Monday, April 5, 2010

Yokyakarta, superschoene Stadt!

Sodele, nun bin ich also in Yokyakarta. Und nachdem ja Solo so langweilig und enttaeuschend war konnte es ja nur besser werden, und wie!

Wir sind heute wieder mit dem Zug gefahren. Zuerst mit der Rikscha bzw. Betscha, wie man die hier nennt zum Bahnhof kutschieren lassen, dann irgendein Ticket fuer den naechsten Zug nach Yokya (die sind hier zu faul es komplett auszusprechen und kuerzen es dann auch einfach ab), fuer schlappe 90 Cent sind wir dann ueber ne Stunde spaeter dort auch angekommen.

Gleich wenn man aus dem Hauptbahnhof herauskommt und ein paar Meter nach links und dann nach rechts in eine kleine Gasse einbiegt ist man in einem Viertel welches fast nur aus kleinen Losmen (Gaesthouses), Homestays und Hotels besteht. Man laeuft da durch winzige Gaesschen, die Waende bunt, hunderte von Pflanzen - einfach traumhaft schoen. Wir haben ein bischen gebraucht bis wir dann ein Zimmer fuer uns gefunden haben, aber dafuer wohnen wir jetzt sehr guenstig in einem hellorangefarbenen Zimmer mit Balkon :-) Und der Besitzer kann Deutsch denn er hat fuer 1,5 Jahre in Stuttgart-Stammheim gewohnt, nein nicht im Gefaengnis :-)

Natuerlich haben wir dann auch sofort ne Tour angeboten bekommen, aber wann wir die grossen alten Tempel anschauen wissen wir noch nicht, erst mal hier das Leben geniessen und mitschwimmen. Daher haben wir dann auch erst mal die Waesche zum Waescheservice gebracht und uns eine Warung fuers Mittagessen gesucht, wobei wir nicht viel suchen mussten, denn derjenige der uns die Tour angeboten hatte, hat uns einfach mal durch die Gassen zum Waescheservice und dann zu einer Warung gebracht. Lecker Haehnchensuppe mit Reis gabs dann als Mittagessen fuer uns. Danach gings noch zu einem Batikkuenstler. Batik ist ja hier ganz gross wie ich schon geschrieben hatte, aber der Kuenstler gestaltet eben Bilder mit dieser Technik. Er hat uns dann bei einer Tasse Tee auch alles ganz genau erklaert. Und wies der Zufall so will, er gibt auch Batikkurse. Ich wollte ja schon in Solo einen besuchen, aber da wurde dann doch nichts draus. Ich werds mir also ueberlegen ob ich den Kurs dort mache und erst mal noch Preise vergleichen.

Und wie geniesst man nun das Leben? Indem man einfach durch die Gassen und Strassen streunt, in einem grossen Einkaufszentrum gefrorenen Joghurt mit frischen Erdbeeren und Schokoladekuegelchen drauf geniesst und wie immer von wildfremden Leuten angesprochen wird. Einer davon war ein 50-jaehriger Mann der sich tierisch drueber gefreut hat dass wir aus Deutschland kommen denn sein Sohn studiert nun seit fast einem Jahr in Saarbruecken Medizin. Sein Englisch ist nicht das beste, aber seine Frau stand daneben und sie haben sich ganz gut ergaenzt. Und dann laed er uns doch tatsaechlich zu sich nach Hause ein um noch ein bischen zu quatschen. Na, das lassen wir uns doch nicht nehmen.

Bei einem Glas O-Saft mit Eis haben wir dann Bilder seines Sohnes aus Saarbruecken angeschaut sowie die Hochzeitsbilder seiner Schwester die mit einem Hamburger Jung verheiratet ist. Und das mit dem Englisch tatsaechlich nicht so weit her war musste dann seine 14-jaehrige Tochter ran die dann immer uebersetzte. War sehr lustig. Wir haben dann auch noch eine Aufnahme der Tochter angehoert die mit ihren 14 Jahren eine so unglaublich schoene und tiefe Stimme hat, mich hats fast umgehauen. Aber das sollte noch nicht alles sein. Mittwochabend werden sie ein Cafe (oder eine Warung, das ist uns nicht ganz klar) eroeffnen und wir sind doch tatsaechlich schriftlich(!!!!!) zu ihrem Grand Opening eingeladen. Ist das nicht schoen? Natuerlich kommen wir, bin schon sehr gespannt wie das wird.

Die Zeit verging wie im Fluge und schon wars nach 6 Uhr. Also mal schauen wie wir hier aus diesem Viertel in dem wir nun gelandet sind wieder rauskommen um zu unserem Viertel zu kommen. Das sind hier wirkliche Labyrinthe :-)

Ich hab uebrigens den Batikkurs bei diesem Kuenstler gebucht. Morgen ab neun werde ich also ein Stueck weissen Stoffes mit Wachs und Farbe bearbeiten.

Jetzt erst mal Essen fassen und dann wohl bald ins Bett. Hier isses ganz schoen heiss, da werd ich dann sicher noch 2 Duschen heute nehmen ;-)

Noch ne kleine Anmerkung in Sachen Kriegscomputerspiele. Sitzt doch tatsaechlich neben mir am anderen Rechner ein Junge, ich schaetze mal so 8-10 Jahre alt, und der zockt Counter Strike :-(((((

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