Nachdem wir also eine Nacht in Kuta verbracht hatten, holte uns ein Fahrer am naechsten Morgen um halb 9 ab. Wir hatten den am Abend zuvor angeheuert, er sollte uns ein bischen durch Bali kutschieren, denn die Sehenswuerdigkeiten sind manchmal nicht so leicht zu erreichen und Entstation ist dann Ubut.
Der Fahrer sprach richtig gut Englisch und so konnte man sich sehr gut mit ihm unterhalten. Wir haben an diesem Tag den Elephantentempel angeschaut, sind die Berge hoch um einen See am Fusse eines Vulkans sowie den Vulkan natuerlich selbst zu betrachten. Wundervolle Aussicht, ich habs echt genossen. Dabei haben wir dann noch zwei Fruechte gegessen von denen ich gerade auch mal noch erzaehlen will. Schon gleich an unserem allerersten Tag in Bangkok hatte Rene im Supermarkt eine Saft der Mangosteen ausprobiert. Ich fand den nicht so lecker, aber Rene haette sich von nunan von diesem Saft ernaehrt so es ihn ueberall gegeben haette. Aber, jetzt kommen wir doch auf Bali an und finden an jedem Obststand diese Frucht. Die wird dann gleich mal Kiloweise eingekauft, natuerlich nicht ohne zu handeln. Eine Mangosteen hat eine sehr dicke braune Schale. Drueck man die Frucht mit den Fingern ein bischen auf dann beginnt die zu reisen und man kann einfach so ne Art Deckel abnehmen. Raus kommt dann die schneeweise Frucht die soooo unglaublich und unbeschreiblich schmeckt. Einfach lecker, und jetzt hats mich natuerlich auch erwischt. Gerade liegt auch wieder ein Kilo der Frucht neben mir auf dem Tisch im Internetcafe und wartet darauf verspeist zu werden. Aber erst mal schreiben...
Dann hatten wir noch ne Frucht. Im Englischen heisst diese Snakeskinfruit, also Schlangenhautfrucht. Und die heisst genau so weil sie genau so aussieht. Braun und lauter kleine Schuppen, leicht aufzubrechen und zu schaelen. Heraus kommt dann eine Frucht die die Konsestenz eines festen Apfels hat und wenn man reinbeisst ueberlegt man erst mal ewig an was die einen erinnert. Ich sage Erdbeeren, Rene meinte eher Apfel, also ist der Tenor wenn man ordnetlich weiterprobiert dann tatsaechlich die Geschmacksrichtung Erbeerapfel :-)
Ach noch ne Frucht hatten wir, aber deren Namen kann ich mir nicht merken, muss auch nicht sein, die schmeckte sauer und nach Tomate und muss nimmer unbedingt probiert werden, warum auch, wir haben ja jetzt Mangosteen. Als wir heute die Mangosteen kaufen wollten wurden wir gleich von der Verkaeuferin gefragt: Mangosteen? Ich gehe mal davon aus weil alle Touris die haben wollen :-) Wuerde mich zumindest nicht wundern, jeden den man trifft schwaermt von dieser Frucht.
Zurueck zu unserer Fahrt nach Ubud. Auf dem Weg dorthin haben wir noch den teuersten Kaffee der Welt probiert, der sogenannte Luwak Coffee. Dieser heisst so da ein Tier namens Luwak (Wildkatzenaehnliches Tier, groesser als die gemeine Hauskatze) die frischen Kaffeekirschen isst. Was dann am anderen Ende des Tieres wieder rauskommt wird eingesammelt und die Kaffeebohnen dann geroestet. Klingt eklig aber das merkt man ja dem Kaffee nicht an :-) Im Magen des Tieres wird die Kaffeebohne wohl fermentiert und das sei besonders gut. Jetzt bin ich ja kein Spezialist in Sachen Kaffee, aber geschmeckt hat mir das Dingens nicht. Dafuer aber der frische Kakao und Gingsengcafe den wir auch noch hatten. Der Rest der bei dieser Probe dabei war ist vernachlaessigbar. Wir hatten uebrigens in Laos einen Deutschen getroffen, dem muss ich unbedingt mal schreiben dass wir jetzt genau diesen Kaffee getrunken haben, das steht naemlich auf seiner ToDo-Liste, aber erst mal ohne Aussicht auf Erfolg. Achso, ja die Preise und warum so teuer. Ein kleines Paeckchen von diesem Dingens hatte ungefaehr 60$ gekostet, ich denke mal so 100 Gramm?
Und dann haben wir uns natuerlich endlich die beruehmten Reisterrassen angeschaut. Ich kann Euch ja gar nicht sagen wie toll es ist endlich mal bestellte Reisfelder zu sehen. In Laos und Kambotscha war ja zu unserer Reisezeit Trockenzeit und somit waren das nur Stoppelfelder. Hier ist alles wunderbar gruen und saftig. Die Reisterrassen sind nun einfach Felder die an den Hang gebaut werden und da die natuerlich immer Wasser fuehren muessen sind die wie Treppen abgestuft damit das Wasser gehalten werden kann. Der Anblick war atemberaubend und Fotos wurden natuerlich auch viele gemacht.
Nach diesem wieder mal anstrengenden Tag, raus aus dem Auto, Tempel anschauen, rein ins Auto, weiterstaunen, aussteigen, usw. kamen wir dann recht fertig in Ubud an. Dort haben wir dann auch einen Homestay gefunden. Homestays in Bali sind Familien die auf ihren Grundstuecken nochmals kleine Huetten oder Bungalows gebaut haben die sie dann vermieten. Den ersten den wir bekommen konnten haben wir dann auch genommen, denn erst im 5ten war ueberhaupt mal ein Zimmer frei. Zuerst hatten wir nen teuren gezeigt bekommen, aber wir haben ihm klar gemacht dass dieser unser Budget sprengen wuerde und so haben wir dann einen bekommen der nicht ganz so gut in Schuss war, aber zum Schlafen hats gereicht.
Nach dem Duschen sind wir dann mal losgezogen und ein bischen durch die Geschaefte gebummelt. Einkaufen kann man hier, man glaubt es nicht. Ein Laden nach dem anderen. Ubut ist bekannt fuer seine vielen Kuenstler, daher sind Bilder und Schnitzereien an jeder Ecke zu bekommen. Schon auf der Fahrt nach Ubut hat man uns mal eine Gallerie gezeigt. Ich hab ein echt schoenes Bild einer Frangipanibluete gefunden die mich nun sehr an den Urlaub erinnernt da sie schon in Laos und Kambodscha reichlich bluehte. Tja, zuerst wollten die 100$ dafuer, nachher nur noch 20$ was soviel heisst wie dass wir uns hier Massenware anschauen. Also bloss nichts kaufen.
Und Klamotten gibts natuerlich auch an jeder Ecke, Schmuck nicht zu vergessen. Wir hatten aber Hunger und haben dann ein kleines Lokal gefunden und konnten auf der Miniterrasse (3 Tische) direkt am Reisfeld Abendessen, sehr schoen.
Am naechsten Tag haben wir uns den Monkey Forest angeschaut. Ein kleines Waldstueck mit Hindutempel in dem Affen ohne Ende leben. Am Eingang zum Wald kann man fuer die Affen Bananen kaufen, aber man tut gut daran dies nicht zu tun denn die Affen werden dann ganz schoen frech und huepfen auf einen drauf. Affen sind uebrigens die Tollwutuebertraeger Nummer 1, daher hab ich ordentlich Abstand gehalten und mir die nur so von weitem (*huestel*, 1 m Abstand oder so) angeschaut. Weissen Schaum hatte keiner von denen, aber es kann ja sein dass sie einfach den Erreger in sich haben und wenn man die aergert dann beissen die doch mal gerne zu. Daher gabs auch viele Schilder mit Verhaltensregeln die man unbedingt gelesen haben und beachten sollte. Als ich irgendwann man ein paar Affen zugeschaut hatte zog ploetzlich meine Umhaengetasche nach unten. Ich dachte Rene erlaubt sich nen Spass und zieht dran, von wegen, ist da ein Affe reingehuepft. Aber der war auch ganz schnell wieder weg, wahrscheinlich weil ich so erschrocken war, essbares war ja in meiner Tasche nicht zu finden.
Auch noch lustig mitanzuschaun war als Rene in die Hocke ging und einen besonders faulen Affen aus der Naehe fotographieren wollte. Da kam eine kleiner von hinten und hob den Taschenverschluss an einer Ecke hoch, da war nichts so richtig zu erschnueffeln, also zur anderen Ecke und dort nochmal. Rene hatte es gar nicht gemerkt, die Viecher sind schon echt vorwitzig.
Aber der krasseste von allen, und ich kann ihn nicht anders nennen war der mit dem Stromkabel in der Hand. Da kam doch tatsaechlich am Rand einer Mauer ein Stromkabel raus und man hat wunderbar 2 der Draehte gesehen. Die hat er sich immer wieder auf die Zunge gelegt, ich denke doch dass da ein bischen Strom drauf war und ihm das wirklich sehr gefallen hatte. Auch nachher hat er die immer wieder ueber seine Hand und Fussflaechen gestrichen. Faszinierend.
So und dann wollte ich an diesem Tag nichts mehr machen ausser auszuspannen. Und wo geht das besser als mit einem Swimmingpool zum abkuehlen und einem Hairspa und ner schoenen Massage. Schon am Abend zuvor hatten wir uns einen Spa angeschaut. Ein Spa ist einfach ein Laden in dem man sich so richtig pflegen lassen kann, von Massage ueber Pedikuere zu Manikuere. Und ein Hairspa ist dann eine Kur fuer die Haare. Erst werden die ausfuehrlich gewaschen, dann bekommt man ein bischen Kopfmassage, weiter gehts mit ner dicken Paste die sehr akkurat in meine Haare geschmiert wurden, dann bekam ich um die Haarkur ein Handtusch gewickelt und sass unter der Waerehaube. Waehrenddessen gabs dann eine Arm und Handmassage. Zum Schluss wird das ganze wieder ausgewaschen und die Haar getrocknet. Nach 1,5 Monaten ohne richtiger Haarpflege war das bitternoetig und ich konnte gar nicht glauben dass ich doch kein Stroh sondern echte weiche Haare auf meinem Kopf habe ;-)
Und danach hab ich mir dann noch ne Stunde Akkupressur gegoennt. Da wurde systematisch auf meinem Ruecken rumgedrueck und massiert, einfach herrlich, ich bin sogar einmal dabei eingeschlafen :-) Nebenher lief uebrigens Balinesische Musik, das war entspannend, allerdings nicht mehr als sie nacheinander auf balinesische Art Jingle Bells, Stille Nacht und noch Merry Christmas and a happy new Year spielten. Dann gabs jedoch nen kurzen Stromausfall und die CD lief danach wieder von vorne los, ohne Weihnachtsmusik :-)
Am naechsten Tag haben wir uns noch einen Roller ausgeliehen um auf eigene Faust mal die Umgebung zu erkunden. Das hatte sich auch gelohnt denn wir kamen wieder an richtig schoenen Reisterrassen vorbei. Dort haben wir den Roller abgestellt und sind zu Fuss in die Reisfelder gelaufen. Zwischen den Reisfeldern gibts ja immer schmale Wege und auf denen spazierten wir rum. Allerdings waren wir dann doch vom unglaublich vielen Plastikmuell der dort rumlag geschockt.
Leider fing es um die Mittagszeit dann dolle an zu regnen und mit dolle meine ich es hat geschuettet. Nicht so schoen wenn man auf dem Roller unterwegs ist, wir hatten zwar ein Regencape, aber waren nunmal zwei Leute, also hat Rene das Cape angezogen, ich hab mich versucht dann auch noch damit abzudecken, aber am wichtigsten waren natuerlich unsere Taschen. Hat ganz gut geklappt, Ruecken blieb dank Fahrtwind trocken, aber Fuesse waren durchnaesst.
Am naechsten Tag gings dann weiter nach Lovina Beach, ganz im Norden von Bali, aber darueber schreib ich ein andermal, denn Rene sitzt jetzt neben mir und wartet schon ungeduldig darauf, dass wir wieder vom Internetcafe ins Hotel verschwinden :-)
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