Sodle, eigentlich haette ich noch ganz viel von Laos zu erzaehlen, also ich beim letzten mal meinen Blog weitergeschrieben hatte hab ich mich ausversehen auf der Mailseite ausgeloggt und somit war auch hier das Ergebnis einer dreiviertel Stunde Schreiben wieder futsch. Sehr aergerlich, aber so wars dann leider...
Jetzt aber erst mal zu Kambodscha, am 5. Maerz, also vor drei Tagen sind wir eingereist. Wir verweilten auf den 4000 Inseln mitten im Mekong ganz im Sueden von Laos und hatten da einfach nur entspannt. Bloggen war nicht drinnen denn Internet war da wirklich schweineteuer, Zeit haette ich gehabt :-) Entspannen hiess da uebrigens, Essen, Schlafen, schwitzen und runter in den Mekong zum abkuehlen, einfach genial! Auf der Insel Don Det, eine der drei groessten hatten wir uns ins Paradise eingemietet und einen Bungalow mit Haengematte und Blick zum Mekong....
Auf der Insel konnten wir dann auch unsere Weiterfahrt nach Banlung in Kambodscha buchen. 9$ pro Person in einem Bus der uns bis Stung Treng bringt und dort muessen wir dann umsteigen um nach Banlung zu gelangen. Klingt ja alles gut. Da wir ja auf einer Insel verweilen mussten wir aber zuerst noch mit dem Boot zum Festland, das wollte der freundliche Besitzer selbst uebernehmen, wir wuerden dann also am folgenden Tag kurz vor acht direkt unterhalb unseres Bungalows abholen.
Um acht war noch niemand da, 10 nach acht auch nicht, mir wurde schon ganz mulmig, aber um viertel nach 8 kam er dann an. Wir rein ins Boot welches nun wirklich nur fuer uns war, ich habs dann abgestossen und bin hinterher draufgesprungen :-)
Fahrt war sehr entspannt, er ist da jetzt nicht durch die Inseln gerast denn wir hatten ja Zeit, sondern ganz gemuetlich vor sich nach Nakasang (google kennts nur als nakasong) hingeschippert.
Dort stand dann auch schon unser orangene Bus bereit und wir haben gleich unser Gepaeck verstaut und zwei Sitze reserviert, das war auch noetig, denn da wir jetzt recht spaet dran waren, war das meiste besetzt. Rene ist dann nochmal los um unsere letzten Kip unter die Leute zu bringen und kam mit Chips (Pizza Saugage Flavour) und Pepsi zurueck :-) Man muss ja fuer die Fahrt verpflegt sein.
Kurz nach 9 gings dann los, mit einem weinenden Auge und einem lachenden Auge denn Laos war soooooo toll und ich waere gerne noch laenger geblieben, aber das Visa wuerde ja am Folgetag auslaufen.... An der Grenze angekommen gings dann schon mal los. Wir sind alle zur Laotischen Ausreise hingelaufen und haben uns den Ausreisestempel geholt. Mussten dafuer aber illegalerweise 1$ abknoepfen was uns doch schon sehr geaergert hat. Als wir wieder zum Bus kamen waren unsere ganzen Rucksaecke ausgeladen, aha, von wegen wir fahren rueber und bis nach Stung Treng, umsteigen ist angesagt. Rucksack also geschultert ausgereist und erst mal zur Quarantaene hingelaufen. Quarantaene????? Ja, das dachten wir auch. Stand da einer mit nem Zettel, der soll ausgefuellt werden, gings doch da tatsaechlich um die Schweinegrippe. Ploetzlich haelt der Typ mir ein komisches Ding vors gesicht, ichwusste gar nicht was ich machen soll. Liest der doch tatsaechlich meinen Temperatur ab. 35,6 Grad, aha, soviel zur Genauigkeit bei der Hitze hatte ich bestimmt mehr. Aber die Frechheit ohnegleichen war dann doch dass wir auch hierfuer nen Dollar abdruecken musste. Vielleicht mach ich das jetzt auch und stehe wenn ich zurueck bin jeden Morgen mit dem Thermomether an der Eingangstuer von s+c und verlange 1 Euro dafuer. Mei das waere ein nettes Taschengeld nebenher :-)
Weiter gings zum Visumszettel ausfuellen. Kennen wir ja schon von Thailand und Laos, immer der gleiche nervige Schei.... Dann mit dem Zetten an den Schalter und siehe da. Hier kostet das Visum statt den ueblichen 20$ doch gleich mal 23$ *args* Naja, dann druecken wir die halt auch ab und kommen dann endlich zum Grenzposten. Hier nun den Einreise- und Ausreisezettel ausfuellen und nochmal huebsch laechelnd einen weiteren Dollar abdruecken. Im naechsten Leben werde ich Grenzbeamter in Kambodscha, da kann man sich ganz schnell ganz viel Geld zusaetzlich verdienen.
Nachdem wir also insgesamt 2 Stunden da rumhiengen, dauert ja schliesslich verdammt lange bis eine Busladung von Touris ueber die Grenze sind, gings im naechsten Bus dann weiter. Eigentlich nach Stung Treng, aber von wegen. Irgendwo in der Pampa wurden wir vom Bus rausgeworfen und sollten an einem kleinen Kiosk auf den naechsten Bus warten der uns nach Banlung bringt! Der Minibus der auch dabei stand war dann nach 20 Minuten ploetzlich unser Bus und brachte uns aber nach Stung Treng (waren nur 5 min von hier). Hier wurden wir wieder bei nem Restaurant rausgelassen und es hiess dass unser Bus so um 3 kommen wuerde. Aha, also geschlagene 2 Stunden spaeter!!!! Da wir nicht in diesem Restaurant essen wollten, das koennte denen so passen sind wir losgezogen und hatten uns ein anderes gesucht. Dort kam ich nun zum ersten mal mit der Khmerkueche in Beruehrung und ich muss sagen ich bin begeistert.
Puenktlich um 3 waren wir dann wieder drueben uns sassen doof guckend mit andern Touris rum und haben gewartet. Ja der Bus komme gleich, es war dann kurz nach 4 und das ist die Zeit wo wir in Banlung schon sein sollten. Sinnlosen rumgesitze ist verdammt nervig.
Der Bus kam also und hektisch wurden wir samt Gepaeck in den Bus verfrachtet und kamen dann nach 3 Stunden endlich, endlich in Banlung an. Die Fahrt dorthin war uebrigens unglaublich staubig. 150 km kein Teer sondern ne Staubpiste, cm-hoch lag der feine, rote Staub und ich hab natuerlich Bilder gemacht.
So in Banlung angekommen wurden wir natuerlich gleich von den Schleppern umzingelt. Die bringen einen kostenlos in ein Hotel, dafuer muss man aber fuers Hotelzimmer pro Nacht 1-2$ mehr bezahlen. Darauf hatten wir keine Lust also sind wir einfach mal losgelaufen und wurden von einem ganz hartnaeckigen verfolgt. Der dachte dass er auch wenn wir laufen seine Provision abholen koennte wenn er so taete als ob er uns ins Hotel gebracht haette. Tja mein lieber, nicht mit uns. Wir sind dann einfach in ein anderes gegangen. Die Zimmer dort waren aber so scheisse dass wir weitergesucht haben, aber immer nur in entweder ausgebucht oder total schlechte Hotels bzw. Guesthouses gelandet sind. Ich glaube im allerschlechtesten sind wir dann auch abgestiegen. Das Bettlacken war schon gebraucht, aber dafuer hat man als Backpacker natuerlich immer sein eigenes dabei und das Schloss tat nicht richtig. Das Bad war auch nicht der Bringer und der Deckel vom Toilettenkasten fehlte komplett. Mei.... das muss jetzt reichen und morgen suchen wir uns ein neues.
Eine Stunde nach unserer Ankunft, wir frisch geduscht und tierisch hungrig, klopfts an der Tuere, ja das hier das Schloss kaputt sei sollten wir ins Zimmer nebenan umziehen.... tausend mal Entschuldigung. Aha. Naja, da sah das Laken noch schlimmer aus und wir verlangen ein neues, damit waren die aber irgendwie ueberfordert und wollten doch tatsaechlich statt einem neuen uns das vom anderen Zimmer holen. Wir haben dann gesagt, gut sie sollen es lassen.... Mei waren wir genervt.
So, aber im Bad kam dann die boese Ueberraschung. Zahnpastareste im Waschbecken, ein komischer Becher mit komischem Weisen Inhalt auf dem Boden und args hat mich das alles aufgeregt. Aber nun waren wir halt doch schon umgezogen.
Viel passiert ist an dem Tag nimmer, wir haben uns was zu Essen gesucht was in Anbetracht der nun schon sehr fortgeschrittenen Zeit auch nimmer so leicht war und sind dann ins Bett.
Naechster Tag, neues Glueck.... haben recht schnell ein sehr schoenes Hotel gefunden (direkt neben der Haltestelle vom Vortag, haetten wir das mal gesehen, haette uns das einiges an Lauferei gespart), sauberes, neues Bad und weiches Bett, Ventilator und TV. Ich hab hier dann erst mal Zaehne geputzt, dass wollte ich im andern nicht und es ging wieder auf Nahrungssuche.
Fuer den Mittag hatten wir uns den Vulkansee vorgenommen, ein wunderschoener See ausserhalb Banlungs. Hierfuer haben wir uns dann ein Moto also einen Roller samt Fahrer gebucht. 2$ pro Person und zumindest fuer mich sehr ungemuetlich, ich hatte natuerlich dann den Platz hinter Rene und da die Dinger logischerweise nur fuer 2 Personen zugelassen sind haben die auch nur 2 Fussraster. Also musste ich meine Beine schoen wegspreizen damit ich nicht ausversehen an den heissen Auspuff komme.
Der Vulkansee war wunderschoen. Er hat ungefaehr einen Umfang von 3 km und es gibt nur wenige Zugaenge zum See, der Rest ist stark zugewachsen. Baden durfte man da auch und Rene hat die Stege zum reinspringen genutzt. Da ich als Frau hier nur in einem Sarong gewickelt rein kann und dieser die Bewegungsfreiheit doch sehr einschraenkt hab ich dann die Treppe bevorzugt. Hier ists uebrigens sooooo schweineheiss dass wir nur am Wassertrinken sind und damit kaum hinter her kommen. So ein Bad im lauwarmen Vulkanwasser bringt doch schon Abkuehlung :-)
Da genau dieser See im Prinzip die einzige Attraktion in Banlung und Umgebung ist wollten wir am naechsten Tag auch gleich wieder weiterfahren. Wir hatten uns ein Ticket fuer den Bus nach Kampong Chang gebucht, dies liegt ungefaehr 150 km vor Phnom Penh, denn die Strecke dort runter wollten wir dann doch lieber auf 2 Tage verteilen.
Naechster Morgen, Wecker klingelt um 5:40 Uhr, was fuer unsere Urlaubsverhaeltnisse verdammt frueh ist. Gut geschlafen hab ich nicht, denn ich hatte immer Schiss dass wir verschlafen wuerden. Ich hab mich dann aus dem Bett gequaelt und Rene gleich mit :-) und puenktlich um viertel nach 6 haben wir das Hotel verlassen und sind die 50m weiter zum Bus gelaufen. Dort gleich eingestiegen, natuerlich mit Gepaeck und auf die Abfahrt um halb 7 gewartet. Puenktlich um viertel vor 7 gings dann auch los :-)
Auf der Fahrt hab ich versucht zu schlafen, doch weit sind wir eh nicht gekommen. Punkt 8:20 Uhr hielt der Bus ploetzlich an, viele sind ausgestiegen, ich hab mich noch ueber die fruehe Pinkelpause gewundert und dachte mir, na gut, dann nutz ich die halt auch. Als ich mich dann aus den Bueschen wieder rausgeschlichen habe sah ich dann dass der Fahrer und sein Begleiter sowie einige der Reisenden hinter dem Bus an der offnen Motorklappe standen. Oje, ist wohl ne unfreiwillige Pause....
Nun ging das Warten los. Auf was warten wir? Rene hat rausgefunden dass an der Kuehlung ein Teil schon mal notduerftig geschweisst worden war. Genau diese Schweissstelle war wohl nun wieder gebrochen und somit tat unsere Kuehlung nimmer. Was natuerlich morgens bei einer Temperatur von schon 30 Grad noch betraechtlicher ist als bei den aktuellen -10 Grad herrschenden Temperaturen in Deutschland :-)
Nun hat der Fahrer das Teil ausgebaut, aha! Und wurde dann um 9:20 Uhr abgeholt um dieses Dingens zurueck nach Banlung zu bringen, wir vermuten um es zu schweissen. Auskunft des Fahrers war dass er in ca. 3 h zurueck sei. Mittlerweile kam die Sonne aber durch die paar Baeume die bisher dem Bus Schatten gespendet hatten durch, was bedeutete dass es im Bus nicht mehr auszuhalten war. Gluecklicherweise gabs in der Naehe mehrere Stelzenhaeuser und unter denen haben es sich dann im dicken Staub die Leute bequem gemacht. Rene und ich haben es uns dann in seiner Haengematte gemuetlich gemacht, aber wenn man da halt Bein an Bein sitzt heizt man sich dummerweise noch mehr auf und ich bin gefluechtet, hab mich dann auf einem in 1-m Hoehe befestigten Bretterboden "gemuetlich" gemacht. Sprich meinen Sarong in den Staub gelegt und mein aufblasbares Kissen draufgelegt. Nun also abwarten und Tee trinken, so man einen Haette.
Da es mittlerweile tierisch heiss war kann man sich ja vorstellen wie wir im Schatten schwitzen und das Wasser ganz schnell zu neige ging. Die drei Stunden waren mittlerweile vom Busfahrer schon um eine ueberzogen und ein Ende war nicht in Sicht. Natuerlich sprach keiner der Kambodschaner wirklich Englisch, also Auskunft einholen erfolglos!
Gluecklicherweise kam ein fahrbarer Kiosk vorbei, der wurde von den Reisenden natuerlich sofort bestuermt, wir haben auch jeweils noch nen Liter Wasser abbekommen. Alsbald waren die dann auch aufgebraucht und langsam ging schon die Sonne unter. Mir war nur noch zu heulen zumute, aber mit welchem Wasser?????? Um halb sieben wars dann Stockdunkel und da wir am A... der Welt sassen gabs natuerlich kein Licht und so mussten wir den Sternenhimmel geniessen, keine schoene Vorstellung unter dieser Situation. Habe ich schon erwaehnt dass die Klamotten total durchgeschwitzt waren und der rote Staub ueberall klebte?
Um sieben kam dann die erloesende Nachricht, dass nun ein anderer Bus in Banlung losfahren wuerde um uns die Weiterfahrt zu ermoeglichen. Der sei dann so um 21 Uhr da. Kaum zu glauben: der war sogar eine halbe Stunde frueher da. JUHUUUUUU!!!!!!
Und was man noch weniger Glauben kann, in nur einer viertel Stunde hatten saemtliche Passagiere ihren Kram vom dunklen Bus in den neuen Bus geschafft und die Fahrt ging um 20
:44 Uhr endlich weiter, also geschlagene 12 h und 24 min spaeter.
Ihr koennt Euch sicherlich vorstellen, dass meine urspruengliche Freunde auf Kambodscha in pure Enttaeuschung, wenn nicht sogar Verzweiflung oder Hass umgeschlagen hat. So, da es nun ja so spaet war haben Rene und ich uns dazu entschieden einfach bis Phnom Penh weiterzufahren (da keiner mehr die Tickets ueberpruefte war das auch kein Problem), schliesslich will man nicht morgens um 4 Uhr irgendwo aufschlagen. Als wir in Phnom Penh dann ankamen wars es 5:40 Uhr und da ich meinen Wecker von gestern nicht ausgeschalten hatte fing der kaum das wir unsere Sachen packten auch gleich an zu klingeln. Unsere Tortour hatte also nach 24 h ein Ende genommen. Ein Guesthouse hatten wir schnell gefunden, denn Rene wollte wieder ins Capitol, dort wurden wir von einem Tuktuk hingebracht und bekamen sofort ein Zimmer. Gute Nacht! (oder doch guten Morgen?)
Nach 2 Stunden Schlaf und einem guten Fruehstueck sah dann alles doch wieder besser aus und wir hatten heute einen schoenen Tag. Aber dazu ein anderes Mal.
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