Nun ist schon der zweite Tag in Bangkok fast um. Unglaublich wie schnell dies immer geht und man hat nicht das Gefuehl viel getan zu haben.... liegt wohl daran dass es auch so war :-)
Meine 2 letzten Tage in Siem Reap waren auch schnell vorueber gegangen. Am ersten der beiden Tagen war ich mal wieder relativ frueh aufgestanden, irgendwie hatte sich meine innere Uhr nach dem vielen Fruehaufstehen wieder umgestellt. Ist ok, denn wenn ich frueh aufstehe ists noch nicht so bruehtend heiss. Wir sind mal wieder ins Red Piano und ich habe meinen Tag mit leckerem Muesli mit Banane und frischer Milch begonnen, dazu nen Schwarztee mit Milch, alles nach meinem Geschmack. Weiter gings mit ein bischen ueber den Markt stoebern und natuerlich bin ich fuendig geworden und habe ganz wunderbar den Preis nach unten gehandelt. Ich werde richtig gut darin *freu*.
Puenktlich um 11 Uhr habe ich mich dann im "Temple Club" eingefunden, wo ich schon Tags zuvor einen Kochkurs fuer guenstige 10$ gebucht hatte. Dort sass schon eine Australierin die den selben Kurs belegte und es stellte sich heraus, wir sollten die einzigen sein. Super! Jeder von uns hatte seine eigene Kochlehrerin die uns eine orangefarbene Schuerze umband und eine gleichfarbige Kochmuetze aufsetze. Wir duerfen und aus jeweils drei Vor-, Haupt- und Nachspeisen eine heraussuchen die wir dann kochen werden. Ich habe mich fuer frittierte Fruehlingsrollen (die gibts naemlich auch unfrittiert), Amok und Kuerbisdessert entschieden.
Alles wurde von meiner Koechin bereitgestellt und es ging los ans schaelen, schnippeln, hacken und schneiden. Viel Gemuese, Gewuerze, Kraeuter und Wurzeln sowie Fleisch und eben Kuerbis kam unter mein Hackbeil. Am witzigsten war tatsaechlich das Hackfleisch aus Haehnchenfleisch herzustellen, hierzu bekam ich zwei Hackbeile und hab fleissig auf mit der Australierin um die Wette gehackt. Das hat sie fuer mich dann auch mal noch gefilmt :-)
Gross beschreiben moechte ich das Essen jetzt nicht, aber ich kann Euch sagen die Fruehlingsrollen sahen echt perfekt aus, das Amok war super lecker und in den Nachtisch moechte man sich am liebsten hineinlegen. Da die Portionen natuerlich viel zu gross waren habe ich mir den Rest einpacken lassen und am Abend verspeist.
Nach dem Kochkurs habe ich mich wieder zu Kimberly gesetzt die derweil im Temple Restaurant lecker Khmerkueche genoss. Ich hab dann ewig auf sie gewartet bis sie fertig war und wir sind zurueck zum Guesthouse um unsere Badesachen zu holen und zum Aqua zu fahren. Das Aqua ist einfach ein Swimmingpool welcher an ein Restaurant angeschlossen ist, dort sind wir dann ins relativ warme Nass gesprungen und haben es uns richtig gut gehen lassen. Bei der Hitze die totale Erloesung.
Am naechsten Tag war unsere dritter und letzter Tempeltag geplant. Hierfuer wurden wir um 8 Uhr von unserem freundlichen Tuktukfahrer abgeholt. Damit ich mein leckeres Fruehstueck zu mir nehme konnte musste ich natuerlich frueh los, aber das war kein Problem.
Am Abend zuvor hatten wir noch eine neue Nachbarin bekommen, die zwei lauten Englaender die in den Naechten zuvor grundsaetzlich unsere Nachtruhe gestoert hatten waren gluecklicherweise ausgezogen. Annemiek (falls man ihren Namen so schreibt) kommt aus Holland und gesellte sich fuer diesen Tempeltag zu uns. Hierfuer musste natuerlich nochmal ein bischen mit dem Tuktukfahrer verhandelt werden, den dieser will bei drei Personen mehr Geld. Aber fuer die weite Strecke die wir heute fahren mussten waren die 15$ angebracht und Annemiek und ich hatten kein Problem mit dem Preis. Kimberly meinte sie muesse noch verhandeln, hatte es dann auf unsere Zustimmung von 15$ doch auch eingesehen.
Die Fahrt zum Tempel Banteay Srei dauerte eine Ewigkeit. Wir kamen durch mehrere Doerfen und an einem Landmienenmuseum vorbei und erreichten nach ueber einer Stunde Tuktukfahrt endlich den 38km entfernten Tempel. Dieser war mal wieder komplett anders als alles bisher begutachtete. Der Tempel war klein und fein und mit fein meine ich die ganzen Reliefs und Bildhausarbeiten. Blumen, Pflanzen, Tiere und Figuren wunderbar detailliert herausgearbeitet, ein Schmaus fuers Auge. Zum Tempel gehoerte auch noch eine kleine Ausstellung auf der die Geschichte des Tempels, der Restaurierung bzw. Rekonstruierung dargestellt war sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauteilen in den verschiedenen Baustilen herausgearbeitet wurde. Dies war zum Abschluss nochmal sehr aufschlussreich.
Auf dem Rueckweg sind wir dann ins Landmienenmuseum. Dieses wird von einem Herrn Aki Ri betrieben, der selbst Millionen von Landmienen unschaedlich gemacht hat und somit die Bevoelkerung von weiten Teilen Kambodschas von diesem Unheil gerettet hat. Wir konnten uns ein Bild von den verschiedenen Landmienen machen, zudem von einigen Raketen. Desweiteren werden viele Bilder die den Besitzer des Museums beim Entschaerfen der Mienen gezeigt werden, ausgestellt und ein sehr informativer Film vorgefuehrt. Dieses Land ist schon (wie ich glaube ich schon erwaehnt hatte) unglaublich gebeutelt und ich kann nur hoffen dass die Khmer endlich mal zu Ruhe kommen koennen und es mit ihrem Leben aufwaerts gehen kann. Aber bei geschaetzten 6 Millionen Landmienen die immer noch verstreut sind ist dies kaum moeglich. Ich kann nur hoffen das sehr viele Leute weiterhin spenden und die Aufraeumaktionen die auch von Deutschland unterstuetzt werden schnell fortschreiten koennen.
Zwei weitere kleine Tempel wurden danach noch begutachtet und das wars dann fuer den Tag. Wieder mal fix und fertig kamen wir am Guesthouse an. Ich hab mal noch meine Waesche vom Laundryservice (Waeschewaschservice) abgeholt und bin noch ein bischen ins Internet. Desweiteren musste noch ein Busticket fuer die Fahrt am naechsten Tag nach Bangkok gekauft werden und das ist auch immer so eine Preisvergleicherei. Schlussendlich habe ich dann ein Ticket fuer 6,5$, Abfahrt 8 Uhr, Abholservice 7:30 Uhr geholt. Wenns ich so frueh rausmuss, packe ich natuerlich am Vorabend, dann isses stressfreier.
Naechster Tag, ich warte und warte und warte, um viertel vor 8 kommt dann endlich der Abholservice, dieser besteht allerdings dann gleich aus dem Bus der mich bis zur Grenze bringen soll. Nach einer geschlagenen weiteren Stunde hatten wir dann unzaehlige Hotels und Guesthouses abgeklappert und weitere Reisende abgeholt, endlich, endlich gings Richtung Grenze. Auf der dreistuendigen Fahrt hatten wir 2 laengere, meiner Meinung nach unnuetze Pausen. Die Grenzueberschreitung an sich war problemlos. Rucksack schnappen, Ausreisestempel abholen. Zur thailaendischen Grenze laufen, ca. 300 - 500 m in bruetender Hitze, und dort erst mal den Visumszettel ausfuellen, ewig warten, Eintrittsstempel holen und rueber. Dort dann auf den kompletten Bus warten und warten und nochmehr warten und weils so schnoen war noch ein bischen mehr.
Noch beim Aussteigen aus dem Bus bekamen wir unser Ticket abgenommen und dafuer einen gelben Bepper auf das T-Shirt gekleppt. Nach der Grenzueberschreitung bekam ich dann ne Nummer auf meinen Aufkleber. Nach der ewigen Warterei sollten dann alle mit Nummer das Gepaeck schnappen und unserem neuen Fuehrer folgen. Es ging zu einem Pickup und nem Minivan. Rucksack auf den Pickup und selbst in den Minivan. Hallo? Was soll das denn? Wo ist der Reisebus in den wir steigen sollen. Ja, zu dem fahren wir jetzt. Aha. Der Reisebus kam dann in Form eines Motels mit Restaurant in dem wir dann erst mal noch geschaetze 1,5 h warten mussten. Dann kam endlich der Bus, um 3 Uhr nachmittags. In 2 h wuerden wir es wohl nicht bis nach Bangkok schaffen wie uns versprochen worden war. Um halb 8 war ich dann endlich dort und nach 10 min Fussmarsch dann im Guesthouse. Rene und ich hatten uns im Bamboo Guesthouse verabredet, das gleiche welches uns schon vor 1,5 Monaten beherbergt hatten. Wer zuerst ankommt soll ein Zimmer nehmen und dann eben auf den anderen warten. Hab ich auch gemacht, aber zuerst musste ne Dusche her. Ist schon unglaublich schwuel und heiss hier und nach der doofen Fahrt!!!!!!
Der erste Tag in Bangkok fing dann mit ner leckeren Rindersuppe mit Nudeln an und dann sollte es weitergehen zum Klongboot (klong ist der Thailaendische Name fuer Kanal). Aber, ich denke mal in den deutschen Nachrichten kommt auch was ueber die vielen Demonstrationen hier in Bangkok? Hier gehts zu, man glaubt es nicht. Endweder sieht man Thais in roten T-Shirts oder man sieht Polizei und Militaer mit Maschinengewehren. Aber hier ists total ruhig. Keine Unruhen oder sonstiges. Die demonstrieren hier superruhig. Vorallem die grossen Hauptstrassen sind rot. Links und rechts an den aeusseren Fahrstreifen sind Zelte aufgebaut wo sie seit einer Woche uebernachten, kochen und essen. Wir sind dort so ein bischen entlang gegangen und fanden dann ein Plakat mit der URL: www.thairedgermany.com, muss mal selbst noch draufschauen (Hab ich jetzt auch gemacht, aber leider ist alles auf Thai). Da sass dann ein Westler davor und wir haben ihn angesprochen. Ist ein Deutscher der hier seit 1,5 Jahren sein Rentenalter verbringt. Er hat uns dann ueber die Demonstration aufgeklaert (lest das mal lieber selbst in den deutschen Medien nach, aber es ist schon unglaublich) und zudem erzaehlt, dass Thailand kurz davor ist in Kambodscha einzumarschiere, dies aber wohl nicht tun wird solange hier noch diese Demonstrationen sind und die Soldaten gebraucht werden. Ha, haette ja nicht gedacht dass es hier so zu geht. Armes Kambodscha, mir hats da (ausgenommen von den ersten Tagen) super gefallen und die Thais nerven mich tatsaechlich unglaublich. Nicht die Demonstrierenden natuerlich, denn die haben alle Rechte fuer diese Demonstration, aber halt die Regierung!!!!! Lassen wir das mal.
Heute waren wir dann ein bischen Sightseeing. Waren in einer katholischen Kirche, dort wurde gerade in Rosenkranz auf Thai gebetet. Wir wollten danach noch ein bischen im Park ausspannen, aber der Park stellte sich als Palastpark raus und dort durften wir dann leider nicht rein. Also haben wir das Taxi zurueckgenommen und sind im Guesthouse rumgeluemmelt. Ich brauche das nach den vielen Tempelbesuchen, dem Herumreisen und der Shoppingtour ganz dringend. So schoen es auch ist, aber es zehrt so dermassen an den Kraeften dass ausspannen dringend noetig ist. Morgen nochmal ordentlich Sightseeing und dann uebermorgen weiter nach Bali. Dort hoffe ich dann mal auf gemuetliche Tage am Meer in der Haengematte....
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