilig und enttaeuschend war konnte es ja nur besser werden, und wie!
Wir sind heute wieder mit dem Zug gefahren. Zuerst mit der Rikscha bzw. Betscha, wie man die hier nennt zum Bahnhof kutschieren lassen, dann irgendein Ticket fuer den naechsten Zug nach Yokya (die sind hier zu faul es komplett auszusprechen und kuerzen es dann auch einfach ab), fuer schlappe 90 Cent sind wir dann ueber ne Stunde spaeter dort auch angekommen.
Gleich wenn man aus dem Hauptbahnhof herauskommt und ein paar Meter nach links und dann nach rechts in eine kleine Gasse einbiegt ist man in einem Viertel welches fast nur aus kleinen Losmen (Gaesthouses), Homestays und Hotels besteht. Man laeuft da durch winzige Gaesschen, die Waende bunt, hunderte von Pflanzen - einfach traumhaft schoen. Wir haben ein bischen gebraucht bis wir dann ein Zimmer fuer uns gefunden haben, aber dafuer wohnen wir jetzt sehr guenstig in einem hellorangefarbenen Zimmer mit Balkon :-) Und der Besitzer kann Deutsch denn er hat fuer 1,5 Jahre in Stuttgart-Stammheim gewohnt, nein nicht im Gefaengnis :-)
Natuerlich haben wir dann auch sofort ne Tour angeboten bekommen, aber wann wir die grossen alten Tempel anschauen wissen wir noch nicht, erst mal hier das Leben geniessen und mitschwimmen. Daher haben wir dann auch erst mal die Waesche zum Waescheservice gebracht und uns eine Warung fuers Mittagessen gesucht, wobei wir nicht viel suchen mussten, denn derjenige der uns die Tour angeboten hatte, hat uns einfach mal durch die Gassen zum Waescheservice und dann zu einer Warung gebracht. Lecker Haehnchensuppe mit Reis gabs dann als Mittagessen fuer uns. Danach gings noch zu einem Batikkuenstler. Batik ist ja hier ganz gross wie ich schon geschrieben hatte, aber der Kuenstler gestaltet eben Bilder mit dieser Technik. Er hat uns dann bei einer Tasse Tee auch alles ganz genau erklaert. Und wies der Zufall so will, er gibt auch Batikkurse. Ich wollte ja schon in Solo einen besuchen, aber da wurde dann doch nichts draus. Ich werds mir also ueberlegen ob ich den Kurs dort mache und erst mal noch Preise vergleichen.
Und wie geniesst man nun das Leben? Indem man einfach durch die Gassen und Strassen streunt, in einem grossen Einkaufszentrum gefrorenen Joghurt mit frischen Erdbeeren und Schokoladekuegelchen drauf geniesst und wie immer von wildfremden Leuten angesprochen wird. Einer davon war ein 50-jaehriger Mann der sich tierisch drueber gefreut hat dass wir aus Deutschland kommen denn sein Sohn studiert nun seit fast einem Jahr in Saarbruecken Medizin. Sein Englisch ist nicht das beste, aber seine Frau stand daneben und sie haben sich ganz gut ergaenzt. Und dann laed er uns doch tatsaechlich zu sich nach Hause ein um noch ein bischen zu quatschen. Na, das lassen wir uns doch nicht nehmen.
Bei einem Glas O-Saft mit Eis haben wir dann Bilder seines Sohnes aus Saarbruecken angeschaut sowie die Hochzeitsbilder seiner Schwester die mit einem Hamburger Jung verheiratet ist. Und das mit dem Englisch tatsaechlich nicht so weit her war musste dann seine 14-jaehrige Tochter ran die dann immer uebersetzte. War sehr lustig. Wir haben dann auch noch eine Aufnahme der Tochter angehoert die mit ihren 14 Jahren eine so unglaublich schoene und tiefe Stimme hat, mich hats fast umgehauen. Aber das sollte noch nicht alles sein. Mittwochabend werden sie ein Cafe (oder eine Warung, das ist uns nicht ganz klar) eroeffnen und wir sind doch tatsaechlich schriftlich(!!!!!) zu ihrem Grand Opening eingeladen. Ist das nicht schoen? Natuerlich kommen wir, bin schon sehr gespannt wie das wird.
Die Zeit verging wie im Fluge und schon wars nach 6 Uhr. Also mal schauen wie wir hier aus diesem Viertel in dem wir nun gelandet sind wieder rauskommen um zu unserem Viertel zu kommen. Das sind hier wirkliche Labyrinthe :-)
Ich hab uebrigens den Batikkurs bei diesem Kuenstler gebucht. Morgen ab neun werde ich also ein Stueck weissen Stoffes mit Wachs und Farbe bearbeiten.
Jetzt erst mal Essen fassen und dann wohl bald ins Bett. Hier isses ganz schoen heiss, da werd ich dann sicher noch 2 Duschen heute nehmen ;-)
Noch ne kleine Anmerkung in Sachen Kriegscomputerspiele. Sitzt doch tatsaechlich neben mir am anderen Rechner ein Junge, ich schaetze mal so 8-10 Jahre alt, und der zockt Counter Strike :-(((((
Wir sind heute wieder mit dem Zug gefahren. Zuerst mit der Rikscha bzw. Betscha, wie man die hier nennt zum Bahnhof kutschieren lassen, dann irgendein Ticket fuer den naechsten Zug nach Yokya (die sind hier zu faul es komplett auszusprechen und kuerzen es dann auch einfach ab), fuer schlappe 90 Cent sind wir dann ueber ne Stunde spaeter dort auch angekommen.
Gleich wenn man aus dem Hauptbahnhof herauskommt und ein paar Meter nach links und dann nach rechts in eine kleine Gasse einbiegt ist man in einem Viertel welches fast nur aus kleinen Losmen (Gaesthouses), Homestays und Hotels besteht. Man laeuft da durch winzige Gaesschen, die Waende bunt, hunderte von Pflanzen - einfach traumhaft schoen. Wir haben ein bischen gebraucht bis wir dann ein Zimmer fuer uns gefunden haben, aber dafuer wohnen wir jetzt sehr guenstig in einem hellorangefarbenen Zimmer mit Balkon :-) Und der Besitzer kann Deutsch denn er hat fuer 1,5 Jahre in Stuttgart-Stammheim gewohnt, nein nicht im Gefaengnis :-)
Natuerlich haben wir dann auch sofort ne Tour angeboten bekommen, aber wann wir die grossen alten Tempel anschauen wissen wir noch nicht, erst mal hier das Leben geniessen und mitschwimmen. Daher haben wir dann auch erst mal die Waesche zum Waescheservice gebracht und uns eine Warung fuers Mittagessen gesucht, wobei wir nicht viel suchen mussten, denn derjenige der uns die Tour angeboten hatte, hat uns einfach mal durch die Gassen zum Waescheservice und dann zu einer Warung gebracht. Lecker Haehnchensuppe mit Reis gabs dann als Mittagessen fuer uns. Danach gings noch zu einem Batikkuenstler. Batik ist ja hier ganz gross wie ich schon geschrieben hatte, aber der Kuenstler gestaltet eben Bilder mit dieser Technik. Er hat uns dann bei einer Tasse Tee auch alles ganz genau erklaert. Und wies der Zufall so will, er gibt auch Batikkurse. Ich wollte ja schon in Solo einen besuchen, aber da wurde dann doch nichts draus. Ich werds mir also ueberlegen ob ich den Kurs dort mache und erst mal noch Preise vergleichen.
Und wie geniesst man nun das Leben? Indem man einfach durch die Gassen und Strassen streunt, in einem grossen Einkaufszentrum gefrorenen Joghurt mit frischen Erdbeeren und Schokoladekuegelchen drauf geniesst und wie immer von wildfremden Leuten angesprochen wird. Einer davon war ein 50-jaehriger Mann der sich tierisch drueber gefreut hat dass wir aus Deutschland kommen denn sein Sohn studiert nun seit fast einem Jahr in Saarbruecken Medizin. Sein Englisch ist nicht das beste, aber seine Frau stand daneben und sie haben sich ganz gut ergaenzt. Und dann laed er uns doch tatsaechlich zu sich nach Hause ein um noch ein bischen zu quatschen. Na, das lassen wir uns doch nicht nehmen.
Bei einem Glas O-Saft mit Eis haben wir dann Bilder seines Sohnes aus Saarbruecken angeschaut sowie die Hochzeitsbilder seiner Schwester die mit einem Hamburger Jung verheiratet ist. Und das mit dem Englisch tatsaechlich nicht so weit her war musste dann seine 14-jaehrige Tochter ran die dann immer uebersetzte. War sehr lustig. Wir haben dann auch noch eine Aufnahme der Tochter angehoert die mit ihren 14 Jahren eine so unglaublich schoene und tiefe Stimme hat, mich hats fast umgehauen. Aber das sollte noch nicht alles sein. Mittwochabend werden sie ein Cafe (oder eine Warung, das ist uns nicht ganz klar) eroeffnen und wir sind doch tatsaechlich schriftlich(!!!!!) zu ihrem Grand Opening eingeladen. Ist das nicht schoen? Natuerlich kommen wir, bin schon sehr gespannt wie das wird.
Die Zeit verging wie im Fluge und schon wars nach 6 Uhr. Also mal schauen wie wir hier aus diesem Viertel in dem wir nun gelandet sind wieder rauskommen um zu unserem Viertel zu kommen. Das sind hier wirkliche Labyrinthe :-)
Ich hab uebrigens den Batikkurs bei diesem Kuenstler gebucht. Morgen ab neun werde ich also ein Stueck weissen Stoffes mit Wachs und Farbe bearbeiten.
Jetzt erst mal Essen fassen und dann wohl bald ins Bett. Hier isses ganz schoen heiss, da werd ich dann sicher noch 2 Duschen heute nehmen ;-)
Noch ne kleine Anmerkung in Sachen Kriegscomputerspiele. Sitzt doch tatsaechlich neben mir am anderen Rechner ein Junge, ich schaetze mal so 8-10 Jahre alt, und der zockt Counter Strike :-(((((
Sunday, April 4, 2010
zwei mal den gleichen Vulkan hochgestapft
Nun hab ich ja einiges aufzuholen. Erst mal zu den Delphinen. Ich musste ja um kurz vor sechs aufstehen, hab mir meinen Tetrapack mit kalter Schoki und noch ein Miniatursuessesstueckchen und bin zum Strand. Bei den Booten stand dann einer der mich rueberwinkte. Zwar war da noch ein hollaendisches Paerchen, aber die stiegen in ein anderes Boot. Ich bin also in das mir zugewiesene reingeklettert, die Boote dort sind sehr hoch aber verdammt schmal. Zum sitzen gabs einfach nur ein Brett das auf den Rand gelegt wird.
Kurz nach sechs gings dann raus aufs Meer. Ich hatte nen wunderschoenen Sonnenaufgang im Ruecken. Einfach herrlich, die Berge von Bali darueber ein Wolkenbild das sich langsam roetlich faerbt bis dann die Sonne wirklich aufgeht. Ein Stueckcken weiter haben wir dann aber noch ein etwas aelteres daenisches Ehepaar aufgegabelt und somit waren wir dummerweise eines der letzten Boote das draussen an der Stelle ist wo normalerweise die Delphine auch auftauchen. Den Gefallen haben sie uns auch gluecklicherweise gemacht. Einmal hatten wir einen direkt neben dem Boot und zwei weitere schraegrechts ungefaher 2 m von mir entfernt. Aber ich habe nur kurz die Ruecken auftauchen gesehen. Sehr schade. Ansonsten wars eher der reinfall. Wenn die Delphine auftauchten sind alle Boote an die Stelle, Delphine tauchen wieder ab. Anderswo tauchen sie wieder auf, alle Boote hinterher und schon wieder sind die Delphine weg. Da mein bescheuerter Bootsfuehrer zum einen immer hinterher war und nicht mal einfach an einer Stelle geblieben ist hab ich die Delphine nur von weitem gesehen und auch nicht so wie man es sich vielleicht vorstellen wuerde, von wegen durch die Luft springen....
Auf dem Rueckweg haben wir aber noch ueber dem Korallenriff angehalten, dort war das Wasser unglaublich klar und ich habs dann doch bereut dass ich nicht mal zum schnorcheln bin, aber irgendwann hol ich das nach. Zumindest vom Boot hab ich tolle Korallen, Fische und einen grossen blauen Seestern gesehen. Die Fische durfte ich sogar mal noch mit nem Muffin fuettern, somit hatte ich nen ganzen Schwarm um meine Hand.
Als ich wieder zurueck war bin ich erst nochmal fuer ne Stunde ins Bett, schliesslich war heute wieder anstrengendes von A nach B kommen angesagt. Nach unserem nun 6. Pfannkuchen mit Banane zu Fruehstueck in einer Reihe haben wir unsere Sachen gepackt und sind auf vors Hotel auf die Strasse. Wir wollten ein Bemo anhalten welches uns mit nach Gilimanuk, ganz im Westen von Bali nimmt. Laut Hotel kostete es bis vor kurzem noch so ca. 20.000 Rupiah, wir rechneten dann mit 25.000 pro Person. Wir hatten Glueck, ein Bemo kam sofort. Wir fragen ob er nach Gilimanuk faehrt und was es kostet. Ja, tut er. 120.000 Rupiah insgesammt. Ja, spinnt denn der? Das ist ja das dreifache von dem was unsere Hotelauskunft meinte. Wir haben ihn dann mit Hilfe einer aelteren Balinesin die immer zwischen Indonesisch und Englisch uebersetzte, auf 25.000 runtergedrueckt. Die probieren das hier halt wo es nur irgendwie geht. Schon dreist.
Die Fahrt dauerte 2 anstelle der einen Stunde von der wir ausgegangen waren. Keine Ahnung woher ich die Info hatte. In Gilimanuk angekommen wurden wir direkt beim Faehrhafen rausgelassen und haben uns erst mal noch was zu essen gegoennt. War ja auch schon nach 1 Uhr Mittag.
Frisch gestaerkt gings zur Faehre, allerdings dauerte es ein bischen bis wir wirklich beim richtigen Ticketschalter ankamen, man hat hier halt doch ne Sprachbariere, nur in eine Richtung zeigen hilft nicht immer :-) Kaum waren wir dann auf der Faehre legte diese schon ab, ab nach Java, ab nach Bangiwangi. Fuer dieses bischen Popelmeter von der einen Seite des Kanals auf die andere haben wir dann ueber ne Stunde gebraucht, denn wir schwommen tatsaechlich Schlange. Naja. Runter von der Faehre und schon liefen wir einem freundlichen Javanesen der Touristeninformation in die Haende. Wir sollten doch mal mitkommen und uns ins Gaestebuch eintragen. Wir sind im also schwerbepackt hinterhergetrottelt und durchschritten dann tatsaechlich eine Haeuschentuere ueber der in roten Lettern "Tourist Information Office" stand.
Wars also tatsaechlich ein Offizieller? Er streckt uns gleich das Gaestebuch hin und ich trage mich als "Maria Mueller" aus Deutschland ein *huestel* schliesslich trau ich ihm noch nicht so ueber den Weg. Und schon beginnts, wuerde fuer uns gleich seinen Freund anrufen, der koennte uns dann in ein Hotel fahren. Er haette da auch ein Hotel... usw. blablabla....
Wir machen ihm klar dass wir sein Angebot dankend ablehnen und er uns doch bitte verraten soll wie wir in das Hotel soundso kommen. Wiederwillig gibt er uns dann auch die Auskunft und wir verlassen das Buero bzw. den Faherhafen.
Vornedraussen erst mal ne kalte Cola in einem Restaurant bestellt und auf die Veranda gesetzt. Was nun. Scheinbar isses nicht so leicht in das vom Reisefuehrer empfohlene Hotel zu gelangen. Viel Auswahl gibts in diesem Ort nicht, mit dem Gepaeck jetzt rumzusuchen bei dieser Hitze ist auch doof. Also bin ich mit dem Gepaeck dort sitzen geblieben und Rene ist auf Hotelsuche gegangen. Nach weit ueber einer Stunde und zwei Stops bei mir wieder, kam er dann an mit zwei Motorradfahrern im Schlepptau. Er habe ein Hotel aufgemacht und gleich noch unseren Fahrservice organisiert. Na dann los. Ich bin ja fast hinten das Motorrad wieder runtergeplumpst. Mein grosser Rucksack ist verdammt schwer und in dem Moment in dem das Motorrad losfuhr wollte mein Rucksack lieber noch die Traegheit ausnutzen und dortbleiben... die Physik, die Physik. War also verdammt anstrengend fuer mich zum Hotel zu kommen... ich musste schliesslich sehr viele Stossgebete zum Himmel schicken... bitte, bitte freie Fahrt und ja nicht Anhalten und Wiederanfahren.
Am Abend dachte ich mir dass ich mich mal ein bischen mit der Indonesischen Sprache beschaeftigen koennte und aus unserem Reisefuehrer mal die ersten Worte wie "Guten Tag", "Ja", "Danke" usw rausgeschrieben. Und als wir vom Abendessen zurueckkamen habe ich im Hotel dann mal einen nach der Aussprache befragt. Indonesisch ist ja gluecklicherweise nun mal eine Sprache mit lateinischen Schriftzeichen und zudem sprechen die fast alles genau gleich aus wie wir. Jetzt hatte doch der Typ noch ein English-Indonesian-Phrasebook und hats mir fuer 20.000 Rupiah verkauft.
Aso. Damit ihr mal wisst wieviel das ist. Wir rechnen immer mit 10.000 Rupiah als einen Dollar. Wers in Euro will muesste dann so ungefaehrt 11.500 Rupiah als einen Euro nehmen. Also alles sehr guenstig, die Bemofahrt von ueber 2 Stunden auf Bali hatte uns also gerade mal schlappe 2 Euro gekostet. Und wenn wir in eine Warum zum essen gehen und eine Portion Reis und allerlei leckeres als Beilage haben dann kostet dies meist nicht mehr als 10.000 Rupiah, also weniger als 1 Euro. Hier kann man sich also gut lokal durchschlemmen.
Am naechsten Tag sind wir dann mit dem Zug, Bisnis-Klasse, die schreibt man tatsaechlich so gefahren. Wie immer haben wir Pech und unser Platz ist im falschen Abteil, wir haben keine Ventilatoren und nur Minischlitzfenster und schwitzen fuer fast 6 Stunden. Die Fahrt ist allerdings herrlich. Wir fahren durch Kaffeeplantagen, Taeler, Tunnel und Reisfelder, ueberall Palmen und und und.... man kann es nicht beschreiben... man muss es gesehen haben, ich kann nur sagen die Fahrt war alles andere als Langweilig. Nebenher hab ich dann aus meinem neuen Phrasebook die Zahlen 1-10 gelernt, schliesslich sind die beim Einkaufen sehr wichtig, immer nur mit den Fingern wird auf dauert anstrengend.
In Probolingo angekommen fragen wir nach dem gelben Bemo welches zum Busbahnhof fahren soll. Der Typ der uns naemlich angesprochen hatte und uns schon wieder irgendwas verkaufen wollte meinte nur er wuesste nichts von einem gelben Bemo. Aha! Dann lassen wir Dich halt einfach stehen und gehen zum Bahnhof raus! Na und was faehrt da langsam auf der Strasse vorbei und winkt schon heftig. Ein gelbes Bemo natuerlich! Wir also hin und ihn nach der Busstation gefragt. Jop, er faehrt doch hin. Mit dem Gepaeck reingeklettert, mittlerweile hab ich echt zu viel um einfach zu reisen, und warum steigt jetzt der Typ von gerade eben, der das gelbe Bemo nicht kannte neben dem Fahrer ein?????
Auf halber Strecke haelt das Bemo ploetzlich vor einem Buero oder so an. Sagt der Typ zu uns wir sollen hier aussteigen, da koennten wir dann einen Minivan fuer 25.000 pro Person auf den Berg (unser Ziel) hochnehmen das ginge viel schneller. Am Busbahnhof wuerden die uns schliesslich 50.000 abnehmen wollen. Wir blieben hart und meinten dass er uns mal kann (natuerlich nur im stillen), er stieg dann beleidigt aus, wuenschte uns aber dennoch eine gute Reise.
Am Busbahnhof angekommen wurden wir von einem kleinen, alten, knittrigen Maennchen, der aber ein Mordstempo vorlegte zu den offiziellen Minibussen gebracht. Dort auf den Berg faehrt nichts anderes, nachdem wir oben angekommen waren wussten wir auch warum, enge steile Strassen und die sind sehr gefaehrlich.
Aber soweit sollte es noch lange nicht sein. Es war nun also kurz nach 2, unser Gepaeck war auf dem Dach festgeschnallt, mein kleiner Rucksack auf einem der Sitze. Ja wir warten jetzt noch ein bischen bis wir dort hochfahren, es muessten noch mehr Passagiere kommen. Es kamen aber erst mal kein.... wir haben also was gegessen, sind fuer 2 Stunden im Internetcafe gesessen und gesurft, zwischenzeitlich war doch tatsaechlich unser Minivan mit unseren Sachen verschwunden. War ne ganz schoene Schrecksekunde bzw. Viertelstunde. Dann kam er wieder mit noch 2 Touristen die er an einem Buero abgeholt hatte... und jetzt ratet mal wo!!!!! :-) Es war nun schon 5 Uhr und wir waren immer noch nicht im Bus nach oben. Ja das ist immer noch nicht genung, aber wenn wir das doppelte p.P. bezahlen wuerden dann wuerden wir sofort loskommen. Ja spinnt denn der? Nix gibts. Wir warten. Er meinte das wir ja spaetestens um 7 fahren wuerden. Also genau 5!!!!!!h nachdem wir hier angekommen sind. Mit dem hollaendischen Paerchen haben wir uns dann super unterhalten, noch mehr gegessen und auf 7 Uhr gewartet.
Als es dann soweit war gabs ne riesen Diskussion, ja wir wuerden fahren muessten aber eben 50.000 statt der 25.000 bezahlen, dann gings sofort, wir haben ihm dann klargemacht dass es so nicht geht und entweder er faehrt uns jetzt fuer die insgesammt 100.000 hoch oder wir bleiben einfach hier. Ja, das Benzin sei doch so teuer. Ach wirklich? Auf Bali hatten wir fuer den Liter gerade mal 4.500 bezahlt, da koennte er sich nen Haufen Benzin fuer unser Geld kaufen. Da war er kurz still und hat nach anderen Gruenden gesucht die er nicht gefunden hat. Also bleibt man halt ohne Argument hart und moechte 200.000. Wir bleiben aber auch hart und ich hab ihm nochmal klar gemacht dass wir auch erst morgen da hoch kommen, dann bleibt ihm jetzt das Geschaeft von 100.000 komplett aus. Hat immer noch nicht gefruchtet....
Also hab ich mal meinen kleinen Rucksack aus dem Minivan geholt und mit den anderen beratschlagt. Rene ist schon auf den Minivan gestiegen um das Gepaeck runterzuholen. Mei, kam da ploetzlich Bewegung in die ganzen Fahrer um den Bus rum (war ja nicht nur ein Bus hier). Auf einmal hiess es dass in 5 Minuten noch ein Tourist kommen wuerde und wir dann nur noch 40.000 p.P. bezahlen muessten. Nichts gibts. Wir warten gerne noch die 5 min, aber nicht laenger und fahren dann entweder fuer 25.000 oder nehmen uns hier unten ein Hotel.
5 min um und unser Gepaeck wurde in einen anderen Minivan verfrachtet, wir fuhren zum Hauptteil des Busbahnhofs und siehe da, tatsaechlich steigt noch eine Touristen mit Rucksack ein. Wir mussten wirklich lachen und fragten sie dann was denn ihre Geschichte sei. Sie kam tatsaechlich erst eine halbe Stunde vorher an, aber ihr hat man immer erzaehlt dass ein Taxi da hoch 250.000 kosten wuerde, sie aber fuer schlappe 200.000 den Minivan hochnehmen koennte. Ich lach mich schlapp!!!!!!
Nundenn. Ploetzlich stiegen dann noch einige Locals (also die Leute von hier) ein und der Bus war voll. Na sowas, wo kommen die denn auf einemal her. Egal. Wir kamen dann also um halb 9 endlich auf dem Berg an. Von der Fahrt haben wir nicht viel mitbekommen, also zumindest nicht von der Landschaft, war ja schon zappenduster, haben sie uns also nicht nur unsere Zeit sondern auch unseren Landschaftsgenuss geklaut.
Ein Zimmer war schnell gefunden, fuer unglauliche 300.000 die Nacht, das ist 3 mal so viel wie die letzten Naechte immer. Also ganz schoen teuer. Aber hier oben ists halt leider so. Und wenn ich von oben rede dann mein ich wirklich auf 2000 m Hoehe und das isses mal schon richtig kalt. Also erst mal stundenlang heiss geduscht. Die erste heisse Dusche seit, ich kann mich nicht erinnern. Das Zimmer war uebrigens schweinekalt, und ich bin froh dass ich nicht mit ner Erkaeltung hier weg bin.
Am naechsten Tag gings meines Erachtens viel zu spaet erst los. Als ich aufgestanden war wars noch schoenes Wetter aber als wir um halb 10 dann endlich loskamen wars schon sehr bewoelkt. An diesem Tag stand der Vulkan Bromo auf dem Plan. Wie man sich das ganze hier vorstellen muss. Unser Hotel liegt auf einem alten Kraterrand und dieser Krater enthaelt 3 weitere Vulkane und einer von ihnen ist der Bromo und dieser ist immer noch aktiv. Also mussten wir erst mal runter in den grossen Krater und dann durch ne Sandwueste bis zum Bromo laufen. Kurz bevor dann die Abzweigung zum Bromo selbst geht stehen ein paar kleine Essensstaende die nichts anderes sind als kleine Tische mit Stuehlen sowie ein Gestell ueber welches im Regenfall eine Plane gezogen werden kann. Und die waren gerade dabei ihre Planen ueberzuziehen. Also haben wir uns dort untergestellt und ne halbe Stunde an einem Tee rumgeschluerft. Dann meinte ein Einheimischer dass es jetzt wo es aufgehoert hatte zu regnen sicher sei hochzugehen. Das Gewitter (schware Wolken und Donner) linkerhand des Bromo wuerde an uns vorbeiziehen. Na wenn er meint... der muss es ja wissen.
Sind wir also da hoch, es sollte ja nur 1 halbe Stunde dauert bis man am Gipfel ist. Auf halber Strecke fings zu troepfeln an, aber jetzt sind wir schon soooo weit gekommen, jetzt wird nicht umgedreht. Als wir oben ankamen um den Krater zu besichtigen schuettete es in Stroemen. Natuerlich hatten wir keine Regenschirm oder eine Regenjacke.... ist ja nur laestiges Gepaeck. Ich hatte aber meinen Sarong dabei und hab den dann ueber mich gehalten, der hat am Anfang auch ganz gut durchgehalten bis er dann komplett durchnaesst war, das war so ca. nach 3 minuten waehrend des Abstiegs. Ist ja nicht so dass wir also immer noch ne halbe Stunde Fussweg zurueck zu den Zelten vor uns haetten.
Dort angekommen haben wir uns dann erst mal wieder einen Tee gegoennt und versucht am Lagerfeuerchenchenchenchen (nein, meine Tastatur spinnt nicht, es war wirklich Mini) die Kleidung zu trocknen, die wir zu dem Zeitpunkt haetten auswringen koennen :-) Nach ner Runde Popmie (Instandnudeln in der Plastikschuessel die mit heissem Wasser begossen dann so ne Art Mahlzeit darstellen) fuer mich und insgesammt 1,5 h warten bis der Regen aufhoert sind wir dann zurueck gestapft. Im Zimmer angekommen hab ich dann bestimmt 15 min heiss geduscht....
Am Abend haben wir uns dann noch die Sonnenaufgangstour gebucht. Dort faehrt man mit dem Jeep an einen richtig hohen Aussichtspunkt des grossen Kraterrandes und sieht von dort den Bromo sowie die anderen inaktiven Vulkane, ich kann Euch sagen das fruehaufstehen um 3:30 Uhr hatte sich gelohnt. Nicht dass die Sonne sich haette durch die Wolken blicken lassen, nein, aber trotzdem das Wolkenbild in den Bergen welches sich staendig veraenderte, die Farbspiele am Himmel... einfach herrlich. Und wenn man dann irgendwann nicht nur die Umrisse der Vulkane sieht sondern diese immer mehr Form annehmen.... unglaublich schoen.
So. Und wie es ja im Titel des heutigen Blogs heisst: Zweimal den gleichen Vulkan hochgestapft. Jetzt beinhaltete die Tour natuerlich auch einen Vulkanaufstieg, naemlich den des Bromo. Aber diesesmal bei schoensten Sonnenschein, der im uebrigen endlich unsere klammen Klamotten wieder trocknete, die waren naemlich im kalten Wetter und Zimmer am Tag zuvor nicht getrocknet. Die Aussicht vom Bromo herunter war phaenomaenal schoen und wir haben uns eine Weile niedergelassen um sie nun endlich einfach mal geniessen zu koennen.
Zweimal in zwei Tagen einen solchen Berg zu besteigen ist uebrigens Hoechstleistund, ich muss mir da jetzt schon selbst mal auf die Schulter klopfen, schliesslich mach ich seit 2 Monaten keinen Sport mehr und da ist Bergsteigen wirklich richtig heftig. Ich haette mir auch ein Pferd nehmen koennen, was unglaublich viele Touris hier machen.... aber das ist ja nicht das selbe.
Zurueck im Hotel haben wir uns dann sehr hungrig uebers Buffet gemacht, dann mal wieder schoen heiss duschen, sachen packen und in den Minivan der uns wieder ins Tal bringen sollte, steigen. Diesesmal waren sooo viele Leute da dass wir nicht stundenlang warten mussten, aber die Fahrt war auch wieder abenteuerlich. Du meinst der Bus ist jetzt echt voll.... da passen immer noch 5 Einheimische mit zum Beispiel nem Kartoffelkorb und Reissaecken rein :-) Man ist dann doch sehr gequetscht.
Am Busbahnhof wollten wir dann gleich zielstrebig zum Bus nach Malang, aber wurden wie immer aufgehalten. Diesesmal haben wir uns aber nicht leiten lassen und sind einfach zum Bus wo gross Malan drauf stand. Sogar als wir schon im Bus sassen sind noch Schlepper reingekommen die meinten wir sollten doch den Expressbus nehmen. Nope, machen wir nicht, wir bleiben hier. Die Fahrt von 2 Stunden hat dann gerade mal 12.000 Rupiah, also gerade mal nen Euro gekostet, ich wuenschte die oeffentlichen in Deutschland waeren auch so guenstig.
Die Fahrt war allerdings uebel. Wir sassen zwar in der ersten Reihe was uns sehr viel Beinfreiheit bescherte, dafuer aber auch einen super Blick auf den Verkehr und die unglaublich gewagten Ueberholmanoever unseres Busfahrers. Mehrmals haette ich die Augen einfach schliessen wollen. Was auch sehr witzig hier ist. Hier gibts im Bus immer noch so eine Art Schaffner. Und wenns durch Staedte geht dann haengt der immer in der Tuere nach draussen und ruft den Leuten am Strassenrand den Zielort zu, das ging dann also hier immer so: malangmalangmalang, malangmalangmalang :-) denn hier ist es ueblich dass man auch einfach am Strassenrand stehen kann und einen so grossen Bus einfach anhalten kann bzw. waehrend der dann ganz langsam faehrt durch die hintere Tuer aufspringt. Dies machen aber nicht nur Fahrgaeste sondern auch mit Gitarre oder kleinen Bongos oder auch nur Stimme bewaffnete junge Maenner die dann meinen hier ein bischen spielen und singen zu muessen. Bei den ersten zwei Malen fanden wir es ja noch lustig, aber nach 3 Mal wars schon sehr nervig und beim 6ten mal... naja. Lassen wir das.
Von Malang selbst gibts nicht viel zu erzaehlen, einfach eine typische Stadt in der wir mal 2 Naechte verbrachten, gegessen und getrunken haben und einfach spazieren gingen, soweit es mal nicht regnete.
Heute bin ich in Solo und somit westlichestes Ostjava. Hierher sind wir gestern mit dem Zug gefahren. Diesesmal aber nicht Bisnis sonder Exekutiv was soviel wie 1te Klasse bedeutet. Und dass isses wirklich. Sehr gemuetliche Sitze und eine Beinfreiheit wo man in deutschen Zuegen nur von traumen kann. Desweiteren mit Klimananlage, denn aus der letzten Fahrt hatten wir gelernt :-) Dummerweise kamen wir aber erst Nachts um 11 an, da der Zug erst so spaet aus Malang weg fuhr (nen frueheren gibts nicht).
Wir hatten uns dann von einer Rikscha ins Homestay bringen lassen, welches allerdings nicht der Bringer ist. Einzelbetten und am Rand des Zimmers liegen immer noch Haare von irgendwelchen Vorbewohnern. Aber was will man machen, um diese Zeit ist es sinnlos was anderes zu suchen und unsere Bemuehungen im Vorfeld schon ein grossen Hotel zu buchen was aussichtslos, alles ausgebucht. Karfreitag war hier uebrigens auch Feiertag, auch wenn trotzdem sogar das grosse Einkaufszentrum geoeffnet war (auf Java ist eben der Grossteil der Bevoelkerung Muslimisch). Dies bedeutet also dass auch hier die Leute verreisen und man ueber dieses Wochenende schlecht ein Zimmer bekommt.
Heute morgen sind wir dann losgezogen um ein anderes Zimmer zu finden, aber keine Chance, die guten sind ausgebucht, also haben wir uns in unserem Homestay ein neues Zimmer geben lassen. Ist auch ok, zumal diese hier einen Swimmingpool hat und den wir heute bei der Hitze schon mal besucht haben :-) Ansonsten ist die Stadt, heute am Sonntag total veroedet. Die beiden Palaeste die wir uns angeschaut haben sind stinklangweilig, die Batiksachen fuer welche Solo so beruehmt ist sind auch langweilig, fast alles brauntoene und der angepriesene Batikmarkt auf den ich mich so gefreut war besondern oede. Nichts von bunter Farbenpracht, einfach nur braun in braun.
Also werden wir morgen wieder Abreisen, da gehts dann nach Yogyakarta (Tschokschakarta gesprochen). Eine Hochburg an Kultur und Ausgangpunkt zu zwei Uhralten Tempeln die so alt sind wie damals Angkor in Kambodscha. Also wirds sicher super werden.
Frohe Ostern an alle, auch wenns hier nicht ueberall Ostereier und Osterhasen gibt. Vielleicht bleibt ja in Deutschland der eine oder andere fuer mich uebrig :-)
Kurz nach sechs gings dann raus aufs Meer. Ich hatte nen wunderschoenen Sonnenaufgang im Ruecken. Einfach herrlich, die Berge von Bali darueber ein Wolkenbild das sich langsam roetlich faerbt bis dann die Sonne wirklich aufgeht. Ein Stueckcken weiter haben wir dann aber noch ein etwas aelteres daenisches Ehepaar aufgegabelt und somit waren wir dummerweise eines der letzten Boote das draussen an der Stelle ist wo normalerweise die Delphine auch auftauchen. Den Gefallen haben sie uns auch gluecklicherweise gemacht. Einmal hatten wir einen direkt neben dem Boot und zwei weitere schraegrechts ungefaher 2 m von mir entfernt. Aber ich habe nur kurz die Ruecken auftauchen gesehen. Sehr schade. Ansonsten wars eher der reinfall. Wenn die Delphine auftauchten sind alle Boote an die Stelle, Delphine tauchen wieder ab. Anderswo tauchen sie wieder auf, alle Boote hinterher und schon wieder sind die Delphine weg. Da mein bescheuerter Bootsfuehrer zum einen immer hinterher war und nicht mal einfach an einer Stelle geblieben ist hab ich die Delphine nur von weitem gesehen und auch nicht so wie man es sich vielleicht vorstellen wuerde, von wegen durch die Luft springen....
Auf dem Rueckweg haben wir aber noch ueber dem Korallenriff angehalten, dort war das Wasser unglaublich klar und ich habs dann doch bereut dass ich nicht mal zum schnorcheln bin, aber irgendwann hol ich das nach. Zumindest vom Boot hab ich tolle Korallen, Fische und einen grossen blauen Seestern gesehen. Die Fische durfte ich sogar mal noch mit nem Muffin fuettern, somit hatte ich nen ganzen Schwarm um meine Hand.
Als ich wieder zurueck war bin ich erst nochmal fuer ne Stunde ins Bett, schliesslich war heute wieder anstrengendes von A nach B kommen angesagt. Nach unserem nun 6. Pfannkuchen mit Banane zu Fruehstueck in einer Reihe haben wir unsere Sachen gepackt und sind auf vors Hotel auf die Strasse. Wir wollten ein Bemo anhalten welches uns mit nach Gilimanuk, ganz im Westen von Bali nimmt. Laut Hotel kostete es bis vor kurzem noch so ca. 20.000 Rupiah, wir rechneten dann mit 25.000 pro Person. Wir hatten Glueck, ein Bemo kam sofort. Wir fragen ob er nach Gilimanuk faehrt und was es kostet. Ja, tut er. 120.000 Rupiah insgesammt. Ja, spinnt denn der? Das ist ja das dreifache von dem was unsere Hotelauskunft meinte. Wir haben ihn dann mit Hilfe einer aelteren Balinesin die immer zwischen Indonesisch und Englisch uebersetzte, auf 25.000 runtergedrueckt. Die probieren das hier halt wo es nur irgendwie geht. Schon dreist.
Die Fahrt dauerte 2 anstelle der einen Stunde von der wir ausgegangen waren. Keine Ahnung woher ich die Info hatte. In Gilimanuk angekommen wurden wir direkt beim Faehrhafen rausgelassen und haben uns erst mal noch was zu essen gegoennt. War ja auch schon nach 1 Uhr Mittag.
Frisch gestaerkt gings zur Faehre, allerdings dauerte es ein bischen bis wir wirklich beim richtigen Ticketschalter ankamen, man hat hier halt doch ne Sprachbariere, nur in eine Richtung zeigen hilft nicht immer :-) Kaum waren wir dann auf der Faehre legte diese schon ab, ab nach Java, ab nach Bangiwangi. Fuer dieses bischen Popelmeter von der einen Seite des Kanals auf die andere haben wir dann ueber ne Stunde gebraucht, denn wir schwommen tatsaechlich Schlange. Naja. Runter von der Faehre und schon liefen wir einem freundlichen Javanesen der Touristeninformation in die Haende. Wir sollten doch mal mitkommen und uns ins Gaestebuch eintragen. Wir sind im also schwerbepackt hinterhergetrottelt und durchschritten dann tatsaechlich eine Haeuschentuere ueber der in roten Lettern "Tourist Information Office" stand.
Wars also tatsaechlich ein Offizieller? Er streckt uns gleich das Gaestebuch hin und ich trage mich als "Maria Mueller" aus Deutschland ein *huestel* schliesslich trau ich ihm noch nicht so ueber den Weg. Und schon beginnts, wuerde fuer uns gleich seinen Freund anrufen, der koennte uns dann in ein Hotel fahren. Er haette da auch ein Hotel... usw. blablabla....
Wir machen ihm klar dass wir sein Angebot dankend ablehnen und er uns doch bitte verraten soll wie wir in das Hotel soundso kommen. Wiederwillig gibt er uns dann auch die Auskunft und wir verlassen das Buero bzw. den Faherhafen.
Vornedraussen erst mal ne kalte Cola in einem Restaurant bestellt und auf die Veranda gesetzt. Was nun. Scheinbar isses nicht so leicht in das vom Reisefuehrer empfohlene Hotel zu gelangen. Viel Auswahl gibts in diesem Ort nicht, mit dem Gepaeck jetzt rumzusuchen bei dieser Hitze ist auch doof. Also bin ich mit dem Gepaeck dort sitzen geblieben und Rene ist auf Hotelsuche gegangen. Nach weit ueber einer Stunde und zwei Stops bei mir wieder, kam er dann an mit zwei Motorradfahrern im Schlepptau. Er habe ein Hotel aufgemacht und gleich noch unseren Fahrservice organisiert. Na dann los. Ich bin ja fast hinten das Motorrad wieder runtergeplumpst. Mein grosser Rucksack ist verdammt schwer und in dem Moment in dem das Motorrad losfuhr wollte mein Rucksack lieber noch die Traegheit ausnutzen und dortbleiben... die Physik, die Physik. War also verdammt anstrengend fuer mich zum Hotel zu kommen... ich musste schliesslich sehr viele Stossgebete zum Himmel schicken... bitte, bitte freie Fahrt und ja nicht Anhalten und Wiederanfahren.
Am Abend dachte ich mir dass ich mich mal ein bischen mit der Indonesischen Sprache beschaeftigen koennte und aus unserem Reisefuehrer mal die ersten Worte wie "Guten Tag", "Ja", "Danke" usw rausgeschrieben. Und als wir vom Abendessen zurueckkamen habe ich im Hotel dann mal einen nach der Aussprache befragt. Indonesisch ist ja gluecklicherweise nun mal eine Sprache mit lateinischen Schriftzeichen und zudem sprechen die fast alles genau gleich aus wie wir. Jetzt hatte doch der Typ noch ein English-Indonesian-Phrasebook und hats mir fuer 20.000 Rupiah verkauft.
Aso. Damit ihr mal wisst wieviel das ist. Wir rechnen immer mit 10.000 Rupiah als einen Dollar. Wers in Euro will muesste dann so ungefaehrt 11.500 Rupiah als einen Euro nehmen. Also alles sehr guenstig, die Bemofahrt von ueber 2 Stunden auf Bali hatte uns also gerade mal schlappe 2 Euro gekostet. Und wenn wir in eine Warum zum essen gehen und eine Portion Reis und allerlei leckeres als Beilage haben dann kostet dies meist nicht mehr als 10.000 Rupiah, also weniger als 1 Euro. Hier kann man sich also gut lokal durchschlemmen.
Am naechsten Tag sind wir dann mit dem Zug, Bisnis-Klasse, die schreibt man tatsaechlich so gefahren. Wie immer haben wir Pech und unser Platz ist im falschen Abteil, wir haben keine Ventilatoren und nur Minischlitzfenster und schwitzen fuer fast 6 Stunden. Die Fahrt ist allerdings herrlich. Wir fahren durch Kaffeeplantagen, Taeler, Tunnel und Reisfelder, ueberall Palmen und und und.... man kann es nicht beschreiben... man muss es gesehen haben, ich kann nur sagen die Fahrt war alles andere als Langweilig. Nebenher hab ich dann aus meinem neuen Phrasebook die Zahlen 1-10 gelernt, schliesslich sind die beim Einkaufen sehr wichtig, immer nur mit den Fingern wird auf dauert anstrengend.
In Probolingo angekommen fragen wir nach dem gelben Bemo welches zum Busbahnhof fahren soll. Der Typ der uns naemlich angesprochen hatte und uns schon wieder irgendwas verkaufen wollte meinte nur er wuesste nichts von einem gelben Bemo. Aha! Dann lassen wir Dich halt einfach stehen und gehen zum Bahnhof raus! Na und was faehrt da langsam auf der Strasse vorbei und winkt schon heftig. Ein gelbes Bemo natuerlich! Wir also hin und ihn nach der Busstation gefragt. Jop, er faehrt doch hin. Mit dem Gepaeck reingeklettert, mittlerweile hab ich echt zu viel um einfach zu reisen, und warum steigt jetzt der Typ von gerade eben, der das gelbe Bemo nicht kannte neben dem Fahrer ein?????
Auf halber Strecke haelt das Bemo ploetzlich vor einem Buero oder so an. Sagt der Typ zu uns wir sollen hier aussteigen, da koennten wir dann einen Minivan fuer 25.000 pro Person auf den Berg (unser Ziel) hochnehmen das ginge viel schneller. Am Busbahnhof wuerden die uns schliesslich 50.000 abnehmen wollen. Wir blieben hart und meinten dass er uns mal kann (natuerlich nur im stillen), er stieg dann beleidigt aus, wuenschte uns aber dennoch eine gute Reise.
Am Busbahnhof angekommen wurden wir von einem kleinen, alten, knittrigen Maennchen, der aber ein Mordstempo vorlegte zu den offiziellen Minibussen gebracht. Dort auf den Berg faehrt nichts anderes, nachdem wir oben angekommen waren wussten wir auch warum, enge steile Strassen und die sind sehr gefaehrlich.
Aber soweit sollte es noch lange nicht sein. Es war nun also kurz nach 2, unser Gepaeck war auf dem Dach festgeschnallt, mein kleiner Rucksack auf einem der Sitze. Ja wir warten jetzt noch ein bischen bis wir dort hochfahren, es muessten noch mehr Passagiere kommen. Es kamen aber erst mal kein.... wir haben also was gegessen, sind fuer 2 Stunden im Internetcafe gesessen und gesurft, zwischenzeitlich war doch tatsaechlich unser Minivan mit unseren Sachen verschwunden. War ne ganz schoene Schrecksekunde bzw. Viertelstunde. Dann kam er wieder mit noch 2 Touristen die er an einem Buero abgeholt hatte... und jetzt ratet mal wo!!!!! :-) Es war nun schon 5 Uhr und wir waren immer noch nicht im Bus nach oben. Ja das ist immer noch nicht genung, aber wenn wir das doppelte p.P. bezahlen wuerden dann wuerden wir sofort loskommen. Ja spinnt denn der? Nix gibts. Wir warten. Er meinte das wir ja spaetestens um 7 fahren wuerden. Also genau 5!!!!!!h nachdem wir hier angekommen sind. Mit dem hollaendischen Paerchen haben wir uns dann super unterhalten, noch mehr gegessen und auf 7 Uhr gewartet.
Als es dann soweit war gabs ne riesen Diskussion, ja wir wuerden fahren muessten aber eben 50.000 statt der 25.000 bezahlen, dann gings sofort, wir haben ihm dann klargemacht dass es so nicht geht und entweder er faehrt uns jetzt fuer die insgesammt 100.000 hoch oder wir bleiben einfach hier. Ja, das Benzin sei doch so teuer. Ach wirklich? Auf Bali hatten wir fuer den Liter gerade mal 4.500 bezahlt, da koennte er sich nen Haufen Benzin fuer unser Geld kaufen. Da war er kurz still und hat nach anderen Gruenden gesucht die er nicht gefunden hat. Also bleibt man halt ohne Argument hart und moechte 200.000. Wir bleiben aber auch hart und ich hab ihm nochmal klar gemacht dass wir auch erst morgen da hoch kommen, dann bleibt ihm jetzt das Geschaeft von 100.000 komplett aus. Hat immer noch nicht gefruchtet....
Also hab ich mal meinen kleinen Rucksack aus dem Minivan geholt und mit den anderen beratschlagt. Rene ist schon auf den Minivan gestiegen um das Gepaeck runterzuholen. Mei, kam da ploetzlich Bewegung in die ganzen Fahrer um den Bus rum (war ja nicht nur ein Bus hier). Auf einmal hiess es dass in 5 Minuten noch ein Tourist kommen wuerde und wir dann nur noch 40.000 p.P. bezahlen muessten. Nichts gibts. Wir warten gerne noch die 5 min, aber nicht laenger und fahren dann entweder fuer 25.000 oder nehmen uns hier unten ein Hotel.
5 min um und unser Gepaeck wurde in einen anderen Minivan verfrachtet, wir fuhren zum Hauptteil des Busbahnhofs und siehe da, tatsaechlich steigt noch eine Touristen mit Rucksack ein. Wir mussten wirklich lachen und fragten sie dann was denn ihre Geschichte sei. Sie kam tatsaechlich erst eine halbe Stunde vorher an, aber ihr hat man immer erzaehlt dass ein Taxi da hoch 250.000 kosten wuerde, sie aber fuer schlappe 200.000 den Minivan hochnehmen koennte. Ich lach mich schlapp!!!!!!
Nundenn. Ploetzlich stiegen dann noch einige Locals (also die Leute von hier) ein und der Bus war voll. Na sowas, wo kommen die denn auf einemal her. Egal. Wir kamen dann also um halb 9 endlich auf dem Berg an. Von der Fahrt haben wir nicht viel mitbekommen, also zumindest nicht von der Landschaft, war ja schon zappenduster, haben sie uns also nicht nur unsere Zeit sondern auch unseren Landschaftsgenuss geklaut.
Ein Zimmer war schnell gefunden, fuer unglauliche 300.000 die Nacht, das ist 3 mal so viel wie die letzten Naechte immer. Also ganz schoen teuer. Aber hier oben ists halt leider so. Und wenn ich von oben rede dann mein ich wirklich auf 2000 m Hoehe und das isses mal schon richtig kalt. Also erst mal stundenlang heiss geduscht. Die erste heisse Dusche seit, ich kann mich nicht erinnern. Das Zimmer war uebrigens schweinekalt, und ich bin froh dass ich nicht mit ner Erkaeltung hier weg bin.
Am naechsten Tag gings meines Erachtens viel zu spaet erst los. Als ich aufgestanden war wars noch schoenes Wetter aber als wir um halb 10 dann endlich loskamen wars schon sehr bewoelkt. An diesem Tag stand der Vulkan Bromo auf dem Plan. Wie man sich das ganze hier vorstellen muss. Unser Hotel liegt auf einem alten Kraterrand und dieser Krater enthaelt 3 weitere Vulkane und einer von ihnen ist der Bromo und dieser ist immer noch aktiv. Also mussten wir erst mal runter in den grossen Krater und dann durch ne Sandwueste bis zum Bromo laufen. Kurz bevor dann die Abzweigung zum Bromo selbst geht stehen ein paar kleine Essensstaende die nichts anderes sind als kleine Tische mit Stuehlen sowie ein Gestell ueber welches im Regenfall eine Plane gezogen werden kann. Und die waren gerade dabei ihre Planen ueberzuziehen. Also haben wir uns dort untergestellt und ne halbe Stunde an einem Tee rumgeschluerft. Dann meinte ein Einheimischer dass es jetzt wo es aufgehoert hatte zu regnen sicher sei hochzugehen. Das Gewitter (schware Wolken und Donner) linkerhand des Bromo wuerde an uns vorbeiziehen. Na wenn er meint... der muss es ja wissen.
Sind wir also da hoch, es sollte ja nur 1 halbe Stunde dauert bis man am Gipfel ist. Auf halber Strecke fings zu troepfeln an, aber jetzt sind wir schon soooo weit gekommen, jetzt wird nicht umgedreht. Als wir oben ankamen um den Krater zu besichtigen schuettete es in Stroemen. Natuerlich hatten wir keine Regenschirm oder eine Regenjacke.... ist ja nur laestiges Gepaeck. Ich hatte aber meinen Sarong dabei und hab den dann ueber mich gehalten, der hat am Anfang auch ganz gut durchgehalten bis er dann komplett durchnaesst war, das war so ca. nach 3 minuten waehrend des Abstiegs. Ist ja nicht so dass wir also immer noch ne halbe Stunde Fussweg zurueck zu den Zelten vor uns haetten.
Dort angekommen haben wir uns dann erst mal wieder einen Tee gegoennt und versucht am Lagerfeuerchenchenchenchen (nein, meine Tastatur spinnt nicht, es war wirklich Mini) die Kleidung zu trocknen, die wir zu dem Zeitpunkt haetten auswringen koennen :-) Nach ner Runde Popmie (Instandnudeln in der Plastikschuessel die mit heissem Wasser begossen dann so ne Art Mahlzeit darstellen) fuer mich und insgesammt 1,5 h warten bis der Regen aufhoert sind wir dann zurueck gestapft. Im Zimmer angekommen hab ich dann bestimmt 15 min heiss geduscht....
Am Abend haben wir uns dann noch die Sonnenaufgangstour gebucht. Dort faehrt man mit dem Jeep an einen richtig hohen Aussichtspunkt des grossen Kraterrandes und sieht von dort den Bromo sowie die anderen inaktiven Vulkane, ich kann Euch sagen das fruehaufstehen um 3:30 Uhr hatte sich gelohnt. Nicht dass die Sonne sich haette durch die Wolken blicken lassen, nein, aber trotzdem das Wolkenbild in den Bergen welches sich staendig veraenderte, die Farbspiele am Himmel... einfach herrlich. Und wenn man dann irgendwann nicht nur die Umrisse der Vulkane sieht sondern diese immer mehr Form annehmen.... unglaublich schoen.
So. Und wie es ja im Titel des heutigen Blogs heisst: Zweimal den gleichen Vulkan hochgestapft. Jetzt beinhaltete die Tour natuerlich auch einen Vulkanaufstieg, naemlich den des Bromo. Aber diesesmal bei schoensten Sonnenschein, der im uebrigen endlich unsere klammen Klamotten wieder trocknete, die waren naemlich im kalten Wetter und Zimmer am Tag zuvor nicht getrocknet. Die Aussicht vom Bromo herunter war phaenomaenal schoen und wir haben uns eine Weile niedergelassen um sie nun endlich einfach mal geniessen zu koennen.
Zweimal in zwei Tagen einen solchen Berg zu besteigen ist uebrigens Hoechstleistund, ich muss mir da jetzt schon selbst mal auf die Schulter klopfen, schliesslich mach ich seit 2 Monaten keinen Sport mehr und da ist Bergsteigen wirklich richtig heftig. Ich haette mir auch ein Pferd nehmen koennen, was unglaublich viele Touris hier machen.... aber das ist ja nicht das selbe.
Zurueck im Hotel haben wir uns dann sehr hungrig uebers Buffet gemacht, dann mal wieder schoen heiss duschen, sachen packen und in den Minivan der uns wieder ins Tal bringen sollte, steigen. Diesesmal waren sooo viele Leute da dass wir nicht stundenlang warten mussten, aber die Fahrt war auch wieder abenteuerlich. Du meinst der Bus ist jetzt echt voll.... da passen immer noch 5 Einheimische mit zum Beispiel nem Kartoffelkorb und Reissaecken rein :-) Man ist dann doch sehr gequetscht.
Am Busbahnhof wollten wir dann gleich zielstrebig zum Bus nach Malang, aber wurden wie immer aufgehalten. Diesesmal haben wir uns aber nicht leiten lassen und sind einfach zum Bus wo gross Malan drauf stand. Sogar als wir schon im Bus sassen sind noch Schlepper reingekommen die meinten wir sollten doch den Expressbus nehmen. Nope, machen wir nicht, wir bleiben hier. Die Fahrt von 2 Stunden hat dann gerade mal 12.000 Rupiah, also gerade mal nen Euro gekostet, ich wuenschte die oeffentlichen in Deutschland waeren auch so guenstig.
Die Fahrt war allerdings uebel. Wir sassen zwar in der ersten Reihe was uns sehr viel Beinfreiheit bescherte, dafuer aber auch einen super Blick auf den Verkehr und die unglaublich gewagten Ueberholmanoever unseres Busfahrers. Mehrmals haette ich die Augen einfach schliessen wollen. Was auch sehr witzig hier ist. Hier gibts im Bus immer noch so eine Art Schaffner. Und wenns durch Staedte geht dann haengt der immer in der Tuere nach draussen und ruft den Leuten am Strassenrand den Zielort zu, das ging dann also hier immer so: malangmalangmalang, malangmalangmalang :-) denn hier ist es ueblich dass man auch einfach am Strassenrand stehen kann und einen so grossen Bus einfach anhalten kann bzw. waehrend der dann ganz langsam faehrt durch die hintere Tuer aufspringt. Dies machen aber nicht nur Fahrgaeste sondern auch mit Gitarre oder kleinen Bongos oder auch nur Stimme bewaffnete junge Maenner die dann meinen hier ein bischen spielen und singen zu muessen. Bei den ersten zwei Malen fanden wir es ja noch lustig, aber nach 3 Mal wars schon sehr nervig und beim 6ten mal... naja. Lassen wir das.
Von Malang selbst gibts nicht viel zu erzaehlen, einfach eine typische Stadt in der wir mal 2 Naechte verbrachten, gegessen und getrunken haben und einfach spazieren gingen, soweit es mal nicht regnete.
Heute bin ich in Solo und somit westlichestes Ostjava. Hierher sind wir gestern mit dem Zug gefahren. Diesesmal aber nicht Bisnis sonder Exekutiv was soviel wie 1te Klasse bedeutet. Und dass isses wirklich. Sehr gemuetliche Sitze und eine Beinfreiheit wo man in deutschen Zuegen nur von traumen kann. Desweiteren mit Klimananlage, denn aus der letzten Fahrt hatten wir gelernt :-) Dummerweise kamen wir aber erst Nachts um 11 an, da der Zug erst so spaet aus Malang weg fuhr (nen frueheren gibts nicht).
Wir hatten uns dann von einer Rikscha ins Homestay bringen lassen, welches allerdings nicht der Bringer ist. Einzelbetten und am Rand des Zimmers liegen immer noch Haare von irgendwelchen Vorbewohnern. Aber was will man machen, um diese Zeit ist es sinnlos was anderes zu suchen und unsere Bemuehungen im Vorfeld schon ein grossen Hotel zu buchen was aussichtslos, alles ausgebucht. Karfreitag war hier uebrigens auch Feiertag, auch wenn trotzdem sogar das grosse Einkaufszentrum geoeffnet war (auf Java ist eben der Grossteil der Bevoelkerung Muslimisch). Dies bedeutet also dass auch hier die Leute verreisen und man ueber dieses Wochenende schlecht ein Zimmer bekommt.
Heute morgen sind wir dann losgezogen um ein anderes Zimmer zu finden, aber keine Chance, die guten sind ausgebucht, also haben wir uns in unserem Homestay ein neues Zimmer geben lassen. Ist auch ok, zumal diese hier einen Swimmingpool hat und den wir heute bei der Hitze schon mal besucht haben :-) Ansonsten ist die Stadt, heute am Sonntag total veroedet. Die beiden Palaeste die wir uns angeschaut haben sind stinklangweilig, die Batiksachen fuer welche Solo so beruehmt ist sind auch langweilig, fast alles brauntoene und der angepriesene Batikmarkt auf den ich mich so gefreut war besondern oede. Nichts von bunter Farbenpracht, einfach nur braun in braun.
Also werden wir morgen wieder Abreisen, da gehts dann nach Yogyakarta (Tschokschakarta gesprochen). Eine Hochburg an Kultur und Ausgangpunkt zu zwei Uhralten Tempeln die so alt sind wie damals Angkor in Kambodscha. Also wirds sicher super werden.
Frohe Ostern an alle, auch wenns hier nicht ueberall Ostereier und Osterhasen gibt. Vielleicht bleibt ja in Deutschland der eine oder andere fuer mich uebrig :-)
Sunday, March 28, 2010
Haengematte zwischen 2 Palmen
Wo war ich stehen geblieben? Richtig, die Fahrt nach Lovina Beach. Wir wurden also morgens um 10 Uhr abgeholt nachdem wir nun 3 Tage hintereinander Bananenpfannkuchen und Obstsalat (wurde halt so im Homestay angeboten) hatten. Den Fahrer hatten wir am Vorabend auf der Strasse angesprochen, so laeuft das hier ja, oder eher andersrum, egal, er wollte erst 500.000 Rupia haben, wir haben ihn dann aber auf 400.000 Rupia runtergehandelt was immer noch 40$ und viel Geld ist.
Los gings erst mal Richtung Sueden, sonst kommt man von Ubut nicht dort hin wo wir wollen, weiter nach Westen und dann ab in den Norden. Wir sind durch wunderschoene Landschaften gefahren, Dschungel, Reisfelder, schoene Doerfer, die Fahrt war noch besser als die letzte die wir hatten. Zwischenstop machten wir dann in Candi Kuning und besichtigten den Tempel Pura Ulun Danu Bratan direkt am See. Leider war da aber eine grosse Zeremonie und die war fuer Touris gesperrt, daher haben wir dann den Tempel von aussen angesehen, aber 2 Tuermchen stehen ja direkt im Wasser, da ist nix mit Zeremonie. Witzig war aber dass etwa 100 m entfernt eine Moschee steht und von dort der Muezzin (Ausrufer) heruebertoente.
Da es nun auch schon nach Mittag war und unsere Maegen knurrten, desweiteren der Regen anfing baten wir dann unseren Fahrer an einem local Warung anzuhalten, also an einem wo normalerweise keine Touris hinkommen und die Preise guenstig sind. Es gab mal wieder Nasi Campur (gesprochen Nasi Tschampur), also Reis und ein bischen von allem was im Angebot ist. Mei, ich kann meistens von diesem Essen nur schwaermen. Denn das schoene ist dass jeder Warung ja sozusagen sein eigenes Sueppchen kocht und wir bisher immer andere Sachen auf unserem Reis hatten. Einmal hatten wir eine Wurst die echt eklig aussah, das Dingens sah von aussen schrumpellig-schwarz und an der Bruchstelle sehr fettig aus. Rene war so tapfer und hat reingebissen und meinte das sei sehr lecker. Gut dann ich eben auch, und zum Glueck! muss ich sagen. Denn das war kein Fett sondern leckeres Schweinefleisch und die Wurst war leicht scharf, Wooooowwwwww. Dann gibts oft auch Zitronengras in kleinen Streifen geschnitten mit Gemuese gemischt oder Fleischstuecke, irgendwelche fritierten kleinen Fladen, also immer Zeugs dem man nicht ansieht was drinnensteckt. Und in diesem Warung in dem wir waren bekamen wir auch noch Suppe. Die war aber sooo elendlich scharf dass mir nach 3 Loeffeln mal kurz die Luft weggeblieben ist. Nicht dass die lange nachgebrannt hatte, nein, aber sie war scharf fuer den kurzen Moment.
Dazu trinken wir sehr oft Teh also Tee :-) Mal als Es Teh (Eistee) oder halt warm. Normalerweise immer mit Zucker, aber irgendwie waren die letzten Tees immer so dermassen suess dass man fast nen Zuckerschock bekam und bei mir schon nach nem halben Glas eine leichte Uebelkeit aufstiegt. Daher sind wir jetzt dazu uebergegangen ohne Zucker zu bestellen und dann selbst zu mischen. Da haben wir doch heute glatt ein kleines Glas, ich tippe mal auf 100ml Zuckersyrup zum selber suessen bekommen. Da wundert mich natuerlich jetzt nichts mehr!!!!! Ich hab mir ein kleines bischen reingeschuettet, das war schon genug.
Zurueck zur Fahrt. Nachdem wir nun also supergesaettigt wurden sind wir dann hati-hati (ist Balinesisch und bedeutet "sei vorsichtig") die kurvige Strasse hochgefahren. Es hat naemlich geschuettet wies nur irgendwie ging. Unterwegs kamen wir dann noch an wilden Affen vorbei, die da so am Strassenrand oder auf der Leitplanke sassen und irgendwelchen Muell futterten.
Naechster und letzter Zwischenstopp sollte dann der Gitgit-Wasserfall sein. Aber wir hatten ja immer noch die offenen Wolken ueber uns. Also was tun? Warten oder bis zum Ziel fahren. Naja, wir warten dann doch lieber mal. Am Parkplatz zum Wasserfall war natuerlich ein Restaurant und so hab ich mir meinen Hut aufsetzt und meinen Sarong um die Schultern gelegt und bin die 5 m zur Treppe sowie dessen Stufen hochgerannt so schnells nur irgendwie ging. Rene der auf der "falschen" Seite des Autos aussteigen musste, durfte sich hingegen ueber einen freundlichen Parkplatzwaechter mit Regenschirm freuen. Der hat ihm dann den Regenschirm bis zum Restaurant hoch getragen. Haette ich mal nur ein bischen laenger gewartet :-)
Nun sassen wir da also so ca. 1,5 h fest bis der Regen endlich nachlies und dann komplett aufhoerte. Mein Tee war natuerlich schon laengst leer und ich hatte auch keine Lust mehr Reisefuehrer zu lesen und war sehr gluecklich darueber. Auf gings an geschaetzen 50 vielleicht auch nur 40 Verkaufsstaenden vorbei, den Betonweg bzw. Treppen rauf und runter. Unterwegs wurde ich zweimal angehalten und sollte mir die Sachen angschauen, ich hab dann nur gesagt vielleicht spaeter. Das sollte man nie sagen, dann kommt naemlich die Frage: Wie heisst Du denn? Und die merken sich den Namen bis man zurueckkommt, da wird man dann von weitem schon mit dem Namen begruesst :-)
Hachja, der Wasserfall war uebrigens wundervoll. Ca. 30 m hoch (sagt mein Reisefuehrer) und dank des Starkregens natuerlich sehr beeindruckend viel Wasser. Wir haben dann noch ein bischen Fotos geschossen und dann den Rueckweg angetreten. Mei, und wie lange ich dann in den beiden Laeden verbracht hatte. Beim Ersten kam ich nach ca. 5 min schon wieder raus. Ich hatte da was schoenes gesehen, aber sie wollte mit dem Preis einfach nicht weit genug runter, also lassen wir das halt. Beim naechsten Laden haben wir dann bestimmt bald ne halbe Stunde eingekauft und gehandelt. Alles was ich wollte hab ich zwar dann nicht bekommen, da zu teuer, aber nun sind wir glueckliche Besitzer eines sehr schoenen Balifotoalbum in welchem ich dann meine Balibilder reinpacken werde und noch von schoenen aus Kokosstuecken zusammengesetzten Schalen die nach Zimt duften :-)
Nach geschlagenen 1,5 h kamen wir dann bei unserem Fahrer wieder an. Der arme war sicherlich etwas gelangweilt, aber er stand ja bei anderen Fahrern und konnte sicherlich gut mit denen plaudern. So ist das halt, dafuer wird er aber auch gut von uns bezahlt.
Regen gabs zum Glueck an diesem Tag nimmer, daher sind wir gut nach Lovina Beach durchgekommen. Dort wollten wir nochmal zum Hotel schauen in dem Rene schon vor vier Jahren untergekommen war. Das waren damals allerdings andere Zeiten. Zum Einen absolute Nebensaison im Juni und zum Anderen nur 4 Jahre nach dem ueblen Bombenanschlag auf eine Diskothek in Kuta. Somit so gut wie ueberhaupt kein Touris und Rene hatte damals einen Bungalow fuer nur 5$ die Nacht direkt am Strand. Tja, heute wollten die erst mal 30$ dafuer und nachdem wir gesagt haben dass wir nur nen Ventilator und keine Aircon haben wollten, haetten wir ihn fuer 25$ bekommen. Aber das ist in unserem Budget ueberhaupt nicht drin. Dann halt weiter zu anderen Hotels.
Ich weiss jetzt nicht ob schon beim ersten Hotel oder erst beim zweiten, wir hatten ploetzlich nen Typen bei uns der mit seinem Motorrad unterwegs war und uns gleich in irgendwelche Hotels bringen wollte. Ich habe aber meinen Reisefuehrer rausgezogen und gesagt welche Hotels wir uns anschauen moechten. Er hat dann immer irgendwelche Kommentare abgegeben, z.B. ja das eine sei nicht so gut, denn die haetten das Grundstueck zum Strand verkauft und man haette nun keinen direkten Zugang mehr. Na gut, dann schauen wir halt erst noch ein anderes fuer unsere Preisklasse an. Aber das war dann echt die letzte Bruchbude und ein superekliges Bad, dafuer wollten die tatsaechlich 10$. Nicht mit uns, also doch in das mit dem verkauften Grundstueck und siehe da, schoenes Zimmer fuer 10$ sowie ein Durchgang zum Strand. Also bleiben wir hier.
Als ich einchecken war stand der Typ wieder neben mir und meinte ob ich nicht die Delphine anschauen moechte, das waere sein Job, solche Touren zu verkaufen, ich hab gesagt, bestimmt, aber ich entscheide mich doch nicht jetzt. Er fragte nach ner Weile dann wie denn mein Name sei, ich hab ihn dann gefragt weshalb (der Typ ging mir echt auf die Nerven!!!!), darauf hin hat er noch was gemurmelt, nochmal gewartet und mir dann nen schoenen Aufenthalt gewuenscht :-)
So, Zimmer bezogen und ab zum Strand, juhuu, das gibts ein paar Palmen, da muss ich doch gleich mal meine Haegematte ausprobieren. Gesagt, getan, Haengematte aufgehaengt und erst mal noch kurz ins Wasser. Allerdings bin ich nur knoecheltief rein denn das Wasser sah soooo schmutzig aus, echt uebel. Und dabei soll doch der Strand hier so richtig schoen sein. Schwarzer Sand und sauberes Wasser? Sand ja, aber auch mit viel Muell.... args, wo sind wir denn hier gelandet?
Also halt nur Haengematte und ein bischen lesen. Das war wirklich schoen entspannend bis dann die Verkaeufer anruecken. Die kommen ganz freundlich und fragen wies geht und zeigen dann die Waren, Anhaenger oder Tuecher, alles was das Herz begehrt. Nein danke! Ich hab gesagt dass ich heute nen entspannten Tag haben moechte und das ganz ohne Shopping. Ja, vielleicht ja morgen? Und wie ich denn heisse? Hmm, natuerlich hab ich dann meinen Namen gesagt und gleich wussten alle Bescheid, denn der ging wie ein Lauffeuer zu allen die gleich auch noch kamen. Ich hatte dann die Schnauze voll, meine Haengematte zusammen gepackt und bin zurueck zum Bungalow.
Die nachsten beiden Tage, also gestern und heute waren super entspannt. Nichtstun und noch mehr Nichtstun und weils so schoen ist gleich noch ein bischen. Dazwischen mal noch ein bischen lesen und in der Haengematte vor dem Bungalow rumhaengen. Einmal waren wir gestern frueh noch im Wasser, man muss halt erst mal durch den Dreck ein bischen durchschwimmen dann kommt man zum einigermassen sauberen Wasser, dort ists dann ganz schoen :-)
Auf dem Rueckweg hatte ich schon gehofft von der laestigen Verkaeuferin vom Tag zuvor verschont zu bleiben. Pustekuchen! Da sie ihrer Waren auf dem Kopf balanciert kommt die gluecklicherweise nicht so schnell voran. Rene und ich sind dann so schnell wie wir barfuss durch den heissen Sand rennen konnten zu ihren Violetta-shopping-Violetta-shopping-Rufen die 20 m zum Hotel zurueckgerannt und ab in den Bungalow. In die Anlagen duerfen die ja nicht rein... also gerettet....
Heute waren wir mal noch kurz mit dem Bemo in Singaraja (Singaratscha, bedeutet Loewe-Koenig) der naechstgroesseren Stadt. Rene wollte unbedingt zum naechsten grossen Supermarkt und dort noch Kaffee einkaufen, der von Bali und spaeter auch von Java gehoert wohl zu den Besten Kaffees, ich kanns ja nicht einschaetzen....
Ein Bemo hat ungefaher die Groesse eines VW-Bussles wie man sie von frueher kennt. Auf der linken Seite ist eine Falttuere die meistens offen steht und im hinteren Raum, also hinter dem Fahrer sind auf den Laengsseiten gepolsterte Baenke fuer die Passagiere. Diese Bemos fahren normalerweise immer eine bestimmte Strecke rauf und runter und man haelt die einfach an der Strasse an und steigt ein, nennt sein Ziel und gut ist. Kaum dass wir vor unserem Hotel standen kam auch schon ein blaues (so wie es unsere Hotelbesitzerinsschwiegertochter gesagt hatte) Bemo an und wir fuhren bis zum Zentrum von Singaraja. Dort haetten wir eigentlich in ein rotes Bemo umsteigen sollen welches zum Supermarkt faehrt. Aber der Fahrer meinte, er sei ein Spezialbemo und wuerde uns bis dort hin fahren. Von wegen Spezial, der wollte nur das volle Geld haben :-) Aber ist ok, kostete und nur ungefaehr 10 Cent mehr :-)
Der Supermarkt war herrlich, alles was das Herz begehrt. Auch Apfelsaft. Daher hab ich mir dann heute mal nen kleinen 250ml-Tetrapack geleistet. War gut, aber natuerlich nichts zu den naturtrueben in Deutschland :-) Da faellt mir auch noch nen kleine Geschichte von Ubut zu ein. Ich hatte mir einmal nen frischen Apfelsaft in Ubut bestellt. Hierfuer wurde der Apfel in den Mixer gepackt, ein bischen Eis rein und mir serviert. War schon lecker, aber halt sehr dick und wie es sich fuer frischen Apfel gehoert war der nach 5 min dann oxidiert und braun :-) trotzdem ok....
Nach unseren Einkaeufen sind wir dann in ein rotes Bemo gestiegen um zurueck zum Zentrum zu fahren. Dort wollten wir in einem Warung noch Mittagessen. Der Fahrer fragte bestimmt drei Mal ob wir denn nicht nach Lovina wollten. Nein, hier zum Zentrum!!!!!
Dort hat er uns dann auch rausgelassen, gleich neben ein paar blauen. Wir waren noch nicht mal ansatzweise am Aussteigen da hatten wir schon zwei Bemofahrerkoepfe in der Tuere haengen die natuerlich wollten dass wir mit ihnen fahren. Nope, wir gehen erst mal was essen.
Das Nasi Campur in diesem Warung war nicht ganz so dolle, aber satt bin ich geworden, ist ja schliesslich immer reichlich.
Weiter gings zum Strand, Rene erinnerte sich an einen alten chinesischen Friedhof der direkt dort sei. Wir haben ihn auch gleich gefunden und ich muss sagen, wirklich schoen. Die Graeber sehen komplett anders aus. Hier glauben ja die Leute an Geister, also dass die Geister der Verstorbenen zurueckkommen usw. Daher muss man sich ein Grab dann wie einen ovalen etwa 1-2 m hohen Huegel vorstellen und die unteren 2 Drittel sind gemauert, damit ja der Geist nicht mehr raus kann. So hatten wir dann einen wirklich interessanten Friedhof vor uns.
Wir sind dann ein bischen am Muellstrand auf der Mauer rumgelaufen und als es nicht weiterging da dann ein breiter Bach in das Meer muendete sind wir an diesem entlang und durch ganz kleine, huebsche Gassen gewandert. Die Leute auf Bali sind ja grundsaetzlich sehr freundliche Leute, da koennten sich die Deutschen mal ne Scheibe von abschneiden, aber ne Grosse!!!! In dieses Viertel kamen natuerlich sehr wenige bis keine Touris und so wurden wir von jedem gegruesst der uns begegnete und ein paar Kinder liefen uns hinterher und haben gewunken und immer Hello! Hello! gerufen. Auch sonst wenn man auf groesseren Strassen Kindern begegnet winken die immer ganz aufgeregt und rufen Hello! Bezaubernd :-)
Ansonsten gehts nun morgen weiter nach Java. Ich werde sehr frueh aufstehen denn ich will natuerlich wenigstens einmal die richtigen Delphine live im Meer sehen. Dafuer werde ich um 6 am Hotelausgang zum Strand abgeholt, dort liegen ja auch ganz geschickter Weise die Boote und ab gehts aufs Meer. Heute morgen waren es wohl so an die 200 Delphine die der freundliche Bootsfahrer mit dem ich morgen frueh rausfahre, gesichtet hatte. Ich freu mich schon sehr drauf, daher muss ich jetzt mal auch schleunigst zurueck ins Hotel und ins Bett.
Los gings erst mal Richtung Sueden, sonst kommt man von Ubut nicht dort hin wo wir wollen, weiter nach Westen und dann ab in den Norden. Wir sind durch wunderschoene Landschaften gefahren, Dschungel, Reisfelder, schoene Doerfer, die Fahrt war noch besser als die letzte die wir hatten. Zwischenstop machten wir dann in Candi Kuning und besichtigten den Tempel Pura Ulun Danu Bratan direkt am See. Leider war da aber eine grosse Zeremonie und die war fuer Touris gesperrt, daher haben wir dann den Tempel von aussen angesehen, aber 2 Tuermchen stehen ja direkt im Wasser, da ist nix mit Zeremonie. Witzig war aber dass etwa 100 m entfernt eine Moschee steht und von dort der Muezzin (Ausrufer) heruebertoente.
Da es nun auch schon nach Mittag war und unsere Maegen knurrten, desweiteren der Regen anfing baten wir dann unseren Fahrer an einem local Warung anzuhalten, also an einem wo normalerweise keine Touris hinkommen und die Preise guenstig sind. Es gab mal wieder Nasi Campur (gesprochen Nasi Tschampur), also Reis und ein bischen von allem was im Angebot ist. Mei, ich kann meistens von diesem Essen nur schwaermen. Denn das schoene ist dass jeder Warung ja sozusagen sein eigenes Sueppchen kocht und wir bisher immer andere Sachen auf unserem Reis hatten. Einmal hatten wir eine Wurst die echt eklig aussah, das Dingens sah von aussen schrumpellig-schwarz und an der Bruchstelle sehr fettig aus. Rene war so tapfer und hat reingebissen und meinte das sei sehr lecker. Gut dann ich eben auch, und zum Glueck! muss ich sagen. Denn das war kein Fett sondern leckeres Schweinefleisch und die Wurst war leicht scharf, Wooooowwwwww. Dann gibts oft auch Zitronengras in kleinen Streifen geschnitten mit Gemuese gemischt oder Fleischstuecke, irgendwelche fritierten kleinen Fladen, also immer Zeugs dem man nicht ansieht was drinnensteckt. Und in diesem Warung in dem wir waren bekamen wir auch noch Suppe. Die war aber sooo elendlich scharf dass mir nach 3 Loeffeln mal kurz die Luft weggeblieben ist. Nicht dass die lange nachgebrannt hatte, nein, aber sie war scharf fuer den kurzen Moment.
Dazu trinken wir sehr oft Teh also Tee :-) Mal als Es Teh (Eistee) oder halt warm. Normalerweise immer mit Zucker, aber irgendwie waren die letzten Tees immer so dermassen suess dass man fast nen Zuckerschock bekam und bei mir schon nach nem halben Glas eine leichte Uebelkeit aufstiegt. Daher sind wir jetzt dazu uebergegangen ohne Zucker zu bestellen und dann selbst zu mischen. Da haben wir doch heute glatt ein kleines Glas, ich tippe mal auf 100ml Zuckersyrup zum selber suessen bekommen. Da wundert mich natuerlich jetzt nichts mehr!!!!! Ich hab mir ein kleines bischen reingeschuettet, das war schon genug.
Zurueck zur Fahrt. Nachdem wir nun also supergesaettigt wurden sind wir dann hati-hati (ist Balinesisch und bedeutet "sei vorsichtig") die kurvige Strasse hochgefahren. Es hat naemlich geschuettet wies nur irgendwie ging. Unterwegs kamen wir dann noch an wilden Affen vorbei, die da so am Strassenrand oder auf der Leitplanke sassen und irgendwelchen Muell futterten.
Naechster und letzter Zwischenstopp sollte dann der Gitgit-Wasserfall sein. Aber wir hatten ja immer noch die offenen Wolken ueber uns. Also was tun? Warten oder bis zum Ziel fahren. Naja, wir warten dann doch lieber mal. Am Parkplatz zum Wasserfall war natuerlich ein Restaurant und so hab ich mir meinen Hut aufsetzt und meinen Sarong um die Schultern gelegt und bin die 5 m zur Treppe sowie dessen Stufen hochgerannt so schnells nur irgendwie ging. Rene der auf der "falschen" Seite des Autos aussteigen musste, durfte sich hingegen ueber einen freundlichen Parkplatzwaechter mit Regenschirm freuen. Der hat ihm dann den Regenschirm bis zum Restaurant hoch getragen. Haette ich mal nur ein bischen laenger gewartet :-)
Nun sassen wir da also so ca. 1,5 h fest bis der Regen endlich nachlies und dann komplett aufhoerte. Mein Tee war natuerlich schon laengst leer und ich hatte auch keine Lust mehr Reisefuehrer zu lesen und war sehr gluecklich darueber. Auf gings an geschaetzen 50 vielleicht auch nur 40 Verkaufsstaenden vorbei, den Betonweg bzw. Treppen rauf und runter. Unterwegs wurde ich zweimal angehalten und sollte mir die Sachen angschauen, ich hab dann nur gesagt vielleicht spaeter. Das sollte man nie sagen, dann kommt naemlich die Frage: Wie heisst Du denn? Und die merken sich den Namen bis man zurueckkommt, da wird man dann von weitem schon mit dem Namen begruesst :-)
Hachja, der Wasserfall war uebrigens wundervoll. Ca. 30 m hoch (sagt mein Reisefuehrer) und dank des Starkregens natuerlich sehr beeindruckend viel Wasser. Wir haben dann noch ein bischen Fotos geschossen und dann den Rueckweg angetreten. Mei, und wie lange ich dann in den beiden Laeden verbracht hatte. Beim Ersten kam ich nach ca. 5 min schon wieder raus. Ich hatte da was schoenes gesehen, aber sie wollte mit dem Preis einfach nicht weit genug runter, also lassen wir das halt. Beim naechsten Laden haben wir dann bestimmt bald ne halbe Stunde eingekauft und gehandelt. Alles was ich wollte hab ich zwar dann nicht bekommen, da zu teuer, aber nun sind wir glueckliche Besitzer eines sehr schoenen Balifotoalbum in welchem ich dann meine Balibilder reinpacken werde und noch von schoenen aus Kokosstuecken zusammengesetzten Schalen die nach Zimt duften :-)
Nach geschlagenen 1,5 h kamen wir dann bei unserem Fahrer wieder an. Der arme war sicherlich etwas gelangweilt, aber er stand ja bei anderen Fahrern und konnte sicherlich gut mit denen plaudern. So ist das halt, dafuer wird er aber auch gut von uns bezahlt.
Regen gabs zum Glueck an diesem Tag nimmer, daher sind wir gut nach Lovina Beach durchgekommen. Dort wollten wir nochmal zum Hotel schauen in dem Rene schon vor vier Jahren untergekommen war. Das waren damals allerdings andere Zeiten. Zum Einen absolute Nebensaison im Juni und zum Anderen nur 4 Jahre nach dem ueblen Bombenanschlag auf eine Diskothek in Kuta. Somit so gut wie ueberhaupt kein Touris und Rene hatte damals einen Bungalow fuer nur 5$ die Nacht direkt am Strand. Tja, heute wollten die erst mal 30$ dafuer und nachdem wir gesagt haben dass wir nur nen Ventilator und keine Aircon haben wollten, haetten wir ihn fuer 25$ bekommen. Aber das ist in unserem Budget ueberhaupt nicht drin. Dann halt weiter zu anderen Hotels.
Ich weiss jetzt nicht ob schon beim ersten Hotel oder erst beim zweiten, wir hatten ploetzlich nen Typen bei uns der mit seinem Motorrad unterwegs war und uns gleich in irgendwelche Hotels bringen wollte. Ich habe aber meinen Reisefuehrer rausgezogen und gesagt welche Hotels wir uns anschauen moechten. Er hat dann immer irgendwelche Kommentare abgegeben, z.B. ja das eine sei nicht so gut, denn die haetten das Grundstueck zum Strand verkauft und man haette nun keinen direkten Zugang mehr. Na gut, dann schauen wir halt erst noch ein anderes fuer unsere Preisklasse an. Aber das war dann echt die letzte Bruchbude und ein superekliges Bad, dafuer wollten die tatsaechlich 10$. Nicht mit uns, also doch in das mit dem verkauften Grundstueck und siehe da, schoenes Zimmer fuer 10$ sowie ein Durchgang zum Strand. Also bleiben wir hier.
Als ich einchecken war stand der Typ wieder neben mir und meinte ob ich nicht die Delphine anschauen moechte, das waere sein Job, solche Touren zu verkaufen, ich hab gesagt, bestimmt, aber ich entscheide mich doch nicht jetzt. Er fragte nach ner Weile dann wie denn mein Name sei, ich hab ihn dann gefragt weshalb (der Typ ging mir echt auf die Nerven!!!!), darauf hin hat er noch was gemurmelt, nochmal gewartet und mir dann nen schoenen Aufenthalt gewuenscht :-)
So, Zimmer bezogen und ab zum Strand, juhuu, das gibts ein paar Palmen, da muss ich doch gleich mal meine Haegematte ausprobieren. Gesagt, getan, Haengematte aufgehaengt und erst mal noch kurz ins Wasser. Allerdings bin ich nur knoecheltief rein denn das Wasser sah soooo schmutzig aus, echt uebel. Und dabei soll doch der Strand hier so richtig schoen sein. Schwarzer Sand und sauberes Wasser? Sand ja, aber auch mit viel Muell.... args, wo sind wir denn hier gelandet?
Also halt nur Haengematte und ein bischen lesen. Das war wirklich schoen entspannend bis dann die Verkaeufer anruecken. Die kommen ganz freundlich und fragen wies geht und zeigen dann die Waren, Anhaenger oder Tuecher, alles was das Herz begehrt. Nein danke! Ich hab gesagt dass ich heute nen entspannten Tag haben moechte und das ganz ohne Shopping. Ja, vielleicht ja morgen? Und wie ich denn heisse? Hmm, natuerlich hab ich dann meinen Namen gesagt und gleich wussten alle Bescheid, denn der ging wie ein Lauffeuer zu allen die gleich auch noch kamen. Ich hatte dann die Schnauze voll, meine Haengematte zusammen gepackt und bin zurueck zum Bungalow.
Die nachsten beiden Tage, also gestern und heute waren super entspannt. Nichtstun und noch mehr Nichtstun und weils so schoen ist gleich noch ein bischen. Dazwischen mal noch ein bischen lesen und in der Haengematte vor dem Bungalow rumhaengen. Einmal waren wir gestern frueh noch im Wasser, man muss halt erst mal durch den Dreck ein bischen durchschwimmen dann kommt man zum einigermassen sauberen Wasser, dort ists dann ganz schoen :-)
Auf dem Rueckweg hatte ich schon gehofft von der laestigen Verkaeuferin vom Tag zuvor verschont zu bleiben. Pustekuchen! Da sie ihrer Waren auf dem Kopf balanciert kommt die gluecklicherweise nicht so schnell voran. Rene und ich sind dann so schnell wie wir barfuss durch den heissen Sand rennen konnten zu ihren Violetta-shopping-Violetta-shopping-Rufen die 20 m zum Hotel zurueckgerannt und ab in den Bungalow. In die Anlagen duerfen die ja nicht rein... also gerettet....
Heute waren wir mal noch kurz mit dem Bemo in Singaraja (Singaratscha, bedeutet Loewe-Koenig) der naechstgroesseren Stadt. Rene wollte unbedingt zum naechsten grossen Supermarkt und dort noch Kaffee einkaufen, der von Bali und spaeter auch von Java gehoert wohl zu den Besten Kaffees, ich kanns ja nicht einschaetzen....
Ein Bemo hat ungefaher die Groesse eines VW-Bussles wie man sie von frueher kennt. Auf der linken Seite ist eine Falttuere die meistens offen steht und im hinteren Raum, also hinter dem Fahrer sind auf den Laengsseiten gepolsterte Baenke fuer die Passagiere. Diese Bemos fahren normalerweise immer eine bestimmte Strecke rauf und runter und man haelt die einfach an der Strasse an und steigt ein, nennt sein Ziel und gut ist. Kaum dass wir vor unserem Hotel standen kam auch schon ein blaues (so wie es unsere Hotelbesitzerinsschwiegertochter gesagt hatte) Bemo an und wir fuhren bis zum Zentrum von Singaraja. Dort haetten wir eigentlich in ein rotes Bemo umsteigen sollen welches zum Supermarkt faehrt. Aber der Fahrer meinte, er sei ein Spezialbemo und wuerde uns bis dort hin fahren. Von wegen Spezial, der wollte nur das volle Geld haben :-) Aber ist ok, kostete und nur ungefaehr 10 Cent mehr :-)
Der Supermarkt war herrlich, alles was das Herz begehrt. Auch Apfelsaft. Daher hab ich mir dann heute mal nen kleinen 250ml-Tetrapack geleistet. War gut, aber natuerlich nichts zu den naturtrueben in Deutschland :-) Da faellt mir auch noch nen kleine Geschichte von Ubut zu ein. Ich hatte mir einmal nen frischen Apfelsaft in Ubut bestellt. Hierfuer wurde der Apfel in den Mixer gepackt, ein bischen Eis rein und mir serviert. War schon lecker, aber halt sehr dick und wie es sich fuer frischen Apfel gehoert war der nach 5 min dann oxidiert und braun :-) trotzdem ok....
Nach unseren Einkaeufen sind wir dann in ein rotes Bemo gestiegen um zurueck zum Zentrum zu fahren. Dort wollten wir in einem Warung noch Mittagessen. Der Fahrer fragte bestimmt drei Mal ob wir denn nicht nach Lovina wollten. Nein, hier zum Zentrum!!!!!
Dort hat er uns dann auch rausgelassen, gleich neben ein paar blauen. Wir waren noch nicht mal ansatzweise am Aussteigen da hatten wir schon zwei Bemofahrerkoepfe in der Tuere haengen die natuerlich wollten dass wir mit ihnen fahren. Nope, wir gehen erst mal was essen.
Das Nasi Campur in diesem Warung war nicht ganz so dolle, aber satt bin ich geworden, ist ja schliesslich immer reichlich.
Weiter gings zum Strand, Rene erinnerte sich an einen alten chinesischen Friedhof der direkt dort sei. Wir haben ihn auch gleich gefunden und ich muss sagen, wirklich schoen. Die Graeber sehen komplett anders aus. Hier glauben ja die Leute an Geister, also dass die Geister der Verstorbenen zurueckkommen usw. Daher muss man sich ein Grab dann wie einen ovalen etwa 1-2 m hohen Huegel vorstellen und die unteren 2 Drittel sind gemauert, damit ja der Geist nicht mehr raus kann. So hatten wir dann einen wirklich interessanten Friedhof vor uns.
Wir sind dann ein bischen am Muellstrand auf der Mauer rumgelaufen und als es nicht weiterging da dann ein breiter Bach in das Meer muendete sind wir an diesem entlang und durch ganz kleine, huebsche Gassen gewandert. Die Leute auf Bali sind ja grundsaetzlich sehr freundliche Leute, da koennten sich die Deutschen mal ne Scheibe von abschneiden, aber ne Grosse!!!! In dieses Viertel kamen natuerlich sehr wenige bis keine Touris und so wurden wir von jedem gegruesst der uns begegnete und ein paar Kinder liefen uns hinterher und haben gewunken und immer Hello! Hello! gerufen. Auch sonst wenn man auf groesseren Strassen Kindern begegnet winken die immer ganz aufgeregt und rufen Hello! Bezaubernd :-)
Ansonsten gehts nun morgen weiter nach Java. Ich werde sehr frueh aufstehen denn ich will natuerlich wenigstens einmal die richtigen Delphine live im Meer sehen. Dafuer werde ich um 6 am Hotelausgang zum Strand abgeholt, dort liegen ja auch ganz geschickter Weise die Boote und ab gehts aufs Meer. Heute morgen waren es wohl so an die 200 Delphine die der freundliche Bootsfahrer mit dem ich morgen frueh rausfahre, gesichtet hatte. Ich freu mich schon sehr drauf, daher muss ich jetzt mal auch schleunigst zurueck ins Hotel und ins Bett.
Saturday, March 27, 2010
Reisfelder und Massagen geniessen
Nachdem wir also eine Nacht in Kuta verbracht hatten, holte uns ein Fahrer am naechsten Morgen um halb 9 ab. Wir hatten den am Abend zuvor angeheuert, er sollte uns ein bischen durch Bali kutschieren, denn die Sehenswuerdigkeiten sind manchmal nicht so leicht zu erreichen und Entstation ist dann Ubut.
Der Fahrer sprach richtig gut Englisch und so konnte man sich sehr gut mit ihm unterhalten. Wir haben an diesem Tag den Elephantentempel angeschaut, sind die Berge hoch um einen See am Fusse eines Vulkans sowie den Vulkan natuerlich selbst zu betrachten. Wundervolle Aussicht, ich habs echt genossen. Dabei haben wir dann noch zwei Fruechte gegessen von denen ich gerade auch mal noch erzaehlen will. Schon gleich an unserem allerersten Tag in Bangkok hatte Rene im Supermarkt eine Saft der Mangosteen ausprobiert. Ich fand den nicht so lecker, aber Rene haette sich von nunan von diesem Saft ernaehrt so es ihn ueberall gegeben haette. Aber, jetzt kommen wir doch auf Bali an und finden an jedem Obststand diese Frucht. Die wird dann gleich mal Kiloweise eingekauft, natuerlich nicht ohne zu handeln. Eine Mangosteen hat eine sehr dicke braune Schale. Drueck man die Frucht mit den Fingern ein bischen auf dann beginnt die zu reisen und man kann einfach so ne Art Deckel abnehmen. Raus kommt dann die schneeweise Frucht die soooo unglaublich und unbeschreiblich schmeckt. Einfach lecker, und jetzt hats mich natuerlich auch erwischt. Gerade liegt auch wieder ein Kilo der Frucht neben mir auf dem Tisch im Internetcafe und wartet darauf verspeist zu werden. Aber erst mal schreiben...
Dann hatten wir noch ne Frucht. Im Englischen heisst diese Snakeskinfruit, also Schlangenhautfrucht. Und die heisst genau so weil sie genau so aussieht. Braun und lauter kleine Schuppen, leicht aufzubrechen und zu schaelen. Heraus kommt dann eine Frucht die die Konsestenz eines festen Apfels hat und wenn man reinbeisst ueberlegt man erst mal ewig an was die einen erinnert. Ich sage Erdbeeren, Rene meinte eher Apfel, also ist der Tenor wenn man ordnetlich weiterprobiert dann tatsaechlich die Geschmacksrichtung Erbeerapfel :-)
Ach noch ne Frucht hatten wir, aber deren Namen kann ich mir nicht merken, muss auch nicht sein, die schmeckte sauer und nach Tomate und muss nimmer unbedingt probiert werden, warum auch, wir haben ja jetzt Mangosteen. Als wir heute die Mangosteen kaufen wollten wurden wir gleich von der Verkaeuferin gefragt: Mangosteen? Ich gehe mal davon aus weil alle Touris die haben wollen :-) Wuerde mich zumindest nicht wundern, jeden den man trifft schwaermt von dieser Frucht.
Zurueck zu unserer Fahrt nach Ubud. Auf dem Weg dorthin haben wir noch den teuersten Kaffee der Welt probiert, der sogenannte Luwak Coffee. Dieser heisst so da ein Tier namens Luwak (Wildkatzenaehnliches Tier, groesser als die gemeine Hauskatze) die frischen Kaffeekirschen isst. Was dann am anderen Ende des Tieres wieder rauskommt wird eingesammelt und die Kaffeebohnen dann geroestet. Klingt eklig aber das merkt man ja dem Kaffee nicht an :-) Im Magen des Tieres wird die Kaffeebohne wohl fermentiert und das sei besonders gut. Jetzt bin ich ja kein Spezialist in Sachen Kaffee, aber geschmeckt hat mir das Dingens nicht. Dafuer aber der frische Kakao und Gingsengcafe den wir auch noch hatten. Der Rest der bei dieser Probe dabei war ist vernachlaessigbar. Wir hatten uebrigens in Laos einen Deutschen getroffen, dem muss ich unbedingt mal schreiben dass wir jetzt genau diesen Kaffee getrunken haben, das steht naemlich auf seiner ToDo-Liste, aber erst mal ohne Aussicht auf Erfolg. Achso, ja die Preise und warum so teuer. Ein kleines Paeckchen von diesem Dingens hatte ungefaehr 60$ gekostet, ich denke mal so 100 Gramm?
Und dann haben wir uns natuerlich endlich die beruehmten Reisterrassen angeschaut. Ich kann Euch ja gar nicht sagen wie toll es ist endlich mal bestellte Reisfelder zu sehen. In Laos und Kambotscha war ja zu unserer Reisezeit Trockenzeit und somit waren das nur Stoppelfelder. Hier ist alles wunderbar gruen und saftig. Die Reisterrassen sind nun einfach Felder die an den Hang gebaut werden und da die natuerlich immer Wasser fuehren muessen sind die wie Treppen abgestuft damit das Wasser gehalten werden kann. Der Anblick war atemberaubend und Fotos wurden natuerlich auch viele gemacht.
Nach diesem wieder mal anstrengenden Tag, raus aus dem Auto, Tempel anschauen, rein ins Auto, weiterstaunen, aussteigen, usw. kamen wir dann recht fertig in Ubud an. Dort haben wir dann auch einen Homestay gefunden. Homestays in Bali sind Familien die auf ihren Grundstuecken nochmals kleine Huetten oder Bungalows gebaut haben die sie dann vermieten. Den ersten den wir bekommen konnten haben wir dann auch genommen, denn erst im 5ten war ueberhaupt mal ein Zimmer frei. Zuerst hatten wir nen teuren gezeigt bekommen, aber wir haben ihm klar gemacht dass dieser unser Budget sprengen wuerde und so haben wir dann einen bekommen der nicht ganz so gut in Schuss war, aber zum Schlafen hats gereicht.
Nach dem Duschen sind wir dann mal losgezogen und ein bischen durch die Geschaefte gebummelt. Einkaufen kann man hier, man glaubt es nicht. Ein Laden nach dem anderen. Ubut ist bekannt fuer seine vielen Kuenstler, daher sind Bilder und Schnitzereien an jeder Ecke zu bekommen. Schon auf der Fahrt nach Ubut hat man uns mal eine Gallerie gezeigt. Ich hab ein echt schoenes Bild einer Frangipanibluete gefunden die mich nun sehr an den Urlaub erinnernt da sie schon in Laos und Kambodscha reichlich bluehte. Tja, zuerst wollten die 100$ dafuer, nachher nur noch 20$ was soviel heisst wie dass wir uns hier Massenware anschauen. Also bloss nichts kaufen.
Und Klamotten gibts natuerlich auch an jeder Ecke, Schmuck nicht zu vergessen. Wir hatten aber Hunger und haben dann ein kleines Lokal gefunden und konnten auf der Miniterrasse (3 Tische) direkt am Reisfeld Abendessen, sehr schoen.
Am naechsten Tag haben wir uns den Monkey Forest angeschaut. Ein kleines Waldstueck mit Hindutempel in dem Affen ohne Ende leben. Am Eingang zum Wald kann man fuer die Affen Bananen kaufen, aber man tut gut daran dies nicht zu tun denn die Affen werden dann ganz schoen frech und huepfen auf einen drauf. Affen sind uebrigens die Tollwutuebertraeger Nummer 1, daher hab ich ordentlich Abstand gehalten und mir die nur so von weitem (*huestel*, 1 m Abstand oder so) angeschaut. Weissen Schaum hatte keiner von denen, aber es kann ja sein dass sie einfach den Erreger in sich haben und wenn man die aergert dann beissen die doch mal gerne zu. Daher gabs auch viele Schilder mit Verhaltensregeln die man unbedingt gelesen haben und beachten sollte. Als ich irgendwann man ein paar Affen zugeschaut hatte zog ploetzlich meine Umhaengetasche nach unten. Ich dachte Rene erlaubt sich nen Spass und zieht dran, von wegen, ist da ein Affe reingehuepft. Aber der war auch ganz schnell wieder weg, wahrscheinlich weil ich so erschrocken war, essbares war ja in meiner Tasche nicht zu finden.
Auch noch lustig mitanzuschaun war als Rene in die Hocke ging und einen besonders faulen Affen aus der Naehe fotographieren wollte. Da kam eine kleiner von hinten und hob den Taschenverschluss an einer Ecke hoch, da war nichts so richtig zu erschnueffeln, also zur anderen Ecke und dort nochmal. Rene hatte es gar nicht gemerkt, die Viecher sind schon echt vorwitzig.
Aber der krasseste von allen, und ich kann ihn nicht anders nennen war der mit dem Stromkabel in der Hand. Da kam doch tatsaechlich am Rand einer Mauer ein Stromkabel raus und man hat wunderbar 2 der Draehte gesehen. Die hat er sich immer wieder auf die Zunge gelegt, ich denke doch dass da ein bischen Strom drauf war und ihm das wirklich sehr gefallen hatte. Auch nachher hat er die immer wieder ueber seine Hand und Fussflaechen gestrichen. Faszinierend.
So und dann wollte ich an diesem Tag nichts mehr machen ausser auszuspannen. Und wo geht das besser als mit einem Swimmingpool zum abkuehlen und einem Hairspa und ner schoenen Massage. Schon am Abend zuvor hatten wir uns einen Spa angeschaut. Ein Spa ist einfach ein Laden in dem man sich so richtig pflegen lassen kann, von Massage ueber Pedikuere zu Manikuere. Und ein Hairspa ist dann eine Kur fuer die Haare. Erst werden die ausfuehrlich gewaschen, dann bekommt man ein bischen Kopfmassage, weiter gehts mit ner dicken Paste die sehr akkurat in meine Haare geschmiert wurden, dann bekam ich um die Haarkur ein Handtusch gewickelt und sass unter der Waerehaube. Waehrenddessen gabs dann eine Arm und Handmassage. Zum Schluss wird das ganze wieder ausgewaschen und die Haar getrocknet. Nach 1,5 Monaten ohne richtiger Haarpflege war das bitternoetig und ich konnte gar nicht glauben dass ich doch kein Stroh sondern echte weiche Haare auf meinem Kopf habe ;-)
Und danach hab ich mir dann noch ne Stunde Akkupressur gegoennt. Da wurde systematisch auf meinem Ruecken rumgedrueck und massiert, einfach herrlich, ich bin sogar einmal dabei eingeschlafen :-) Nebenher lief uebrigens Balinesische Musik, das war entspannend, allerdings nicht mehr als sie nacheinander auf balinesische Art Jingle Bells, Stille Nacht und noch Merry Christmas and a happy new Year spielten. Dann gabs jedoch nen kurzen Stromausfall und die CD lief danach wieder von vorne los, ohne Weihnachtsmusik :-)
Am naechsten Tag haben wir uns noch einen Roller ausgeliehen um auf eigene Faust mal die Umgebung zu erkunden. Das hatte sich auch gelohnt denn wir kamen wieder an richtig schoenen Reisterrassen vorbei. Dort haben wir den Roller abgestellt und sind zu Fuss in die Reisfelder gelaufen. Zwischen den Reisfeldern gibts ja immer schmale Wege und auf denen spazierten wir rum. Allerdings waren wir dann doch vom unglaublich vielen Plastikmuell der dort rumlag geschockt.
Leider fing es um die Mittagszeit dann dolle an zu regnen und mit dolle meine ich es hat geschuettet. Nicht so schoen wenn man auf dem Roller unterwegs ist, wir hatten zwar ein Regencape, aber waren nunmal zwei Leute, also hat Rene das Cape angezogen, ich hab mich versucht dann auch noch damit abzudecken, aber am wichtigsten waren natuerlich unsere Taschen. Hat ganz gut geklappt, Ruecken blieb dank Fahrtwind trocken, aber Fuesse waren durchnaesst.
Am naechsten Tag gings dann weiter nach Lovina Beach, ganz im Norden von Bali, aber darueber schreib ich ein andermal, denn Rene sitzt jetzt neben mir und wartet schon ungeduldig darauf, dass wir wieder vom Internetcafe ins Hotel verschwinden :-)
Der Fahrer sprach richtig gut Englisch und so konnte man sich sehr gut mit ihm unterhalten. Wir haben an diesem Tag den Elephantentempel angeschaut, sind die Berge hoch um einen See am Fusse eines Vulkans sowie den Vulkan natuerlich selbst zu betrachten. Wundervolle Aussicht, ich habs echt genossen. Dabei haben wir dann noch zwei Fruechte gegessen von denen ich gerade auch mal noch erzaehlen will. Schon gleich an unserem allerersten Tag in Bangkok hatte Rene im Supermarkt eine Saft der Mangosteen ausprobiert. Ich fand den nicht so lecker, aber Rene haette sich von nunan von diesem Saft ernaehrt so es ihn ueberall gegeben haette. Aber, jetzt kommen wir doch auf Bali an und finden an jedem Obststand diese Frucht. Die wird dann gleich mal Kiloweise eingekauft, natuerlich nicht ohne zu handeln. Eine Mangosteen hat eine sehr dicke braune Schale. Drueck man die Frucht mit den Fingern ein bischen auf dann beginnt die zu reisen und man kann einfach so ne Art Deckel abnehmen. Raus kommt dann die schneeweise Frucht die soooo unglaublich und unbeschreiblich schmeckt. Einfach lecker, und jetzt hats mich natuerlich auch erwischt. Gerade liegt auch wieder ein Kilo der Frucht neben mir auf dem Tisch im Internetcafe und wartet darauf verspeist zu werden. Aber erst mal schreiben...
Dann hatten wir noch ne Frucht. Im Englischen heisst diese Snakeskinfruit, also Schlangenhautfrucht. Und die heisst genau so weil sie genau so aussieht. Braun und lauter kleine Schuppen, leicht aufzubrechen und zu schaelen. Heraus kommt dann eine Frucht die die Konsestenz eines festen Apfels hat und wenn man reinbeisst ueberlegt man erst mal ewig an was die einen erinnert. Ich sage Erdbeeren, Rene meinte eher Apfel, also ist der Tenor wenn man ordnetlich weiterprobiert dann tatsaechlich die Geschmacksrichtung Erbeerapfel :-)
Ach noch ne Frucht hatten wir, aber deren Namen kann ich mir nicht merken, muss auch nicht sein, die schmeckte sauer und nach Tomate und muss nimmer unbedingt probiert werden, warum auch, wir haben ja jetzt Mangosteen. Als wir heute die Mangosteen kaufen wollten wurden wir gleich von der Verkaeuferin gefragt: Mangosteen? Ich gehe mal davon aus weil alle Touris die haben wollen :-) Wuerde mich zumindest nicht wundern, jeden den man trifft schwaermt von dieser Frucht.
Zurueck zu unserer Fahrt nach Ubud. Auf dem Weg dorthin haben wir noch den teuersten Kaffee der Welt probiert, der sogenannte Luwak Coffee. Dieser heisst so da ein Tier namens Luwak (Wildkatzenaehnliches Tier, groesser als die gemeine Hauskatze) die frischen Kaffeekirschen isst. Was dann am anderen Ende des Tieres wieder rauskommt wird eingesammelt und die Kaffeebohnen dann geroestet. Klingt eklig aber das merkt man ja dem Kaffee nicht an :-) Im Magen des Tieres wird die Kaffeebohne wohl fermentiert und das sei besonders gut. Jetzt bin ich ja kein Spezialist in Sachen Kaffee, aber geschmeckt hat mir das Dingens nicht. Dafuer aber der frische Kakao und Gingsengcafe den wir auch noch hatten. Der Rest der bei dieser Probe dabei war ist vernachlaessigbar. Wir hatten uebrigens in Laos einen Deutschen getroffen, dem muss ich unbedingt mal schreiben dass wir jetzt genau diesen Kaffee getrunken haben, das steht naemlich auf seiner ToDo-Liste, aber erst mal ohne Aussicht auf Erfolg. Achso, ja die Preise und warum so teuer. Ein kleines Paeckchen von diesem Dingens hatte ungefaehr 60$ gekostet, ich denke mal so 100 Gramm?
Und dann haben wir uns natuerlich endlich die beruehmten Reisterrassen angeschaut. Ich kann Euch ja gar nicht sagen wie toll es ist endlich mal bestellte Reisfelder zu sehen. In Laos und Kambotscha war ja zu unserer Reisezeit Trockenzeit und somit waren das nur Stoppelfelder. Hier ist alles wunderbar gruen und saftig. Die Reisterrassen sind nun einfach Felder die an den Hang gebaut werden und da die natuerlich immer Wasser fuehren muessen sind die wie Treppen abgestuft damit das Wasser gehalten werden kann. Der Anblick war atemberaubend und Fotos wurden natuerlich auch viele gemacht.
Nach diesem wieder mal anstrengenden Tag, raus aus dem Auto, Tempel anschauen, rein ins Auto, weiterstaunen, aussteigen, usw. kamen wir dann recht fertig in Ubud an. Dort haben wir dann auch einen Homestay gefunden. Homestays in Bali sind Familien die auf ihren Grundstuecken nochmals kleine Huetten oder Bungalows gebaut haben die sie dann vermieten. Den ersten den wir bekommen konnten haben wir dann auch genommen, denn erst im 5ten war ueberhaupt mal ein Zimmer frei. Zuerst hatten wir nen teuren gezeigt bekommen, aber wir haben ihm klar gemacht dass dieser unser Budget sprengen wuerde und so haben wir dann einen bekommen der nicht ganz so gut in Schuss war, aber zum Schlafen hats gereicht.
Nach dem Duschen sind wir dann mal losgezogen und ein bischen durch die Geschaefte gebummelt. Einkaufen kann man hier, man glaubt es nicht. Ein Laden nach dem anderen. Ubut ist bekannt fuer seine vielen Kuenstler, daher sind Bilder und Schnitzereien an jeder Ecke zu bekommen. Schon auf der Fahrt nach Ubut hat man uns mal eine Gallerie gezeigt. Ich hab ein echt schoenes Bild einer Frangipanibluete gefunden die mich nun sehr an den Urlaub erinnernt da sie schon in Laos und Kambodscha reichlich bluehte. Tja, zuerst wollten die 100$ dafuer, nachher nur noch 20$ was soviel heisst wie dass wir uns hier Massenware anschauen. Also bloss nichts kaufen.
Und Klamotten gibts natuerlich auch an jeder Ecke, Schmuck nicht zu vergessen. Wir hatten aber Hunger und haben dann ein kleines Lokal gefunden und konnten auf der Miniterrasse (3 Tische) direkt am Reisfeld Abendessen, sehr schoen.
Am naechsten Tag haben wir uns den Monkey Forest angeschaut. Ein kleines Waldstueck mit Hindutempel in dem Affen ohne Ende leben. Am Eingang zum Wald kann man fuer die Affen Bananen kaufen, aber man tut gut daran dies nicht zu tun denn die Affen werden dann ganz schoen frech und huepfen auf einen drauf. Affen sind uebrigens die Tollwutuebertraeger Nummer 1, daher hab ich ordentlich Abstand gehalten und mir die nur so von weitem (*huestel*, 1 m Abstand oder so) angeschaut. Weissen Schaum hatte keiner von denen, aber es kann ja sein dass sie einfach den Erreger in sich haben und wenn man die aergert dann beissen die doch mal gerne zu. Daher gabs auch viele Schilder mit Verhaltensregeln die man unbedingt gelesen haben und beachten sollte. Als ich irgendwann man ein paar Affen zugeschaut hatte zog ploetzlich meine Umhaengetasche nach unten. Ich dachte Rene erlaubt sich nen Spass und zieht dran, von wegen, ist da ein Affe reingehuepft. Aber der war auch ganz schnell wieder weg, wahrscheinlich weil ich so erschrocken war, essbares war ja in meiner Tasche nicht zu finden.
Auch noch lustig mitanzuschaun war als Rene in die Hocke ging und einen besonders faulen Affen aus der Naehe fotographieren wollte. Da kam eine kleiner von hinten und hob den Taschenverschluss an einer Ecke hoch, da war nichts so richtig zu erschnueffeln, also zur anderen Ecke und dort nochmal. Rene hatte es gar nicht gemerkt, die Viecher sind schon echt vorwitzig.
Aber der krasseste von allen, und ich kann ihn nicht anders nennen war der mit dem Stromkabel in der Hand. Da kam doch tatsaechlich am Rand einer Mauer ein Stromkabel raus und man hat wunderbar 2 der Draehte gesehen. Die hat er sich immer wieder auf die Zunge gelegt, ich denke doch dass da ein bischen Strom drauf war und ihm das wirklich sehr gefallen hatte. Auch nachher hat er die immer wieder ueber seine Hand und Fussflaechen gestrichen. Faszinierend.
So und dann wollte ich an diesem Tag nichts mehr machen ausser auszuspannen. Und wo geht das besser als mit einem Swimmingpool zum abkuehlen und einem Hairspa und ner schoenen Massage. Schon am Abend zuvor hatten wir uns einen Spa angeschaut. Ein Spa ist einfach ein Laden in dem man sich so richtig pflegen lassen kann, von Massage ueber Pedikuere zu Manikuere. Und ein Hairspa ist dann eine Kur fuer die Haare. Erst werden die ausfuehrlich gewaschen, dann bekommt man ein bischen Kopfmassage, weiter gehts mit ner dicken Paste die sehr akkurat in meine Haare geschmiert wurden, dann bekam ich um die Haarkur ein Handtusch gewickelt und sass unter der Waerehaube. Waehrenddessen gabs dann eine Arm und Handmassage. Zum Schluss wird das ganze wieder ausgewaschen und die Haar getrocknet. Nach 1,5 Monaten ohne richtiger Haarpflege war das bitternoetig und ich konnte gar nicht glauben dass ich doch kein Stroh sondern echte weiche Haare auf meinem Kopf habe ;-)
Und danach hab ich mir dann noch ne Stunde Akkupressur gegoennt. Da wurde systematisch auf meinem Ruecken rumgedrueck und massiert, einfach herrlich, ich bin sogar einmal dabei eingeschlafen :-) Nebenher lief uebrigens Balinesische Musik, das war entspannend, allerdings nicht mehr als sie nacheinander auf balinesische Art Jingle Bells, Stille Nacht und noch Merry Christmas and a happy new Year spielten. Dann gabs jedoch nen kurzen Stromausfall und die CD lief danach wieder von vorne los, ohne Weihnachtsmusik :-)
Am naechsten Tag haben wir uns noch einen Roller ausgeliehen um auf eigene Faust mal die Umgebung zu erkunden. Das hatte sich auch gelohnt denn wir kamen wieder an richtig schoenen Reisterrassen vorbei. Dort haben wir den Roller abgestellt und sind zu Fuss in die Reisfelder gelaufen. Zwischen den Reisfeldern gibts ja immer schmale Wege und auf denen spazierten wir rum. Allerdings waren wir dann doch vom unglaublich vielen Plastikmuell der dort rumlag geschockt.
Leider fing es um die Mittagszeit dann dolle an zu regnen und mit dolle meine ich es hat geschuettet. Nicht so schoen wenn man auf dem Roller unterwegs ist, wir hatten zwar ein Regencape, aber waren nunmal zwei Leute, also hat Rene das Cape angezogen, ich hab mich versucht dann auch noch damit abzudecken, aber am wichtigsten waren natuerlich unsere Taschen. Hat ganz gut geklappt, Ruecken blieb dank Fahrtwind trocken, aber Fuesse waren durchnaesst.
Am naechsten Tag gings dann weiter nach Lovina Beach, ganz im Norden von Bali, aber darueber schreib ich ein andermal, denn Rene sitzt jetzt neben mir und wartet schon ungeduldig darauf, dass wir wieder vom Internetcafe ins Hotel verschwinden :-)
Wednesday, March 24, 2010
.... endlich relaxen, reisen ist unglaublich anstrengend
So, noch ne Anmerkung zum letzten Tag den ich schon beschrieben hatte. Wir hatten uns ein kleines Buechlein gekauft auf welchem man kleine Stadtplaene fuer Stadtteile hat und die dazugehoerigen wichtigen Sightseeing-Spots. Wir hatten uns fuer den zweiten Tag daher gedacht einfach mal vom Guesthouse weg loszulaufen und ein paar Sachen anzuschauen. Weit waren wir nicht gekommen da sprach uns ein freundlich Thai an. Ja heute sei ein besonderer Promotiontag von der Regierung. Und alle Regierungstuktuks wuerde den ganzen Tag nur 10 Baht kosten wenn man dafuer ein paar Laeden besucht. Aha.
Er ist dann losgelaufen und wir sollten ihm folgen. Ja und schon kam eines dieser Governmenttuktuks um die Ecke. Er hat dem Fahrer dann gesagt was wir alles anschauen sollten, genau das was der Depp uns vorher schon in unsere neue Karte reingekritzelt hatte. Der Tempel in den wir zuerst wollten sei angeblich gerade bis um 1 Uhr geschlossen, wir hatten zu diesem Zeitpunkt 10 Uhr. Naja. wenn der uns tatsaechlich den ganzen Tag rumfaehrt dann geben wir uns den Spass. Er ist dann auch losgezogen zum ersten Tempel. Der war absolut unspektakulaer aber da hat dann nochmal ein Thai mit uns gesprochen. Er hat uns das dann mit den Regierungstuktuks erklaert und wir haben nochmal genau das glaube gehoert. Scheint also zu stimmen....
Weiter gings, ab zum ersten Schneider. Da sollten wir reingehen und uns das alles anschauen. Jaja, die wollen uns neue Anzuege andrehen. Und als wir uns dann freundlich bedankt hatten sind wir rausgegangen und der Verkaeufer war stinkesauer weil wir seine achsotollen Anzuege nicht wollten.
Ab zum naechsten Tempel.... der war zu und man hat nichts gesehen. Na toll, ewig hier rumfahren und dann so was. Weiter sollte es gehen und was passiert, ab zum Juwelier. Wir schoen interessiert die ueberteuerten Sachen angeschaut und auch nen superschoenen Ring mal anprobiert, aber da ich nicht sofort kaufen wollte und den super Rabatt von der Verkaeuferin annehmen wollte hat sie uns dann regelrecht rausgeworfen als wir zur Tuere gegangen sind. Aber das wars ja noch nicht. Los zum naechsten Schneider. Wir hatten schon gar keine Lust mehr. Bisher haben wir nichts gesehen ausser Verkaeufer. Aber das sollte der letzte sein. Nach 10 Minuten hatten wir dann wirklich die Schnauze voll und der Verkaeufer wurde auch sauunfreundlich. Pah, ab ins Tuktuk. Dann gings wieder zurueck, es war halb 12 und der Fahrer meinte dann hier sei jetzt Entstation und wir sollten nun die 10 Baht bezahlen. So sind wir also 1,5 h rumgetuktukt und haben nichts gesehen ausser unfreundlich Thais die unser Geld wollten. Ich war wirklich richtig stinkig. Aber so kanns halt gehen. Noch ein Abenteuer also.
Der naechste Tag war aber dann doch ganz gut. Wir sind mit dem Boot Richtung suedliches Bangkok gefahren und wollten uns dort einen Hindutempel, eine Moschee und eine kath. Kathedrale anschauen. Der Tempel war grandios, denn der ist bunt ohne Ende. Das hat sehr viel Spass gemacht diesen anzuschauen. In die Bangkok-Moschee die wir zufaellig gesehen haben durften wir gar nicht rein. Sind ja keine Moslems und da frag ich mich dann schon wo wir denn mit den Religionen naeher kommen wollen wenn die Moslems uns hier so dermassen aussperren. Ich haette wirklich sehr lust gehabt mich mit dem Islam auseinander zu setzen, aber die Moslems sind dazu nicht bereit. Dann halt weiter, war eh nicht die richtig Moschee, hin und her gings bis wir dann die geplante fanden. Selbes Spiel wieder... hmmm, ich mag uns Katholiken doch sehr, auch wenn mans nicht glauben mag aber unsere Kirchen sind fuer jederman offen!
Die katholische Kathedrale haben wir dann auch gefunden. Und die hat mir richtig gut gefallen. Gleich mal rein und ein bischen umhergeschaut. Wunderschoen!!!!!! Draussen stand dann noch eine Statue vom verstorbenen Papst Johannes Paul II, gleich ein Photo geschossen, denn die war wirklich sehr gut gemacht.
So, Rene hatte dann schon keine Bock mehr. Ich schon, aber was hilfts, dann fahren wir halt zurueck. Langsam muessen wir eh packen und ein paar Hosen wollten wir uns ja auch noch kaufen.... Ah, hab ich schon von der Thaimassage geschrieben. Hab ich mir jetzt auch mal ne halbe Stunde gegoennt, aber gefallen hats mir nicht wirklich. Die ging so nach dem Motto, jetzt mal hier ein bischen druecken und dann dort, ja an der einen Stelle waers auch nicht schlecht. Jetzt noch ein bischen an den Zehen und Armen und so ziehen.... Haeh??? Willst Du mich veraeppeln? Wat is denn dat? Liegt vielleicht daran dass es ein billiger Schuppen ist, also lassen wir das in Zukunft.
Hmmm, mittlerweile hat sich mein Gepaeck doch schon ganz schoen vergroessert, weiss gar nicht wie ich das noch alles transportieren soll, daher hat die Packerei an diesem Abend auch ewig gedauert. Zumal wir ja am naechsten Tag fliegen wollen und der Billigflieger nur 15kg mitnimmt (zumindest waren wir da wieder so geizig und haben nicht mehr Mitnahmerecht gekauft), da muss man dann schon recht ueberlegen was in den Rucksack und was ins Handgepaeck kommt.
Leider wars dann doch schon halb 12 als wir endlich mit packen fertig waren. 4 h Schlaf in Aussicht ist dann auch nicht so rosig, denn wir mussten um halb 4 schon wieder aufstehen. Mei, und ich kann sagen, meine Augen waren echt klein. Das Wasser der Dusche hat da auch nicht viel geholfen.
Gepaeck geschultert und auf Taxisuche gegangen. Das war echt witzig, wir kamen ueber die kleine Bruecke die zu unserem Guesthouse fuehrt und sahen auf der groessen Strasse schon das erste Taxi vorbeifahren. Wir dachten schon, oh so ein Pech, hoffentlich kommt bald noch eines. Und siehe da, jop kommt, aber faehrt auch vorbei. Nur 3 Sekunden spaeter kam das aber rueckwaerts wieder angefahren, der hatte uns gesehen und war sich sicher dass 2 Leute mit grossen Rucksaecken um die Zeit sicher eines brauchen. Auf eingestiegen und los. Anschnallen Pustekuchen, da gibts nichts zum anschnaellen. Die Fahrt zum Flughafen war dann echt der Hammer, muss ja sagen trotz Klimananlage bin ich doch ein bischen ins Schwitzen gekommen, der ist da mal eben mit 150 ueber den Highway gebrettert, hat die Kurven ueber drei Fahrspuren hinweggeschnitten.... *schwitz* aber dafuer waren wir nach unschlagbaren 25 min dann schon am Flughafen.
Einchecken ging problemlos, 15 kg nicht ueberschritten, weiter gehts durch die Sicherheitskontrolle, auch kein Problem und noch Fruehstueck besorgen. Wir haben uns dann Cappuccino und Chickensandwich gegoennt, ab damit in den Flieger, denn da gibts ja nichts zu essen, ausser man haette das schon vorbestellt. Aber der Geiz, der Geiz....(schmeckt ja auch nicht der Billigfliegerfrass)
Der Flug an sich war sehr entspannt. Viel los war nicht im Flieger und als ich nach einem Toilettengang entdeckt hatte dass da noch ne komplette Sitzreihe frei ist hab ich mein dolles aufblasbares Kissen geschnappt und mich quer drueber gelegt. Wenigstens ein bischen noch schlafen.
In Bali angekommen gings dann gleich zum Grenzposten, ich hatte kein Problem durchzukommen und hab schnell mein Visum und meine Stempel bekommen. Rene hingegen wurde gefragt ob er ein Ausreiseticket vorweisen koennte. Natuerlich, aber das ist im grossen Rucksack und den muesste man erst mal abholen koennen. Das Visum hat er zwar bekommen, musste aber dann nochmal mit dem Ticket zuruecklaufen.
Vor dem Flughafengebaude konnte man sich dann ein Coupon-Taxi nehmen. Dies funktioniert so indem man an den Taxischalter geht, sagt wo man hinmoechte und den genannten Preis dann bezahlt. Dann warten schon Taxifahrer auf einen und man uebergibt seinen Coupon.
Wir hatten uns dann ueberlegt erst mal nach Kuta zu fahren um dort wenigstens eine Nacht zu schlafen und diesen angebrochenen Tag noch langsam ohne Stress ausklingen zu lassen. Kuta ist uebrigens der Ballermann fuer die Aussies. Hier siehts wohl genauso aus und es geht genauso ab. Wir sind ein bischen ausserhalb abgestiegen. Da wars dann recht ruhig.
In einem Warung hatten wir uns dann Mittagessen geholt. Warungs sind kleine Kuechen am Strassenrand, Restaurant kann man die nicht wirklich nennen, schliesslich haben die meistens nur 1-2 Tische, aber das Essen ist gut und guenstig.
Als wir gerade zurueck zu unserem Bungalow wollten hat uns einer angesprochen, ob wir englisch sprechen wuerden. Haja, dann schiess mal los. Es sei ein neues Hotel aufgemacht worden und er macht hier Promotion, also Werbung. Wir koennten uns mal zwei der huebschen Karten aufmachen die er hat und schauen was wir nun gewinnen koennten. Aha, ich hatte die Auswahl zwischen T-Shirt, Muetze oder Brille. Rene hingegen hatte den Superduperpreis gewonnen. Hierfuer muesste er aber noch das Feld aufrubbeln. Da waere dann ein Buchstabe fuer den Gewinn drinnen. A=1000 Australische Doller (so ca. 700 Euro), B=ein Gutschein ueber 500 Australische Doller der im grossen Kaufhaus in Kuta eingeloest werden koennte, C=eine Woche kostenloser Aufenthalt in genau diesem Hotel, Einzuloesen innerhalb eines Jahres und nur beim naechsten Besuch und D=ein Laptop. Wow, mei Rene was fuer ein Glueck. Ja wir muessten allerdings mitkommen ins Office, dort das dann aufrubbeln und wir waeren die gluecklichen Gewinner. Der Taxitransfer waere auch kostenlos.
Aha, ist ja klar, wenn ueberhaupt bekommen wir nur C, denn die Wahrscheinlichkeit dass wir nochmal kommen ist eh gering. Warum auch immer, wir sind mitgefahren. Im Auto fing der dann an uns zu sagen was wir im Office sagen sollten. Wir waeren im Hotel soundso abgestiegen, haetten Zimmernummer 103, waeren am Tag zuvor angekommen und wuerde noch bis zum 11. April bleiben. Das hat uns dann schon gereicht. Jetzt sollen wir da auch noch Luegenmaerchen erzaehlen. Dennoch sind wir bis zum Office mitgefahren. Wir waren ja davon ausgegangen dass wir ins Hotel fahren, aber von wegen. Dort angekommen gings dann im Hinterhof die Treppe hoch und siehe da, ein anderes junges Paerchen sass auch schon da. Aber viel Zeit war nicht, sofort wurden wir in einen Raum mit Stuehlen und einem Tisch in der Mitte, Prospekten an der Wand und vielen schoenen Bildern verfrachtet und freundlich begruesst. Wir sollten unsere Gewinnkarten abgeben und er hat sich die angeschaut. Und schon gings los. Ja, Gewinn B waere nur ein Diskountvoucher im Wert von 300 $, sprich wir muessen dort erst mal ordentlich einkaufen um Rabatte rauszuschlagen. Gewinn D hingegen waere kein Laptop sondern nur ein Camcorder. Und die Muetzen und Sonnenbrillen haetten sie gar nicht da. ACHNEE! Wer haette das jetzt gedacht.
Der wollte dann schonmal mit der Promotion loslegen, aber nicht mit uns. Wir hoeren uns doch nicht jetzt ne Stunde den Stuss an und gewinnen dann womoeglich nur C. Also haben wir gesagt dass wir das zuerst oeffnen wollen. Und was kam raus. C! Natuerlich! Eine schoene Woche im Hotel, welches es vielleicht gar nicht gibt und in einem Jahr eh schon wieder ablaeuft. Wir haben dann gesagt dass wir auf unseren tollen Gewinn verzichten und da hat er doch tatsaechlich freundlich und ohne zu murren gesagt, gut dann laesst er uns nun kostenlos wieder zum Hotel fahren. Wow! Da haben wir dann doch gestaunt und noch mehr als wir wirklich vor "unserem" Hotel rausgelassen wurden und nichts bezahlen mussten.
Sodele, ohne das richtige Geld geht hier allerdings auch nicht viel. Also noch ordentlich umtauschen und ab an den Strand. Der war so ca. 500m von uns entfernt und als wir ankamen sahen wir schon dicke, fette, schwarze Regenwolken. Das sieht nicht gut aus und zieht direkt zu uns. Trotzdem haben wir uns dann nacheinandern noch in die Fluten gestuerzt, aber mit gemuetlichem Entpannen hatte das wenig zu tun. Dabei hatte ausgerechnet ich das sooo dringend noetig. Wie ich schon beim letzten mal geschrieben hatte... es ist ja sooo anstrengend zu reisen und ich hab jetzt schon ueber 1,5 Monate ohne wirklicher Pause hinter mir, das zehrt.
So, und weils jetzt schon wieder kurz vor 10 Uhr abends ist, schreib ich mal morgen weiter ueber meine Erlebnisse hier auf Bali in den letzten zwei Tagen.... Man darf gespannt sein.
Er ist dann losgelaufen und wir sollten ihm folgen. Ja und schon kam eines dieser Governmenttuktuks um die Ecke. Er hat dem Fahrer dann gesagt was wir alles anschauen sollten, genau das was der Depp uns vorher schon in unsere neue Karte reingekritzelt hatte. Der Tempel in den wir zuerst wollten sei angeblich gerade bis um 1 Uhr geschlossen, wir hatten zu diesem Zeitpunkt 10 Uhr. Naja. wenn der uns tatsaechlich den ganzen Tag rumfaehrt dann geben wir uns den Spass. Er ist dann auch losgezogen zum ersten Tempel. Der war absolut unspektakulaer aber da hat dann nochmal ein Thai mit uns gesprochen. Er hat uns das dann mit den Regierungstuktuks erklaert und wir haben nochmal genau das glaube gehoert. Scheint also zu stimmen....
Weiter gings, ab zum ersten Schneider. Da sollten wir reingehen und uns das alles anschauen. Jaja, die wollen uns neue Anzuege andrehen. Und als wir uns dann freundlich bedankt hatten sind wir rausgegangen und der Verkaeufer war stinkesauer weil wir seine achsotollen Anzuege nicht wollten.
Ab zum naechsten Tempel.... der war zu und man hat nichts gesehen. Na toll, ewig hier rumfahren und dann so was. Weiter sollte es gehen und was passiert, ab zum Juwelier. Wir schoen interessiert die ueberteuerten Sachen angeschaut und auch nen superschoenen Ring mal anprobiert, aber da ich nicht sofort kaufen wollte und den super Rabatt von der Verkaeuferin annehmen wollte hat sie uns dann regelrecht rausgeworfen als wir zur Tuere gegangen sind. Aber das wars ja noch nicht. Los zum naechsten Schneider. Wir hatten schon gar keine Lust mehr. Bisher haben wir nichts gesehen ausser Verkaeufer. Aber das sollte der letzte sein. Nach 10 Minuten hatten wir dann wirklich die Schnauze voll und der Verkaeufer wurde auch sauunfreundlich. Pah, ab ins Tuktuk. Dann gings wieder zurueck, es war halb 12 und der Fahrer meinte dann hier sei jetzt Entstation und wir sollten nun die 10 Baht bezahlen. So sind wir also 1,5 h rumgetuktukt und haben nichts gesehen ausser unfreundlich Thais die unser Geld wollten. Ich war wirklich richtig stinkig. Aber so kanns halt gehen. Noch ein Abenteuer also.
Der naechste Tag war aber dann doch ganz gut. Wir sind mit dem Boot Richtung suedliches Bangkok gefahren und wollten uns dort einen Hindutempel, eine Moschee und eine kath. Kathedrale anschauen. Der Tempel war grandios, denn der ist bunt ohne Ende. Das hat sehr viel Spass gemacht diesen anzuschauen. In die Bangkok-Moschee die wir zufaellig gesehen haben durften wir gar nicht rein. Sind ja keine Moslems und da frag ich mich dann schon wo wir denn mit den Religionen naeher kommen wollen wenn die Moslems uns hier so dermassen aussperren. Ich haette wirklich sehr lust gehabt mich mit dem Islam auseinander zu setzen, aber die Moslems sind dazu nicht bereit. Dann halt weiter, war eh nicht die richtig Moschee, hin und her gings bis wir dann die geplante fanden. Selbes Spiel wieder... hmmm, ich mag uns Katholiken doch sehr, auch wenn mans nicht glauben mag aber unsere Kirchen sind fuer jederman offen!
Die katholische Kathedrale haben wir dann auch gefunden. Und die hat mir richtig gut gefallen. Gleich mal rein und ein bischen umhergeschaut. Wunderschoen!!!!!! Draussen stand dann noch eine Statue vom verstorbenen Papst Johannes Paul II, gleich ein Photo geschossen, denn die war wirklich sehr gut gemacht.
So, Rene hatte dann schon keine Bock mehr. Ich schon, aber was hilfts, dann fahren wir halt zurueck. Langsam muessen wir eh packen und ein paar Hosen wollten wir uns ja auch noch kaufen.... Ah, hab ich schon von der Thaimassage geschrieben. Hab ich mir jetzt auch mal ne halbe Stunde gegoennt, aber gefallen hats mir nicht wirklich. Die ging so nach dem Motto, jetzt mal hier ein bischen druecken und dann dort, ja an der einen Stelle waers auch nicht schlecht. Jetzt noch ein bischen an den Zehen und Armen und so ziehen.... Haeh??? Willst Du mich veraeppeln? Wat is denn dat? Liegt vielleicht daran dass es ein billiger Schuppen ist, also lassen wir das in Zukunft.
Hmmm, mittlerweile hat sich mein Gepaeck doch schon ganz schoen vergroessert, weiss gar nicht wie ich das noch alles transportieren soll, daher hat die Packerei an diesem Abend auch ewig gedauert. Zumal wir ja am naechsten Tag fliegen wollen und der Billigflieger nur 15kg mitnimmt (zumindest waren wir da wieder so geizig und haben nicht mehr Mitnahmerecht gekauft), da muss man dann schon recht ueberlegen was in den Rucksack und was ins Handgepaeck kommt.
Leider wars dann doch schon halb 12 als wir endlich mit packen fertig waren. 4 h Schlaf in Aussicht ist dann auch nicht so rosig, denn wir mussten um halb 4 schon wieder aufstehen. Mei, und ich kann sagen, meine Augen waren echt klein. Das Wasser der Dusche hat da auch nicht viel geholfen.
Gepaeck geschultert und auf Taxisuche gegangen. Das war echt witzig, wir kamen ueber die kleine Bruecke die zu unserem Guesthouse fuehrt und sahen auf der groessen Strasse schon das erste Taxi vorbeifahren. Wir dachten schon, oh so ein Pech, hoffentlich kommt bald noch eines. Und siehe da, jop kommt, aber faehrt auch vorbei. Nur 3 Sekunden spaeter kam das aber rueckwaerts wieder angefahren, der hatte uns gesehen und war sich sicher dass 2 Leute mit grossen Rucksaecken um die Zeit sicher eines brauchen. Auf eingestiegen und los. Anschnallen Pustekuchen, da gibts nichts zum anschnaellen. Die Fahrt zum Flughafen war dann echt der Hammer, muss ja sagen trotz Klimananlage bin ich doch ein bischen ins Schwitzen gekommen, der ist da mal eben mit 150 ueber den Highway gebrettert, hat die Kurven ueber drei Fahrspuren hinweggeschnitten.... *schwitz* aber dafuer waren wir nach unschlagbaren 25 min dann schon am Flughafen.
Einchecken ging problemlos, 15 kg nicht ueberschritten, weiter gehts durch die Sicherheitskontrolle, auch kein Problem und noch Fruehstueck besorgen. Wir haben uns dann Cappuccino und Chickensandwich gegoennt, ab damit in den Flieger, denn da gibts ja nichts zu essen, ausser man haette das schon vorbestellt. Aber der Geiz, der Geiz....(schmeckt ja auch nicht der Billigfliegerfrass)
Der Flug an sich war sehr entspannt. Viel los war nicht im Flieger und als ich nach einem Toilettengang entdeckt hatte dass da noch ne komplette Sitzreihe frei ist hab ich mein dolles aufblasbares Kissen geschnappt und mich quer drueber gelegt. Wenigstens ein bischen noch schlafen.
In Bali angekommen gings dann gleich zum Grenzposten, ich hatte kein Problem durchzukommen und hab schnell mein Visum und meine Stempel bekommen. Rene hingegen wurde gefragt ob er ein Ausreiseticket vorweisen koennte. Natuerlich, aber das ist im grossen Rucksack und den muesste man erst mal abholen koennen. Das Visum hat er zwar bekommen, musste aber dann nochmal mit dem Ticket zuruecklaufen.
Vor dem Flughafengebaude konnte man sich dann ein Coupon-Taxi nehmen. Dies funktioniert so indem man an den Taxischalter geht, sagt wo man hinmoechte und den genannten Preis dann bezahlt. Dann warten schon Taxifahrer auf einen und man uebergibt seinen Coupon.
Wir hatten uns dann ueberlegt erst mal nach Kuta zu fahren um dort wenigstens eine Nacht zu schlafen und diesen angebrochenen Tag noch langsam ohne Stress ausklingen zu lassen. Kuta ist uebrigens der Ballermann fuer die Aussies. Hier siehts wohl genauso aus und es geht genauso ab. Wir sind ein bischen ausserhalb abgestiegen. Da wars dann recht ruhig.
In einem Warung hatten wir uns dann Mittagessen geholt. Warungs sind kleine Kuechen am Strassenrand, Restaurant kann man die nicht wirklich nennen, schliesslich haben die meistens nur 1-2 Tische, aber das Essen ist gut und guenstig.
Als wir gerade zurueck zu unserem Bungalow wollten hat uns einer angesprochen, ob wir englisch sprechen wuerden. Haja, dann schiess mal los. Es sei ein neues Hotel aufgemacht worden und er macht hier Promotion, also Werbung. Wir koennten uns mal zwei der huebschen Karten aufmachen die er hat und schauen was wir nun gewinnen koennten. Aha, ich hatte die Auswahl zwischen T-Shirt, Muetze oder Brille. Rene hingegen hatte den Superduperpreis gewonnen. Hierfuer muesste er aber noch das Feld aufrubbeln. Da waere dann ein Buchstabe fuer den Gewinn drinnen. A=1000 Australische Doller (so ca. 700 Euro), B=ein Gutschein ueber 500 Australische Doller der im grossen Kaufhaus in Kuta eingeloest werden koennte, C=eine Woche kostenloser Aufenthalt in genau diesem Hotel, Einzuloesen innerhalb eines Jahres und nur beim naechsten Besuch und D=ein Laptop. Wow, mei Rene was fuer ein Glueck. Ja wir muessten allerdings mitkommen ins Office, dort das dann aufrubbeln und wir waeren die gluecklichen Gewinner. Der Taxitransfer waere auch kostenlos.
Aha, ist ja klar, wenn ueberhaupt bekommen wir nur C, denn die Wahrscheinlichkeit dass wir nochmal kommen ist eh gering. Warum auch immer, wir sind mitgefahren. Im Auto fing der dann an uns zu sagen was wir im Office sagen sollten. Wir waeren im Hotel soundso abgestiegen, haetten Zimmernummer 103, waeren am Tag zuvor angekommen und wuerde noch bis zum 11. April bleiben. Das hat uns dann schon gereicht. Jetzt sollen wir da auch noch Luegenmaerchen erzaehlen. Dennoch sind wir bis zum Office mitgefahren. Wir waren ja davon ausgegangen dass wir ins Hotel fahren, aber von wegen. Dort angekommen gings dann im Hinterhof die Treppe hoch und siehe da, ein anderes junges Paerchen sass auch schon da. Aber viel Zeit war nicht, sofort wurden wir in einen Raum mit Stuehlen und einem Tisch in der Mitte, Prospekten an der Wand und vielen schoenen Bildern verfrachtet und freundlich begruesst. Wir sollten unsere Gewinnkarten abgeben und er hat sich die angeschaut. Und schon gings los. Ja, Gewinn B waere nur ein Diskountvoucher im Wert von 300 $, sprich wir muessen dort erst mal ordentlich einkaufen um Rabatte rauszuschlagen. Gewinn D hingegen waere kein Laptop sondern nur ein Camcorder. Und die Muetzen und Sonnenbrillen haetten sie gar nicht da. ACHNEE! Wer haette das jetzt gedacht.
Der wollte dann schonmal mit der Promotion loslegen, aber nicht mit uns. Wir hoeren uns doch nicht jetzt ne Stunde den Stuss an und gewinnen dann womoeglich nur C. Also haben wir gesagt dass wir das zuerst oeffnen wollen. Und was kam raus. C! Natuerlich! Eine schoene Woche im Hotel, welches es vielleicht gar nicht gibt und in einem Jahr eh schon wieder ablaeuft. Wir haben dann gesagt dass wir auf unseren tollen Gewinn verzichten und da hat er doch tatsaechlich freundlich und ohne zu murren gesagt, gut dann laesst er uns nun kostenlos wieder zum Hotel fahren. Wow! Da haben wir dann doch gestaunt und noch mehr als wir wirklich vor "unserem" Hotel rausgelassen wurden und nichts bezahlen mussten.
Sodele, ohne das richtige Geld geht hier allerdings auch nicht viel. Also noch ordentlich umtauschen und ab an den Strand. Der war so ca. 500m von uns entfernt und als wir ankamen sahen wir schon dicke, fette, schwarze Regenwolken. Das sieht nicht gut aus und zieht direkt zu uns. Trotzdem haben wir uns dann nacheinandern noch in die Fluten gestuerzt, aber mit gemuetlichem Entpannen hatte das wenig zu tun. Dabei hatte ausgerechnet ich das sooo dringend noetig. Wie ich schon beim letzten mal geschrieben hatte... es ist ja sooo anstrengend zu reisen und ich hab jetzt schon ueber 1,5 Monate ohne wirklicher Pause hinter mir, das zehrt.
So, und weils jetzt schon wieder kurz vor 10 Uhr abends ist, schreib ich mal morgen weiter ueber meine Erlebnisse hier auf Bali in den letzten zwei Tagen.... Man darf gespannt sein.
Saturday, March 20, 2010
wieder mal Bangkok
Nun ist schon der zweite Tag in Bangkok fast um. Unglaublich wie schnell dies immer geht und man hat nicht das Gefuehl viel getan zu haben.... liegt wohl daran dass es auch so war :-)
Meine 2 letzten Tage in Siem Reap waren auch schnell vorueber gegangen. Am ersten der beiden Tagen war ich mal wieder relativ frueh aufgestanden, irgendwie hatte sich meine innere Uhr nach dem vielen Fruehaufstehen wieder umgestellt. Ist ok, denn wenn ich frueh aufstehe ists noch nicht so bruehtend heiss. Wir sind mal wieder ins Red Piano und ich habe meinen Tag mit leckerem Muesli mit Banane und frischer Milch begonnen, dazu nen Schwarztee mit Milch, alles nach meinem Geschmack. Weiter gings mit ein bischen ueber den Markt stoebern und natuerlich bin ich fuendig geworden und habe ganz wunderbar den Preis nach unten gehandelt. Ich werde richtig gut darin *freu*.
Puenktlich um 11 Uhr habe ich mich dann im "Temple Club" eingefunden, wo ich schon Tags zuvor einen Kochkurs fuer guenstige 10$ gebucht hatte. Dort sass schon eine Australierin die den selben Kurs belegte und es stellte sich heraus, wir sollten die einzigen sein. Super! Jeder von uns hatte seine eigene Kochlehrerin die uns eine orangefarbene Schuerze umband und eine gleichfarbige Kochmuetze aufsetze. Wir duerfen und aus jeweils drei Vor-, Haupt- und Nachspeisen eine heraussuchen die wir dann kochen werden. Ich habe mich fuer frittierte Fruehlingsrollen (die gibts naemlich auch unfrittiert), Amok und Kuerbisdessert entschieden.
Alles wurde von meiner Koechin bereitgestellt und es ging los ans schaelen, schnippeln, hacken und schneiden. Viel Gemuese, Gewuerze, Kraeuter und Wurzeln sowie Fleisch und eben Kuerbis kam unter mein Hackbeil. Am witzigsten war tatsaechlich das Hackfleisch aus Haehnchenfleisch herzustellen, hierzu bekam ich zwei Hackbeile und hab fleissig auf mit der Australierin um die Wette gehackt. Das hat sie fuer mich dann auch mal noch gefilmt :-)
Gross beschreiben moechte ich das Essen jetzt nicht, aber ich kann Euch sagen die Fruehlingsrollen sahen echt perfekt aus, das Amok war super lecker und in den Nachtisch moechte man sich am liebsten hineinlegen. Da die Portionen natuerlich viel zu gross waren habe ich mir den Rest einpacken lassen und am Abend verspeist.
Nach dem Kochkurs habe ich mich wieder zu Kimberly gesetzt die derweil im Temple Restaurant lecker Khmerkueche genoss. Ich hab dann ewig auf sie gewartet bis sie fertig war und wir sind zurueck zum Guesthouse um unsere Badesachen zu holen und zum Aqua zu fahren. Das Aqua ist einfach ein Swimmingpool welcher an ein Restaurant angeschlossen ist, dort sind wir dann ins relativ warme Nass gesprungen und haben es uns richtig gut gehen lassen. Bei der Hitze die totale Erloesung.
Am naechsten Tag war unsere dritter und letzter Tempeltag geplant. Hierfuer wurden wir um 8 Uhr von unserem freundlichen Tuktukfahrer abgeholt. Damit ich mein leckeres Fruehstueck zu mir nehme konnte musste ich natuerlich frueh los, aber das war kein Problem.
Am Abend zuvor hatten wir noch eine neue Nachbarin bekommen, die zwei lauten Englaender die in den Naechten zuvor grundsaetzlich unsere Nachtruhe gestoert hatten waren gluecklicherweise ausgezogen. Annemiek (falls man ihren Namen so schreibt) kommt aus Holland und gesellte sich fuer diesen Tempeltag zu uns. Hierfuer musste natuerlich nochmal ein bischen mit dem Tuktukfahrer verhandelt werden, den dieser will bei drei Personen mehr Geld. Aber fuer die weite Strecke die wir heute fahren mussten waren die 15$ angebracht und Annemiek und ich hatten kein Problem mit dem Preis. Kimberly meinte sie muesse noch verhandeln, hatte es dann auf unsere Zustimmung von 15$ doch auch eingesehen.
Die Fahrt zum Tempel Banteay Srei dauerte eine Ewigkeit. Wir kamen durch mehrere Doerfen und an einem Landmienenmuseum vorbei und erreichten nach ueber einer Stunde Tuktukfahrt endlich den 38km entfernten Tempel. Dieser war mal wieder komplett anders als alles bisher begutachtete. Der Tempel war klein und fein und mit fein meine ich die ganzen Reliefs und Bildhausarbeiten. Blumen, Pflanzen, Tiere und Figuren wunderbar detailliert herausgearbeitet, ein Schmaus fuers Auge. Zum Tempel gehoerte auch noch eine kleine Ausstellung auf der die Geschichte des Tempels, der Restaurierung bzw. Rekonstruierung dargestellt war sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauteilen in den verschiedenen Baustilen herausgearbeitet wurde. Dies war zum Abschluss nochmal sehr aufschlussreich.
Auf dem Rueckweg sind wir dann ins Landmienenmuseum. Dieses wird von einem Herrn Aki Ri betrieben, der selbst Millionen von Landmienen unschaedlich gemacht hat und somit die Bevoelkerung von weiten Teilen Kambodschas von diesem Unheil gerettet hat. Wir konnten uns ein Bild von den verschiedenen Landmienen machen, zudem von einigen Raketen. Desweiteren werden viele Bilder die den Besitzer des Museums beim Entschaerfen der Mienen gezeigt werden, ausgestellt und ein sehr informativer Film vorgefuehrt. Dieses Land ist schon (wie ich glaube ich schon erwaehnt hatte) unglaublich gebeutelt und ich kann nur hoffen dass die Khmer endlich mal zu Ruhe kommen koennen und es mit ihrem Leben aufwaerts gehen kann. Aber bei geschaetzten 6 Millionen Landmienen die immer noch verstreut sind ist dies kaum moeglich. Ich kann nur hoffen das sehr viele Leute weiterhin spenden und die Aufraeumaktionen die auch von Deutschland unterstuetzt werden schnell fortschreiten koennen.
Zwei weitere kleine Tempel wurden danach noch begutachtet und das wars dann fuer den Tag. Wieder mal fix und fertig kamen wir am Guesthouse an. Ich hab mal noch meine Waesche vom Laundryservice (Waeschewaschservice) abgeholt und bin noch ein bischen ins Internet. Desweiteren musste noch ein Busticket fuer die Fahrt am naechsten Tag nach Bangkok gekauft werden und das ist auch immer so eine Preisvergleicherei. Schlussendlich habe ich dann ein Ticket fuer 6,5$, Abfahrt 8 Uhr, Abholservice 7:30 Uhr geholt. Wenns ich so frueh rausmuss, packe ich natuerlich am Vorabend, dann isses stressfreier.
Naechster Tag, ich warte und warte und warte, um viertel vor 8 kommt dann endlich der Abholservice, dieser besteht allerdings dann gleich aus dem Bus der mich bis zur Grenze bringen soll. Nach einer geschlagenen weiteren Stunde hatten wir dann unzaehlige Hotels und Guesthouses abgeklappert und weitere Reisende abgeholt, endlich, endlich gings Richtung Grenze. Auf der dreistuendigen Fahrt hatten wir 2 laengere, meiner Meinung nach unnuetze Pausen. Die Grenzueberschreitung an sich war problemlos. Rucksack schnappen, Ausreisestempel abholen. Zur thailaendischen Grenze laufen, ca. 300 - 500 m in bruetender Hitze, und dort erst mal den Visumszettel ausfuellen, ewig warten, Eintrittsstempel holen und rueber. Dort dann auf den kompletten Bus warten und warten und nochmehr warten und weils so schnoen war noch ein bischen mehr.
Noch beim Aussteigen aus dem Bus bekamen wir unser Ticket abgenommen und dafuer einen gelben Bepper auf das T-Shirt gekleppt. Nach der Grenzueberschreitung bekam ich dann ne Nummer auf meinen Aufkleber. Nach der ewigen Warterei sollten dann alle mit Nummer das Gepaeck schnappen und unserem neuen Fuehrer folgen. Es ging zu einem Pickup und nem Minivan. Rucksack auf den Pickup und selbst in den Minivan. Hallo? Was soll das denn? Wo ist der Reisebus in den wir steigen sollen. Ja, zu dem fahren wir jetzt. Aha. Der Reisebus kam dann in Form eines Motels mit Restaurant in dem wir dann erst mal noch geschaetze 1,5 h warten mussten. Dann kam endlich der Bus, um 3 Uhr nachmittags. In 2 h wuerden wir es wohl nicht bis nach Bangkok schaffen wie uns versprochen worden war. Um halb 8 war ich dann endlich dort und nach 10 min Fussmarsch dann im Guesthouse. Rene und ich hatten uns im Bamboo Guesthouse verabredet, das gleiche welches uns schon vor 1,5 Monaten beherbergt hatten. Wer zuerst ankommt soll ein Zimmer nehmen und dann eben auf den anderen warten. Hab ich auch gemacht, aber zuerst musste ne Dusche her. Ist schon unglaublich schwuel und heiss hier und nach der doofen Fahrt!!!!!!
Der erste Tag in Bangkok fing dann mit ner leckeren Rindersuppe mit Nudeln an und dann sollte es weitergehen zum Klongboot (klong ist der Thailaendische Name fuer Kanal). Aber, ich denke mal in den deutschen Nachrichten kommt auch was ueber die vielen Demonstrationen hier in Bangkok? Hier gehts zu, man glaubt es nicht. Endweder sieht man Thais in roten T-Shirts oder man sieht Polizei und Militaer mit Maschinengewehren. Aber hier ists total ruhig. Keine Unruhen oder sonstiges. Die demonstrieren hier superruhig. Vorallem die grossen Hauptstrassen sind rot. Links und rechts an den aeusseren Fahrstreifen sind Zelte aufgebaut wo sie seit einer Woche uebernachten, kochen und essen. Wir sind dort so ein bischen entlang gegangen und fanden dann ein Plakat mit der URL: www.thairedgermany.com, muss mal selbst noch draufschauen (Hab ich jetzt auch gemacht, aber leider ist alles auf Thai). Da sass dann ein Westler davor und wir haben ihn angesprochen. Ist ein Deutscher der hier seit 1,5 Jahren sein Rentenalter verbringt. Er hat uns dann ueber die Demonstration aufgeklaert (lest das mal lieber selbst in den deutschen Medien nach, aber es ist schon unglaublich) und zudem erzaehlt, dass Thailand kurz davor ist in Kambodscha einzumarschiere, dies aber wohl nicht tun wird solange hier noch diese Demonstrationen sind und die Soldaten gebraucht werden. Ha, haette ja nicht gedacht dass es hier so zu geht. Armes Kambodscha, mir hats da (ausgenommen von den ersten Tagen) super gefallen und die Thais nerven mich tatsaechlich unglaublich. Nicht die Demonstrierenden natuerlich, denn die haben alle Rechte fuer diese Demonstration, aber halt die Regierung!!!!! Lassen wir das mal.
Heute waren wir dann ein bischen Sightseeing. Waren in einer katholischen Kirche, dort wurde gerade in Rosenkranz auf Thai gebetet. Wir wollten danach noch ein bischen im Park ausspannen, aber der Park stellte sich als Palastpark raus und dort durften wir dann leider nicht rein. Also haben wir das Taxi zurueckgenommen und sind im Guesthouse rumgeluemmelt. Ich brauche das nach den vielen Tempelbesuchen, dem Herumreisen und der Shoppingtour ganz dringend. So schoen es auch ist, aber es zehrt so dermassen an den Kraeften dass ausspannen dringend noetig ist. Morgen nochmal ordentlich Sightseeing und dann uebermorgen weiter nach Bali. Dort hoffe ich dann mal auf gemuetliche Tage am Meer in der Haengematte....
Meine 2 letzten Tage in Siem Reap waren auch schnell vorueber gegangen. Am ersten der beiden Tagen war ich mal wieder relativ frueh aufgestanden, irgendwie hatte sich meine innere Uhr nach dem vielen Fruehaufstehen wieder umgestellt. Ist ok, denn wenn ich frueh aufstehe ists noch nicht so bruehtend heiss. Wir sind mal wieder ins Red Piano und ich habe meinen Tag mit leckerem Muesli mit Banane und frischer Milch begonnen, dazu nen Schwarztee mit Milch, alles nach meinem Geschmack. Weiter gings mit ein bischen ueber den Markt stoebern und natuerlich bin ich fuendig geworden und habe ganz wunderbar den Preis nach unten gehandelt. Ich werde richtig gut darin *freu*.
Puenktlich um 11 Uhr habe ich mich dann im "Temple Club" eingefunden, wo ich schon Tags zuvor einen Kochkurs fuer guenstige 10$ gebucht hatte. Dort sass schon eine Australierin die den selben Kurs belegte und es stellte sich heraus, wir sollten die einzigen sein. Super! Jeder von uns hatte seine eigene Kochlehrerin die uns eine orangefarbene Schuerze umband und eine gleichfarbige Kochmuetze aufsetze. Wir duerfen und aus jeweils drei Vor-, Haupt- und Nachspeisen eine heraussuchen die wir dann kochen werden. Ich habe mich fuer frittierte Fruehlingsrollen (die gibts naemlich auch unfrittiert), Amok und Kuerbisdessert entschieden.
Alles wurde von meiner Koechin bereitgestellt und es ging los ans schaelen, schnippeln, hacken und schneiden. Viel Gemuese, Gewuerze, Kraeuter und Wurzeln sowie Fleisch und eben Kuerbis kam unter mein Hackbeil. Am witzigsten war tatsaechlich das Hackfleisch aus Haehnchenfleisch herzustellen, hierzu bekam ich zwei Hackbeile und hab fleissig auf mit der Australierin um die Wette gehackt. Das hat sie fuer mich dann auch mal noch gefilmt :-)
Gross beschreiben moechte ich das Essen jetzt nicht, aber ich kann Euch sagen die Fruehlingsrollen sahen echt perfekt aus, das Amok war super lecker und in den Nachtisch moechte man sich am liebsten hineinlegen. Da die Portionen natuerlich viel zu gross waren habe ich mir den Rest einpacken lassen und am Abend verspeist.
Nach dem Kochkurs habe ich mich wieder zu Kimberly gesetzt die derweil im Temple Restaurant lecker Khmerkueche genoss. Ich hab dann ewig auf sie gewartet bis sie fertig war und wir sind zurueck zum Guesthouse um unsere Badesachen zu holen und zum Aqua zu fahren. Das Aqua ist einfach ein Swimmingpool welcher an ein Restaurant angeschlossen ist, dort sind wir dann ins relativ warme Nass gesprungen und haben es uns richtig gut gehen lassen. Bei der Hitze die totale Erloesung.
Am naechsten Tag war unsere dritter und letzter Tempeltag geplant. Hierfuer wurden wir um 8 Uhr von unserem freundlichen Tuktukfahrer abgeholt. Damit ich mein leckeres Fruehstueck zu mir nehme konnte musste ich natuerlich frueh los, aber das war kein Problem.
Am Abend zuvor hatten wir noch eine neue Nachbarin bekommen, die zwei lauten Englaender die in den Naechten zuvor grundsaetzlich unsere Nachtruhe gestoert hatten waren gluecklicherweise ausgezogen. Annemiek (falls man ihren Namen so schreibt) kommt aus Holland und gesellte sich fuer diesen Tempeltag zu uns. Hierfuer musste natuerlich nochmal ein bischen mit dem Tuktukfahrer verhandelt werden, den dieser will bei drei Personen mehr Geld. Aber fuer die weite Strecke die wir heute fahren mussten waren die 15$ angebracht und Annemiek und ich hatten kein Problem mit dem Preis. Kimberly meinte sie muesse noch verhandeln, hatte es dann auf unsere Zustimmung von 15$ doch auch eingesehen.
Die Fahrt zum Tempel Banteay Srei dauerte eine Ewigkeit. Wir kamen durch mehrere Doerfen und an einem Landmienenmuseum vorbei und erreichten nach ueber einer Stunde Tuktukfahrt endlich den 38km entfernten Tempel. Dieser war mal wieder komplett anders als alles bisher begutachtete. Der Tempel war klein und fein und mit fein meine ich die ganzen Reliefs und Bildhausarbeiten. Blumen, Pflanzen, Tiere und Figuren wunderbar detailliert herausgearbeitet, ein Schmaus fuers Auge. Zum Tempel gehoerte auch noch eine kleine Ausstellung auf der die Geschichte des Tempels, der Restaurierung bzw. Rekonstruierung dargestellt war sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauteilen in den verschiedenen Baustilen herausgearbeitet wurde. Dies war zum Abschluss nochmal sehr aufschlussreich.
Auf dem Rueckweg sind wir dann ins Landmienenmuseum. Dieses wird von einem Herrn Aki Ri betrieben, der selbst Millionen von Landmienen unschaedlich gemacht hat und somit die Bevoelkerung von weiten Teilen Kambodschas von diesem Unheil gerettet hat. Wir konnten uns ein Bild von den verschiedenen Landmienen machen, zudem von einigen Raketen. Desweiteren werden viele Bilder die den Besitzer des Museums beim Entschaerfen der Mienen gezeigt werden, ausgestellt und ein sehr informativer Film vorgefuehrt. Dieses Land ist schon (wie ich glaube ich schon erwaehnt hatte) unglaublich gebeutelt und ich kann nur hoffen dass die Khmer endlich mal zu Ruhe kommen koennen und es mit ihrem Leben aufwaerts gehen kann. Aber bei geschaetzten 6 Millionen Landmienen die immer noch verstreut sind ist dies kaum moeglich. Ich kann nur hoffen das sehr viele Leute weiterhin spenden und die Aufraeumaktionen die auch von Deutschland unterstuetzt werden schnell fortschreiten koennen.
Zwei weitere kleine Tempel wurden danach noch begutachtet und das wars dann fuer den Tag. Wieder mal fix und fertig kamen wir am Guesthouse an. Ich hab mal noch meine Waesche vom Laundryservice (Waeschewaschservice) abgeholt und bin noch ein bischen ins Internet. Desweiteren musste noch ein Busticket fuer die Fahrt am naechsten Tag nach Bangkok gekauft werden und das ist auch immer so eine Preisvergleicherei. Schlussendlich habe ich dann ein Ticket fuer 6,5$, Abfahrt 8 Uhr, Abholservice 7:30 Uhr geholt. Wenns ich so frueh rausmuss, packe ich natuerlich am Vorabend, dann isses stressfreier.
Naechster Tag, ich warte und warte und warte, um viertel vor 8 kommt dann endlich der Abholservice, dieser besteht allerdings dann gleich aus dem Bus der mich bis zur Grenze bringen soll. Nach einer geschlagenen weiteren Stunde hatten wir dann unzaehlige Hotels und Guesthouses abgeklappert und weitere Reisende abgeholt, endlich, endlich gings Richtung Grenze. Auf der dreistuendigen Fahrt hatten wir 2 laengere, meiner Meinung nach unnuetze Pausen. Die Grenzueberschreitung an sich war problemlos. Rucksack schnappen, Ausreisestempel abholen. Zur thailaendischen Grenze laufen, ca. 300 - 500 m in bruetender Hitze, und dort erst mal den Visumszettel ausfuellen, ewig warten, Eintrittsstempel holen und rueber. Dort dann auf den kompletten Bus warten und warten und nochmehr warten und weils so schnoen war noch ein bischen mehr.
Noch beim Aussteigen aus dem Bus bekamen wir unser Ticket abgenommen und dafuer einen gelben Bepper auf das T-Shirt gekleppt. Nach der Grenzueberschreitung bekam ich dann ne Nummer auf meinen Aufkleber. Nach der ewigen Warterei sollten dann alle mit Nummer das Gepaeck schnappen und unserem neuen Fuehrer folgen. Es ging zu einem Pickup und nem Minivan. Rucksack auf den Pickup und selbst in den Minivan. Hallo? Was soll das denn? Wo ist der Reisebus in den wir steigen sollen. Ja, zu dem fahren wir jetzt. Aha. Der Reisebus kam dann in Form eines Motels mit Restaurant in dem wir dann erst mal noch geschaetze 1,5 h warten mussten. Dann kam endlich der Bus, um 3 Uhr nachmittags. In 2 h wuerden wir es wohl nicht bis nach Bangkok schaffen wie uns versprochen worden war. Um halb 8 war ich dann endlich dort und nach 10 min Fussmarsch dann im Guesthouse. Rene und ich hatten uns im Bamboo Guesthouse verabredet, das gleiche welches uns schon vor 1,5 Monaten beherbergt hatten. Wer zuerst ankommt soll ein Zimmer nehmen und dann eben auf den anderen warten. Hab ich auch gemacht, aber zuerst musste ne Dusche her. Ist schon unglaublich schwuel und heiss hier und nach der doofen Fahrt!!!!!!
Der erste Tag in Bangkok fing dann mit ner leckeren Rindersuppe mit Nudeln an und dann sollte es weitergehen zum Klongboot (klong ist der Thailaendische Name fuer Kanal). Aber, ich denke mal in den deutschen Nachrichten kommt auch was ueber die vielen Demonstrationen hier in Bangkok? Hier gehts zu, man glaubt es nicht. Endweder sieht man Thais in roten T-Shirts oder man sieht Polizei und Militaer mit Maschinengewehren. Aber hier ists total ruhig. Keine Unruhen oder sonstiges. Die demonstrieren hier superruhig. Vorallem die grossen Hauptstrassen sind rot. Links und rechts an den aeusseren Fahrstreifen sind Zelte aufgebaut wo sie seit einer Woche uebernachten, kochen und essen. Wir sind dort so ein bischen entlang gegangen und fanden dann ein Plakat mit der URL: www.thairedgermany.com, muss mal selbst noch draufschauen (Hab ich jetzt auch gemacht, aber leider ist alles auf Thai). Da sass dann ein Westler davor und wir haben ihn angesprochen. Ist ein Deutscher der hier seit 1,5 Jahren sein Rentenalter verbringt. Er hat uns dann ueber die Demonstration aufgeklaert (lest das mal lieber selbst in den deutschen Medien nach, aber es ist schon unglaublich) und zudem erzaehlt, dass Thailand kurz davor ist in Kambodscha einzumarschiere, dies aber wohl nicht tun wird solange hier noch diese Demonstrationen sind und die Soldaten gebraucht werden. Ha, haette ja nicht gedacht dass es hier so zu geht. Armes Kambodscha, mir hats da (ausgenommen von den ersten Tagen) super gefallen und die Thais nerven mich tatsaechlich unglaublich. Nicht die Demonstrierenden natuerlich, denn die haben alle Rechte fuer diese Demonstration, aber halt die Regierung!!!!! Lassen wir das mal.
Heute waren wir dann ein bischen Sightseeing. Waren in einer katholischen Kirche, dort wurde gerade in Rosenkranz auf Thai gebetet. Wir wollten danach noch ein bischen im Park ausspannen, aber der Park stellte sich als Palastpark raus und dort durften wir dann leider nicht rein. Also haben wir das Taxi zurueckgenommen und sind im Guesthouse rumgeluemmelt. Ich brauche das nach den vielen Tempelbesuchen, dem Herumreisen und der Shoppingtour ganz dringend. So schoen es auch ist, aber es zehrt so dermassen an den Kraeften dass ausspannen dringend noetig ist. Morgen nochmal ordentlich Sightseeing und dann uebermorgen weiter nach Bali. Dort hoffe ich dann mal auf gemuetliche Tage am Meer in der Haengematte....
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