Die Tour ging dann durch einige der verschiedenen Stadtviertel von Singapur, Littel India, war ja der Startpunkt, dann gabs noch Chinatown und andere, deren Namen ich jetzt nimmer weiss. Aber es war grossartig, wir haben unglaublich viel gesehen und waren erst nachts um halb 12 wieder zurueck im Hostel. Jeder war gluecklich, keine groesseren Unfaelle waren passiert.... aber fertig waren wir trotzdem. Michael war ein super Fuehrer und hat uns sehr viel ueber das Leben ins Singapur erzaehlt.
Singapur hat sehr viele Regeln und wenn man z.B. an der falschen Stelle in Singapur raucht dann kostet das schon mal 500 Euro Strafe. Essen und Trinken in den Bahnhoefen und Zuegen kostet 250 Euro und fuer Drogen gibts hier immer noch die Todesstrafe, da reicht schon der Besitz. Aber da ich ja eh nichts der gleichen mache muss ich auch keine Angst haben. Wobei ich sagen kann. Wenn man da so in der U-Bahn sitzt und faehrt und das Schild mit "Essen und Trinken verboten" sieht, bekommt man ganz schnell unglaublichen Durst, das ist dann wirklich gemein.
Viele neue Leute haben wir durch die Tour kennengelernt und wieder Reiseerfahrungen ausgetauscht, das hat wirklich sehr viel Spass gemacht und es verwundert nicht dass wir dann doch erst um 1 ins Bett sind (klingt fuer viele sehr frueh, aber normalerweise sind wir schon frueher im Bett da wir jeden Abend total fertig sind).
Am naechsten Tag erst mal gemuetlich Fruehstuecken. Ich hatte mir am ersten Tag ja noch Muesli besorgt und war richtig gluecklich nochmal ein sooo leckeres Fruehstueck zu haben. Das geht ja mal gar nicht nur Toast mit Orangenmarmelade und Margerine sowie 2 hartgekochten Eiern zu essen.
Rene wollte an diesem Tag guenstige Bauteile kaufen die er mit nach Hause nehmen kann. Daher sind wir dann in den Sim Lim Tower gegangen, dummerweise war Sonntag und somit nicht so viele Geschaefte auf (es waren zumindest ueberhaupt welche auf, was ja in Deutschland gar nicht so ist). Dort haben wir Chris (ein Englaender der hervorragend Deutsch spricht da er das zum einen studiert und zum anderen schon in Deutschland gelebt hatte und der auch auf der Tour dabei war) wiedergetroffen. Er war auch auf der Suche nach etwas aber im falschen Einkaufszentrum. Denn dieses ist der "Sim Lim Tower" und nicht das "Sim Lim Center".
Rene und ich sind dann mit ihm rueber, denn es lag ja nur auf der anderen Seite einer sehr grossen Strassenkreuzung. Wir sind dann durch 7 Stockwerke gelaufen die vollgestopft mit Kamera-, Laptop-, Handy- und anderem Elektrokramslaeden ist. Da musste ich doch sehr an einige meiner Technikfreakkollegen denken, es waere das reinste Paradies fuer sie :-)
Gefunden hat aber keiner was, zumal alle Geraete nicht viel guenstiger sind als in Deutschland und man eh nur eine Garantie fuer Singapur, nicht jedoch fuer Deutschland haette. Lohnt sich also nicht.
Weiter gings dann zu einer Reise- und Essensmesse. Michael hatte uns am Tag zuvor gesagt dass man dort an den Staenden verschiedenste Sachen fuer gerade mal 1 Singapurdollar, also ca. 50 Eurocent, essen koennte. Das lockt uns natuerlich an. Aber so toll wars dann leider doch nicht. Es gab ein paar Sachen die wir gegessen haben, die waren auch wirklich lecker, aber das wars dann schon. Interessant fand ich jedoch die Reisebusse die sie in den 5 Stock gekarrt haben. Erste Klasse!!!!! Die Sessel, ich traue mich ja kaum die noch Sitze zu nennen, kann man sehr weit nach hinten lehnen, an jedem Sitz gibts noch nen Monitor fuer Videos und noch vieles mehr. So nen Bus habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.
Chris hat sich schon gleich bei der Messe von uns verabschiedet da er noch verabredet war, also sind Rene und ich einfach noch ein bischen durch die schoen gekuehlten Einkaufszentren geschlichen und haben sogar noch was eingekauft.
Voellig fertig kamen wir abends dann wieder im Hostel an.
Chris ist leider an diesem Abend schon abgereist, nicht jedoch ohne vorher noch ein gaaaaaanz schnelles Bierchen mit uns zu trinken. Jas, Darcy, Rene, Chris und ich sind in den kleine Minisupermarkt von nebenan und haben uns Bier und fuer mich ein Bacardi Brezzer geholt und vor dem Supermarkt noch auf unser Kennenlernen und Chris' Abschied anzustossen. Wir anderen sind dann im Prinzip vor dem Hostel haengengeblieben. Immer mal wieder Nachschub im Supermarkt holen, ansonsten da draussen sitzen und quatschen. War ein superlustiger Abend mit denen.
Am naechsten Tag mussten wir dann aber dummerweise frueh raus, dabei sind wir ja erst um 2 ins Bett, aber der Flieger zurueck nach Indonesien muss ja erwischt werden.
Zurueck in Yogyakarta waren wir dann um ca. 1 Uhr. Und da wir schon auf halben Weg zum Prambanan Tempel waren sind wir halt direkt dort hingefahren, hatten ja nur Handgepaeck dabei. Dieses konnten wir beim Tempel dann sogar hinterlegen, war also fuer uns jetzt kein Problem.
Einen Tourguide wollten wir uns dann nicht holen, hatten wir bisher ja nie, auch wenn das hier Weltkulturerbe ist. Als wir dann kurz vor dem Tempel selbst standen, sprach uns eine 16-jaehrige Schuelerin an und bot uns eine kostenlose Fuehrung an, denn sie sei hier gerade im Training. Gut dann machen wir das und hatten viel Spass mit ihr. Sie hat uns die Tempelanlage recht ausfuehrlich erklaert und ich war ich doch sehr dankbar.
Was nun aber enttaeuschend war. Prambanan besteht aus vielen, vielen Tempeln grosse in der Mitte und dann um die 150 kleine drumherum und das ganze ergibt dann ein Quatrat. Leider stehen nur noch die grossen und in alle darf man auch nicht rein denn vor 4 Jahren wurde der Grossteil durch ein starkes Erdbeben zerstoert. Man versucht zwar wieder einiges aufzubauen, aber da eben auch Yogyakarta durch das Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht wurde, wurden viele der Steine von den Ansaessigen geklaut und in ihren neuen Haeusern verbaut. Sprich, nie wieder wird die Anlage in voller Pracht zu sehen sein. Da ist traurig.
Vom Hunger geplagt haben wir uns dann ein Betscha zum Busterminal zurueck genommen und wollten dort eigentlich was essen, aber da der Bus gleich abfahren wollte sind wir dann doch lieber gleich zurueck in die Stadt gefahren. Im Hotel haben wir dann unser Gepaeck in einem Zimmer vorgefunden, lief also alles glatt soweit. Und dann erst mal essen und fuer den Rest des Tages entspannen.
Am kommenden Tag haben wir uns den grossen Sultanspalast angeschaut. Der ist aber genauso langweilig wie alle anderen Sultanspalaeste die wir bisher begutachtet hatten. Haetten wir uns also sparen koennen. Weiter gings zum Vogelmarkt, dort bekommt man alle moeglichen Arten von Singvoegel, aber auch Haehne und Huehner. Desweiteren Schlangen, Kaninchen, Hasen, Meerschweinchen, Maeuse und und und.... Schlimm fand ich aber die suessen, kleinen Welpen die einzeln in winzigen Kaefigen eingepfercht, jaulend auf neue Besitzer warteten. Das ist einfach Tierquaelerei und daher hab ich dann den Vogelmarkt umgehend verlassen, den solches Elend will ich nicht anschauen.
Da der Tag ja sooo anstrengend war sind wir am naechsten Tag dann ganz spaet erst losgekommen. Ich war zwar schon frueh aufgestanden, aber Renes Kreislauf kam gar nicht in Schwung und zu dem Zeitpunkt als es ihm besser ging hatte ich dann tierische Kopfschmerzen. Gut dann eben mal langsam machen. Um 2 sind wir dann endlich in den Bus zur Borobudur Tempelanlage gefahren. Dies sollte ungefaer eine Stunde dauern. Mit Umsteigen waren wir um viertel nach 4 dann endlich dort. Schoen bloed wenn der letzte Bus zurueck nach Yogya schon um halb 6 faehrt.
Aber jetzt sind wir schon da dann leisten wir uns auch den sauteuren Eintritt fuer die Anlage. Also hin zum Tempel, am Besten mit einer Betscha. Der Betschafahrer war ein ganz schoener Halsabschneider und hat nen Haufen Geld von uns verlangt. Er meinte das sei ein guter Preis und ist nicht davon abgerueckt. So haben wir fuer einmal um die Ecke und nachher zurueck 20.000 Rupiah bezahlt was einfach nicht im Verhaeltnis zu dem steht was wir sonst bezahlen.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten gings dann auch sofort mit einem kleinen Touristenzueglein zum Tempel, das hat uns nochmal Zeit gespart. Dann schnell durch den Tempel gehetzt, viele Fotos geschossen, auch von mir :-) und zurueck zum Betschafahrer gelaufen. Rene hat echt ein bischen uebertrieben, denn wir hatten nun nicht mal eine halbe Stunde dort verbracht und als wir wieder am Busterminal waren hatten wir noch 15 min Zeit bis der endlich losfuhr. Naja. Dann ist man halt noch schnell was :-)
Zurueck zum Losmen gings uebrigens viel schneller, denn der Busfahrer hat uns an einem anderen Busterminal in Yogya rausgeworfen welches geschickter liegt. Ha, und waeren wir schon in erster Linie dort hingefahren dann haetten wir auch nicht so hetzen muessen. Aber schlauer ist man ja immer hinterher. :-)
Viel zu erzaehlen gibts jetzt ueber Yogya nimmer, am naechsten Tag wollten wir dann mit dem Bus weiter nach Pangandaran ans Meer um endlich noch ein paar Tage richtigen Ausspannurlaub zu haben. Da wir erst sehr spaet los sind blieben wir aber leider nachmittags um vier in Cilacap (Tschilatschap) haengen, der Ort in dem wir haetten umsteigen sollen. Es fuhr aber kein Bus mehr weiter nach Pangandaran. Also haben wir uns halt ein Hotel dort gesucht und haben somit eine Zwischenstation.
Naechster Tag, duerftigen Tee zum Fruehstueck geschluerft, gepackt und mit dem Bemo zum Busterminal. Dort wartete auch schon der Bus der 5min spaeter Abfuhr. Rene konnte gluecklicherweise noch schnell etwas Wasser fuer uns besorgen. Die 3-stuendige Fahrt war die schoenste die wir bisher hatte, zumindest ist das meine Meinung. Es war zwar ein kleiner, alter, klappriger Bus ohne jegliche Beinfreiheit, zwischenzeitlich war der auch richtig dolle voll, aber die Landschaft war einfach herrlich. Es ging durch Dschungel und Plantagen, kleine Doerfer deren Haeuser man manchmal kaum sah, da deren Vorgaerten mit Palmen und Baeumen vollgepflanzt sind, ein wahrer Genuss einfach.
In Pangandaran angekommen wurden wir wieder von Betschafahrern belauert und einer meinte dann dass er uns fuer nur 5000 Rupiah pro Person zu den Hotels bringen wuerde und wir ihn erst bezahlen muessten wenn wir eines gefunden haetten welches uns auch gefaellt. Mit unserem Gepaeck wurden wir dann aber auf zwei Fahrer verteilt und die haben uns dann zu 4 Hotels beziehungsweise homestays logiert. Wir mussten dann auch tatsaechlich nur 5000 pro Person bezahlen, aber dafuer bekamen die dann 15000 Kommision vom Homestay in dem wir nun abgestiegen sind. Das passiert natuerlich immer alles hinter unserem Ruecken, aber andere die hier auch abgestiegen sind haben es uns erzaehlt.
Was wir hier bisher so erlebt haben werd ich dann ein andermal schreiben.... schliesslich bin ich hier ja nun zum entspannen und faulenzen :-)
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