Wo war ich stehen geblieben? Richtig, die Fahrt nach Lovina Beach. Wir wurden also morgens um 10 Uhr abgeholt nachdem wir nun 3 Tage hintereinander Bananenpfannkuchen und Obstsalat (wurde halt so im Homestay angeboten) hatten. Den Fahrer hatten wir am Vorabend auf der Strasse angesprochen, so laeuft das hier ja, oder eher andersrum, egal, er wollte erst 500.000 Rupia haben, wir haben ihn dann aber auf 400.000 Rupia runtergehandelt was immer noch 40$ und viel Geld ist.
Los gings erst mal Richtung Sueden, sonst kommt man von Ubut nicht dort hin wo wir wollen, weiter nach Westen und dann ab in den Norden. Wir sind durch wunderschoene Landschaften gefahren, Dschungel, Reisfelder, schoene Doerfer, die Fahrt war noch besser als die letzte die wir hatten. Zwischenstop machten wir dann in Candi Kuning und besichtigten den Tempel Pura Ulun Danu Bratan direkt am See. Leider war da aber eine grosse Zeremonie und die war fuer Touris gesperrt, daher haben wir dann den Tempel von aussen angesehen, aber 2 Tuermchen stehen ja direkt im Wasser, da ist nix mit Zeremonie. Witzig war aber dass etwa 100 m entfernt eine Moschee steht und von dort der Muezzin (Ausrufer) heruebertoente.
Da es nun auch schon nach Mittag war und unsere Maegen knurrten, desweiteren der Regen anfing baten wir dann unseren Fahrer an einem local Warung anzuhalten, also an einem wo normalerweise keine Touris hinkommen und die Preise guenstig sind. Es gab mal wieder Nasi Campur (gesprochen Nasi Tschampur), also Reis und ein bischen von allem was im Angebot ist. Mei, ich kann meistens von diesem Essen nur schwaermen. Denn das schoene ist dass jeder Warung ja sozusagen sein eigenes Sueppchen kocht und wir bisher immer andere Sachen auf unserem Reis hatten. Einmal hatten wir eine Wurst die echt eklig aussah, das Dingens sah von aussen schrumpellig-schwarz und an der Bruchstelle sehr fettig aus. Rene war so tapfer und hat reingebissen und meinte das sei sehr lecker. Gut dann ich eben auch, und zum Glueck! muss ich sagen. Denn das war kein Fett sondern leckeres Schweinefleisch und die Wurst war leicht scharf, Wooooowwwwww. Dann gibts oft auch Zitronengras in kleinen Streifen geschnitten mit Gemuese gemischt oder Fleischstuecke, irgendwelche fritierten kleinen Fladen, also immer Zeugs dem man nicht ansieht was drinnensteckt. Und in diesem Warung in dem wir waren bekamen wir auch noch Suppe. Die war aber sooo elendlich scharf dass mir nach 3 Loeffeln mal kurz die Luft weggeblieben ist. Nicht dass die lange nachgebrannt hatte, nein, aber sie war scharf fuer den kurzen Moment.
Dazu trinken wir sehr oft Teh also Tee :-) Mal als Es Teh (Eistee) oder halt warm. Normalerweise immer mit Zucker, aber irgendwie waren die letzten Tees immer so dermassen suess dass man fast nen Zuckerschock bekam und bei mir schon nach nem halben Glas eine leichte Uebelkeit aufstiegt. Daher sind wir jetzt dazu uebergegangen ohne Zucker zu bestellen und dann selbst zu mischen. Da haben wir doch heute glatt ein kleines Glas, ich tippe mal auf 100ml Zuckersyrup zum selber suessen bekommen. Da wundert mich natuerlich jetzt nichts mehr!!!!! Ich hab mir ein kleines bischen reingeschuettet, das war schon genug.
Zurueck zur Fahrt. Nachdem wir nun also supergesaettigt wurden sind wir dann hati-hati (ist Balinesisch und bedeutet "sei vorsichtig") die kurvige Strasse hochgefahren. Es hat naemlich geschuettet wies nur irgendwie ging. Unterwegs kamen wir dann noch an wilden Affen vorbei, die da so am Strassenrand oder auf der Leitplanke sassen und irgendwelchen Muell futterten.
Naechster und letzter Zwischenstopp sollte dann der Gitgit-Wasserfall sein. Aber wir hatten ja immer noch die offenen Wolken ueber uns. Also was tun? Warten oder bis zum Ziel fahren. Naja, wir warten dann doch lieber mal. Am Parkplatz zum Wasserfall war natuerlich ein Restaurant und so hab ich mir meinen Hut aufsetzt und meinen Sarong um die Schultern gelegt und bin die 5 m zur Treppe sowie dessen Stufen hochgerannt so schnells nur irgendwie ging. Rene der auf der "falschen" Seite des Autos aussteigen musste, durfte sich hingegen ueber einen freundlichen Parkplatzwaechter mit Regenschirm freuen. Der hat ihm dann den Regenschirm bis zum Restaurant hoch getragen. Haette ich mal nur ein bischen laenger gewartet :-)
Nun sassen wir da also so ca. 1,5 h fest bis der Regen endlich nachlies und dann komplett aufhoerte. Mein Tee war natuerlich schon laengst leer und ich hatte auch keine Lust mehr Reisefuehrer zu lesen und war sehr gluecklich darueber. Auf gings an geschaetzen 50 vielleicht auch nur 40 Verkaufsstaenden vorbei, den Betonweg bzw. Treppen rauf und runter. Unterwegs wurde ich zweimal angehalten und sollte mir die Sachen angschauen, ich hab dann nur gesagt vielleicht spaeter. Das sollte man nie sagen, dann kommt naemlich die Frage: Wie heisst Du denn? Und die merken sich den Namen bis man zurueckkommt, da wird man dann von weitem schon mit dem Namen begruesst :-)
Hachja, der Wasserfall war uebrigens wundervoll. Ca. 30 m hoch (sagt mein Reisefuehrer) und dank des Starkregens natuerlich sehr beeindruckend viel Wasser. Wir haben dann noch ein bischen Fotos geschossen und dann den Rueckweg angetreten. Mei, und wie lange ich dann in den beiden Laeden verbracht hatte. Beim Ersten kam ich nach ca. 5 min schon wieder raus. Ich hatte da was schoenes gesehen, aber sie wollte mit dem Preis einfach nicht weit genug runter, also lassen wir das halt. Beim naechsten Laden haben wir dann bestimmt bald ne halbe Stunde eingekauft und gehandelt. Alles was ich wollte hab ich zwar dann nicht bekommen, da zu teuer, aber nun sind wir glueckliche Besitzer eines sehr schoenen Balifotoalbum in welchem ich dann meine Balibilder reinpacken werde und noch von schoenen aus Kokosstuecken zusammengesetzten Schalen die nach Zimt duften :-)
Nach geschlagenen 1,5 h kamen wir dann bei unserem Fahrer wieder an. Der arme war sicherlich etwas gelangweilt, aber er stand ja bei anderen Fahrern und konnte sicherlich gut mit denen plaudern. So ist das halt, dafuer wird er aber auch gut von uns bezahlt.
Regen gabs zum Glueck an diesem Tag nimmer, daher sind wir gut nach Lovina Beach durchgekommen. Dort wollten wir nochmal zum Hotel schauen in dem Rene schon vor vier Jahren untergekommen war. Das waren damals allerdings andere Zeiten. Zum Einen absolute Nebensaison im Juni und zum Anderen nur 4 Jahre nach dem ueblen Bombenanschlag auf eine Diskothek in Kuta. Somit so gut wie ueberhaupt kein Touris und Rene hatte damals einen Bungalow fuer nur 5$ die Nacht direkt am Strand. Tja, heute wollten die erst mal 30$ dafuer und nachdem wir gesagt haben dass wir nur nen Ventilator und keine Aircon haben wollten, haetten wir ihn fuer 25$ bekommen. Aber das ist in unserem Budget ueberhaupt nicht drin. Dann halt weiter zu anderen Hotels.
Ich weiss jetzt nicht ob schon beim ersten Hotel oder erst beim zweiten, wir hatten ploetzlich nen Typen bei uns der mit seinem Motorrad unterwegs war und uns gleich in irgendwelche Hotels bringen wollte. Ich habe aber meinen Reisefuehrer rausgezogen und gesagt welche Hotels wir uns anschauen moechten. Er hat dann immer irgendwelche Kommentare abgegeben, z.B. ja das eine sei nicht so gut, denn die haetten das Grundstueck zum Strand verkauft und man haette nun keinen direkten Zugang mehr. Na gut, dann schauen wir halt erst noch ein anderes fuer unsere Preisklasse an. Aber das war dann echt die letzte Bruchbude und ein superekliges Bad, dafuer wollten die tatsaechlich 10$. Nicht mit uns, also doch in das mit dem verkauften Grundstueck und siehe da, schoenes Zimmer fuer 10$ sowie ein Durchgang zum Strand. Also bleiben wir hier.
Als ich einchecken war stand der Typ wieder neben mir und meinte ob ich nicht die Delphine anschauen moechte, das waere sein Job, solche Touren zu verkaufen, ich hab gesagt, bestimmt, aber ich entscheide mich doch nicht jetzt. Er fragte nach ner Weile dann wie denn mein Name sei, ich hab ihn dann gefragt weshalb (der Typ ging mir echt auf die Nerven!!!!), darauf hin hat er noch was gemurmelt, nochmal gewartet und mir dann nen schoenen Aufenthalt gewuenscht :-)
So, Zimmer bezogen und ab zum Strand, juhuu, das gibts ein paar Palmen, da muss ich doch gleich mal meine Haegematte ausprobieren. Gesagt, getan, Haengematte aufgehaengt und erst mal noch kurz ins Wasser. Allerdings bin ich nur knoecheltief rein denn das Wasser sah soooo schmutzig aus, echt uebel. Und dabei soll doch der Strand hier so richtig schoen sein. Schwarzer Sand und sauberes Wasser? Sand ja, aber auch mit viel Muell.... args, wo sind wir denn hier gelandet?
Also halt nur Haengematte und ein bischen lesen. Das war wirklich schoen entspannend bis dann die Verkaeufer anruecken. Die kommen ganz freundlich und fragen wies geht und zeigen dann die Waren, Anhaenger oder Tuecher, alles was das Herz begehrt. Nein danke! Ich hab gesagt dass ich heute nen entspannten Tag haben moechte und das ganz ohne Shopping. Ja, vielleicht ja morgen? Und wie ich denn heisse? Hmm, natuerlich hab ich dann meinen Namen gesagt und gleich wussten alle Bescheid, denn der ging wie ein Lauffeuer zu allen die gleich auch noch kamen. Ich hatte dann die Schnauze voll, meine Haengematte zusammen gepackt und bin zurueck zum Bungalow.
Die nachsten beiden Tage, also gestern und heute waren super entspannt. Nichtstun und noch mehr Nichtstun und weils so schoen ist gleich noch ein bischen. Dazwischen mal noch ein bischen lesen und in der Haengematte vor dem Bungalow rumhaengen. Einmal waren wir gestern frueh noch im Wasser, man muss halt erst mal durch den Dreck ein bischen durchschwimmen dann kommt man zum einigermassen sauberen Wasser, dort ists dann ganz schoen :-)
Auf dem Rueckweg hatte ich schon gehofft von der laestigen Verkaeuferin vom Tag zuvor verschont zu bleiben. Pustekuchen! Da sie ihrer Waren auf dem Kopf balanciert kommt die gluecklicherweise nicht so schnell voran. Rene und ich sind dann so schnell wie wir barfuss durch den heissen Sand rennen konnten zu ihren Violetta-shopping-Violetta-shopping-Rufen die 20 m zum Hotel zurueckgerannt und ab in den Bungalow. In die Anlagen duerfen die ja nicht rein... also gerettet....
Heute waren wir mal noch kurz mit dem Bemo in Singaraja (Singaratscha, bedeutet Loewe-Koenig) der naechstgroesseren Stadt. Rene wollte unbedingt zum naechsten grossen Supermarkt und dort noch Kaffee einkaufen, der von Bali und spaeter auch von Java gehoert wohl zu den Besten Kaffees, ich kanns ja nicht einschaetzen....
Ein Bemo hat ungefaher die Groesse eines VW-Bussles wie man sie von frueher kennt. Auf der linken Seite ist eine Falttuere die meistens offen steht und im hinteren Raum, also hinter dem Fahrer sind auf den Laengsseiten gepolsterte Baenke fuer die Passagiere. Diese Bemos fahren normalerweise immer eine bestimmte Strecke rauf und runter und man haelt die einfach an der Strasse an und steigt ein, nennt sein Ziel und gut ist. Kaum dass wir vor unserem Hotel standen kam auch schon ein blaues (so wie es unsere Hotelbesitzerinsschwiegertochter gesagt hatte) Bemo an und wir fuhren bis zum Zentrum von Singaraja. Dort haetten wir eigentlich in ein rotes Bemo umsteigen sollen welches zum Supermarkt faehrt. Aber der Fahrer meinte, er sei ein Spezialbemo und wuerde uns bis dort hin fahren. Von wegen Spezial, der wollte nur das volle Geld haben :-) Aber ist ok, kostete und nur ungefaehr 10 Cent mehr :-)
Der Supermarkt war herrlich, alles was das Herz begehrt. Auch Apfelsaft. Daher hab ich mir dann heute mal nen kleinen 250ml-Tetrapack geleistet. War gut, aber natuerlich nichts zu den naturtrueben in Deutschland :-) Da faellt mir auch noch nen kleine Geschichte von Ubut zu ein. Ich hatte mir einmal nen frischen Apfelsaft in Ubut bestellt. Hierfuer wurde der Apfel in den Mixer gepackt, ein bischen Eis rein und mir serviert. War schon lecker, aber halt sehr dick und wie es sich fuer frischen Apfel gehoert war der nach 5 min dann oxidiert und braun :-) trotzdem ok....
Nach unseren Einkaeufen sind wir dann in ein rotes Bemo gestiegen um zurueck zum Zentrum zu fahren. Dort wollten wir in einem Warung noch Mittagessen. Der Fahrer fragte bestimmt drei Mal ob wir denn nicht nach Lovina wollten. Nein, hier zum Zentrum!!!!!
Dort hat er uns dann auch rausgelassen, gleich neben ein paar blauen. Wir waren noch nicht mal ansatzweise am Aussteigen da hatten wir schon zwei Bemofahrerkoepfe in der Tuere haengen die natuerlich wollten dass wir mit ihnen fahren. Nope, wir gehen erst mal was essen.
Das Nasi Campur in diesem Warung war nicht ganz so dolle, aber satt bin ich geworden, ist ja schliesslich immer reichlich.
Weiter gings zum Strand, Rene erinnerte sich an einen alten chinesischen Friedhof der direkt dort sei. Wir haben ihn auch gleich gefunden und ich muss sagen, wirklich schoen. Die Graeber sehen komplett anders aus. Hier glauben ja die Leute an Geister, also dass die Geister der Verstorbenen zurueckkommen usw. Daher muss man sich ein Grab dann wie einen ovalen etwa 1-2 m hohen Huegel vorstellen und die unteren 2 Drittel sind gemauert, damit ja der Geist nicht mehr raus kann. So hatten wir dann einen wirklich interessanten Friedhof vor uns.
Wir sind dann ein bischen am Muellstrand auf der Mauer rumgelaufen und als es nicht weiterging da dann ein breiter Bach in das Meer muendete sind wir an diesem entlang und durch ganz kleine, huebsche Gassen gewandert. Die Leute auf Bali sind ja grundsaetzlich sehr freundliche Leute, da koennten sich die Deutschen mal ne Scheibe von abschneiden, aber ne Grosse!!!! In dieses Viertel kamen natuerlich sehr wenige bis keine Touris und so wurden wir von jedem gegruesst der uns begegnete und ein paar Kinder liefen uns hinterher und haben gewunken und immer Hello! Hello! gerufen. Auch sonst wenn man auf groesseren Strassen Kindern begegnet winken die immer ganz aufgeregt und rufen Hello! Bezaubernd :-)
Ansonsten gehts nun morgen weiter nach Java. Ich werde sehr frueh aufstehen denn ich will natuerlich wenigstens einmal die richtigen Delphine live im Meer sehen. Dafuer werde ich um 6 am Hotelausgang zum Strand abgeholt, dort liegen ja auch ganz geschickter Weise die Boote und ab gehts aufs Meer. Heute morgen waren es wohl so an die 200 Delphine die der freundliche Bootsfahrer mit dem ich morgen frueh rausfahre, gesichtet hatte. Ich freu mich schon sehr drauf, daher muss ich jetzt mal auch schleunigst zurueck ins Hotel und ins Bett.
Sunday, March 28, 2010
Saturday, March 27, 2010
Reisfelder und Massagen geniessen
Nachdem wir also eine Nacht in Kuta verbracht hatten, holte uns ein Fahrer am naechsten Morgen um halb 9 ab. Wir hatten den am Abend zuvor angeheuert, er sollte uns ein bischen durch Bali kutschieren, denn die Sehenswuerdigkeiten sind manchmal nicht so leicht zu erreichen und Entstation ist dann Ubut.
Der Fahrer sprach richtig gut Englisch und so konnte man sich sehr gut mit ihm unterhalten. Wir haben an diesem Tag den Elephantentempel angeschaut, sind die Berge hoch um einen See am Fusse eines Vulkans sowie den Vulkan natuerlich selbst zu betrachten. Wundervolle Aussicht, ich habs echt genossen. Dabei haben wir dann noch zwei Fruechte gegessen von denen ich gerade auch mal noch erzaehlen will. Schon gleich an unserem allerersten Tag in Bangkok hatte Rene im Supermarkt eine Saft der Mangosteen ausprobiert. Ich fand den nicht so lecker, aber Rene haette sich von nunan von diesem Saft ernaehrt so es ihn ueberall gegeben haette. Aber, jetzt kommen wir doch auf Bali an und finden an jedem Obststand diese Frucht. Die wird dann gleich mal Kiloweise eingekauft, natuerlich nicht ohne zu handeln. Eine Mangosteen hat eine sehr dicke braune Schale. Drueck man die Frucht mit den Fingern ein bischen auf dann beginnt die zu reisen und man kann einfach so ne Art Deckel abnehmen. Raus kommt dann die schneeweise Frucht die soooo unglaublich und unbeschreiblich schmeckt. Einfach lecker, und jetzt hats mich natuerlich auch erwischt. Gerade liegt auch wieder ein Kilo der Frucht neben mir auf dem Tisch im Internetcafe und wartet darauf verspeist zu werden. Aber erst mal schreiben...
Dann hatten wir noch ne Frucht. Im Englischen heisst diese Snakeskinfruit, also Schlangenhautfrucht. Und die heisst genau so weil sie genau so aussieht. Braun und lauter kleine Schuppen, leicht aufzubrechen und zu schaelen. Heraus kommt dann eine Frucht die die Konsestenz eines festen Apfels hat und wenn man reinbeisst ueberlegt man erst mal ewig an was die einen erinnert. Ich sage Erdbeeren, Rene meinte eher Apfel, also ist der Tenor wenn man ordnetlich weiterprobiert dann tatsaechlich die Geschmacksrichtung Erbeerapfel :-)
Ach noch ne Frucht hatten wir, aber deren Namen kann ich mir nicht merken, muss auch nicht sein, die schmeckte sauer und nach Tomate und muss nimmer unbedingt probiert werden, warum auch, wir haben ja jetzt Mangosteen. Als wir heute die Mangosteen kaufen wollten wurden wir gleich von der Verkaeuferin gefragt: Mangosteen? Ich gehe mal davon aus weil alle Touris die haben wollen :-) Wuerde mich zumindest nicht wundern, jeden den man trifft schwaermt von dieser Frucht.
Zurueck zu unserer Fahrt nach Ubud. Auf dem Weg dorthin haben wir noch den teuersten Kaffee der Welt probiert, der sogenannte Luwak Coffee. Dieser heisst so da ein Tier namens Luwak (Wildkatzenaehnliches Tier, groesser als die gemeine Hauskatze) die frischen Kaffeekirschen isst. Was dann am anderen Ende des Tieres wieder rauskommt wird eingesammelt und die Kaffeebohnen dann geroestet. Klingt eklig aber das merkt man ja dem Kaffee nicht an :-) Im Magen des Tieres wird die Kaffeebohne wohl fermentiert und das sei besonders gut. Jetzt bin ich ja kein Spezialist in Sachen Kaffee, aber geschmeckt hat mir das Dingens nicht. Dafuer aber der frische Kakao und Gingsengcafe den wir auch noch hatten. Der Rest der bei dieser Probe dabei war ist vernachlaessigbar. Wir hatten uebrigens in Laos einen Deutschen getroffen, dem muss ich unbedingt mal schreiben dass wir jetzt genau diesen Kaffee getrunken haben, das steht naemlich auf seiner ToDo-Liste, aber erst mal ohne Aussicht auf Erfolg. Achso, ja die Preise und warum so teuer. Ein kleines Paeckchen von diesem Dingens hatte ungefaehr 60$ gekostet, ich denke mal so 100 Gramm?
Und dann haben wir uns natuerlich endlich die beruehmten Reisterrassen angeschaut. Ich kann Euch ja gar nicht sagen wie toll es ist endlich mal bestellte Reisfelder zu sehen. In Laos und Kambotscha war ja zu unserer Reisezeit Trockenzeit und somit waren das nur Stoppelfelder. Hier ist alles wunderbar gruen und saftig. Die Reisterrassen sind nun einfach Felder die an den Hang gebaut werden und da die natuerlich immer Wasser fuehren muessen sind die wie Treppen abgestuft damit das Wasser gehalten werden kann. Der Anblick war atemberaubend und Fotos wurden natuerlich auch viele gemacht.
Nach diesem wieder mal anstrengenden Tag, raus aus dem Auto, Tempel anschauen, rein ins Auto, weiterstaunen, aussteigen, usw. kamen wir dann recht fertig in Ubud an. Dort haben wir dann auch einen Homestay gefunden. Homestays in Bali sind Familien die auf ihren Grundstuecken nochmals kleine Huetten oder Bungalows gebaut haben die sie dann vermieten. Den ersten den wir bekommen konnten haben wir dann auch genommen, denn erst im 5ten war ueberhaupt mal ein Zimmer frei. Zuerst hatten wir nen teuren gezeigt bekommen, aber wir haben ihm klar gemacht dass dieser unser Budget sprengen wuerde und so haben wir dann einen bekommen der nicht ganz so gut in Schuss war, aber zum Schlafen hats gereicht.
Nach dem Duschen sind wir dann mal losgezogen und ein bischen durch die Geschaefte gebummelt. Einkaufen kann man hier, man glaubt es nicht. Ein Laden nach dem anderen. Ubut ist bekannt fuer seine vielen Kuenstler, daher sind Bilder und Schnitzereien an jeder Ecke zu bekommen. Schon auf der Fahrt nach Ubut hat man uns mal eine Gallerie gezeigt. Ich hab ein echt schoenes Bild einer Frangipanibluete gefunden die mich nun sehr an den Urlaub erinnernt da sie schon in Laos und Kambodscha reichlich bluehte. Tja, zuerst wollten die 100$ dafuer, nachher nur noch 20$ was soviel heisst wie dass wir uns hier Massenware anschauen. Also bloss nichts kaufen.
Und Klamotten gibts natuerlich auch an jeder Ecke, Schmuck nicht zu vergessen. Wir hatten aber Hunger und haben dann ein kleines Lokal gefunden und konnten auf der Miniterrasse (3 Tische) direkt am Reisfeld Abendessen, sehr schoen.
Am naechsten Tag haben wir uns den Monkey Forest angeschaut. Ein kleines Waldstueck mit Hindutempel in dem Affen ohne Ende leben. Am Eingang zum Wald kann man fuer die Affen Bananen kaufen, aber man tut gut daran dies nicht zu tun denn die Affen werden dann ganz schoen frech und huepfen auf einen drauf. Affen sind uebrigens die Tollwutuebertraeger Nummer 1, daher hab ich ordentlich Abstand gehalten und mir die nur so von weitem (*huestel*, 1 m Abstand oder so) angeschaut. Weissen Schaum hatte keiner von denen, aber es kann ja sein dass sie einfach den Erreger in sich haben und wenn man die aergert dann beissen die doch mal gerne zu. Daher gabs auch viele Schilder mit Verhaltensregeln die man unbedingt gelesen haben und beachten sollte. Als ich irgendwann man ein paar Affen zugeschaut hatte zog ploetzlich meine Umhaengetasche nach unten. Ich dachte Rene erlaubt sich nen Spass und zieht dran, von wegen, ist da ein Affe reingehuepft. Aber der war auch ganz schnell wieder weg, wahrscheinlich weil ich so erschrocken war, essbares war ja in meiner Tasche nicht zu finden.
Auch noch lustig mitanzuschaun war als Rene in die Hocke ging und einen besonders faulen Affen aus der Naehe fotographieren wollte. Da kam eine kleiner von hinten und hob den Taschenverschluss an einer Ecke hoch, da war nichts so richtig zu erschnueffeln, also zur anderen Ecke und dort nochmal. Rene hatte es gar nicht gemerkt, die Viecher sind schon echt vorwitzig.
Aber der krasseste von allen, und ich kann ihn nicht anders nennen war der mit dem Stromkabel in der Hand. Da kam doch tatsaechlich am Rand einer Mauer ein Stromkabel raus und man hat wunderbar 2 der Draehte gesehen. Die hat er sich immer wieder auf die Zunge gelegt, ich denke doch dass da ein bischen Strom drauf war und ihm das wirklich sehr gefallen hatte. Auch nachher hat er die immer wieder ueber seine Hand und Fussflaechen gestrichen. Faszinierend.
So und dann wollte ich an diesem Tag nichts mehr machen ausser auszuspannen. Und wo geht das besser als mit einem Swimmingpool zum abkuehlen und einem Hairspa und ner schoenen Massage. Schon am Abend zuvor hatten wir uns einen Spa angeschaut. Ein Spa ist einfach ein Laden in dem man sich so richtig pflegen lassen kann, von Massage ueber Pedikuere zu Manikuere. Und ein Hairspa ist dann eine Kur fuer die Haare. Erst werden die ausfuehrlich gewaschen, dann bekommt man ein bischen Kopfmassage, weiter gehts mit ner dicken Paste die sehr akkurat in meine Haare geschmiert wurden, dann bekam ich um die Haarkur ein Handtusch gewickelt und sass unter der Waerehaube. Waehrenddessen gabs dann eine Arm und Handmassage. Zum Schluss wird das ganze wieder ausgewaschen und die Haar getrocknet. Nach 1,5 Monaten ohne richtiger Haarpflege war das bitternoetig und ich konnte gar nicht glauben dass ich doch kein Stroh sondern echte weiche Haare auf meinem Kopf habe ;-)
Und danach hab ich mir dann noch ne Stunde Akkupressur gegoennt. Da wurde systematisch auf meinem Ruecken rumgedrueck und massiert, einfach herrlich, ich bin sogar einmal dabei eingeschlafen :-) Nebenher lief uebrigens Balinesische Musik, das war entspannend, allerdings nicht mehr als sie nacheinander auf balinesische Art Jingle Bells, Stille Nacht und noch Merry Christmas and a happy new Year spielten. Dann gabs jedoch nen kurzen Stromausfall und die CD lief danach wieder von vorne los, ohne Weihnachtsmusik :-)
Am naechsten Tag haben wir uns noch einen Roller ausgeliehen um auf eigene Faust mal die Umgebung zu erkunden. Das hatte sich auch gelohnt denn wir kamen wieder an richtig schoenen Reisterrassen vorbei. Dort haben wir den Roller abgestellt und sind zu Fuss in die Reisfelder gelaufen. Zwischen den Reisfeldern gibts ja immer schmale Wege und auf denen spazierten wir rum. Allerdings waren wir dann doch vom unglaublich vielen Plastikmuell der dort rumlag geschockt.
Leider fing es um die Mittagszeit dann dolle an zu regnen und mit dolle meine ich es hat geschuettet. Nicht so schoen wenn man auf dem Roller unterwegs ist, wir hatten zwar ein Regencape, aber waren nunmal zwei Leute, also hat Rene das Cape angezogen, ich hab mich versucht dann auch noch damit abzudecken, aber am wichtigsten waren natuerlich unsere Taschen. Hat ganz gut geklappt, Ruecken blieb dank Fahrtwind trocken, aber Fuesse waren durchnaesst.
Am naechsten Tag gings dann weiter nach Lovina Beach, ganz im Norden von Bali, aber darueber schreib ich ein andermal, denn Rene sitzt jetzt neben mir und wartet schon ungeduldig darauf, dass wir wieder vom Internetcafe ins Hotel verschwinden :-)
Der Fahrer sprach richtig gut Englisch und so konnte man sich sehr gut mit ihm unterhalten. Wir haben an diesem Tag den Elephantentempel angeschaut, sind die Berge hoch um einen See am Fusse eines Vulkans sowie den Vulkan natuerlich selbst zu betrachten. Wundervolle Aussicht, ich habs echt genossen. Dabei haben wir dann noch zwei Fruechte gegessen von denen ich gerade auch mal noch erzaehlen will. Schon gleich an unserem allerersten Tag in Bangkok hatte Rene im Supermarkt eine Saft der Mangosteen ausprobiert. Ich fand den nicht so lecker, aber Rene haette sich von nunan von diesem Saft ernaehrt so es ihn ueberall gegeben haette. Aber, jetzt kommen wir doch auf Bali an und finden an jedem Obststand diese Frucht. Die wird dann gleich mal Kiloweise eingekauft, natuerlich nicht ohne zu handeln. Eine Mangosteen hat eine sehr dicke braune Schale. Drueck man die Frucht mit den Fingern ein bischen auf dann beginnt die zu reisen und man kann einfach so ne Art Deckel abnehmen. Raus kommt dann die schneeweise Frucht die soooo unglaublich und unbeschreiblich schmeckt. Einfach lecker, und jetzt hats mich natuerlich auch erwischt. Gerade liegt auch wieder ein Kilo der Frucht neben mir auf dem Tisch im Internetcafe und wartet darauf verspeist zu werden. Aber erst mal schreiben...
Dann hatten wir noch ne Frucht. Im Englischen heisst diese Snakeskinfruit, also Schlangenhautfrucht. Und die heisst genau so weil sie genau so aussieht. Braun und lauter kleine Schuppen, leicht aufzubrechen und zu schaelen. Heraus kommt dann eine Frucht die die Konsestenz eines festen Apfels hat und wenn man reinbeisst ueberlegt man erst mal ewig an was die einen erinnert. Ich sage Erdbeeren, Rene meinte eher Apfel, also ist der Tenor wenn man ordnetlich weiterprobiert dann tatsaechlich die Geschmacksrichtung Erbeerapfel :-)
Ach noch ne Frucht hatten wir, aber deren Namen kann ich mir nicht merken, muss auch nicht sein, die schmeckte sauer und nach Tomate und muss nimmer unbedingt probiert werden, warum auch, wir haben ja jetzt Mangosteen. Als wir heute die Mangosteen kaufen wollten wurden wir gleich von der Verkaeuferin gefragt: Mangosteen? Ich gehe mal davon aus weil alle Touris die haben wollen :-) Wuerde mich zumindest nicht wundern, jeden den man trifft schwaermt von dieser Frucht.
Zurueck zu unserer Fahrt nach Ubud. Auf dem Weg dorthin haben wir noch den teuersten Kaffee der Welt probiert, der sogenannte Luwak Coffee. Dieser heisst so da ein Tier namens Luwak (Wildkatzenaehnliches Tier, groesser als die gemeine Hauskatze) die frischen Kaffeekirschen isst. Was dann am anderen Ende des Tieres wieder rauskommt wird eingesammelt und die Kaffeebohnen dann geroestet. Klingt eklig aber das merkt man ja dem Kaffee nicht an :-) Im Magen des Tieres wird die Kaffeebohne wohl fermentiert und das sei besonders gut. Jetzt bin ich ja kein Spezialist in Sachen Kaffee, aber geschmeckt hat mir das Dingens nicht. Dafuer aber der frische Kakao und Gingsengcafe den wir auch noch hatten. Der Rest der bei dieser Probe dabei war ist vernachlaessigbar. Wir hatten uebrigens in Laos einen Deutschen getroffen, dem muss ich unbedingt mal schreiben dass wir jetzt genau diesen Kaffee getrunken haben, das steht naemlich auf seiner ToDo-Liste, aber erst mal ohne Aussicht auf Erfolg. Achso, ja die Preise und warum so teuer. Ein kleines Paeckchen von diesem Dingens hatte ungefaehr 60$ gekostet, ich denke mal so 100 Gramm?
Und dann haben wir uns natuerlich endlich die beruehmten Reisterrassen angeschaut. Ich kann Euch ja gar nicht sagen wie toll es ist endlich mal bestellte Reisfelder zu sehen. In Laos und Kambotscha war ja zu unserer Reisezeit Trockenzeit und somit waren das nur Stoppelfelder. Hier ist alles wunderbar gruen und saftig. Die Reisterrassen sind nun einfach Felder die an den Hang gebaut werden und da die natuerlich immer Wasser fuehren muessen sind die wie Treppen abgestuft damit das Wasser gehalten werden kann. Der Anblick war atemberaubend und Fotos wurden natuerlich auch viele gemacht.
Nach diesem wieder mal anstrengenden Tag, raus aus dem Auto, Tempel anschauen, rein ins Auto, weiterstaunen, aussteigen, usw. kamen wir dann recht fertig in Ubud an. Dort haben wir dann auch einen Homestay gefunden. Homestays in Bali sind Familien die auf ihren Grundstuecken nochmals kleine Huetten oder Bungalows gebaut haben die sie dann vermieten. Den ersten den wir bekommen konnten haben wir dann auch genommen, denn erst im 5ten war ueberhaupt mal ein Zimmer frei. Zuerst hatten wir nen teuren gezeigt bekommen, aber wir haben ihm klar gemacht dass dieser unser Budget sprengen wuerde und so haben wir dann einen bekommen der nicht ganz so gut in Schuss war, aber zum Schlafen hats gereicht.
Nach dem Duschen sind wir dann mal losgezogen und ein bischen durch die Geschaefte gebummelt. Einkaufen kann man hier, man glaubt es nicht. Ein Laden nach dem anderen. Ubut ist bekannt fuer seine vielen Kuenstler, daher sind Bilder und Schnitzereien an jeder Ecke zu bekommen. Schon auf der Fahrt nach Ubut hat man uns mal eine Gallerie gezeigt. Ich hab ein echt schoenes Bild einer Frangipanibluete gefunden die mich nun sehr an den Urlaub erinnernt da sie schon in Laos und Kambodscha reichlich bluehte. Tja, zuerst wollten die 100$ dafuer, nachher nur noch 20$ was soviel heisst wie dass wir uns hier Massenware anschauen. Also bloss nichts kaufen.
Und Klamotten gibts natuerlich auch an jeder Ecke, Schmuck nicht zu vergessen. Wir hatten aber Hunger und haben dann ein kleines Lokal gefunden und konnten auf der Miniterrasse (3 Tische) direkt am Reisfeld Abendessen, sehr schoen.
Am naechsten Tag haben wir uns den Monkey Forest angeschaut. Ein kleines Waldstueck mit Hindutempel in dem Affen ohne Ende leben. Am Eingang zum Wald kann man fuer die Affen Bananen kaufen, aber man tut gut daran dies nicht zu tun denn die Affen werden dann ganz schoen frech und huepfen auf einen drauf. Affen sind uebrigens die Tollwutuebertraeger Nummer 1, daher hab ich ordentlich Abstand gehalten und mir die nur so von weitem (*huestel*, 1 m Abstand oder so) angeschaut. Weissen Schaum hatte keiner von denen, aber es kann ja sein dass sie einfach den Erreger in sich haben und wenn man die aergert dann beissen die doch mal gerne zu. Daher gabs auch viele Schilder mit Verhaltensregeln die man unbedingt gelesen haben und beachten sollte. Als ich irgendwann man ein paar Affen zugeschaut hatte zog ploetzlich meine Umhaengetasche nach unten. Ich dachte Rene erlaubt sich nen Spass und zieht dran, von wegen, ist da ein Affe reingehuepft. Aber der war auch ganz schnell wieder weg, wahrscheinlich weil ich so erschrocken war, essbares war ja in meiner Tasche nicht zu finden.
Auch noch lustig mitanzuschaun war als Rene in die Hocke ging und einen besonders faulen Affen aus der Naehe fotographieren wollte. Da kam eine kleiner von hinten und hob den Taschenverschluss an einer Ecke hoch, da war nichts so richtig zu erschnueffeln, also zur anderen Ecke und dort nochmal. Rene hatte es gar nicht gemerkt, die Viecher sind schon echt vorwitzig.
Aber der krasseste von allen, und ich kann ihn nicht anders nennen war der mit dem Stromkabel in der Hand. Da kam doch tatsaechlich am Rand einer Mauer ein Stromkabel raus und man hat wunderbar 2 der Draehte gesehen. Die hat er sich immer wieder auf die Zunge gelegt, ich denke doch dass da ein bischen Strom drauf war und ihm das wirklich sehr gefallen hatte. Auch nachher hat er die immer wieder ueber seine Hand und Fussflaechen gestrichen. Faszinierend.
So und dann wollte ich an diesem Tag nichts mehr machen ausser auszuspannen. Und wo geht das besser als mit einem Swimmingpool zum abkuehlen und einem Hairspa und ner schoenen Massage. Schon am Abend zuvor hatten wir uns einen Spa angeschaut. Ein Spa ist einfach ein Laden in dem man sich so richtig pflegen lassen kann, von Massage ueber Pedikuere zu Manikuere. Und ein Hairspa ist dann eine Kur fuer die Haare. Erst werden die ausfuehrlich gewaschen, dann bekommt man ein bischen Kopfmassage, weiter gehts mit ner dicken Paste die sehr akkurat in meine Haare geschmiert wurden, dann bekam ich um die Haarkur ein Handtusch gewickelt und sass unter der Waerehaube. Waehrenddessen gabs dann eine Arm und Handmassage. Zum Schluss wird das ganze wieder ausgewaschen und die Haar getrocknet. Nach 1,5 Monaten ohne richtiger Haarpflege war das bitternoetig und ich konnte gar nicht glauben dass ich doch kein Stroh sondern echte weiche Haare auf meinem Kopf habe ;-)
Und danach hab ich mir dann noch ne Stunde Akkupressur gegoennt. Da wurde systematisch auf meinem Ruecken rumgedrueck und massiert, einfach herrlich, ich bin sogar einmal dabei eingeschlafen :-) Nebenher lief uebrigens Balinesische Musik, das war entspannend, allerdings nicht mehr als sie nacheinander auf balinesische Art Jingle Bells, Stille Nacht und noch Merry Christmas and a happy new Year spielten. Dann gabs jedoch nen kurzen Stromausfall und die CD lief danach wieder von vorne los, ohne Weihnachtsmusik :-)
Am naechsten Tag haben wir uns noch einen Roller ausgeliehen um auf eigene Faust mal die Umgebung zu erkunden. Das hatte sich auch gelohnt denn wir kamen wieder an richtig schoenen Reisterrassen vorbei. Dort haben wir den Roller abgestellt und sind zu Fuss in die Reisfelder gelaufen. Zwischen den Reisfeldern gibts ja immer schmale Wege und auf denen spazierten wir rum. Allerdings waren wir dann doch vom unglaublich vielen Plastikmuell der dort rumlag geschockt.
Leider fing es um die Mittagszeit dann dolle an zu regnen und mit dolle meine ich es hat geschuettet. Nicht so schoen wenn man auf dem Roller unterwegs ist, wir hatten zwar ein Regencape, aber waren nunmal zwei Leute, also hat Rene das Cape angezogen, ich hab mich versucht dann auch noch damit abzudecken, aber am wichtigsten waren natuerlich unsere Taschen. Hat ganz gut geklappt, Ruecken blieb dank Fahrtwind trocken, aber Fuesse waren durchnaesst.
Am naechsten Tag gings dann weiter nach Lovina Beach, ganz im Norden von Bali, aber darueber schreib ich ein andermal, denn Rene sitzt jetzt neben mir und wartet schon ungeduldig darauf, dass wir wieder vom Internetcafe ins Hotel verschwinden :-)
Wednesday, March 24, 2010
.... endlich relaxen, reisen ist unglaublich anstrengend
So, noch ne Anmerkung zum letzten Tag den ich schon beschrieben hatte. Wir hatten uns ein kleines Buechlein gekauft auf welchem man kleine Stadtplaene fuer Stadtteile hat und die dazugehoerigen wichtigen Sightseeing-Spots. Wir hatten uns fuer den zweiten Tag daher gedacht einfach mal vom Guesthouse weg loszulaufen und ein paar Sachen anzuschauen. Weit waren wir nicht gekommen da sprach uns ein freundlich Thai an. Ja heute sei ein besonderer Promotiontag von der Regierung. Und alle Regierungstuktuks wuerde den ganzen Tag nur 10 Baht kosten wenn man dafuer ein paar Laeden besucht. Aha.
Er ist dann losgelaufen und wir sollten ihm folgen. Ja und schon kam eines dieser Governmenttuktuks um die Ecke. Er hat dem Fahrer dann gesagt was wir alles anschauen sollten, genau das was der Depp uns vorher schon in unsere neue Karte reingekritzelt hatte. Der Tempel in den wir zuerst wollten sei angeblich gerade bis um 1 Uhr geschlossen, wir hatten zu diesem Zeitpunkt 10 Uhr. Naja. wenn der uns tatsaechlich den ganzen Tag rumfaehrt dann geben wir uns den Spass. Er ist dann auch losgezogen zum ersten Tempel. Der war absolut unspektakulaer aber da hat dann nochmal ein Thai mit uns gesprochen. Er hat uns das dann mit den Regierungstuktuks erklaert und wir haben nochmal genau das glaube gehoert. Scheint also zu stimmen....
Weiter gings, ab zum ersten Schneider. Da sollten wir reingehen und uns das alles anschauen. Jaja, die wollen uns neue Anzuege andrehen. Und als wir uns dann freundlich bedankt hatten sind wir rausgegangen und der Verkaeufer war stinkesauer weil wir seine achsotollen Anzuege nicht wollten.
Ab zum naechsten Tempel.... der war zu und man hat nichts gesehen. Na toll, ewig hier rumfahren und dann so was. Weiter sollte es gehen und was passiert, ab zum Juwelier. Wir schoen interessiert die ueberteuerten Sachen angeschaut und auch nen superschoenen Ring mal anprobiert, aber da ich nicht sofort kaufen wollte und den super Rabatt von der Verkaeuferin annehmen wollte hat sie uns dann regelrecht rausgeworfen als wir zur Tuere gegangen sind. Aber das wars ja noch nicht. Los zum naechsten Schneider. Wir hatten schon gar keine Lust mehr. Bisher haben wir nichts gesehen ausser Verkaeufer. Aber das sollte der letzte sein. Nach 10 Minuten hatten wir dann wirklich die Schnauze voll und der Verkaeufer wurde auch sauunfreundlich. Pah, ab ins Tuktuk. Dann gings wieder zurueck, es war halb 12 und der Fahrer meinte dann hier sei jetzt Entstation und wir sollten nun die 10 Baht bezahlen. So sind wir also 1,5 h rumgetuktukt und haben nichts gesehen ausser unfreundlich Thais die unser Geld wollten. Ich war wirklich richtig stinkig. Aber so kanns halt gehen. Noch ein Abenteuer also.
Der naechste Tag war aber dann doch ganz gut. Wir sind mit dem Boot Richtung suedliches Bangkok gefahren und wollten uns dort einen Hindutempel, eine Moschee und eine kath. Kathedrale anschauen. Der Tempel war grandios, denn der ist bunt ohne Ende. Das hat sehr viel Spass gemacht diesen anzuschauen. In die Bangkok-Moschee die wir zufaellig gesehen haben durften wir gar nicht rein. Sind ja keine Moslems und da frag ich mich dann schon wo wir denn mit den Religionen naeher kommen wollen wenn die Moslems uns hier so dermassen aussperren. Ich haette wirklich sehr lust gehabt mich mit dem Islam auseinander zu setzen, aber die Moslems sind dazu nicht bereit. Dann halt weiter, war eh nicht die richtig Moschee, hin und her gings bis wir dann die geplante fanden. Selbes Spiel wieder... hmmm, ich mag uns Katholiken doch sehr, auch wenn mans nicht glauben mag aber unsere Kirchen sind fuer jederman offen!
Die katholische Kathedrale haben wir dann auch gefunden. Und die hat mir richtig gut gefallen. Gleich mal rein und ein bischen umhergeschaut. Wunderschoen!!!!!! Draussen stand dann noch eine Statue vom verstorbenen Papst Johannes Paul II, gleich ein Photo geschossen, denn die war wirklich sehr gut gemacht.
So, Rene hatte dann schon keine Bock mehr. Ich schon, aber was hilfts, dann fahren wir halt zurueck. Langsam muessen wir eh packen und ein paar Hosen wollten wir uns ja auch noch kaufen.... Ah, hab ich schon von der Thaimassage geschrieben. Hab ich mir jetzt auch mal ne halbe Stunde gegoennt, aber gefallen hats mir nicht wirklich. Die ging so nach dem Motto, jetzt mal hier ein bischen druecken und dann dort, ja an der einen Stelle waers auch nicht schlecht. Jetzt noch ein bischen an den Zehen und Armen und so ziehen.... Haeh??? Willst Du mich veraeppeln? Wat is denn dat? Liegt vielleicht daran dass es ein billiger Schuppen ist, also lassen wir das in Zukunft.
Hmmm, mittlerweile hat sich mein Gepaeck doch schon ganz schoen vergroessert, weiss gar nicht wie ich das noch alles transportieren soll, daher hat die Packerei an diesem Abend auch ewig gedauert. Zumal wir ja am naechsten Tag fliegen wollen und der Billigflieger nur 15kg mitnimmt (zumindest waren wir da wieder so geizig und haben nicht mehr Mitnahmerecht gekauft), da muss man dann schon recht ueberlegen was in den Rucksack und was ins Handgepaeck kommt.
Leider wars dann doch schon halb 12 als wir endlich mit packen fertig waren. 4 h Schlaf in Aussicht ist dann auch nicht so rosig, denn wir mussten um halb 4 schon wieder aufstehen. Mei, und ich kann sagen, meine Augen waren echt klein. Das Wasser der Dusche hat da auch nicht viel geholfen.
Gepaeck geschultert und auf Taxisuche gegangen. Das war echt witzig, wir kamen ueber die kleine Bruecke die zu unserem Guesthouse fuehrt und sahen auf der groessen Strasse schon das erste Taxi vorbeifahren. Wir dachten schon, oh so ein Pech, hoffentlich kommt bald noch eines. Und siehe da, jop kommt, aber faehrt auch vorbei. Nur 3 Sekunden spaeter kam das aber rueckwaerts wieder angefahren, der hatte uns gesehen und war sich sicher dass 2 Leute mit grossen Rucksaecken um die Zeit sicher eines brauchen. Auf eingestiegen und los. Anschnallen Pustekuchen, da gibts nichts zum anschnaellen. Die Fahrt zum Flughafen war dann echt der Hammer, muss ja sagen trotz Klimananlage bin ich doch ein bischen ins Schwitzen gekommen, der ist da mal eben mit 150 ueber den Highway gebrettert, hat die Kurven ueber drei Fahrspuren hinweggeschnitten.... *schwitz* aber dafuer waren wir nach unschlagbaren 25 min dann schon am Flughafen.
Einchecken ging problemlos, 15 kg nicht ueberschritten, weiter gehts durch die Sicherheitskontrolle, auch kein Problem und noch Fruehstueck besorgen. Wir haben uns dann Cappuccino und Chickensandwich gegoennt, ab damit in den Flieger, denn da gibts ja nichts zu essen, ausser man haette das schon vorbestellt. Aber der Geiz, der Geiz....(schmeckt ja auch nicht der Billigfliegerfrass)
Der Flug an sich war sehr entspannt. Viel los war nicht im Flieger und als ich nach einem Toilettengang entdeckt hatte dass da noch ne komplette Sitzreihe frei ist hab ich mein dolles aufblasbares Kissen geschnappt und mich quer drueber gelegt. Wenigstens ein bischen noch schlafen.
In Bali angekommen gings dann gleich zum Grenzposten, ich hatte kein Problem durchzukommen und hab schnell mein Visum und meine Stempel bekommen. Rene hingegen wurde gefragt ob er ein Ausreiseticket vorweisen koennte. Natuerlich, aber das ist im grossen Rucksack und den muesste man erst mal abholen koennen. Das Visum hat er zwar bekommen, musste aber dann nochmal mit dem Ticket zuruecklaufen.
Vor dem Flughafengebaude konnte man sich dann ein Coupon-Taxi nehmen. Dies funktioniert so indem man an den Taxischalter geht, sagt wo man hinmoechte und den genannten Preis dann bezahlt. Dann warten schon Taxifahrer auf einen und man uebergibt seinen Coupon.
Wir hatten uns dann ueberlegt erst mal nach Kuta zu fahren um dort wenigstens eine Nacht zu schlafen und diesen angebrochenen Tag noch langsam ohne Stress ausklingen zu lassen. Kuta ist uebrigens der Ballermann fuer die Aussies. Hier siehts wohl genauso aus und es geht genauso ab. Wir sind ein bischen ausserhalb abgestiegen. Da wars dann recht ruhig.
In einem Warung hatten wir uns dann Mittagessen geholt. Warungs sind kleine Kuechen am Strassenrand, Restaurant kann man die nicht wirklich nennen, schliesslich haben die meistens nur 1-2 Tische, aber das Essen ist gut und guenstig.
Als wir gerade zurueck zu unserem Bungalow wollten hat uns einer angesprochen, ob wir englisch sprechen wuerden. Haja, dann schiess mal los. Es sei ein neues Hotel aufgemacht worden und er macht hier Promotion, also Werbung. Wir koennten uns mal zwei der huebschen Karten aufmachen die er hat und schauen was wir nun gewinnen koennten. Aha, ich hatte die Auswahl zwischen T-Shirt, Muetze oder Brille. Rene hingegen hatte den Superduperpreis gewonnen. Hierfuer muesste er aber noch das Feld aufrubbeln. Da waere dann ein Buchstabe fuer den Gewinn drinnen. A=1000 Australische Doller (so ca. 700 Euro), B=ein Gutschein ueber 500 Australische Doller der im grossen Kaufhaus in Kuta eingeloest werden koennte, C=eine Woche kostenloser Aufenthalt in genau diesem Hotel, Einzuloesen innerhalb eines Jahres und nur beim naechsten Besuch und D=ein Laptop. Wow, mei Rene was fuer ein Glueck. Ja wir muessten allerdings mitkommen ins Office, dort das dann aufrubbeln und wir waeren die gluecklichen Gewinner. Der Taxitransfer waere auch kostenlos.
Aha, ist ja klar, wenn ueberhaupt bekommen wir nur C, denn die Wahrscheinlichkeit dass wir nochmal kommen ist eh gering. Warum auch immer, wir sind mitgefahren. Im Auto fing der dann an uns zu sagen was wir im Office sagen sollten. Wir waeren im Hotel soundso abgestiegen, haetten Zimmernummer 103, waeren am Tag zuvor angekommen und wuerde noch bis zum 11. April bleiben. Das hat uns dann schon gereicht. Jetzt sollen wir da auch noch Luegenmaerchen erzaehlen. Dennoch sind wir bis zum Office mitgefahren. Wir waren ja davon ausgegangen dass wir ins Hotel fahren, aber von wegen. Dort angekommen gings dann im Hinterhof die Treppe hoch und siehe da, ein anderes junges Paerchen sass auch schon da. Aber viel Zeit war nicht, sofort wurden wir in einen Raum mit Stuehlen und einem Tisch in der Mitte, Prospekten an der Wand und vielen schoenen Bildern verfrachtet und freundlich begruesst. Wir sollten unsere Gewinnkarten abgeben und er hat sich die angeschaut. Und schon gings los. Ja, Gewinn B waere nur ein Diskountvoucher im Wert von 300 $, sprich wir muessen dort erst mal ordentlich einkaufen um Rabatte rauszuschlagen. Gewinn D hingegen waere kein Laptop sondern nur ein Camcorder. Und die Muetzen und Sonnenbrillen haetten sie gar nicht da. ACHNEE! Wer haette das jetzt gedacht.
Der wollte dann schonmal mit der Promotion loslegen, aber nicht mit uns. Wir hoeren uns doch nicht jetzt ne Stunde den Stuss an und gewinnen dann womoeglich nur C. Also haben wir gesagt dass wir das zuerst oeffnen wollen. Und was kam raus. C! Natuerlich! Eine schoene Woche im Hotel, welches es vielleicht gar nicht gibt und in einem Jahr eh schon wieder ablaeuft. Wir haben dann gesagt dass wir auf unseren tollen Gewinn verzichten und da hat er doch tatsaechlich freundlich und ohne zu murren gesagt, gut dann laesst er uns nun kostenlos wieder zum Hotel fahren. Wow! Da haben wir dann doch gestaunt und noch mehr als wir wirklich vor "unserem" Hotel rausgelassen wurden und nichts bezahlen mussten.
Sodele, ohne das richtige Geld geht hier allerdings auch nicht viel. Also noch ordentlich umtauschen und ab an den Strand. Der war so ca. 500m von uns entfernt und als wir ankamen sahen wir schon dicke, fette, schwarze Regenwolken. Das sieht nicht gut aus und zieht direkt zu uns. Trotzdem haben wir uns dann nacheinandern noch in die Fluten gestuerzt, aber mit gemuetlichem Entpannen hatte das wenig zu tun. Dabei hatte ausgerechnet ich das sooo dringend noetig. Wie ich schon beim letzten mal geschrieben hatte... es ist ja sooo anstrengend zu reisen und ich hab jetzt schon ueber 1,5 Monate ohne wirklicher Pause hinter mir, das zehrt.
So, und weils jetzt schon wieder kurz vor 10 Uhr abends ist, schreib ich mal morgen weiter ueber meine Erlebnisse hier auf Bali in den letzten zwei Tagen.... Man darf gespannt sein.
Er ist dann losgelaufen und wir sollten ihm folgen. Ja und schon kam eines dieser Governmenttuktuks um die Ecke. Er hat dem Fahrer dann gesagt was wir alles anschauen sollten, genau das was der Depp uns vorher schon in unsere neue Karte reingekritzelt hatte. Der Tempel in den wir zuerst wollten sei angeblich gerade bis um 1 Uhr geschlossen, wir hatten zu diesem Zeitpunkt 10 Uhr. Naja. wenn der uns tatsaechlich den ganzen Tag rumfaehrt dann geben wir uns den Spass. Er ist dann auch losgezogen zum ersten Tempel. Der war absolut unspektakulaer aber da hat dann nochmal ein Thai mit uns gesprochen. Er hat uns das dann mit den Regierungstuktuks erklaert und wir haben nochmal genau das glaube gehoert. Scheint also zu stimmen....
Weiter gings, ab zum ersten Schneider. Da sollten wir reingehen und uns das alles anschauen. Jaja, die wollen uns neue Anzuege andrehen. Und als wir uns dann freundlich bedankt hatten sind wir rausgegangen und der Verkaeufer war stinkesauer weil wir seine achsotollen Anzuege nicht wollten.
Ab zum naechsten Tempel.... der war zu und man hat nichts gesehen. Na toll, ewig hier rumfahren und dann so was. Weiter sollte es gehen und was passiert, ab zum Juwelier. Wir schoen interessiert die ueberteuerten Sachen angeschaut und auch nen superschoenen Ring mal anprobiert, aber da ich nicht sofort kaufen wollte und den super Rabatt von der Verkaeuferin annehmen wollte hat sie uns dann regelrecht rausgeworfen als wir zur Tuere gegangen sind. Aber das wars ja noch nicht. Los zum naechsten Schneider. Wir hatten schon gar keine Lust mehr. Bisher haben wir nichts gesehen ausser Verkaeufer. Aber das sollte der letzte sein. Nach 10 Minuten hatten wir dann wirklich die Schnauze voll und der Verkaeufer wurde auch sauunfreundlich. Pah, ab ins Tuktuk. Dann gings wieder zurueck, es war halb 12 und der Fahrer meinte dann hier sei jetzt Entstation und wir sollten nun die 10 Baht bezahlen. So sind wir also 1,5 h rumgetuktukt und haben nichts gesehen ausser unfreundlich Thais die unser Geld wollten. Ich war wirklich richtig stinkig. Aber so kanns halt gehen. Noch ein Abenteuer also.
Der naechste Tag war aber dann doch ganz gut. Wir sind mit dem Boot Richtung suedliches Bangkok gefahren und wollten uns dort einen Hindutempel, eine Moschee und eine kath. Kathedrale anschauen. Der Tempel war grandios, denn der ist bunt ohne Ende. Das hat sehr viel Spass gemacht diesen anzuschauen. In die Bangkok-Moschee die wir zufaellig gesehen haben durften wir gar nicht rein. Sind ja keine Moslems und da frag ich mich dann schon wo wir denn mit den Religionen naeher kommen wollen wenn die Moslems uns hier so dermassen aussperren. Ich haette wirklich sehr lust gehabt mich mit dem Islam auseinander zu setzen, aber die Moslems sind dazu nicht bereit. Dann halt weiter, war eh nicht die richtig Moschee, hin und her gings bis wir dann die geplante fanden. Selbes Spiel wieder... hmmm, ich mag uns Katholiken doch sehr, auch wenn mans nicht glauben mag aber unsere Kirchen sind fuer jederman offen!
Die katholische Kathedrale haben wir dann auch gefunden. Und die hat mir richtig gut gefallen. Gleich mal rein und ein bischen umhergeschaut. Wunderschoen!!!!!! Draussen stand dann noch eine Statue vom verstorbenen Papst Johannes Paul II, gleich ein Photo geschossen, denn die war wirklich sehr gut gemacht.
So, Rene hatte dann schon keine Bock mehr. Ich schon, aber was hilfts, dann fahren wir halt zurueck. Langsam muessen wir eh packen und ein paar Hosen wollten wir uns ja auch noch kaufen.... Ah, hab ich schon von der Thaimassage geschrieben. Hab ich mir jetzt auch mal ne halbe Stunde gegoennt, aber gefallen hats mir nicht wirklich. Die ging so nach dem Motto, jetzt mal hier ein bischen druecken und dann dort, ja an der einen Stelle waers auch nicht schlecht. Jetzt noch ein bischen an den Zehen und Armen und so ziehen.... Haeh??? Willst Du mich veraeppeln? Wat is denn dat? Liegt vielleicht daran dass es ein billiger Schuppen ist, also lassen wir das in Zukunft.
Hmmm, mittlerweile hat sich mein Gepaeck doch schon ganz schoen vergroessert, weiss gar nicht wie ich das noch alles transportieren soll, daher hat die Packerei an diesem Abend auch ewig gedauert. Zumal wir ja am naechsten Tag fliegen wollen und der Billigflieger nur 15kg mitnimmt (zumindest waren wir da wieder so geizig und haben nicht mehr Mitnahmerecht gekauft), da muss man dann schon recht ueberlegen was in den Rucksack und was ins Handgepaeck kommt.
Leider wars dann doch schon halb 12 als wir endlich mit packen fertig waren. 4 h Schlaf in Aussicht ist dann auch nicht so rosig, denn wir mussten um halb 4 schon wieder aufstehen. Mei, und ich kann sagen, meine Augen waren echt klein. Das Wasser der Dusche hat da auch nicht viel geholfen.
Gepaeck geschultert und auf Taxisuche gegangen. Das war echt witzig, wir kamen ueber die kleine Bruecke die zu unserem Guesthouse fuehrt und sahen auf der groessen Strasse schon das erste Taxi vorbeifahren. Wir dachten schon, oh so ein Pech, hoffentlich kommt bald noch eines. Und siehe da, jop kommt, aber faehrt auch vorbei. Nur 3 Sekunden spaeter kam das aber rueckwaerts wieder angefahren, der hatte uns gesehen und war sich sicher dass 2 Leute mit grossen Rucksaecken um die Zeit sicher eines brauchen. Auf eingestiegen und los. Anschnallen Pustekuchen, da gibts nichts zum anschnaellen. Die Fahrt zum Flughafen war dann echt der Hammer, muss ja sagen trotz Klimananlage bin ich doch ein bischen ins Schwitzen gekommen, der ist da mal eben mit 150 ueber den Highway gebrettert, hat die Kurven ueber drei Fahrspuren hinweggeschnitten.... *schwitz* aber dafuer waren wir nach unschlagbaren 25 min dann schon am Flughafen.
Einchecken ging problemlos, 15 kg nicht ueberschritten, weiter gehts durch die Sicherheitskontrolle, auch kein Problem und noch Fruehstueck besorgen. Wir haben uns dann Cappuccino und Chickensandwich gegoennt, ab damit in den Flieger, denn da gibts ja nichts zu essen, ausser man haette das schon vorbestellt. Aber der Geiz, der Geiz....(schmeckt ja auch nicht der Billigfliegerfrass)
Der Flug an sich war sehr entspannt. Viel los war nicht im Flieger und als ich nach einem Toilettengang entdeckt hatte dass da noch ne komplette Sitzreihe frei ist hab ich mein dolles aufblasbares Kissen geschnappt und mich quer drueber gelegt. Wenigstens ein bischen noch schlafen.
In Bali angekommen gings dann gleich zum Grenzposten, ich hatte kein Problem durchzukommen und hab schnell mein Visum und meine Stempel bekommen. Rene hingegen wurde gefragt ob er ein Ausreiseticket vorweisen koennte. Natuerlich, aber das ist im grossen Rucksack und den muesste man erst mal abholen koennen. Das Visum hat er zwar bekommen, musste aber dann nochmal mit dem Ticket zuruecklaufen.
Vor dem Flughafengebaude konnte man sich dann ein Coupon-Taxi nehmen. Dies funktioniert so indem man an den Taxischalter geht, sagt wo man hinmoechte und den genannten Preis dann bezahlt. Dann warten schon Taxifahrer auf einen und man uebergibt seinen Coupon.
Wir hatten uns dann ueberlegt erst mal nach Kuta zu fahren um dort wenigstens eine Nacht zu schlafen und diesen angebrochenen Tag noch langsam ohne Stress ausklingen zu lassen. Kuta ist uebrigens der Ballermann fuer die Aussies. Hier siehts wohl genauso aus und es geht genauso ab. Wir sind ein bischen ausserhalb abgestiegen. Da wars dann recht ruhig.
In einem Warung hatten wir uns dann Mittagessen geholt. Warungs sind kleine Kuechen am Strassenrand, Restaurant kann man die nicht wirklich nennen, schliesslich haben die meistens nur 1-2 Tische, aber das Essen ist gut und guenstig.
Als wir gerade zurueck zu unserem Bungalow wollten hat uns einer angesprochen, ob wir englisch sprechen wuerden. Haja, dann schiess mal los. Es sei ein neues Hotel aufgemacht worden und er macht hier Promotion, also Werbung. Wir koennten uns mal zwei der huebschen Karten aufmachen die er hat und schauen was wir nun gewinnen koennten. Aha, ich hatte die Auswahl zwischen T-Shirt, Muetze oder Brille. Rene hingegen hatte den Superduperpreis gewonnen. Hierfuer muesste er aber noch das Feld aufrubbeln. Da waere dann ein Buchstabe fuer den Gewinn drinnen. A=1000 Australische Doller (so ca. 700 Euro), B=ein Gutschein ueber 500 Australische Doller der im grossen Kaufhaus in Kuta eingeloest werden koennte, C=eine Woche kostenloser Aufenthalt in genau diesem Hotel, Einzuloesen innerhalb eines Jahres und nur beim naechsten Besuch und D=ein Laptop. Wow, mei Rene was fuer ein Glueck. Ja wir muessten allerdings mitkommen ins Office, dort das dann aufrubbeln und wir waeren die gluecklichen Gewinner. Der Taxitransfer waere auch kostenlos.
Aha, ist ja klar, wenn ueberhaupt bekommen wir nur C, denn die Wahrscheinlichkeit dass wir nochmal kommen ist eh gering. Warum auch immer, wir sind mitgefahren. Im Auto fing der dann an uns zu sagen was wir im Office sagen sollten. Wir waeren im Hotel soundso abgestiegen, haetten Zimmernummer 103, waeren am Tag zuvor angekommen und wuerde noch bis zum 11. April bleiben. Das hat uns dann schon gereicht. Jetzt sollen wir da auch noch Luegenmaerchen erzaehlen. Dennoch sind wir bis zum Office mitgefahren. Wir waren ja davon ausgegangen dass wir ins Hotel fahren, aber von wegen. Dort angekommen gings dann im Hinterhof die Treppe hoch und siehe da, ein anderes junges Paerchen sass auch schon da. Aber viel Zeit war nicht, sofort wurden wir in einen Raum mit Stuehlen und einem Tisch in der Mitte, Prospekten an der Wand und vielen schoenen Bildern verfrachtet und freundlich begruesst. Wir sollten unsere Gewinnkarten abgeben und er hat sich die angeschaut. Und schon gings los. Ja, Gewinn B waere nur ein Diskountvoucher im Wert von 300 $, sprich wir muessen dort erst mal ordentlich einkaufen um Rabatte rauszuschlagen. Gewinn D hingegen waere kein Laptop sondern nur ein Camcorder. Und die Muetzen und Sonnenbrillen haetten sie gar nicht da. ACHNEE! Wer haette das jetzt gedacht.
Der wollte dann schonmal mit der Promotion loslegen, aber nicht mit uns. Wir hoeren uns doch nicht jetzt ne Stunde den Stuss an und gewinnen dann womoeglich nur C. Also haben wir gesagt dass wir das zuerst oeffnen wollen. Und was kam raus. C! Natuerlich! Eine schoene Woche im Hotel, welches es vielleicht gar nicht gibt und in einem Jahr eh schon wieder ablaeuft. Wir haben dann gesagt dass wir auf unseren tollen Gewinn verzichten und da hat er doch tatsaechlich freundlich und ohne zu murren gesagt, gut dann laesst er uns nun kostenlos wieder zum Hotel fahren. Wow! Da haben wir dann doch gestaunt und noch mehr als wir wirklich vor "unserem" Hotel rausgelassen wurden und nichts bezahlen mussten.
Sodele, ohne das richtige Geld geht hier allerdings auch nicht viel. Also noch ordentlich umtauschen und ab an den Strand. Der war so ca. 500m von uns entfernt und als wir ankamen sahen wir schon dicke, fette, schwarze Regenwolken. Das sieht nicht gut aus und zieht direkt zu uns. Trotzdem haben wir uns dann nacheinandern noch in die Fluten gestuerzt, aber mit gemuetlichem Entpannen hatte das wenig zu tun. Dabei hatte ausgerechnet ich das sooo dringend noetig. Wie ich schon beim letzten mal geschrieben hatte... es ist ja sooo anstrengend zu reisen und ich hab jetzt schon ueber 1,5 Monate ohne wirklicher Pause hinter mir, das zehrt.
So, und weils jetzt schon wieder kurz vor 10 Uhr abends ist, schreib ich mal morgen weiter ueber meine Erlebnisse hier auf Bali in den letzten zwei Tagen.... Man darf gespannt sein.
Saturday, March 20, 2010
wieder mal Bangkok
Nun ist schon der zweite Tag in Bangkok fast um. Unglaublich wie schnell dies immer geht und man hat nicht das Gefuehl viel getan zu haben.... liegt wohl daran dass es auch so war :-)
Meine 2 letzten Tage in Siem Reap waren auch schnell vorueber gegangen. Am ersten der beiden Tagen war ich mal wieder relativ frueh aufgestanden, irgendwie hatte sich meine innere Uhr nach dem vielen Fruehaufstehen wieder umgestellt. Ist ok, denn wenn ich frueh aufstehe ists noch nicht so bruehtend heiss. Wir sind mal wieder ins Red Piano und ich habe meinen Tag mit leckerem Muesli mit Banane und frischer Milch begonnen, dazu nen Schwarztee mit Milch, alles nach meinem Geschmack. Weiter gings mit ein bischen ueber den Markt stoebern und natuerlich bin ich fuendig geworden und habe ganz wunderbar den Preis nach unten gehandelt. Ich werde richtig gut darin *freu*.
Puenktlich um 11 Uhr habe ich mich dann im "Temple Club" eingefunden, wo ich schon Tags zuvor einen Kochkurs fuer guenstige 10$ gebucht hatte. Dort sass schon eine Australierin die den selben Kurs belegte und es stellte sich heraus, wir sollten die einzigen sein. Super! Jeder von uns hatte seine eigene Kochlehrerin die uns eine orangefarbene Schuerze umband und eine gleichfarbige Kochmuetze aufsetze. Wir duerfen und aus jeweils drei Vor-, Haupt- und Nachspeisen eine heraussuchen die wir dann kochen werden. Ich habe mich fuer frittierte Fruehlingsrollen (die gibts naemlich auch unfrittiert), Amok und Kuerbisdessert entschieden.
Alles wurde von meiner Koechin bereitgestellt und es ging los ans schaelen, schnippeln, hacken und schneiden. Viel Gemuese, Gewuerze, Kraeuter und Wurzeln sowie Fleisch und eben Kuerbis kam unter mein Hackbeil. Am witzigsten war tatsaechlich das Hackfleisch aus Haehnchenfleisch herzustellen, hierzu bekam ich zwei Hackbeile und hab fleissig auf mit der Australierin um die Wette gehackt. Das hat sie fuer mich dann auch mal noch gefilmt :-)
Gross beschreiben moechte ich das Essen jetzt nicht, aber ich kann Euch sagen die Fruehlingsrollen sahen echt perfekt aus, das Amok war super lecker und in den Nachtisch moechte man sich am liebsten hineinlegen. Da die Portionen natuerlich viel zu gross waren habe ich mir den Rest einpacken lassen und am Abend verspeist.
Nach dem Kochkurs habe ich mich wieder zu Kimberly gesetzt die derweil im Temple Restaurant lecker Khmerkueche genoss. Ich hab dann ewig auf sie gewartet bis sie fertig war und wir sind zurueck zum Guesthouse um unsere Badesachen zu holen und zum Aqua zu fahren. Das Aqua ist einfach ein Swimmingpool welcher an ein Restaurant angeschlossen ist, dort sind wir dann ins relativ warme Nass gesprungen und haben es uns richtig gut gehen lassen. Bei der Hitze die totale Erloesung.
Am naechsten Tag war unsere dritter und letzter Tempeltag geplant. Hierfuer wurden wir um 8 Uhr von unserem freundlichen Tuktukfahrer abgeholt. Damit ich mein leckeres Fruehstueck zu mir nehme konnte musste ich natuerlich frueh los, aber das war kein Problem.
Am Abend zuvor hatten wir noch eine neue Nachbarin bekommen, die zwei lauten Englaender die in den Naechten zuvor grundsaetzlich unsere Nachtruhe gestoert hatten waren gluecklicherweise ausgezogen. Annemiek (falls man ihren Namen so schreibt) kommt aus Holland und gesellte sich fuer diesen Tempeltag zu uns. Hierfuer musste natuerlich nochmal ein bischen mit dem Tuktukfahrer verhandelt werden, den dieser will bei drei Personen mehr Geld. Aber fuer die weite Strecke die wir heute fahren mussten waren die 15$ angebracht und Annemiek und ich hatten kein Problem mit dem Preis. Kimberly meinte sie muesse noch verhandeln, hatte es dann auf unsere Zustimmung von 15$ doch auch eingesehen.
Die Fahrt zum Tempel Banteay Srei dauerte eine Ewigkeit. Wir kamen durch mehrere Doerfen und an einem Landmienenmuseum vorbei und erreichten nach ueber einer Stunde Tuktukfahrt endlich den 38km entfernten Tempel. Dieser war mal wieder komplett anders als alles bisher begutachtete. Der Tempel war klein und fein und mit fein meine ich die ganzen Reliefs und Bildhausarbeiten. Blumen, Pflanzen, Tiere und Figuren wunderbar detailliert herausgearbeitet, ein Schmaus fuers Auge. Zum Tempel gehoerte auch noch eine kleine Ausstellung auf der die Geschichte des Tempels, der Restaurierung bzw. Rekonstruierung dargestellt war sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauteilen in den verschiedenen Baustilen herausgearbeitet wurde. Dies war zum Abschluss nochmal sehr aufschlussreich.
Auf dem Rueckweg sind wir dann ins Landmienenmuseum. Dieses wird von einem Herrn Aki Ri betrieben, der selbst Millionen von Landmienen unschaedlich gemacht hat und somit die Bevoelkerung von weiten Teilen Kambodschas von diesem Unheil gerettet hat. Wir konnten uns ein Bild von den verschiedenen Landmienen machen, zudem von einigen Raketen. Desweiteren werden viele Bilder die den Besitzer des Museums beim Entschaerfen der Mienen gezeigt werden, ausgestellt und ein sehr informativer Film vorgefuehrt. Dieses Land ist schon (wie ich glaube ich schon erwaehnt hatte) unglaublich gebeutelt und ich kann nur hoffen dass die Khmer endlich mal zu Ruhe kommen koennen und es mit ihrem Leben aufwaerts gehen kann. Aber bei geschaetzten 6 Millionen Landmienen die immer noch verstreut sind ist dies kaum moeglich. Ich kann nur hoffen das sehr viele Leute weiterhin spenden und die Aufraeumaktionen die auch von Deutschland unterstuetzt werden schnell fortschreiten koennen.
Zwei weitere kleine Tempel wurden danach noch begutachtet und das wars dann fuer den Tag. Wieder mal fix und fertig kamen wir am Guesthouse an. Ich hab mal noch meine Waesche vom Laundryservice (Waeschewaschservice) abgeholt und bin noch ein bischen ins Internet. Desweiteren musste noch ein Busticket fuer die Fahrt am naechsten Tag nach Bangkok gekauft werden und das ist auch immer so eine Preisvergleicherei. Schlussendlich habe ich dann ein Ticket fuer 6,5$, Abfahrt 8 Uhr, Abholservice 7:30 Uhr geholt. Wenns ich so frueh rausmuss, packe ich natuerlich am Vorabend, dann isses stressfreier.
Naechster Tag, ich warte und warte und warte, um viertel vor 8 kommt dann endlich der Abholservice, dieser besteht allerdings dann gleich aus dem Bus der mich bis zur Grenze bringen soll. Nach einer geschlagenen weiteren Stunde hatten wir dann unzaehlige Hotels und Guesthouses abgeklappert und weitere Reisende abgeholt, endlich, endlich gings Richtung Grenze. Auf der dreistuendigen Fahrt hatten wir 2 laengere, meiner Meinung nach unnuetze Pausen. Die Grenzueberschreitung an sich war problemlos. Rucksack schnappen, Ausreisestempel abholen. Zur thailaendischen Grenze laufen, ca. 300 - 500 m in bruetender Hitze, und dort erst mal den Visumszettel ausfuellen, ewig warten, Eintrittsstempel holen und rueber. Dort dann auf den kompletten Bus warten und warten und nochmehr warten und weils so schnoen war noch ein bischen mehr.
Noch beim Aussteigen aus dem Bus bekamen wir unser Ticket abgenommen und dafuer einen gelben Bepper auf das T-Shirt gekleppt. Nach der Grenzueberschreitung bekam ich dann ne Nummer auf meinen Aufkleber. Nach der ewigen Warterei sollten dann alle mit Nummer das Gepaeck schnappen und unserem neuen Fuehrer folgen. Es ging zu einem Pickup und nem Minivan. Rucksack auf den Pickup und selbst in den Minivan. Hallo? Was soll das denn? Wo ist der Reisebus in den wir steigen sollen. Ja, zu dem fahren wir jetzt. Aha. Der Reisebus kam dann in Form eines Motels mit Restaurant in dem wir dann erst mal noch geschaetze 1,5 h warten mussten. Dann kam endlich der Bus, um 3 Uhr nachmittags. In 2 h wuerden wir es wohl nicht bis nach Bangkok schaffen wie uns versprochen worden war. Um halb 8 war ich dann endlich dort und nach 10 min Fussmarsch dann im Guesthouse. Rene und ich hatten uns im Bamboo Guesthouse verabredet, das gleiche welches uns schon vor 1,5 Monaten beherbergt hatten. Wer zuerst ankommt soll ein Zimmer nehmen und dann eben auf den anderen warten. Hab ich auch gemacht, aber zuerst musste ne Dusche her. Ist schon unglaublich schwuel und heiss hier und nach der doofen Fahrt!!!!!!
Der erste Tag in Bangkok fing dann mit ner leckeren Rindersuppe mit Nudeln an und dann sollte es weitergehen zum Klongboot (klong ist der Thailaendische Name fuer Kanal). Aber, ich denke mal in den deutschen Nachrichten kommt auch was ueber die vielen Demonstrationen hier in Bangkok? Hier gehts zu, man glaubt es nicht. Endweder sieht man Thais in roten T-Shirts oder man sieht Polizei und Militaer mit Maschinengewehren. Aber hier ists total ruhig. Keine Unruhen oder sonstiges. Die demonstrieren hier superruhig. Vorallem die grossen Hauptstrassen sind rot. Links und rechts an den aeusseren Fahrstreifen sind Zelte aufgebaut wo sie seit einer Woche uebernachten, kochen und essen. Wir sind dort so ein bischen entlang gegangen und fanden dann ein Plakat mit der URL: www.thairedgermany.com, muss mal selbst noch draufschauen (Hab ich jetzt auch gemacht, aber leider ist alles auf Thai). Da sass dann ein Westler davor und wir haben ihn angesprochen. Ist ein Deutscher der hier seit 1,5 Jahren sein Rentenalter verbringt. Er hat uns dann ueber die Demonstration aufgeklaert (lest das mal lieber selbst in den deutschen Medien nach, aber es ist schon unglaublich) und zudem erzaehlt, dass Thailand kurz davor ist in Kambodscha einzumarschiere, dies aber wohl nicht tun wird solange hier noch diese Demonstrationen sind und die Soldaten gebraucht werden. Ha, haette ja nicht gedacht dass es hier so zu geht. Armes Kambodscha, mir hats da (ausgenommen von den ersten Tagen) super gefallen und die Thais nerven mich tatsaechlich unglaublich. Nicht die Demonstrierenden natuerlich, denn die haben alle Rechte fuer diese Demonstration, aber halt die Regierung!!!!! Lassen wir das mal.
Heute waren wir dann ein bischen Sightseeing. Waren in einer katholischen Kirche, dort wurde gerade in Rosenkranz auf Thai gebetet. Wir wollten danach noch ein bischen im Park ausspannen, aber der Park stellte sich als Palastpark raus und dort durften wir dann leider nicht rein. Also haben wir das Taxi zurueckgenommen und sind im Guesthouse rumgeluemmelt. Ich brauche das nach den vielen Tempelbesuchen, dem Herumreisen und der Shoppingtour ganz dringend. So schoen es auch ist, aber es zehrt so dermassen an den Kraeften dass ausspannen dringend noetig ist. Morgen nochmal ordentlich Sightseeing und dann uebermorgen weiter nach Bali. Dort hoffe ich dann mal auf gemuetliche Tage am Meer in der Haengematte....
Meine 2 letzten Tage in Siem Reap waren auch schnell vorueber gegangen. Am ersten der beiden Tagen war ich mal wieder relativ frueh aufgestanden, irgendwie hatte sich meine innere Uhr nach dem vielen Fruehaufstehen wieder umgestellt. Ist ok, denn wenn ich frueh aufstehe ists noch nicht so bruehtend heiss. Wir sind mal wieder ins Red Piano und ich habe meinen Tag mit leckerem Muesli mit Banane und frischer Milch begonnen, dazu nen Schwarztee mit Milch, alles nach meinem Geschmack. Weiter gings mit ein bischen ueber den Markt stoebern und natuerlich bin ich fuendig geworden und habe ganz wunderbar den Preis nach unten gehandelt. Ich werde richtig gut darin *freu*.
Puenktlich um 11 Uhr habe ich mich dann im "Temple Club" eingefunden, wo ich schon Tags zuvor einen Kochkurs fuer guenstige 10$ gebucht hatte. Dort sass schon eine Australierin die den selben Kurs belegte und es stellte sich heraus, wir sollten die einzigen sein. Super! Jeder von uns hatte seine eigene Kochlehrerin die uns eine orangefarbene Schuerze umband und eine gleichfarbige Kochmuetze aufsetze. Wir duerfen und aus jeweils drei Vor-, Haupt- und Nachspeisen eine heraussuchen die wir dann kochen werden. Ich habe mich fuer frittierte Fruehlingsrollen (die gibts naemlich auch unfrittiert), Amok und Kuerbisdessert entschieden.
Alles wurde von meiner Koechin bereitgestellt und es ging los ans schaelen, schnippeln, hacken und schneiden. Viel Gemuese, Gewuerze, Kraeuter und Wurzeln sowie Fleisch und eben Kuerbis kam unter mein Hackbeil. Am witzigsten war tatsaechlich das Hackfleisch aus Haehnchenfleisch herzustellen, hierzu bekam ich zwei Hackbeile und hab fleissig auf mit der Australierin um die Wette gehackt. Das hat sie fuer mich dann auch mal noch gefilmt :-)
Gross beschreiben moechte ich das Essen jetzt nicht, aber ich kann Euch sagen die Fruehlingsrollen sahen echt perfekt aus, das Amok war super lecker und in den Nachtisch moechte man sich am liebsten hineinlegen. Da die Portionen natuerlich viel zu gross waren habe ich mir den Rest einpacken lassen und am Abend verspeist.
Nach dem Kochkurs habe ich mich wieder zu Kimberly gesetzt die derweil im Temple Restaurant lecker Khmerkueche genoss. Ich hab dann ewig auf sie gewartet bis sie fertig war und wir sind zurueck zum Guesthouse um unsere Badesachen zu holen und zum Aqua zu fahren. Das Aqua ist einfach ein Swimmingpool welcher an ein Restaurant angeschlossen ist, dort sind wir dann ins relativ warme Nass gesprungen und haben es uns richtig gut gehen lassen. Bei der Hitze die totale Erloesung.
Am naechsten Tag war unsere dritter und letzter Tempeltag geplant. Hierfuer wurden wir um 8 Uhr von unserem freundlichen Tuktukfahrer abgeholt. Damit ich mein leckeres Fruehstueck zu mir nehme konnte musste ich natuerlich frueh los, aber das war kein Problem.
Am Abend zuvor hatten wir noch eine neue Nachbarin bekommen, die zwei lauten Englaender die in den Naechten zuvor grundsaetzlich unsere Nachtruhe gestoert hatten waren gluecklicherweise ausgezogen. Annemiek (falls man ihren Namen so schreibt) kommt aus Holland und gesellte sich fuer diesen Tempeltag zu uns. Hierfuer musste natuerlich nochmal ein bischen mit dem Tuktukfahrer verhandelt werden, den dieser will bei drei Personen mehr Geld. Aber fuer die weite Strecke die wir heute fahren mussten waren die 15$ angebracht und Annemiek und ich hatten kein Problem mit dem Preis. Kimberly meinte sie muesse noch verhandeln, hatte es dann auf unsere Zustimmung von 15$ doch auch eingesehen.
Die Fahrt zum Tempel Banteay Srei dauerte eine Ewigkeit. Wir kamen durch mehrere Doerfen und an einem Landmienenmuseum vorbei und erreichten nach ueber einer Stunde Tuktukfahrt endlich den 38km entfernten Tempel. Dieser war mal wieder komplett anders als alles bisher begutachtete. Der Tempel war klein und fein und mit fein meine ich die ganzen Reliefs und Bildhausarbeiten. Blumen, Pflanzen, Tiere und Figuren wunderbar detailliert herausgearbeitet, ein Schmaus fuers Auge. Zum Tempel gehoerte auch noch eine kleine Ausstellung auf der die Geschichte des Tempels, der Restaurierung bzw. Rekonstruierung dargestellt war sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauteilen in den verschiedenen Baustilen herausgearbeitet wurde. Dies war zum Abschluss nochmal sehr aufschlussreich.
Auf dem Rueckweg sind wir dann ins Landmienenmuseum. Dieses wird von einem Herrn Aki Ri betrieben, der selbst Millionen von Landmienen unschaedlich gemacht hat und somit die Bevoelkerung von weiten Teilen Kambodschas von diesem Unheil gerettet hat. Wir konnten uns ein Bild von den verschiedenen Landmienen machen, zudem von einigen Raketen. Desweiteren werden viele Bilder die den Besitzer des Museums beim Entschaerfen der Mienen gezeigt werden, ausgestellt und ein sehr informativer Film vorgefuehrt. Dieses Land ist schon (wie ich glaube ich schon erwaehnt hatte) unglaublich gebeutelt und ich kann nur hoffen dass die Khmer endlich mal zu Ruhe kommen koennen und es mit ihrem Leben aufwaerts gehen kann. Aber bei geschaetzten 6 Millionen Landmienen die immer noch verstreut sind ist dies kaum moeglich. Ich kann nur hoffen das sehr viele Leute weiterhin spenden und die Aufraeumaktionen die auch von Deutschland unterstuetzt werden schnell fortschreiten koennen.
Zwei weitere kleine Tempel wurden danach noch begutachtet und das wars dann fuer den Tag. Wieder mal fix und fertig kamen wir am Guesthouse an. Ich hab mal noch meine Waesche vom Laundryservice (Waeschewaschservice) abgeholt und bin noch ein bischen ins Internet. Desweiteren musste noch ein Busticket fuer die Fahrt am naechsten Tag nach Bangkok gekauft werden und das ist auch immer so eine Preisvergleicherei. Schlussendlich habe ich dann ein Ticket fuer 6,5$, Abfahrt 8 Uhr, Abholservice 7:30 Uhr geholt. Wenns ich so frueh rausmuss, packe ich natuerlich am Vorabend, dann isses stressfreier.
Naechster Tag, ich warte und warte und warte, um viertel vor 8 kommt dann endlich der Abholservice, dieser besteht allerdings dann gleich aus dem Bus der mich bis zur Grenze bringen soll. Nach einer geschlagenen weiteren Stunde hatten wir dann unzaehlige Hotels und Guesthouses abgeklappert und weitere Reisende abgeholt, endlich, endlich gings Richtung Grenze. Auf der dreistuendigen Fahrt hatten wir 2 laengere, meiner Meinung nach unnuetze Pausen. Die Grenzueberschreitung an sich war problemlos. Rucksack schnappen, Ausreisestempel abholen. Zur thailaendischen Grenze laufen, ca. 300 - 500 m in bruetender Hitze, und dort erst mal den Visumszettel ausfuellen, ewig warten, Eintrittsstempel holen und rueber. Dort dann auf den kompletten Bus warten und warten und nochmehr warten und weils so schnoen war noch ein bischen mehr.
Noch beim Aussteigen aus dem Bus bekamen wir unser Ticket abgenommen und dafuer einen gelben Bepper auf das T-Shirt gekleppt. Nach der Grenzueberschreitung bekam ich dann ne Nummer auf meinen Aufkleber. Nach der ewigen Warterei sollten dann alle mit Nummer das Gepaeck schnappen und unserem neuen Fuehrer folgen. Es ging zu einem Pickup und nem Minivan. Rucksack auf den Pickup und selbst in den Minivan. Hallo? Was soll das denn? Wo ist der Reisebus in den wir steigen sollen. Ja, zu dem fahren wir jetzt. Aha. Der Reisebus kam dann in Form eines Motels mit Restaurant in dem wir dann erst mal noch geschaetze 1,5 h warten mussten. Dann kam endlich der Bus, um 3 Uhr nachmittags. In 2 h wuerden wir es wohl nicht bis nach Bangkok schaffen wie uns versprochen worden war. Um halb 8 war ich dann endlich dort und nach 10 min Fussmarsch dann im Guesthouse. Rene und ich hatten uns im Bamboo Guesthouse verabredet, das gleiche welches uns schon vor 1,5 Monaten beherbergt hatten. Wer zuerst ankommt soll ein Zimmer nehmen und dann eben auf den anderen warten. Hab ich auch gemacht, aber zuerst musste ne Dusche her. Ist schon unglaublich schwuel und heiss hier und nach der doofen Fahrt!!!!!!
Der erste Tag in Bangkok fing dann mit ner leckeren Rindersuppe mit Nudeln an und dann sollte es weitergehen zum Klongboot (klong ist der Thailaendische Name fuer Kanal). Aber, ich denke mal in den deutschen Nachrichten kommt auch was ueber die vielen Demonstrationen hier in Bangkok? Hier gehts zu, man glaubt es nicht. Endweder sieht man Thais in roten T-Shirts oder man sieht Polizei und Militaer mit Maschinengewehren. Aber hier ists total ruhig. Keine Unruhen oder sonstiges. Die demonstrieren hier superruhig. Vorallem die grossen Hauptstrassen sind rot. Links und rechts an den aeusseren Fahrstreifen sind Zelte aufgebaut wo sie seit einer Woche uebernachten, kochen und essen. Wir sind dort so ein bischen entlang gegangen und fanden dann ein Plakat mit der URL: www.thairedgermany.com, muss mal selbst noch draufschauen (Hab ich jetzt auch gemacht, aber leider ist alles auf Thai). Da sass dann ein Westler davor und wir haben ihn angesprochen. Ist ein Deutscher der hier seit 1,5 Jahren sein Rentenalter verbringt. Er hat uns dann ueber die Demonstration aufgeklaert (lest das mal lieber selbst in den deutschen Medien nach, aber es ist schon unglaublich) und zudem erzaehlt, dass Thailand kurz davor ist in Kambodscha einzumarschiere, dies aber wohl nicht tun wird solange hier noch diese Demonstrationen sind und die Soldaten gebraucht werden. Ha, haette ja nicht gedacht dass es hier so zu geht. Armes Kambodscha, mir hats da (ausgenommen von den ersten Tagen) super gefallen und die Thais nerven mich tatsaechlich unglaublich. Nicht die Demonstrierenden natuerlich, denn die haben alle Rechte fuer diese Demonstration, aber halt die Regierung!!!!! Lassen wir das mal.
Heute waren wir dann ein bischen Sightseeing. Waren in einer katholischen Kirche, dort wurde gerade in Rosenkranz auf Thai gebetet. Wir wollten danach noch ein bischen im Park ausspannen, aber der Park stellte sich als Palastpark raus und dort durften wir dann leider nicht rein. Also haben wir das Taxi zurueckgenommen und sind im Guesthouse rumgeluemmelt. Ich brauche das nach den vielen Tempelbesuchen, dem Herumreisen und der Shoppingtour ganz dringend. So schoen es auch ist, aber es zehrt so dermassen an den Kraeften dass ausspannen dringend noetig ist. Morgen nochmal ordentlich Sightseeing und dann uebermorgen weiter nach Bali. Dort hoffe ich dann mal auf gemuetliche Tage am Meer in der Haengematte....
Tuesday, March 16, 2010
Sooo viele Tempel in nur 2 Tagen
Ha, da haette ich doch am Tag meiner Weiterreise fast verschlafen. Aber so ist das halt wenn man sich in ein Hotel einmietet und man nen schoenen Fernseher auf dem Zimmer hat und meint man sollte noch ein bischen zappen. Schwupps landet man auf einem Sender der nur Hollywoodfilme zeigt und schaut sich bis kurz vor 12 "Transporter III" an. Und da will ich am naechsten Tag um halb 7 aufstehen..... jaaaa, war dann halt doch schon 7. Gut dass ich am Vorabend schon gepackt hatte, somit schnell duschen und vollends packen, ab zur Rezeption um auszuchecken und weiter zum Bus. Da war ich dann 10 min frueher, hab mein Gepaeck verstauen lassen, mir noch schnell nen Muffin geholt und rein an einen Platz.
Dort hatte ich dann eine junge Khmer neben mir sitzen, die doch ein ganz gut Englisch sprach, zumindest fuer den ueblichen Smalltalk hats gereicht, nur wenn sie beim reden nicht immer so gefluestert haette....
Und diesesmal hatte ich meine erste gute Busfahrt in Kambodscha, schein wohl aufwaerts zu gehen. Um ca. 10 Uhr kam ich in Siem Reap an und wusste wie immer erst mal gar nicht wo ich bin. Aber 10 Tuktukfahrer hatte ich garantiert um mich rum. Aber erst mal in aller Ruhe meinen Rucksack von der Gepaecklade abholen, aber was ist denn das. Warum ist denn mein linker Traeger total nass? Und warum stinkt der nach Bier? Na, klasse und den muss ich jetzt schleppen.
So, jetzt stand ich also da, hatte aber wie immer keinen Plan. Ha, da steht doch noch ne Weisse neben mir die auch versucht sich zu orientieren. Gleich man fragen ob sie weiss wo wir sind. Jetzt standen wir also mit dem Gesicht zur Wand und haben ein bischen ueber die Gaesthaeuser geredet, waehrend wir immer wieder Zettel mit Bildern und Namen von Absteigen vor die Nase gehalten bekamen, dazu das staendige gebruell der Schlepper.... Ich hab dann mal einen Gefragt warum er mich denn die ganze Zeit so anbruellt, er hat sich dann kleinlaut entschuldigt und nur noch mit mir gefluestert. Letztendlich sind wir dann aber zu Fuss zum "Garden Village" gelaufen und haben uns somit die paar Cent gespart.
Im Guesthouse hat Kimberly (so heisst die Gute) dann nach den billigsten Zimmern gefragt und das guenstigste ist 3$ die Nacht. Es geht dort auch noch billiger mit nur 1$, allerdings liegt man da im Hof und hat nur ne Matratze mit Mosquitonetz ueber sich, also das muss wirklich nicht sein. Wir haben uns dann einen Bungalow angeschaut der aus nicht mehr als ner Huette, einer Matratze und einem Mosquitonetz besteht. Aso, ne Kissen und ein Handtuch gibts auch noch. Kimberly hat mich dann spontan gefragt ob wir uns die Huette teilen wollen, ich hab sofort zugesagt und so naechtige ich also nun fuer nur 1,5$ also so ca. 1 Euro pro Nacht :-) Natuerlich gabs dann noch ne weitere Matratze fuer uns...
Wie immer, wenn man wo ankommt, erst mal auf stille Oertchen und dann duschen und dann auf Futtersuche gehen. Da wir uns wirklich gut verstehen haben wir uns entschlossen die beruehmten Tempel von Angkor zusammen anzuschauen und uns beim gemuetlichen Essen ein bischen einen Plan gemacht. Bzw, da ich ja ein Sightseeing-Spezialist bin hab ich das dann gemacht und sie hat zugestimmt. Nach dem Essen sind wir dann am Fluss entlang gelaufen, hatte sich im Reisefuehrer besser angehoert als es letztendlich war, aber net wars. Sind auch noch in einen Tempel reingelaufen der seh laut Musik hatte, da war irgendeine buddhistische Feier, aber der junge Moench der ein bischen Englisch sprach konnte uns leider nicht sagen was sie feiern.
Ha, und nochwas hab ich gesehen. Eine Katholische Kirche. Natuerlich bin ich da sofort reingelaufen und hab sie mir angeschaut. Eine einfache Holzkirche und im Obergeschoss war ein grosser Saal, natuerlich ohne Baenke, denn die Khmer sitzen ja fast nur auf dem Boden. Schoen wars aber trotzdem und fuer mich mal ein Platz fuer Ruhe.
Auf dem Rueckweg sind wir noch in das teuerste Hotel der Stadt reingelaufen. Mei was fuer ein wunderschoens Hotel. Alles in dunklem Holz, grosse Fenster, Teiche im Garten und Terrasse fuers Restaurant. Wir sind da rein, da wir gesehen haben dass sie mehrmals die Woche am Abend die beruehmten Apsarataenze auffuehren. Aber ein Blick auf die Speisekarte hat uns dann schnell gesagt dass das nicht drinnen ist, das guenstigste waere ein Dessert fuer 9$ gewesen :-)
Aber ein Dessert waere natuerlich jetzt nach den Spazierstrapazen gar nicht schlecht, also rein in einen Eisladen (ne Thailaendische Eiskette die wundervolles Eis macht) und nen schoenen Becher bestellt. Mei war der lecker.
Viel mehr ging an diesem Tag nimmer, einfach nur gemuetlich entspannen.
Naechster Tag, erster Tempeltag. Morgens sind wir eigentlich schon recht frueh aufgestanden, halb sieben zeigte meine Uhr. Warum wir aber dennoch sooo ewig gebraucht hatten und erst um 8 beim Fruehstueck waren ist mir ein echtes Raetsel. Aber wir hatten ein ganz tolles Fruehstueck im "Red Piano" und vorallem mal nen schoenen Schwarztee mit Milch!!!! Bekommt man ja selten.
Nun, wie kommen wir zu den Tempeln, ein Moto fuer 2 Leute, das ist eingentlich nicht erlaubt, aber billig. Die Motofahrer haben sich aber geweigert, ok dann halt mal wieder in die Preisschlacht mit den Tuktukfahrern ziehen. Die wollten gleich mal 15$ doer so, aber das wollten wir natuerlich nicht. In meinem Buch stand 12$ waere fuer die kleine Tempeltour super. Also dachte ich wenn wir die auf 10$ runterbekommen wenn wir ja nicht den Sonnenaufgang und -untergang haben dann ist das doch super. Von wegen, Kimberly reichte das gar nicht, sie wollte noch weiter runter. Ha, ich hatte aber natuerlich vorher zu ihr gesagt dass ich 10$ ok finde. Das hat der Tuktukfahrer natuerlich mitbekommen und ist stur geblieben. Kimberly hat sich dann hoeflich bedankt und ist weitergelaufen. Beim naechsten waren wir auch schnell bei 10$ und mitten in den Verhandlungen (besser gesagt Kimberly, ich hab mich von nun an rausgehalten) kommt doch der Fahrer von vorhin an und sagt dem Fahrer mit dem wir gerade diskutieren ist seiner Sprache dass wir vorhin beim ihm die 10$ nicht bezahlen wollten. Tja, somit wars fuer uns rum, denn die sind ja alles hier "my friends" und wir sind weiter. Irgendwie haben wir es auch geschafft den doofen Fahrer abzuschuetteln und mit einem anderen verhandelt. Kimberly hat letztendlich tatsaechlich nen Tagespreis von 8$ rausgeschlagen, aber natuerlich nur unter den Bedingung dass wir in 3 Tage lang buchen. Ist doch super fuer uns, denn jedes Mal aufs neue Verhandeln ist echt nervig. Ueber den dritten Tag sind wir uns aber noch nicht ganz einig. Da wir einen Tempel sehr weit ausserhalb besichtigen muessen und er dafuer 5$ zusaetzlich haben will wird Kimberly an diesem Tag nochmal verhandeln. Ich denke es werden wohl nur 3-4$ mehr werden, bin schon selbst ganz gespannt.
Die Fahrt zum Haupteingang des Tempelareals dauerte ca. 20 min. Dort wollten wir uns das 3-Tage-Ticket holen. Ha, und welches der beiden. Man kann eines fuer 3 Tage am Stueck haben und eines fuer 3 Tage die ueber eine Woche verteilt liegen. Kostenpunkt? Jedesmal 40$. Macht ja ueberhaupt keinen Sinn. Ist doch klar dass man sich das 2te holt und nicht das erste, denn es hat ja nur Vorteile. Versteh ich nicht. Kimberly auch nicht. Wiedem auch sei. Wir holen uns also genau dieses, werden dann mit einer Webcam fotographiert (Ich schau aus wie Verbrecher) und wir bekommen unser Ticket mit unserem Bild drauf, also alles sehr personalisiert und nicht uebertragbar.
Wieder ins Tuktuk und zu den Tempeln. Wirklich viel ueber die Tempel moechte ich jetzt nicht schreiben. Die kann man ja auch kaum beschreiben. Nur soviel, es ist unglaublich, wie kunstvoll viele von ihnen sind. Wir haben in ersten 2 Tempeltagen um die 15 Tempel angeschaut und keiner sah einem anderen aehnlich. Grundsaetzlich bestehen alle aber aus riesigen aufeinandergesetzen grauen Steinen, die teilweise mit Reliefs verziert sind, haben mehrere Tuerme und Pyramiden, teilweise sind wir schon wirklich sehr steil hoch geklettert (hoch geht ja immer noch, aber runter...!!!! ) Die einzelnen Tempelanlagen liegen relativ weit auseinander und bei der Hitze die hier herrscht, und meist ist man ja auch in prallen Sonne unterwegs, schlaucht das doch schon sehr und man freut sich immer wieder auf eine kurze erfrischende Tuktukfahrt.
Am ersten Tag haben wir uns zwischendurch mal ne Ananas und mal ne Melone gegoennt und das Wasser das meine Kehle hinunterlaeuft findet sich dann sofort wieder rausgeschwitzt in meiner Kleidung wieder. Alles klebt und der rote Staub der Wege klebt an den Fuessen und Beinen. Wir haben dann mal unsere Fuesse ohne Sandalen fotographiert, weiss wo die Sandalen sassen, dunkelbraunrot wo der Sand klebt. Ein Zebra waere neidisch :-)
Am zweiten Tag haben wir uns dann frueh morgens aus dem Bett gequaelt, 4:45 Uhr ging der Wecker. Wir wollten ja den Sonnenaufgang am beruehmtesten aller Tempel anschauen, Angkor Wat! Also los, Kimberly hat sich in einem 24-h-Supermarkt noch nen extrem teuren Joghurt geholt und auf mit dem Tuktuk (welches uns am Guesthouse abgeholt hatte) nach Angkor Wat. Ich kann das gar nicht beschreiben, aber habs selbst schon so oft gehoert. Die Massen die dort hinstroemt ist unglaublich. Jeder moechte dieses Schauspiel sehen und so wimmelte es nur so von verrueckten Radlertouris, Motos und Tuktuks. Da wir allerdings keine Ahnung hatten wo denn wohl der beste Platz ist haben wir uns einfach an eine Mauer gesetzt und gewarte. Noch wars dunkel, aber man sah schon schoen wie der Himmel langsam roetlich wurde. Das war so ca. 20 vor 6. Und nun warten und warten und warten. Ich habe ihn der Zeit mal wieder meine Bilder auf der Kamera gesichtet und ein bischen uebr meine bisherige Zeit nachgedacht als dann ploetlich alle aufsprangen und ihre Kamera zueckten, ha die Sonne kommt also doch hinter den Tempeln von Angkor Wat hervor. Das Schauspiel war wirklich toll, aber es ist doch erschreckend wie schnells auch wieder vorbei geht. Man sieht wirklich wie die Sonne sich schnell vorwaerts bewegt wenn man einen Fixpunkt, in diesem Falle der Tempel, hat.
Dann erst mal fruehstuecken, ich hatte dann einen Pfannkuchen mit Banane und Honig, wobei dieses relativ kleine, dafuer sehr dicke fluffige Ding aus der Packung kommt, aber den Magen fuellts zumindest.
Die Preise hier sind natuerlich etwas teurer und so verlangen die Verkaufer doch superfrech nen Dollar fuer alles, also auch fuer 1,5l Wasser. Beim ersten hab ich noch auf 0,75$ runtergehandelt, aber ich werd da auch immer besser. Mal hab ich gleich 2 Flaschen fuer 1$ bekommen und mal eben dann auch nur eine Flasche fuer nen halben. Falls ihr jetzt denkt dass ich die Leute hier abzocke, nein, im normalen Supermarkt zahlt man auch nur nen halben Dollar. Es gibt aber auch Dumme Touristen hier die fuer eine 0,5l Flasche nen ganzen Dollar bezahlen, denn die Verkauefer verlangen ja wie gesagt fuer alles erst mal nen Dollar :-)
Was richtig uebel hier ist sind die Kinder. Hier verkaufen Kinder ab ca. 4 Jahren schon mit einer Mitleidsmiene und -stimme Postkarten, Armbaendchen, Taschen, Tuecher und noch vieles mehr. Dabei gehoeren die meisten in die Schule, vorallem Montagmorgens!!!! Man sollte diesen Kindern auf keinen Fall was abkaufen, denn dann haben sie vielleicht die Moeglichkeit in die Schule zu gehen wenn die Eltern sehen dass es mit dem Verkaufen nicht klappt. Aber bei der Anzahl an Kindern glaub ichs kaum, es gibt halt zu viele verantwortunglose und bemitleidende Touris.
So, und nun noch fuer alle Hollywoodfilmliebhaber bzw. Tomb Raider-Fans. Ich war beim Tempel aller Filmtempel und habe natuerlich genau an diesem beruehmten Baum der auf den Mauern waechst und dessen Wurzeln ueber das Mauerwerk haengen ein Bild von mir machen lassen. Oh yeah!!!!!
Da wir Abends dann doch relativ spaet, also erst um halb 6 nach Hause kamen hatten wir besonders am 2 Tag dann das Beduerfnis auf ein fruehes zu Bett gehen. Aber unsere lieben Bungalow Nachbarn die um ca. 2 Uhr nachts betrunken zurueckkommen und lautstark reden oder sogar Musik hoeren haben uns den Schlaf geraubt. Dazu kommt dass die sich, ich vermute mit Mosquitospray noch eingesprueht haben und dies zog dann in unseren Bungalow. Ich hab das Zeugs dann eingeatmet und heftige Hustanfaelle bekommen. Alles was half war aufzustehen und den Ventialtor anwerfen damit das Zeugs wieder durch die Ritzen rausgeht. Und gegen den Laerm half nur Aufstehen von Kimberly und den Typen ordendlich zusammenscheissen und beim zweiten Mal durch die Wand durch rueberzubruellen. Danach war Ruhe :-)
Sodele, mehr faellt mir zu diesen zwei Tagen nimmer ein ausser dass es eben unglaublich anstrengend aber schoen war und wir daher an unserem dritten, vollen Tag in Siem Reap ne Tempelpause brauchen. Ueber den erzaehl ich aber die Tage mal wieder denn jetzt ist dieser schon fast vorbei und morgen gehts ja nochmal zu den Tempeln und der Tuktukfahrer holt uns um 8 ab.
Dort hatte ich dann eine junge Khmer neben mir sitzen, die doch ein ganz gut Englisch sprach, zumindest fuer den ueblichen Smalltalk hats gereicht, nur wenn sie beim reden nicht immer so gefluestert haette....
Und diesesmal hatte ich meine erste gute Busfahrt in Kambodscha, schein wohl aufwaerts zu gehen. Um ca. 10 Uhr kam ich in Siem Reap an und wusste wie immer erst mal gar nicht wo ich bin. Aber 10 Tuktukfahrer hatte ich garantiert um mich rum. Aber erst mal in aller Ruhe meinen Rucksack von der Gepaecklade abholen, aber was ist denn das. Warum ist denn mein linker Traeger total nass? Und warum stinkt der nach Bier? Na, klasse und den muss ich jetzt schleppen.
So, jetzt stand ich also da, hatte aber wie immer keinen Plan. Ha, da steht doch noch ne Weisse neben mir die auch versucht sich zu orientieren. Gleich man fragen ob sie weiss wo wir sind. Jetzt standen wir also mit dem Gesicht zur Wand und haben ein bischen ueber die Gaesthaeuser geredet, waehrend wir immer wieder Zettel mit Bildern und Namen von Absteigen vor die Nase gehalten bekamen, dazu das staendige gebruell der Schlepper.... Ich hab dann mal einen Gefragt warum er mich denn die ganze Zeit so anbruellt, er hat sich dann kleinlaut entschuldigt und nur noch mit mir gefluestert. Letztendlich sind wir dann aber zu Fuss zum "Garden Village" gelaufen und haben uns somit die paar Cent gespart.
Im Guesthouse hat Kimberly (so heisst die Gute) dann nach den billigsten Zimmern gefragt und das guenstigste ist 3$ die Nacht. Es geht dort auch noch billiger mit nur 1$, allerdings liegt man da im Hof und hat nur ne Matratze mit Mosquitonetz ueber sich, also das muss wirklich nicht sein. Wir haben uns dann einen Bungalow angeschaut der aus nicht mehr als ner Huette, einer Matratze und einem Mosquitonetz besteht. Aso, ne Kissen und ein Handtuch gibts auch noch. Kimberly hat mich dann spontan gefragt ob wir uns die Huette teilen wollen, ich hab sofort zugesagt und so naechtige ich also nun fuer nur 1,5$ also so ca. 1 Euro pro Nacht :-) Natuerlich gabs dann noch ne weitere Matratze fuer uns...
Wie immer, wenn man wo ankommt, erst mal auf stille Oertchen und dann duschen und dann auf Futtersuche gehen. Da wir uns wirklich gut verstehen haben wir uns entschlossen die beruehmten Tempel von Angkor zusammen anzuschauen und uns beim gemuetlichen Essen ein bischen einen Plan gemacht. Bzw, da ich ja ein Sightseeing-Spezialist bin hab ich das dann gemacht und sie hat zugestimmt. Nach dem Essen sind wir dann am Fluss entlang gelaufen, hatte sich im Reisefuehrer besser angehoert als es letztendlich war, aber net wars. Sind auch noch in einen Tempel reingelaufen der seh laut Musik hatte, da war irgendeine buddhistische Feier, aber der junge Moench der ein bischen Englisch sprach konnte uns leider nicht sagen was sie feiern.
Ha, und nochwas hab ich gesehen. Eine Katholische Kirche. Natuerlich bin ich da sofort reingelaufen und hab sie mir angeschaut. Eine einfache Holzkirche und im Obergeschoss war ein grosser Saal, natuerlich ohne Baenke, denn die Khmer sitzen ja fast nur auf dem Boden. Schoen wars aber trotzdem und fuer mich mal ein Platz fuer Ruhe.
Auf dem Rueckweg sind wir noch in das teuerste Hotel der Stadt reingelaufen. Mei was fuer ein wunderschoens Hotel. Alles in dunklem Holz, grosse Fenster, Teiche im Garten und Terrasse fuers Restaurant. Wir sind da rein, da wir gesehen haben dass sie mehrmals die Woche am Abend die beruehmten Apsarataenze auffuehren. Aber ein Blick auf die Speisekarte hat uns dann schnell gesagt dass das nicht drinnen ist, das guenstigste waere ein Dessert fuer 9$ gewesen :-)
Aber ein Dessert waere natuerlich jetzt nach den Spazierstrapazen gar nicht schlecht, also rein in einen Eisladen (ne Thailaendische Eiskette die wundervolles Eis macht) und nen schoenen Becher bestellt. Mei war der lecker.
Viel mehr ging an diesem Tag nimmer, einfach nur gemuetlich entspannen.
Naechster Tag, erster Tempeltag. Morgens sind wir eigentlich schon recht frueh aufgestanden, halb sieben zeigte meine Uhr. Warum wir aber dennoch sooo ewig gebraucht hatten und erst um 8 beim Fruehstueck waren ist mir ein echtes Raetsel. Aber wir hatten ein ganz tolles Fruehstueck im "Red Piano" und vorallem mal nen schoenen Schwarztee mit Milch!!!! Bekommt man ja selten.
Nun, wie kommen wir zu den Tempeln, ein Moto fuer 2 Leute, das ist eingentlich nicht erlaubt, aber billig. Die Motofahrer haben sich aber geweigert, ok dann halt mal wieder in die Preisschlacht mit den Tuktukfahrern ziehen. Die wollten gleich mal 15$ doer so, aber das wollten wir natuerlich nicht. In meinem Buch stand 12$ waere fuer die kleine Tempeltour super. Also dachte ich wenn wir die auf 10$ runterbekommen wenn wir ja nicht den Sonnenaufgang und -untergang haben dann ist das doch super. Von wegen, Kimberly reichte das gar nicht, sie wollte noch weiter runter. Ha, ich hatte aber natuerlich vorher zu ihr gesagt dass ich 10$ ok finde. Das hat der Tuktukfahrer natuerlich mitbekommen und ist stur geblieben. Kimberly hat sich dann hoeflich bedankt und ist weitergelaufen. Beim naechsten waren wir auch schnell bei 10$ und mitten in den Verhandlungen (besser gesagt Kimberly, ich hab mich von nun an rausgehalten) kommt doch der Fahrer von vorhin an und sagt dem Fahrer mit dem wir gerade diskutieren ist seiner Sprache dass wir vorhin beim ihm die 10$ nicht bezahlen wollten. Tja, somit wars fuer uns rum, denn die sind ja alles hier "my friends" und wir sind weiter. Irgendwie haben wir es auch geschafft den doofen Fahrer abzuschuetteln und mit einem anderen verhandelt. Kimberly hat letztendlich tatsaechlich nen Tagespreis von 8$ rausgeschlagen, aber natuerlich nur unter den Bedingung dass wir in 3 Tage lang buchen. Ist doch super fuer uns, denn jedes Mal aufs neue Verhandeln ist echt nervig. Ueber den dritten Tag sind wir uns aber noch nicht ganz einig. Da wir einen Tempel sehr weit ausserhalb besichtigen muessen und er dafuer 5$ zusaetzlich haben will wird Kimberly an diesem Tag nochmal verhandeln. Ich denke es werden wohl nur 3-4$ mehr werden, bin schon selbst ganz gespannt.
Die Fahrt zum Haupteingang des Tempelareals dauerte ca. 20 min. Dort wollten wir uns das 3-Tage-Ticket holen. Ha, und welches der beiden. Man kann eines fuer 3 Tage am Stueck haben und eines fuer 3 Tage die ueber eine Woche verteilt liegen. Kostenpunkt? Jedesmal 40$. Macht ja ueberhaupt keinen Sinn. Ist doch klar dass man sich das 2te holt und nicht das erste, denn es hat ja nur Vorteile. Versteh ich nicht. Kimberly auch nicht. Wiedem auch sei. Wir holen uns also genau dieses, werden dann mit einer Webcam fotographiert (Ich schau aus wie Verbrecher) und wir bekommen unser Ticket mit unserem Bild drauf, also alles sehr personalisiert und nicht uebertragbar.
Wieder ins Tuktuk und zu den Tempeln. Wirklich viel ueber die Tempel moechte ich jetzt nicht schreiben. Die kann man ja auch kaum beschreiben. Nur soviel, es ist unglaublich, wie kunstvoll viele von ihnen sind. Wir haben in ersten 2 Tempeltagen um die 15 Tempel angeschaut und keiner sah einem anderen aehnlich. Grundsaetzlich bestehen alle aber aus riesigen aufeinandergesetzen grauen Steinen, die teilweise mit Reliefs verziert sind, haben mehrere Tuerme und Pyramiden, teilweise sind wir schon wirklich sehr steil hoch geklettert (hoch geht ja immer noch, aber runter...!!!! ) Die einzelnen Tempelanlagen liegen relativ weit auseinander und bei der Hitze die hier herrscht, und meist ist man ja auch in prallen Sonne unterwegs, schlaucht das doch schon sehr und man freut sich immer wieder auf eine kurze erfrischende Tuktukfahrt.
Am ersten Tag haben wir uns zwischendurch mal ne Ananas und mal ne Melone gegoennt und das Wasser das meine Kehle hinunterlaeuft findet sich dann sofort wieder rausgeschwitzt in meiner Kleidung wieder. Alles klebt und der rote Staub der Wege klebt an den Fuessen und Beinen. Wir haben dann mal unsere Fuesse ohne Sandalen fotographiert, weiss wo die Sandalen sassen, dunkelbraunrot wo der Sand klebt. Ein Zebra waere neidisch :-)
Am zweiten Tag haben wir uns dann frueh morgens aus dem Bett gequaelt, 4:45 Uhr ging der Wecker. Wir wollten ja den Sonnenaufgang am beruehmtesten aller Tempel anschauen, Angkor Wat! Also los, Kimberly hat sich in einem 24-h-Supermarkt noch nen extrem teuren Joghurt geholt und auf mit dem Tuktuk (welches uns am Guesthouse abgeholt hatte) nach Angkor Wat. Ich kann das gar nicht beschreiben, aber habs selbst schon so oft gehoert. Die Massen die dort hinstroemt ist unglaublich. Jeder moechte dieses Schauspiel sehen und so wimmelte es nur so von verrueckten Radlertouris, Motos und Tuktuks. Da wir allerdings keine Ahnung hatten wo denn wohl der beste Platz ist haben wir uns einfach an eine Mauer gesetzt und gewarte. Noch wars dunkel, aber man sah schon schoen wie der Himmel langsam roetlich wurde. Das war so ca. 20 vor 6. Und nun warten und warten und warten. Ich habe ihn der Zeit mal wieder meine Bilder auf der Kamera gesichtet und ein bischen uebr meine bisherige Zeit nachgedacht als dann ploetlich alle aufsprangen und ihre Kamera zueckten, ha die Sonne kommt also doch hinter den Tempeln von Angkor Wat hervor. Das Schauspiel war wirklich toll, aber es ist doch erschreckend wie schnells auch wieder vorbei geht. Man sieht wirklich wie die Sonne sich schnell vorwaerts bewegt wenn man einen Fixpunkt, in diesem Falle der Tempel, hat.
Dann erst mal fruehstuecken, ich hatte dann einen Pfannkuchen mit Banane und Honig, wobei dieses relativ kleine, dafuer sehr dicke fluffige Ding aus der Packung kommt, aber den Magen fuellts zumindest.
Die Preise hier sind natuerlich etwas teurer und so verlangen die Verkaufer doch superfrech nen Dollar fuer alles, also auch fuer 1,5l Wasser. Beim ersten hab ich noch auf 0,75$ runtergehandelt, aber ich werd da auch immer besser. Mal hab ich gleich 2 Flaschen fuer 1$ bekommen und mal eben dann auch nur eine Flasche fuer nen halben. Falls ihr jetzt denkt dass ich die Leute hier abzocke, nein, im normalen Supermarkt zahlt man auch nur nen halben Dollar. Es gibt aber auch Dumme Touristen hier die fuer eine 0,5l Flasche nen ganzen Dollar bezahlen, denn die Verkauefer verlangen ja wie gesagt fuer alles erst mal nen Dollar :-)
Was richtig uebel hier ist sind die Kinder. Hier verkaufen Kinder ab ca. 4 Jahren schon mit einer Mitleidsmiene und -stimme Postkarten, Armbaendchen, Taschen, Tuecher und noch vieles mehr. Dabei gehoeren die meisten in die Schule, vorallem Montagmorgens!!!! Man sollte diesen Kindern auf keinen Fall was abkaufen, denn dann haben sie vielleicht die Moeglichkeit in die Schule zu gehen wenn die Eltern sehen dass es mit dem Verkaufen nicht klappt. Aber bei der Anzahl an Kindern glaub ichs kaum, es gibt halt zu viele verantwortunglose und bemitleidende Touris.
So, und nun noch fuer alle Hollywoodfilmliebhaber bzw. Tomb Raider-Fans. Ich war beim Tempel aller Filmtempel und habe natuerlich genau an diesem beruehmten Baum der auf den Mauern waechst und dessen Wurzeln ueber das Mauerwerk haengen ein Bild von mir machen lassen. Oh yeah!!!!!
Da wir Abends dann doch relativ spaet, also erst um halb 6 nach Hause kamen hatten wir besonders am 2 Tag dann das Beduerfnis auf ein fruehes zu Bett gehen. Aber unsere lieben Bungalow Nachbarn die um ca. 2 Uhr nachts betrunken zurueckkommen und lautstark reden oder sogar Musik hoeren haben uns den Schlaf geraubt. Dazu kommt dass die sich, ich vermute mit Mosquitospray noch eingesprueht haben und dies zog dann in unseren Bungalow. Ich hab das Zeugs dann eingeatmet und heftige Hustanfaelle bekommen. Alles was half war aufzustehen und den Ventialtor anwerfen damit das Zeugs wieder durch die Ritzen rausgeht. Und gegen den Laerm half nur Aufstehen von Kimberly und den Typen ordendlich zusammenscheissen und beim zweiten Mal durch die Wand durch rueberzubruellen. Danach war Ruhe :-)
Sodele, mehr faellt mir zu diesen zwei Tagen nimmer ein ausser dass es eben unglaublich anstrengend aber schoen war und wir daher an unserem dritten, vollen Tag in Siem Reap ne Tempelpause brauchen. Ueber den erzaehl ich aber die Tage mal wieder denn jetzt ist dieser schon fast vorbei und morgen gehts ja nochmal zu den Tempeln und der Tuktukfahrer holt uns um 8 ab.
Friday, March 12, 2010
In der Grossstadt sieht doch gleich alles besser aus...
Erstaunlicherweise ist Phnom Penh (Hauptstadt von Kambodscha) wesentlich sauberer als noch vor sechs Jahren (Aussage Rene). Und ich muss sagen ich bin doch auch sehr ueberrascht wie "wenig" Abfall hier ueberall ist. Schon als wir die Grenze von Laos nach Kambodscha ueberschritten hatten erkannte man den Unterschied ganz deutlich. Dieser Muell an den Strassenraendern ist unbeschreiblich, aber in Phnom Penh ist es ziemlich sauber. Wobei das Morgens noch mehr der Fall ist als Abends, aber jeden Abend sahen wir die Aufraeumtrupps, grosse Muellwagen und mehrere Muellmaenner mit kleinen 1-achsigen Waagen die sie fuellen und dann in die grossen umladen. Aber genug zum Muell bzw. der vergleichsweise sauberen Stadt.
Rene und ich sind im Capitol abgestiegen, welches als Phnom Penhs aeltestes Guesthouse in unserem Reisefuehrer beschrieben ist. Das schoene an diesem Guesthouse ist: es gibt viele Kategorien von Zimmer und du kannst dir deine Kategorie aussuchen. Wir hatten Twin mit Fan und private Bathroom, heisst also ein Zimmer mit zwei Betten (Doppelbetten gibts hier nicht) und zwei Ventilatoren sowie unser kleines, bescheidenes Bad, dazu noch einige hundert Mitbewohner wie ich eines Abends feststellen musste als sie sich ueber meine Bananen die auf dem Boden in einer Tuete lagen, hermachten. Das Obst wurde ganz schnell auf dem Gang weitweg von unserer Zimmertuere entsorgt *huestel-raeusper* und nach zwei Stunden waren die Ameisen wieder in der Wand verschwunden aus der ihre Strasse fuehrte.
Nun ist ja Kambodscha sehr fuer seine nervigen Schlepper, Tuktukfahrer und Motofahrer bekannt. Tuktukfahrer sind aber mit Abstand die Schlimmsten. Jetzt wohnten wir doch im 3. Stock des Guesthouse und schon wenn wir dort oben die Treppe (die nach Aussen offen war) herunterkamen, winkten und riefen sie nach uns. Stock tiefer natuerlich noch mehr und wenn wir dann die letzte Treppe herunterschritten da hatten wir dann mind. 5 um uns herum. Der Laerm der auf einen reinprasselt ist vergleichbar mit Gackerndend Huehnern: Tuktuk, tuktuk, tuktuk und meist natuerlich noch ein "Sir" dazwischen, denn die Frau wird erst dann mit "Madame" angesprochen wenn der "Sir" nicht reagiert, was Rene so gut wie nie tut :-)
Am ersten Tag wollten wir gleich zur indonesischen Botschaft um uns ein Visum fuer Indonesien zu holen. Unsere Auskunft bisher war, dass wir nur ein 30-Tagesvisum bekommen wenn wir am Flughafen ankommen, da wir aber laenger dort bleiben wollen, muss es vorher bei einer Botschaft beantragt werden. Rene hatte im Internet zuvor die Adresse rausgesucht und wir haben uns einen Tuktukfahrer gesucht der uns dort hinbringen koennte. Da wir noch einiges anderes am gleichen Tag ansehen wollten, verhandelte Rene hart bis wir einen Tagespreis von 10$ hatten.
Der Tuktukfahrer meinte ja zuerst er wuesste wo die Botschaft sei, aber es stellte sich heraus dass er keine Ahnung hat. Die Adresse die Rene hatte war natuerlich auch falsch und so landeten wir erst mal im noerdlichen Teil des Zentrums. Und wenn wir schon mal da sind dann schauen wir doch gleich mal den Wat Phnom an, ein Tempel auf einem Huegel, sehr schoen und man hat ein klein wenig Aussicht, wenns der Blick durch die hohen Baeume zulaesst. Unten angekommen wollten wir dann noch schnell das alte, wohl "sehenswerte" Hauptpostamt anschauen, aber so toll wies im Reisefuehrer beschrieben ist, wars jetzt auch nicht. Also gehts weiter...
Nochmal ein Wort zu den Tuktuks hier in Kambodscha, diese sind nicht vergleichbar mit den Gefaehrten in Bangkok (die ich ja als besonders ungemuetlich beschrieben hatte, mancher Leser erinnert sich...). Hier sind die Tuktuks gemuetliche Anhaenger mit 2 Sitzbaenken, eine in Fahrtrichtung und die andere Gegenueber, und ganz toll: das Dach ist so hoch, dass ich und auch ein grosser Rene bequem sitzen und die Gegend begutachten koennten. Vor diesem Waegelchen ist dann ein Roller gespannt. Gut ziehen tun die Dinger nicht, sprich man kommt sehr langsam vorwaerts, aber es lohnt sich sehr, denn dadurch hat man doch mehr Zeit die Gegend zu betrachten.
Nach langem umherfragen, fahren und noch mehr fragen landeten wir dann also etwas ausserhalb des Zentrums im Sueden :-) gluecklich vor der Botschaft die an diesem Montag, dank des Weltfrauentags, keine Visa ausstellen wuerde. Also am naechsten Tag wieder kommen. Nun gut, dann gehen wir halt jetzt mal ein bischen den shoppen.
In unserem tollen Reisefuehrer steht geschrieben, dass das neue und moderne "Paragon Mall" (Einkaufszentrum) zwar etwas teuer sei, aber wunderbar zum shoppen geeignet sei. Deren Meinung konnten wir uns nicht anschliessen, da drinnen standen sehr viele Ladengeschaefte leer und der Rest war nicht sonderlich. Nennenswert vielleicht der Supermarkt in dem wir uns mit Wasser und Eis versorgt hatten und noch das kleine Cafe in dem wir uns dann nach dem suessen Eis noch einen Cafe Latte goennten. Als wir rauskamen, kam unser Fahrer schon entgegen gelaufen und meinte er habe einen Platten ob wir ihm nicht schnell 1000 Riel leihen koennten (ein viertel eines US-Dollars) damit er den Schlauch bezahlen koennte. Er wuerde es dann von unseren 10$ zurueck bezahlen. Kein Problem fuer uns.
Nachdem das ja alles bisher sehr relaxed war kommen wir nun nun zum traurigen Kapitel Kambodschas - der roten Khmer (auch als Khmer rouge) bekannt. Daher sind wir ins Gefaengnis S21 das heute ein Museum beherbergt und sehr gut erhalten ist. 1000de von Khmer wurden von den Roten Khmer dort gefoltert und umgebracht und alles fein saeuberlich dokumentiert. Schauderhaft, aber trotzdem sehenswert, denn ich denke wenn man in einem solch gebeutelten Land reist sollte man sich doch schon auch mit deren Geschichte auseinandersetzen.
Als wir voellig erschoepft um halb 5 wieder rauskamen, knurrte mein Magen schon sehr, also den Fahrer fragen wo wir jetzt was herbekommen. Russenmarkt ist die Antwort, da wir ja gleich noch ein bischen einkaufen wollten. Was zu Essen haben wir bekommen, aber Kleidung war dann doch nicht mehr drin und wir haben uns nach Hause kutschieren lassen.
Naechster Tag, es steht wieder die Botschaft auf dem Programm. Jetzt oeffent die ja schon um 8.30 Uhr und da wollten wir auch dort sein. Mit unserem Tuktukfahrer des Vortages hatten wir vereinbart, dass wir ihn an diesem Tag nochmals fuer 10$ buchen. Tja, und wo isser? Ich bin ja gleich ins falsche Tuktuk gehuepft und dachte mir noch so "hatten wir gestern auch weisse Sitze". Aber bei genauerem Betrachten und auf Renes "das ist der falsche" bin ich auch schnell wieder raus. Das hat ihm gar nicht gefallen und hat dann ewig rumdiskutiert, ich sei ja schon drin gesessen also muesse ich jetzt gefaelligst mit ihm fahren. Ja spinn ich oder was????
Das war auf nuechternem Magen erst mal zu viel, also rein ins Restaurant des Capitols und ne Nudelsuppe gefruehstueckt und danach auf der anderen Seite wieder raus :-) Dort haben wir dann mit anderen Tuktukfahrern gesprochen die alle die Botschaft nicht kannten und nen Haufen Geld verlangten, aber schlussendlich hab ich dann einen angehalten der meinte er wuesste wo ungefaehr und durch die anderen Ziele am heutigen Tage war leider ein Preis von weniger als 12$ nimmer drin. Nundenn, losgefahren und schon mal in die richtige Richtung, aber wo ist nun die Botschaft. Da fuer uns natuerlich immer noch alles gleich aussieht wussten wir nicht wirklich wo und so ging die Durchfragerei wieder los. Ich hab mir dann nochmal den Stadtplan angeschaut den er in seinem Tuktuk an die Decke geklebt hatte und siehe da, der erste Stadtplan in dem alle Botschaften drinnenstehen. Ich hab ihn zurueckgerufen und es ihm gezeigt und zwei Strassen weiter standen wir dann vor der Botschaft.
Dort hat ein freulicher Wachmann uns ueber unser Anliegen befragt und dies an einen der Botschaft weitergegeben. Jetzt kamen da Bruchstueckhaft zurueck dass wir wenn wir nur reisen dort nur das 30-Tage-Visum bekommen koennten. Wir haben ihn nochmal geben nachzufragen ob das denn wirklich stimmt, hat er auch getan und meinte es wuerde nun einer aus der Botschaft kommen. Dieser sprach sehr gut Englisch, wir erklaerten ihm nochmals dass wir laenger als 30 Tage reisen wollten und daher das 2-Monatsvisum braeuchten. Er hat uns dann erklaert dass genau zum 01. Januar 2010 die Regeln geaendert wurden und man nun das Visa-on-Arrival (also das was man bekommt wenn man direkt einreist) fuer 30-Tage bekommt und dieses verlaengerbar ist. Super Nachrichten, also raus und auf zum Koenigspalast....
Der Koenigspalast und die dazugehoerige Silberpagode ist so "die" Sehenswuerdigkeit der Stadt, und der Koenig wohnt da noch wirklich. Die Gebaeude zu beschreiben waere zuviel des Guten, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Da wir heute nochmal richtig zum Russenmarkt gehen wollten sind wir nach dem Palast dort hingefahren und es hat sich sehr gelohnt. In dieser stickigen, heissen Halle gibts alles was das Touristenherz hoeher schlagen laesst und so sind wir mit Tuechern, Stoffen und ner schoenen Tasche wieder rausgekommen. Satt bin ich da drinnen auch geworden.
Wenn man so erfolgreich shoppen ist was bietet sich da mehr an als noch zum Zentralmarkt zu fahren und noch mehr herumzustoebern..... danach haben wir uns erst mal in einem Lokal, in der Groesse einer Garage inkl. Kueche und Toilette, mit einem Eiskaffee vom Stress erholt :-)
Nun wars schon schoen spaet und wir wollten uns am grossen Stadtssee in einem Restaurant bei einem Cocktail den Sonnenuntergang anschauen. Durch verwinkelte Gassen kamen wir dann bei einem Restaurant an und Rene war sichtlich geschockt. "Wo ist denn der See hin? Der war doch viel groesser!" Ja, stimmt, aber vor ein paar Jahren wurde der aufgeschuettet und dort werden bald grosse Geschaeftshaeuser gebaut. Unser Sonnenuntergang war dann also eher schaebig, aber mein Cocktail hat doch sehr geschmeckt.
Nochwas. In einer anderen riesigen, neuen und wirklich super Mall sind wir auf Deutschen Schinken und "Paparika Wurst" gestossen. Mussten wir natuerlich ausprobieren und ich muss sagen meine Wurst war eine 1A-Paprikalyoner :-)
Am dritten Tage haben wir uns dann kein Tuktuk geleistet sondern sind einfach so rumgestreunert, und das machte wirklich richtig Spass.
Ach, unseren ersten richtigen Regen hatten wir am 2. Tag, abends. Wir sassen im Internetcafe und ploetzlich wurde es unglaublich laut, hatte mich schon gewundert wo der Laerm herkommt. Das war der Starkregen der auf das Blechvordach des Cafes trommelte. Und was da runterkam war nicht feierlich. In der Nacht hatte es nochmals geregnet und am naechsten Tag hatten wir nicht ganz so heisses Wetter wie die beiden Tage zu vor. Wie heiss das hier ist kann man sich kaum vorstellen, zumal in der Stadt die Luft auch ziemlich steht.
Fuer mich gings am naechsten Tag nach Battambang in den Norden und Rene ist nach Kep in den Sueden ans Meer gefahren. Dies liegt daran dass es fuer mich morgen weitergeht nach Siem Reap um das grosse "Angkor Wat" anzuschauen und Rene sich das nicht nochmals antun wird.
Mein Tag heute in Battambang war hervorragend, auch wenn meine Fahrt gestern hierher schon wieder doof war. Gut dass ich einen Kambodschaner im Bus hatte der 1979 vor den Roten Khmer gefluechtet war und in Amerika gelandet ist. Er wohnt nun seit 4 Jahren in England und spricht hervorragend Englisch. Wir hatten auf der (doch relativ kurzen Strecke) mehrere Aufenthalte und beim 2ten fuhr der Bus ploetzlich davon, waehrend noch alle Reisende draussen standen und teilweise ihr Essen vertilgten. Er meinte dass der Fahrer wohl den Reifen wechseln geht, davon haette er schon waehrend der Fahrt immer gesprochen. Gluecklicherweise tauchte der nach ner guten halben Stunde auch wieder auf. In der Zwischenzeit hatte mich der nette Herr auf "Reis im Bambusrohr" eingeladen. Da nehme die Kambodschaner ein ca. 30cm langes Bambusrohr, fuellen es mit Klebreis, Bohnen und Kokos und backen es dann ueber dem Feuer so dass es durchgekocht ist. Dann nimmt man den Bambus, reist ihn an einer Stelle ein und kann dann wie bei einer Banane die Seiten runterschaelen. Dann ist man den Inhalt, der uebrigens unglaublich lecker war. Hab ich nicht ein Glueck!!!!! (im Unglueck).
Und als wir kurz vor dem Zentrum von Battambang ankamen hielt doch der depperte Busfahrer schon wieder an. Direkt vor einer Werkstatt. Die meisten der Reisenden sind dann hier einfach ausgestiegen und haben sich ein Moto genommen um nach Hause zu kommen, ich die aber keine Ahnung hatte wo sie war und der Kambo-Ami zogen es aber vor zu warten. Er hatte draussen mal nachgefragt was die denn da machen. Ja die Radschrauben wuerde zu fest sitzen und er muesse diese etwas lockern. Warum in allerwelts Namen kann er das nicht machen wenn wir das Ziel erreicht haben (was keine 5 min mehr war)???? Lief doch schliesslich bis hierher jetzt auch gut *kopfschuettel*
In Battambang wurde ich dann direkt am Buero der Busgesellschaft rausgelassen und hatte 10 Tuktuk-Fahrer um mich versammelt. Die sind wie Fliegen, nervig und man bekommt sie kaum los. Ich bin gleich mit Gepaeck ins Buero gefluechtet und hab mir auf dem Stadtplan zeigen lassen wo ich wohl bin. Aha, sehr gut, gleich um die Ecke ist das Hotel welches ich mir anschauen wollte. Gesagt, getan, geduscht, eingecheckt. Ja, genau in der Reihenfolge, denn ich musste erst mal duschen, nicht dass ich beim ausfuellen der Formulare an der Theke kleben bleibe.
Danach bin ich noch losgezogen und das muss ich auch noch loswerden. Ich kam hier durch einen Park am Fluss und die Leute sind dort echt verrueckt. Mehrere Instrukteure haben grosse Boxen aufgebaut und dort laeuft tierisch laut Musik. Die springen und tanzen dann herum und hinter ihnen stehen jeweils um die 50 Frauen in Sportklamotten. Das ist Kambodschanisches Aerobic vom feinsten. Ich denke die Trainer bei meiner Gesundheitskasse wuerden den Kopf nur schuetteln. Anderswo gabs noch ne Art Popmusik wo Jugendlich im Gleichschritt tanzten und noch ein Stueck weiter gabs dann Aerobic fuer die aelteren Semester. Ich konnte nicht anders als grinsend da durchzulaufen. :-)
So, und heute hab ich mir also noch 2 Hauptsehenswuerdigkeiten von Battambang angeschaut. Ich hatte mir gestern Abend im Hotel schon ein Moto (ein etwas schnellerer Roller) mit Fahrer gebucht der mich heute zum Phnom Sampeu bringen sollte. Einer kleinen Buddhapagode auf einem Huegel. Dieser liegt 15 km ausserhalb und ich bin auf der Strecke im Staub fast erstickt, unglaublich, schon wieder so ne Strasse ohne Teer, und die ist Hauptverkehrsstrasse nach Thailand!!!!!
Aber ich bin ja gut angekommen und er hat mich in einem Restaurant rausgelassen. Dort hat die 10-jaehrige Tida auf mich gewartet und mich dann fuer einen Dollar den Berg hochgefuehrt. Das ist gut denn dort gibts mehrere Wege und Verzweigungen und man kann auch noch ne Hoehle besichtigen, in der auch die Rote Khmer gewuetet hatte. Diese hatten damals die Kambodschaner oben an einem Loch getoetet und einfach runtergeworfen. Die Knochen und Schaedel kann man heute dort noch sehen. Schaurig.
Der Aufstieg war schon sehr heftig, gluecklicherweise wars noch nicht ganz so heiss, aber das Maedel hatte schon ein ordentliches Tempo drauf so dass ich schwer schnaufend nur hinterherkam :-) Kaum ist man auf Reisen ist die schoene Fitness fort. Die Aussicht hat sich jedoch total gelohnt und ich war gluecklich als ich (zu Santanaklaengen, die in abnormaler Lautstaerke aus dem Dorf hochschallte) wieder absteigen durfe.
Unten hab ich mich dann mit meinem Fahrer lange ueber die Sprache unterhalten. Vorallem deren Zahlensystem muss ich mal noch schnell zum besten geben. 1, 2, 3, 4, 5 und dann gehts weiter 6= fuenfeins, die 7 dann die fuenfzwei usw. 10 gibst, darauf folgt dann zehneins, zehnzwei und die sechszehn ist die zehnfuenfeins!!!!! Schreibt Euch die Zahlen auf, falls das jetzt zu kompliziert war ;-)
Danach gings noch zum Bambootrain. Er gibt hier in Kamboscha im Prinzip genau eine Zugstrecke, die fuehrt von Battambang runter nach Phnom Penh. Der Zug benoetigt um die 10-12 h waehrend man mit dem Bus normalerweise (also dann wenn ich nicht drinsitze) 4 braucht. Ich weiss jetzt auch warum das so ist. Diese Schienen die man hier sieht sind zum einen Schmalspur und zum anderen so unglaublich verbogen und wellig dass man nur langsam drueber fahren kann. Da es keine Weichen oder sonst was gibt faehrt der auch nur einmal am Tag. Die findigen Kambodschaner nutzen die Strecke daher hier oben in Battambang fuer ihre Bambootrains. Das sind 2 einzelne Achsen auf die eine Geruest aus Brettern und Bambus gelegt wird und die mit einem Rollermotor angetrieben werden. Ich hab mir so eine Fahrt geleistet (war sehr teuer, da ich weit und breit die einzige war und somit so ein Ding fuer mich alleine hatte), auch wenns unglaublich den Rahmen meines Budgets sprengte. Es hat sich gelohnt.
Ich stand also dort und die haben die 2 Achsen draufgepackt und dann den Bretterboden mit dem Motor. Der wurde dann ueber einen Riemen mit der Hinterachse verbunden. Los gings, Motor wurde ueber ein Seil welches erst mal um ein Stueck Metall am Motor gewickelt wurde und an dem er dann ordentlich ziehen musste (die Maenner unter Euch kennen sicher einen besseren Ausdruck dafuer ;-) ), gestartet. Ich sag Euch, das ganze war Laut, nicht nur der Motor sondern diese Achsen bzw. Metallraeder auf den Schienen. Wieder mal: haette ich eine Schlagsahne in der Hand gehalten, nach den 7 km einfache Fahrt waere diese wunderbar steif gewesen :-) Unterwegs haben wir noch ne Kuh verjagt und nachher auf der Rueckfahrt ne ganze Herde die das frische Gras zwischen den Schienen frass.
So, und da das ganze zudem Eingleisig ist und es natuerlich Gegenverkehr gibt schaut man sich dann bei einer Zusammenkunft an welches Gefaehrt das schwerere ist und lupft dann das andere (also wieder erst den Boden dann die beiden Achsen) von der Schiene, laesst den anderen passieren und packt seines wieder drauf. Dabei helfen sich aber die Fahrer gegenseitig so dass ich das mit anschauen durfte.
Ja, das war mein Tag, ich bin heute fix und fertig und werd mich nachher wieder in mein Hotelzimmer verziehen. Nochmal ne schoene kalte Dusche (die letzte ist ja erst 3 h her) und dann packen. Morgen frueh gehts weiter nach Siem Reap, Bus faehrt schon um 7:45 Uhr los, also muss ich frueh raus.
Gruessle ins kalte Deutschland, hab in meinem Deutsche Welle-TV im Fernsehen Eure Wettervorhersage gesehen. Allerdings auch die fuer Bangkok, die sagt 36 Grad, und da gehts nach Siem Reap naemlich wieder hin. Schoenes Schwitzen fuer mich, froechliches Schneeballwerfen fuer Euch!
Rene und ich sind im Capitol abgestiegen, welches als Phnom Penhs aeltestes Guesthouse in unserem Reisefuehrer beschrieben ist. Das schoene an diesem Guesthouse ist: es gibt viele Kategorien von Zimmer und du kannst dir deine Kategorie aussuchen. Wir hatten Twin mit Fan und private Bathroom, heisst also ein Zimmer mit zwei Betten (Doppelbetten gibts hier nicht) und zwei Ventilatoren sowie unser kleines, bescheidenes Bad, dazu noch einige hundert Mitbewohner wie ich eines Abends feststellen musste als sie sich ueber meine Bananen die auf dem Boden in einer Tuete lagen, hermachten. Das Obst wurde ganz schnell auf dem Gang weitweg von unserer Zimmertuere entsorgt *huestel-raeusper* und nach zwei Stunden waren die Ameisen wieder in der Wand verschwunden aus der ihre Strasse fuehrte.
Nun ist ja Kambodscha sehr fuer seine nervigen Schlepper, Tuktukfahrer und Motofahrer bekannt. Tuktukfahrer sind aber mit Abstand die Schlimmsten. Jetzt wohnten wir doch im 3. Stock des Guesthouse und schon wenn wir dort oben die Treppe (die nach Aussen offen war) herunterkamen, winkten und riefen sie nach uns. Stock tiefer natuerlich noch mehr und wenn wir dann die letzte Treppe herunterschritten da hatten wir dann mind. 5 um uns herum. Der Laerm der auf einen reinprasselt ist vergleichbar mit Gackerndend Huehnern: Tuktuk, tuktuk, tuktuk und meist natuerlich noch ein "Sir" dazwischen, denn die Frau wird erst dann mit "Madame" angesprochen wenn der "Sir" nicht reagiert, was Rene so gut wie nie tut :-)
Am ersten Tag wollten wir gleich zur indonesischen Botschaft um uns ein Visum fuer Indonesien zu holen. Unsere Auskunft bisher war, dass wir nur ein 30-Tagesvisum bekommen wenn wir am Flughafen ankommen, da wir aber laenger dort bleiben wollen, muss es vorher bei einer Botschaft beantragt werden. Rene hatte im Internet zuvor die Adresse rausgesucht und wir haben uns einen Tuktukfahrer gesucht der uns dort hinbringen koennte. Da wir noch einiges anderes am gleichen Tag ansehen wollten, verhandelte Rene hart bis wir einen Tagespreis von 10$ hatten.
Der Tuktukfahrer meinte ja zuerst er wuesste wo die Botschaft sei, aber es stellte sich heraus dass er keine Ahnung hat. Die Adresse die Rene hatte war natuerlich auch falsch und so landeten wir erst mal im noerdlichen Teil des Zentrums. Und wenn wir schon mal da sind dann schauen wir doch gleich mal den Wat Phnom an, ein Tempel auf einem Huegel, sehr schoen und man hat ein klein wenig Aussicht, wenns der Blick durch die hohen Baeume zulaesst. Unten angekommen wollten wir dann noch schnell das alte, wohl "sehenswerte" Hauptpostamt anschauen, aber so toll wies im Reisefuehrer beschrieben ist, wars jetzt auch nicht. Also gehts weiter...
Nochmal ein Wort zu den Tuktuks hier in Kambodscha, diese sind nicht vergleichbar mit den Gefaehrten in Bangkok (die ich ja als besonders ungemuetlich beschrieben hatte, mancher Leser erinnert sich...). Hier sind die Tuktuks gemuetliche Anhaenger mit 2 Sitzbaenken, eine in Fahrtrichtung und die andere Gegenueber, und ganz toll: das Dach ist so hoch, dass ich und auch ein grosser Rene bequem sitzen und die Gegend begutachten koennten. Vor diesem Waegelchen ist dann ein Roller gespannt. Gut ziehen tun die Dinger nicht, sprich man kommt sehr langsam vorwaerts, aber es lohnt sich sehr, denn dadurch hat man doch mehr Zeit die Gegend zu betrachten.
Nach langem umherfragen, fahren und noch mehr fragen landeten wir dann also etwas ausserhalb des Zentrums im Sueden :-) gluecklich vor der Botschaft die an diesem Montag, dank des Weltfrauentags, keine Visa ausstellen wuerde. Also am naechsten Tag wieder kommen. Nun gut, dann gehen wir halt jetzt mal ein bischen den shoppen.
In unserem tollen Reisefuehrer steht geschrieben, dass das neue und moderne "Paragon Mall" (Einkaufszentrum) zwar etwas teuer sei, aber wunderbar zum shoppen geeignet sei. Deren Meinung konnten wir uns nicht anschliessen, da drinnen standen sehr viele Ladengeschaefte leer und der Rest war nicht sonderlich. Nennenswert vielleicht der Supermarkt in dem wir uns mit Wasser und Eis versorgt hatten und noch das kleine Cafe in dem wir uns dann nach dem suessen Eis noch einen Cafe Latte goennten. Als wir rauskamen, kam unser Fahrer schon entgegen gelaufen und meinte er habe einen Platten ob wir ihm nicht schnell 1000 Riel leihen koennten (ein viertel eines US-Dollars) damit er den Schlauch bezahlen koennte. Er wuerde es dann von unseren 10$ zurueck bezahlen. Kein Problem fuer uns.
Nachdem das ja alles bisher sehr relaxed war kommen wir nun nun zum traurigen Kapitel Kambodschas - der roten Khmer (auch als Khmer rouge) bekannt. Daher sind wir ins Gefaengnis S21 das heute ein Museum beherbergt und sehr gut erhalten ist. 1000de von Khmer wurden von den Roten Khmer dort gefoltert und umgebracht und alles fein saeuberlich dokumentiert. Schauderhaft, aber trotzdem sehenswert, denn ich denke wenn man in einem solch gebeutelten Land reist sollte man sich doch schon auch mit deren Geschichte auseinandersetzen.
Als wir voellig erschoepft um halb 5 wieder rauskamen, knurrte mein Magen schon sehr, also den Fahrer fragen wo wir jetzt was herbekommen. Russenmarkt ist die Antwort, da wir ja gleich noch ein bischen einkaufen wollten. Was zu Essen haben wir bekommen, aber Kleidung war dann doch nicht mehr drin und wir haben uns nach Hause kutschieren lassen.
Naechster Tag, es steht wieder die Botschaft auf dem Programm. Jetzt oeffent die ja schon um 8.30 Uhr und da wollten wir auch dort sein. Mit unserem Tuktukfahrer des Vortages hatten wir vereinbart, dass wir ihn an diesem Tag nochmals fuer 10$ buchen. Tja, und wo isser? Ich bin ja gleich ins falsche Tuktuk gehuepft und dachte mir noch so "hatten wir gestern auch weisse Sitze". Aber bei genauerem Betrachten und auf Renes "das ist der falsche" bin ich auch schnell wieder raus. Das hat ihm gar nicht gefallen und hat dann ewig rumdiskutiert, ich sei ja schon drin gesessen also muesse ich jetzt gefaelligst mit ihm fahren. Ja spinn ich oder was????
Das war auf nuechternem Magen erst mal zu viel, also rein ins Restaurant des Capitols und ne Nudelsuppe gefruehstueckt und danach auf der anderen Seite wieder raus :-) Dort haben wir dann mit anderen Tuktukfahrern gesprochen die alle die Botschaft nicht kannten und nen Haufen Geld verlangten, aber schlussendlich hab ich dann einen angehalten der meinte er wuesste wo ungefaehr und durch die anderen Ziele am heutigen Tage war leider ein Preis von weniger als 12$ nimmer drin. Nundenn, losgefahren und schon mal in die richtige Richtung, aber wo ist nun die Botschaft. Da fuer uns natuerlich immer noch alles gleich aussieht wussten wir nicht wirklich wo und so ging die Durchfragerei wieder los. Ich hab mir dann nochmal den Stadtplan angeschaut den er in seinem Tuktuk an die Decke geklebt hatte und siehe da, der erste Stadtplan in dem alle Botschaften drinnenstehen. Ich hab ihn zurueckgerufen und es ihm gezeigt und zwei Strassen weiter standen wir dann vor der Botschaft.
Dort hat ein freulicher Wachmann uns ueber unser Anliegen befragt und dies an einen der Botschaft weitergegeben. Jetzt kamen da Bruchstueckhaft zurueck dass wir wenn wir nur reisen dort nur das 30-Tage-Visum bekommen koennten. Wir haben ihn nochmal geben nachzufragen ob das denn wirklich stimmt, hat er auch getan und meinte es wuerde nun einer aus der Botschaft kommen. Dieser sprach sehr gut Englisch, wir erklaerten ihm nochmals dass wir laenger als 30 Tage reisen wollten und daher das 2-Monatsvisum braeuchten. Er hat uns dann erklaert dass genau zum 01. Januar 2010 die Regeln geaendert wurden und man nun das Visa-on-Arrival (also das was man bekommt wenn man direkt einreist) fuer 30-Tage bekommt und dieses verlaengerbar ist. Super Nachrichten, also raus und auf zum Koenigspalast....
Der Koenigspalast und die dazugehoerige Silberpagode ist so "die" Sehenswuerdigkeit der Stadt, und der Koenig wohnt da noch wirklich. Die Gebaeude zu beschreiben waere zuviel des Guten, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Da wir heute nochmal richtig zum Russenmarkt gehen wollten sind wir nach dem Palast dort hingefahren und es hat sich sehr gelohnt. In dieser stickigen, heissen Halle gibts alles was das Touristenherz hoeher schlagen laesst und so sind wir mit Tuechern, Stoffen und ner schoenen Tasche wieder rausgekommen. Satt bin ich da drinnen auch geworden.
Wenn man so erfolgreich shoppen ist was bietet sich da mehr an als noch zum Zentralmarkt zu fahren und noch mehr herumzustoebern..... danach haben wir uns erst mal in einem Lokal, in der Groesse einer Garage inkl. Kueche und Toilette, mit einem Eiskaffee vom Stress erholt :-)
Nun wars schon schoen spaet und wir wollten uns am grossen Stadtssee in einem Restaurant bei einem Cocktail den Sonnenuntergang anschauen. Durch verwinkelte Gassen kamen wir dann bei einem Restaurant an und Rene war sichtlich geschockt. "Wo ist denn der See hin? Der war doch viel groesser!" Ja, stimmt, aber vor ein paar Jahren wurde der aufgeschuettet und dort werden bald grosse Geschaeftshaeuser gebaut. Unser Sonnenuntergang war dann also eher schaebig, aber mein Cocktail hat doch sehr geschmeckt.
Nochwas. In einer anderen riesigen, neuen und wirklich super Mall sind wir auf Deutschen Schinken und "Paparika Wurst" gestossen. Mussten wir natuerlich ausprobieren und ich muss sagen meine Wurst war eine 1A-Paprikalyoner :-)
Am dritten Tage haben wir uns dann kein Tuktuk geleistet sondern sind einfach so rumgestreunert, und das machte wirklich richtig Spass.
Ach, unseren ersten richtigen Regen hatten wir am 2. Tag, abends. Wir sassen im Internetcafe und ploetzlich wurde es unglaublich laut, hatte mich schon gewundert wo der Laerm herkommt. Das war der Starkregen der auf das Blechvordach des Cafes trommelte. Und was da runterkam war nicht feierlich. In der Nacht hatte es nochmals geregnet und am naechsten Tag hatten wir nicht ganz so heisses Wetter wie die beiden Tage zu vor. Wie heiss das hier ist kann man sich kaum vorstellen, zumal in der Stadt die Luft auch ziemlich steht.
Fuer mich gings am naechsten Tag nach Battambang in den Norden und Rene ist nach Kep in den Sueden ans Meer gefahren. Dies liegt daran dass es fuer mich morgen weitergeht nach Siem Reap um das grosse "Angkor Wat" anzuschauen und Rene sich das nicht nochmals antun wird.
Mein Tag heute in Battambang war hervorragend, auch wenn meine Fahrt gestern hierher schon wieder doof war. Gut dass ich einen Kambodschaner im Bus hatte der 1979 vor den Roten Khmer gefluechtet war und in Amerika gelandet ist. Er wohnt nun seit 4 Jahren in England und spricht hervorragend Englisch. Wir hatten auf der (doch relativ kurzen Strecke) mehrere Aufenthalte und beim 2ten fuhr der Bus ploetzlich davon, waehrend noch alle Reisende draussen standen und teilweise ihr Essen vertilgten. Er meinte dass der Fahrer wohl den Reifen wechseln geht, davon haette er schon waehrend der Fahrt immer gesprochen. Gluecklicherweise tauchte der nach ner guten halben Stunde auch wieder auf. In der Zwischenzeit hatte mich der nette Herr auf "Reis im Bambusrohr" eingeladen. Da nehme die Kambodschaner ein ca. 30cm langes Bambusrohr, fuellen es mit Klebreis, Bohnen und Kokos und backen es dann ueber dem Feuer so dass es durchgekocht ist. Dann nimmt man den Bambus, reist ihn an einer Stelle ein und kann dann wie bei einer Banane die Seiten runterschaelen. Dann ist man den Inhalt, der uebrigens unglaublich lecker war. Hab ich nicht ein Glueck!!!!! (im Unglueck).
Und als wir kurz vor dem Zentrum von Battambang ankamen hielt doch der depperte Busfahrer schon wieder an. Direkt vor einer Werkstatt. Die meisten der Reisenden sind dann hier einfach ausgestiegen und haben sich ein Moto genommen um nach Hause zu kommen, ich die aber keine Ahnung hatte wo sie war und der Kambo-Ami zogen es aber vor zu warten. Er hatte draussen mal nachgefragt was die denn da machen. Ja die Radschrauben wuerde zu fest sitzen und er muesse diese etwas lockern. Warum in allerwelts Namen kann er das nicht machen wenn wir das Ziel erreicht haben (was keine 5 min mehr war)???? Lief doch schliesslich bis hierher jetzt auch gut *kopfschuettel*
In Battambang wurde ich dann direkt am Buero der Busgesellschaft rausgelassen und hatte 10 Tuktuk-Fahrer um mich versammelt. Die sind wie Fliegen, nervig und man bekommt sie kaum los. Ich bin gleich mit Gepaeck ins Buero gefluechtet und hab mir auf dem Stadtplan zeigen lassen wo ich wohl bin. Aha, sehr gut, gleich um die Ecke ist das Hotel welches ich mir anschauen wollte. Gesagt, getan, geduscht, eingecheckt. Ja, genau in der Reihenfolge, denn ich musste erst mal duschen, nicht dass ich beim ausfuellen der Formulare an der Theke kleben bleibe.
Danach bin ich noch losgezogen und das muss ich auch noch loswerden. Ich kam hier durch einen Park am Fluss und die Leute sind dort echt verrueckt. Mehrere Instrukteure haben grosse Boxen aufgebaut und dort laeuft tierisch laut Musik. Die springen und tanzen dann herum und hinter ihnen stehen jeweils um die 50 Frauen in Sportklamotten. Das ist Kambodschanisches Aerobic vom feinsten. Ich denke die Trainer bei meiner Gesundheitskasse wuerden den Kopf nur schuetteln. Anderswo gabs noch ne Art Popmusik wo Jugendlich im Gleichschritt tanzten und noch ein Stueck weiter gabs dann Aerobic fuer die aelteren Semester. Ich konnte nicht anders als grinsend da durchzulaufen. :-)
So, und heute hab ich mir also noch 2 Hauptsehenswuerdigkeiten von Battambang angeschaut. Ich hatte mir gestern Abend im Hotel schon ein Moto (ein etwas schnellerer Roller) mit Fahrer gebucht der mich heute zum Phnom Sampeu bringen sollte. Einer kleinen Buddhapagode auf einem Huegel. Dieser liegt 15 km ausserhalb und ich bin auf der Strecke im Staub fast erstickt, unglaublich, schon wieder so ne Strasse ohne Teer, und die ist Hauptverkehrsstrasse nach Thailand!!!!!
Aber ich bin ja gut angekommen und er hat mich in einem Restaurant rausgelassen. Dort hat die 10-jaehrige Tida auf mich gewartet und mich dann fuer einen Dollar den Berg hochgefuehrt. Das ist gut denn dort gibts mehrere Wege und Verzweigungen und man kann auch noch ne Hoehle besichtigen, in der auch die Rote Khmer gewuetet hatte. Diese hatten damals die Kambodschaner oben an einem Loch getoetet und einfach runtergeworfen. Die Knochen und Schaedel kann man heute dort noch sehen. Schaurig.
Der Aufstieg war schon sehr heftig, gluecklicherweise wars noch nicht ganz so heiss, aber das Maedel hatte schon ein ordentliches Tempo drauf so dass ich schwer schnaufend nur hinterherkam :-) Kaum ist man auf Reisen ist die schoene Fitness fort. Die Aussicht hat sich jedoch total gelohnt und ich war gluecklich als ich (zu Santanaklaengen, die in abnormaler Lautstaerke aus dem Dorf hochschallte) wieder absteigen durfe.
Unten hab ich mich dann mit meinem Fahrer lange ueber die Sprache unterhalten. Vorallem deren Zahlensystem muss ich mal noch schnell zum besten geben. 1, 2, 3, 4, 5 und dann gehts weiter 6= fuenfeins, die 7 dann die fuenfzwei usw. 10 gibst, darauf folgt dann zehneins, zehnzwei und die sechszehn ist die zehnfuenfeins!!!!! Schreibt Euch die Zahlen auf, falls das jetzt zu kompliziert war ;-)
Danach gings noch zum Bambootrain. Er gibt hier in Kamboscha im Prinzip genau eine Zugstrecke, die fuehrt von Battambang runter nach Phnom Penh. Der Zug benoetigt um die 10-12 h waehrend man mit dem Bus normalerweise (also dann wenn ich nicht drinsitze) 4 braucht. Ich weiss jetzt auch warum das so ist. Diese Schienen die man hier sieht sind zum einen Schmalspur und zum anderen so unglaublich verbogen und wellig dass man nur langsam drueber fahren kann. Da es keine Weichen oder sonst was gibt faehrt der auch nur einmal am Tag. Die findigen Kambodschaner nutzen die Strecke daher hier oben in Battambang fuer ihre Bambootrains. Das sind 2 einzelne Achsen auf die eine Geruest aus Brettern und Bambus gelegt wird und die mit einem Rollermotor angetrieben werden. Ich hab mir so eine Fahrt geleistet (war sehr teuer, da ich weit und breit die einzige war und somit so ein Ding fuer mich alleine hatte), auch wenns unglaublich den Rahmen meines Budgets sprengte. Es hat sich gelohnt.
Ich stand also dort und die haben die 2 Achsen draufgepackt und dann den Bretterboden mit dem Motor. Der wurde dann ueber einen Riemen mit der Hinterachse verbunden. Los gings, Motor wurde ueber ein Seil welches erst mal um ein Stueck Metall am Motor gewickelt wurde und an dem er dann ordentlich ziehen musste (die Maenner unter Euch kennen sicher einen besseren Ausdruck dafuer ;-) ), gestartet. Ich sag Euch, das ganze war Laut, nicht nur der Motor sondern diese Achsen bzw. Metallraeder auf den Schienen. Wieder mal: haette ich eine Schlagsahne in der Hand gehalten, nach den 7 km einfache Fahrt waere diese wunderbar steif gewesen :-) Unterwegs haben wir noch ne Kuh verjagt und nachher auf der Rueckfahrt ne ganze Herde die das frische Gras zwischen den Schienen frass.
So, und da das ganze zudem Eingleisig ist und es natuerlich Gegenverkehr gibt schaut man sich dann bei einer Zusammenkunft an welches Gefaehrt das schwerere ist und lupft dann das andere (also wieder erst den Boden dann die beiden Achsen) von der Schiene, laesst den anderen passieren und packt seines wieder drauf. Dabei helfen sich aber die Fahrer gegenseitig so dass ich das mit anschauen durfte.
Ja, das war mein Tag, ich bin heute fix und fertig und werd mich nachher wieder in mein Hotelzimmer verziehen. Nochmal ne schoene kalte Dusche (die letzte ist ja erst 3 h her) und dann packen. Morgen frueh gehts weiter nach Siem Reap, Bus faehrt schon um 7:45 Uhr los, also muss ich frueh raus.
Gruessle ins kalte Deutschland, hab in meinem Deutsche Welle-TV im Fernsehen Eure Wettervorhersage gesehen. Allerdings auch die fuer Bangkok, die sagt 36 Grad, und da gehts nach Siem Reap naemlich wieder hin. Schoenes Schwitzen fuer mich, froechliches Schneeballwerfen fuer Euch!
Sunday, March 7, 2010
Erst 3 Tage Kambodscha und schon $#?$&*% *args*
Sodle, eigentlich haette ich noch ganz viel von Laos zu erzaehlen, also ich beim letzten mal meinen Blog weitergeschrieben hatte hab ich mich ausversehen auf der Mailseite ausgeloggt und somit war auch hier das Ergebnis einer dreiviertel Stunde Schreiben wieder futsch. Sehr aergerlich, aber so wars dann leider...
Jetzt aber erst mal zu Kambodscha, am 5. Maerz, also vor drei Tagen sind wir eingereist. Wir verweilten auf den 4000 Inseln mitten im Mekong ganz im Sueden von Laos und hatten da einfach nur entspannt. Bloggen war nicht drinnen denn Internet war da wirklich schweineteuer, Zeit haette ich gehabt :-) Entspannen hiess da uebrigens, Essen, Schlafen, schwitzen und runter in den Mekong zum abkuehlen, einfach genial! Auf der Insel Don Det, eine der drei groessten hatten wir uns ins Paradise eingemietet und einen Bungalow mit Haengematte und Blick zum Mekong....
Auf der Insel konnten wir dann auch unsere Weiterfahrt nach Banlung in Kambodscha buchen. 9$ pro Person in einem Bus der uns bis Stung Treng bringt und dort muessen wir dann umsteigen um nach Banlung zu gelangen. Klingt ja alles gut. Da wir ja auf einer Insel verweilen mussten wir aber zuerst noch mit dem Boot zum Festland, das wollte der freundliche Besitzer selbst uebernehmen, wir wuerden dann also am folgenden Tag kurz vor acht direkt unterhalb unseres Bungalows abholen.
Um acht war noch niemand da, 10 nach acht auch nicht, mir wurde schon ganz mulmig, aber um viertel nach 8 kam er dann an. Wir rein ins Boot welches nun wirklich nur fuer uns war, ich habs dann abgestossen und bin hinterher draufgesprungen :-)
Fahrt war sehr entspannt, er ist da jetzt nicht durch die Inseln gerast denn wir hatten ja Zeit, sondern ganz gemuetlich vor sich nach Nakasang (google kennts nur als nakasong) hingeschippert.
Dort stand dann auch schon unser orangene Bus bereit und wir haben gleich unser Gepaeck verstaut und zwei Sitze reserviert, das war auch noetig, denn da wir jetzt recht spaet dran waren, war das meiste besetzt. Rene ist dann nochmal los um unsere letzten Kip unter die Leute zu bringen und kam mit Chips (Pizza Saugage Flavour) und Pepsi zurueck :-) Man muss ja fuer die Fahrt verpflegt sein.
Kurz nach 9 gings dann los, mit einem weinenden Auge und einem lachenden Auge denn Laos war soooooo toll und ich waere gerne noch laenger geblieben, aber das Visa wuerde ja am Folgetag auslaufen.... An der Grenze angekommen gings dann schon mal los. Wir sind alle zur Laotischen Ausreise hingelaufen und haben uns den Ausreisestempel geholt. Mussten dafuer aber illegalerweise 1$ abknoepfen was uns doch schon sehr geaergert hat. Als wir wieder zum Bus kamen waren unsere ganzen Rucksaecke ausgeladen, aha, von wegen wir fahren rueber und bis nach Stung Treng, umsteigen ist angesagt. Rucksack also geschultert ausgereist und erst mal zur Quarantaene hingelaufen. Quarantaene????? Ja, das dachten wir auch. Stand da einer mit nem Zettel, der soll ausgefuellt werden, gings doch da tatsaechlich um die Schweinegrippe. Ploetzlich haelt der Typ mir ein komisches Ding vors gesicht, ichwusste gar nicht was ich machen soll. Liest der doch tatsaechlich meinen Temperatur ab. 35,6 Grad, aha, soviel zur Genauigkeit bei der Hitze hatte ich bestimmt mehr. Aber die Frechheit ohnegleichen war dann doch dass wir auch hierfuer nen Dollar abdruecken musste. Vielleicht mach ich das jetzt auch und stehe wenn ich zurueck bin jeden Morgen mit dem Thermomether an der Eingangstuer von s+c und verlange 1 Euro dafuer. Mei das waere ein nettes Taschengeld nebenher :-)
Weiter gings zum Visumszettel ausfuellen. Kennen wir ja schon von Thailand und Laos, immer der gleiche nervige Schei.... Dann mit dem Zetten an den Schalter und siehe da. Hier kostet das Visum statt den ueblichen 20$ doch gleich mal 23$ *args* Naja, dann druecken wir die halt auch ab und kommen dann endlich zum Grenzposten. Hier nun den Einreise- und Ausreisezettel ausfuellen und nochmal huebsch laechelnd einen weiteren Dollar abdruecken. Im naechsten Leben werde ich Grenzbeamter in Kambodscha, da kann man sich ganz schnell ganz viel Geld zusaetzlich verdienen.
Nachdem wir also insgesamt 2 Stunden da rumhiengen, dauert ja schliesslich verdammt lange bis eine Busladung von Touris ueber die Grenze sind, gings im naechsten Bus dann weiter. Eigentlich nach Stung Treng, aber von wegen. Irgendwo in der Pampa wurden wir vom Bus rausgeworfen und sollten an einem kleinen Kiosk auf den naechsten Bus warten der uns nach Banlung bringt! Der Minibus der auch dabei stand war dann nach 20 Minuten ploetzlich unser Bus und brachte uns aber nach Stung Treng (waren nur 5 min von hier). Hier wurden wir wieder bei nem Restaurant rausgelassen und es hiess dass unser Bus so um 3 kommen wuerde. Aha, also geschlagene 2 Stunden spaeter!!!! Da wir nicht in diesem Restaurant essen wollten, das koennte denen so passen sind wir losgezogen und hatten uns ein anderes gesucht. Dort kam ich nun zum ersten mal mit der Khmerkueche in Beruehrung und ich muss sagen ich bin begeistert.
Puenktlich um 3 waren wir dann wieder drueben uns sassen doof guckend mit andern Touris rum und haben gewartet. Ja der Bus komme gleich, es war dann kurz nach 4 und das ist die Zeit wo wir in Banlung schon sein sollten. Sinnlosen rumgesitze ist verdammt nervig.
Der Bus kam also und hektisch wurden wir samt Gepaeck in den Bus verfrachtet und kamen dann nach 3 Stunden endlich, endlich in Banlung an. Die Fahrt dorthin war uebrigens unglaublich staubig. 150 km kein Teer sondern ne Staubpiste, cm-hoch lag der feine, rote Staub und ich hab natuerlich Bilder gemacht.
So in Banlung angekommen wurden wir natuerlich gleich von den Schleppern umzingelt. Die bringen einen kostenlos in ein Hotel, dafuer muss man aber fuers Hotelzimmer pro Nacht 1-2$ mehr bezahlen. Darauf hatten wir keine Lust also sind wir einfach mal losgelaufen und wurden von einem ganz hartnaeckigen verfolgt. Der dachte dass er auch wenn wir laufen seine Provision abholen koennte wenn er so taete als ob er uns ins Hotel gebracht haette. Tja mein lieber, nicht mit uns. Wir sind dann einfach in ein anderes gegangen. Die Zimmer dort waren aber so scheisse dass wir weitergesucht haben, aber immer nur in entweder ausgebucht oder total schlechte Hotels bzw. Guesthouses gelandet sind. Ich glaube im allerschlechtesten sind wir dann auch abgestiegen. Das Bettlacken war schon gebraucht, aber dafuer hat man als Backpacker natuerlich immer sein eigenes dabei und das Schloss tat nicht richtig. Das Bad war auch nicht der Bringer und der Deckel vom Toilettenkasten fehlte komplett. Mei.... das muss jetzt reichen und morgen suchen wir uns ein neues.
Eine Stunde nach unserer Ankunft, wir frisch geduscht und tierisch hungrig, klopfts an der Tuere, ja das hier das Schloss kaputt sei sollten wir ins Zimmer nebenan umziehen.... tausend mal Entschuldigung. Aha. Naja, da sah das Laken noch schlimmer aus und wir verlangen ein neues, damit waren die aber irgendwie ueberfordert und wollten doch tatsaechlich statt einem neuen uns das vom anderen Zimmer holen. Wir haben dann gesagt, gut sie sollen es lassen.... Mei waren wir genervt.
So, aber im Bad kam dann die boese Ueberraschung. Zahnpastareste im Waschbecken, ein komischer Becher mit komischem Weisen Inhalt auf dem Boden und args hat mich das alles aufgeregt. Aber nun waren wir halt doch schon umgezogen.
Viel passiert ist an dem Tag nimmer, wir haben uns was zu Essen gesucht was in Anbetracht der nun schon sehr fortgeschrittenen Zeit auch nimmer so leicht war und sind dann ins Bett.
Naechster Tag, neues Glueck.... haben recht schnell ein sehr schoenes Hotel gefunden (direkt neben der Haltestelle vom Vortag, haetten wir das mal gesehen, haette uns das einiges an Lauferei gespart), sauberes, neues Bad und weiches Bett, Ventilator und TV. Ich hab hier dann erst mal Zaehne geputzt, dass wollte ich im andern nicht und es ging wieder auf Nahrungssuche.
Fuer den Mittag hatten wir uns den Vulkansee vorgenommen, ein wunderschoener See ausserhalb Banlungs. Hierfuer haben wir uns dann ein Moto also einen Roller samt Fahrer gebucht. 2$ pro Person und zumindest fuer mich sehr ungemuetlich, ich hatte natuerlich dann den Platz hinter Rene und da die Dinger logischerweise nur fuer 2 Personen zugelassen sind haben die auch nur 2 Fussraster. Also musste ich meine Beine schoen wegspreizen damit ich nicht ausversehen an den heissen Auspuff komme.
Der Vulkansee war wunderschoen. Er hat ungefaehr einen Umfang von 3 km und es gibt nur wenige Zugaenge zum See, der Rest ist stark zugewachsen. Baden durfte man da auch und Rene hat die Stege zum reinspringen genutzt. Da ich als Frau hier nur in einem Sarong gewickelt rein kann und dieser die Bewegungsfreiheit doch sehr einschraenkt hab ich dann die Treppe bevorzugt. Hier ists uebrigens sooooo schweineheiss dass wir nur am Wassertrinken sind und damit kaum hinter her kommen. So ein Bad im lauwarmen Vulkanwasser bringt doch schon Abkuehlung :-)
Da genau dieser See im Prinzip die einzige Attraktion in Banlung und Umgebung ist wollten wir am naechsten Tag auch gleich wieder weiterfahren. Wir hatten uns ein Ticket fuer den Bus nach Kampong Chang gebucht, dies liegt ungefaehr 150 km vor Phnom Penh, denn die Strecke dort runter wollten wir dann doch lieber auf 2 Tage verteilen.
Naechster Morgen, Wecker klingelt um 5:40 Uhr, was fuer unsere Urlaubsverhaeltnisse verdammt frueh ist. Gut geschlafen hab ich nicht, denn ich hatte immer Schiss dass wir verschlafen wuerden. Ich hab mich dann aus dem Bett gequaelt und Rene gleich mit :-) und puenktlich um viertel nach 6 haben wir das Hotel verlassen und sind die 50m weiter zum Bus gelaufen. Dort gleich eingestiegen, natuerlich mit Gepaeck und auf die Abfahrt um halb 7 gewartet. Puenktlich um viertel vor 7 gings dann auch los :-)
Auf der Fahrt hab ich versucht zu schlafen, doch weit sind wir eh nicht gekommen. Punkt 8:20 Uhr hielt der Bus ploetzlich an, viele sind ausgestiegen, ich hab mich noch ueber die fruehe Pinkelpause gewundert und dachte mir, na gut, dann nutz ich die halt auch. Als ich mich dann aus den Bueschen wieder rausgeschlichen habe sah ich dann dass der Fahrer und sein Begleiter sowie einige der Reisenden hinter dem Bus an der offnen Motorklappe standen. Oje, ist wohl ne unfreiwillige Pause....
Nun ging das Warten los. Auf was warten wir? Rene hat rausgefunden dass an der Kuehlung ein Teil schon mal notduerftig geschweisst worden war. Genau diese Schweissstelle war wohl nun wieder gebrochen und somit tat unsere Kuehlung nimmer. Was natuerlich morgens bei einer Temperatur von schon 30 Grad noch betraechtlicher ist als bei den aktuellen -10 Grad herrschenden Temperaturen in Deutschland :-)
Nun hat der Fahrer das Teil ausgebaut, aha! Und wurde dann um 9:20 Uhr abgeholt um dieses Dingens zurueck nach Banlung zu bringen, wir vermuten um es zu schweissen. Auskunft des Fahrers war dass er in ca. 3 h zurueck sei. Mittlerweile kam die Sonne aber durch die paar Baeume die bisher dem Bus Schatten gespendet hatten durch, was bedeutete dass es im Bus nicht mehr auszuhalten war. Gluecklicherweise gabs in der Naehe mehrere Stelzenhaeuser und unter denen haben es sich dann im dicken Staub die Leute bequem gemacht. Rene und ich haben es uns dann in seiner Haengematte gemuetlich gemacht, aber wenn man da halt Bein an Bein sitzt heizt man sich dummerweise noch mehr auf und ich bin gefluechtet, hab mich dann auf einem in 1-m Hoehe befestigten Bretterboden "gemuetlich" gemacht. Sprich meinen Sarong in den Staub gelegt und mein aufblasbares Kissen draufgelegt. Nun also abwarten und Tee trinken, so man einen Haette.
Da es mittlerweile tierisch heiss war kann man sich ja vorstellen wie wir im Schatten schwitzen und das Wasser ganz schnell zu neige ging. Die drei Stunden waren mittlerweile vom Busfahrer schon um eine ueberzogen und ein Ende war nicht in Sicht. Natuerlich sprach keiner der Kambodschaner wirklich Englisch, also Auskunft einholen erfolglos!
Gluecklicherweise kam ein fahrbarer Kiosk vorbei, der wurde von den Reisenden natuerlich sofort bestuermt, wir haben auch jeweils noch nen Liter Wasser abbekommen. Alsbald waren die dann auch aufgebraucht und langsam ging schon die Sonne unter. Mir war nur noch zu heulen zumute, aber mit welchem Wasser?????? Um halb sieben wars dann Stockdunkel und da wir am A... der Welt sassen gabs natuerlich kein Licht und so mussten wir den Sternenhimmel geniessen, keine schoene Vorstellung unter dieser Situation. Habe ich schon erwaehnt dass die Klamotten total durchgeschwitzt waren und der rote Staub ueberall klebte?
Um sieben kam dann die erloesende Nachricht, dass nun ein anderer Bus in Banlung losfahren wuerde um uns die Weiterfahrt zu ermoeglichen. Der sei dann so um 21 Uhr da. Kaum zu glauben: der war sogar eine halbe Stunde frueher da. JUHUUUUUU!!!!!!
Und was man noch weniger Glauben kann, in nur einer viertel Stunde hatten saemtliche Passagiere ihren Kram vom dunklen Bus in den neuen Bus geschafft und die Fahrt ging um 20
:44 Uhr endlich weiter, also geschlagene 12 h und 24 min spaeter.
Ihr koennt Euch sicherlich vorstellen, dass meine urspruengliche Freunde auf Kambodscha in pure Enttaeuschung, wenn nicht sogar Verzweiflung oder Hass umgeschlagen hat. So, da es nun ja so spaet war haben Rene und ich uns dazu entschieden einfach bis Phnom Penh weiterzufahren (da keiner mehr die Tickets ueberpruefte war das auch kein Problem), schliesslich will man nicht morgens um 4 Uhr irgendwo aufschlagen. Als wir in Phnom Penh dann ankamen wars es 5:40 Uhr und da ich meinen Wecker von gestern nicht ausgeschalten hatte fing der kaum das wir unsere Sachen packten auch gleich an zu klingeln. Unsere Tortour hatte also nach 24 h ein Ende genommen. Ein Guesthouse hatten wir schnell gefunden, denn Rene wollte wieder ins Capitol, dort wurden wir von einem Tuktuk hingebracht und bekamen sofort ein Zimmer. Gute Nacht! (oder doch guten Morgen?)
Nach 2 Stunden Schlaf und einem guten Fruehstueck sah dann alles doch wieder besser aus und wir hatten heute einen schoenen Tag. Aber dazu ein anderes Mal.
Jetzt aber erst mal zu Kambodscha, am 5. Maerz, also vor drei Tagen sind wir eingereist. Wir verweilten auf den 4000 Inseln mitten im Mekong ganz im Sueden von Laos und hatten da einfach nur entspannt. Bloggen war nicht drinnen denn Internet war da wirklich schweineteuer, Zeit haette ich gehabt :-) Entspannen hiess da uebrigens, Essen, Schlafen, schwitzen und runter in den Mekong zum abkuehlen, einfach genial! Auf der Insel Don Det, eine der drei groessten hatten wir uns ins Paradise eingemietet und einen Bungalow mit Haengematte und Blick zum Mekong....
Auf der Insel konnten wir dann auch unsere Weiterfahrt nach Banlung in Kambodscha buchen. 9$ pro Person in einem Bus der uns bis Stung Treng bringt und dort muessen wir dann umsteigen um nach Banlung zu gelangen. Klingt ja alles gut. Da wir ja auf einer Insel verweilen mussten wir aber zuerst noch mit dem Boot zum Festland, das wollte der freundliche Besitzer selbst uebernehmen, wir wuerden dann also am folgenden Tag kurz vor acht direkt unterhalb unseres Bungalows abholen.
Um acht war noch niemand da, 10 nach acht auch nicht, mir wurde schon ganz mulmig, aber um viertel nach 8 kam er dann an. Wir rein ins Boot welches nun wirklich nur fuer uns war, ich habs dann abgestossen und bin hinterher draufgesprungen :-)
Fahrt war sehr entspannt, er ist da jetzt nicht durch die Inseln gerast denn wir hatten ja Zeit, sondern ganz gemuetlich vor sich nach Nakasang (google kennts nur als nakasong) hingeschippert.
Dort stand dann auch schon unser orangene Bus bereit und wir haben gleich unser Gepaeck verstaut und zwei Sitze reserviert, das war auch noetig, denn da wir jetzt recht spaet dran waren, war das meiste besetzt. Rene ist dann nochmal los um unsere letzten Kip unter die Leute zu bringen und kam mit Chips (Pizza Saugage Flavour) und Pepsi zurueck :-) Man muss ja fuer die Fahrt verpflegt sein.
Kurz nach 9 gings dann los, mit einem weinenden Auge und einem lachenden Auge denn Laos war soooooo toll und ich waere gerne noch laenger geblieben, aber das Visa wuerde ja am Folgetag auslaufen.... An der Grenze angekommen gings dann schon mal los. Wir sind alle zur Laotischen Ausreise hingelaufen und haben uns den Ausreisestempel geholt. Mussten dafuer aber illegalerweise 1$ abknoepfen was uns doch schon sehr geaergert hat. Als wir wieder zum Bus kamen waren unsere ganzen Rucksaecke ausgeladen, aha, von wegen wir fahren rueber und bis nach Stung Treng, umsteigen ist angesagt. Rucksack also geschultert ausgereist und erst mal zur Quarantaene hingelaufen. Quarantaene????? Ja, das dachten wir auch. Stand da einer mit nem Zettel, der soll ausgefuellt werden, gings doch da tatsaechlich um die Schweinegrippe. Ploetzlich haelt der Typ mir ein komisches Ding vors gesicht, ichwusste gar nicht was ich machen soll. Liest der doch tatsaechlich meinen Temperatur ab. 35,6 Grad, aha, soviel zur Genauigkeit bei der Hitze hatte ich bestimmt mehr. Aber die Frechheit ohnegleichen war dann doch dass wir auch hierfuer nen Dollar abdruecken musste. Vielleicht mach ich das jetzt auch und stehe wenn ich zurueck bin jeden Morgen mit dem Thermomether an der Eingangstuer von s+c und verlange 1 Euro dafuer. Mei das waere ein nettes Taschengeld nebenher :-)
Weiter gings zum Visumszettel ausfuellen. Kennen wir ja schon von Thailand und Laos, immer der gleiche nervige Schei.... Dann mit dem Zetten an den Schalter und siehe da. Hier kostet das Visum statt den ueblichen 20$ doch gleich mal 23$ *args* Naja, dann druecken wir die halt auch ab und kommen dann endlich zum Grenzposten. Hier nun den Einreise- und Ausreisezettel ausfuellen und nochmal huebsch laechelnd einen weiteren Dollar abdruecken. Im naechsten Leben werde ich Grenzbeamter in Kambodscha, da kann man sich ganz schnell ganz viel Geld zusaetzlich verdienen.
Nachdem wir also insgesamt 2 Stunden da rumhiengen, dauert ja schliesslich verdammt lange bis eine Busladung von Touris ueber die Grenze sind, gings im naechsten Bus dann weiter. Eigentlich nach Stung Treng, aber von wegen. Irgendwo in der Pampa wurden wir vom Bus rausgeworfen und sollten an einem kleinen Kiosk auf den naechsten Bus warten der uns nach Banlung bringt! Der Minibus der auch dabei stand war dann nach 20 Minuten ploetzlich unser Bus und brachte uns aber nach Stung Treng (waren nur 5 min von hier). Hier wurden wir wieder bei nem Restaurant rausgelassen und es hiess dass unser Bus so um 3 kommen wuerde. Aha, also geschlagene 2 Stunden spaeter!!!! Da wir nicht in diesem Restaurant essen wollten, das koennte denen so passen sind wir losgezogen und hatten uns ein anderes gesucht. Dort kam ich nun zum ersten mal mit der Khmerkueche in Beruehrung und ich muss sagen ich bin begeistert.
Puenktlich um 3 waren wir dann wieder drueben uns sassen doof guckend mit andern Touris rum und haben gewartet. Ja der Bus komme gleich, es war dann kurz nach 4 und das ist die Zeit wo wir in Banlung schon sein sollten. Sinnlosen rumgesitze ist verdammt nervig.
Der Bus kam also und hektisch wurden wir samt Gepaeck in den Bus verfrachtet und kamen dann nach 3 Stunden endlich, endlich in Banlung an. Die Fahrt dorthin war uebrigens unglaublich staubig. 150 km kein Teer sondern ne Staubpiste, cm-hoch lag der feine, rote Staub und ich hab natuerlich Bilder gemacht.
So in Banlung angekommen wurden wir natuerlich gleich von den Schleppern umzingelt. Die bringen einen kostenlos in ein Hotel, dafuer muss man aber fuers Hotelzimmer pro Nacht 1-2$ mehr bezahlen. Darauf hatten wir keine Lust also sind wir einfach mal losgelaufen und wurden von einem ganz hartnaeckigen verfolgt. Der dachte dass er auch wenn wir laufen seine Provision abholen koennte wenn er so taete als ob er uns ins Hotel gebracht haette. Tja mein lieber, nicht mit uns. Wir sind dann einfach in ein anderes gegangen. Die Zimmer dort waren aber so scheisse dass wir weitergesucht haben, aber immer nur in entweder ausgebucht oder total schlechte Hotels bzw. Guesthouses gelandet sind. Ich glaube im allerschlechtesten sind wir dann auch abgestiegen. Das Bettlacken war schon gebraucht, aber dafuer hat man als Backpacker natuerlich immer sein eigenes dabei und das Schloss tat nicht richtig. Das Bad war auch nicht der Bringer und der Deckel vom Toilettenkasten fehlte komplett. Mei.... das muss jetzt reichen und morgen suchen wir uns ein neues.
Eine Stunde nach unserer Ankunft, wir frisch geduscht und tierisch hungrig, klopfts an der Tuere, ja das hier das Schloss kaputt sei sollten wir ins Zimmer nebenan umziehen.... tausend mal Entschuldigung. Aha. Naja, da sah das Laken noch schlimmer aus und wir verlangen ein neues, damit waren die aber irgendwie ueberfordert und wollten doch tatsaechlich statt einem neuen uns das vom anderen Zimmer holen. Wir haben dann gesagt, gut sie sollen es lassen.... Mei waren wir genervt.
So, aber im Bad kam dann die boese Ueberraschung. Zahnpastareste im Waschbecken, ein komischer Becher mit komischem Weisen Inhalt auf dem Boden und args hat mich das alles aufgeregt. Aber nun waren wir halt doch schon umgezogen.
Viel passiert ist an dem Tag nimmer, wir haben uns was zu Essen gesucht was in Anbetracht der nun schon sehr fortgeschrittenen Zeit auch nimmer so leicht war und sind dann ins Bett.
Naechster Tag, neues Glueck.... haben recht schnell ein sehr schoenes Hotel gefunden (direkt neben der Haltestelle vom Vortag, haetten wir das mal gesehen, haette uns das einiges an Lauferei gespart), sauberes, neues Bad und weiches Bett, Ventilator und TV. Ich hab hier dann erst mal Zaehne geputzt, dass wollte ich im andern nicht und es ging wieder auf Nahrungssuche.
Fuer den Mittag hatten wir uns den Vulkansee vorgenommen, ein wunderschoener See ausserhalb Banlungs. Hierfuer haben wir uns dann ein Moto also einen Roller samt Fahrer gebucht. 2$ pro Person und zumindest fuer mich sehr ungemuetlich, ich hatte natuerlich dann den Platz hinter Rene und da die Dinger logischerweise nur fuer 2 Personen zugelassen sind haben die auch nur 2 Fussraster. Also musste ich meine Beine schoen wegspreizen damit ich nicht ausversehen an den heissen Auspuff komme.
Der Vulkansee war wunderschoen. Er hat ungefaehr einen Umfang von 3 km und es gibt nur wenige Zugaenge zum See, der Rest ist stark zugewachsen. Baden durfte man da auch und Rene hat die Stege zum reinspringen genutzt. Da ich als Frau hier nur in einem Sarong gewickelt rein kann und dieser die Bewegungsfreiheit doch sehr einschraenkt hab ich dann die Treppe bevorzugt. Hier ists uebrigens sooooo schweineheiss dass wir nur am Wassertrinken sind und damit kaum hinter her kommen. So ein Bad im lauwarmen Vulkanwasser bringt doch schon Abkuehlung :-)
Da genau dieser See im Prinzip die einzige Attraktion in Banlung und Umgebung ist wollten wir am naechsten Tag auch gleich wieder weiterfahren. Wir hatten uns ein Ticket fuer den Bus nach Kampong Chang gebucht, dies liegt ungefaehr 150 km vor Phnom Penh, denn die Strecke dort runter wollten wir dann doch lieber auf 2 Tage verteilen.
Naechster Morgen, Wecker klingelt um 5:40 Uhr, was fuer unsere Urlaubsverhaeltnisse verdammt frueh ist. Gut geschlafen hab ich nicht, denn ich hatte immer Schiss dass wir verschlafen wuerden. Ich hab mich dann aus dem Bett gequaelt und Rene gleich mit :-) und puenktlich um viertel nach 6 haben wir das Hotel verlassen und sind die 50m weiter zum Bus gelaufen. Dort gleich eingestiegen, natuerlich mit Gepaeck und auf die Abfahrt um halb 7 gewartet. Puenktlich um viertel vor 7 gings dann auch los :-)
Auf der Fahrt hab ich versucht zu schlafen, doch weit sind wir eh nicht gekommen. Punkt 8:20 Uhr hielt der Bus ploetzlich an, viele sind ausgestiegen, ich hab mich noch ueber die fruehe Pinkelpause gewundert und dachte mir, na gut, dann nutz ich die halt auch. Als ich mich dann aus den Bueschen wieder rausgeschlichen habe sah ich dann dass der Fahrer und sein Begleiter sowie einige der Reisenden hinter dem Bus an der offnen Motorklappe standen. Oje, ist wohl ne unfreiwillige Pause....
Nun ging das Warten los. Auf was warten wir? Rene hat rausgefunden dass an der Kuehlung ein Teil schon mal notduerftig geschweisst worden war. Genau diese Schweissstelle war wohl nun wieder gebrochen und somit tat unsere Kuehlung nimmer. Was natuerlich morgens bei einer Temperatur von schon 30 Grad noch betraechtlicher ist als bei den aktuellen -10 Grad herrschenden Temperaturen in Deutschland :-)
Nun hat der Fahrer das Teil ausgebaut, aha! Und wurde dann um 9:20 Uhr abgeholt um dieses Dingens zurueck nach Banlung zu bringen, wir vermuten um es zu schweissen. Auskunft des Fahrers war dass er in ca. 3 h zurueck sei. Mittlerweile kam die Sonne aber durch die paar Baeume die bisher dem Bus Schatten gespendet hatten durch, was bedeutete dass es im Bus nicht mehr auszuhalten war. Gluecklicherweise gabs in der Naehe mehrere Stelzenhaeuser und unter denen haben es sich dann im dicken Staub die Leute bequem gemacht. Rene und ich haben es uns dann in seiner Haengematte gemuetlich gemacht, aber wenn man da halt Bein an Bein sitzt heizt man sich dummerweise noch mehr auf und ich bin gefluechtet, hab mich dann auf einem in 1-m Hoehe befestigten Bretterboden "gemuetlich" gemacht. Sprich meinen Sarong in den Staub gelegt und mein aufblasbares Kissen draufgelegt. Nun also abwarten und Tee trinken, so man einen Haette.
Da es mittlerweile tierisch heiss war kann man sich ja vorstellen wie wir im Schatten schwitzen und das Wasser ganz schnell zu neige ging. Die drei Stunden waren mittlerweile vom Busfahrer schon um eine ueberzogen und ein Ende war nicht in Sicht. Natuerlich sprach keiner der Kambodschaner wirklich Englisch, also Auskunft einholen erfolglos!
Gluecklicherweise kam ein fahrbarer Kiosk vorbei, der wurde von den Reisenden natuerlich sofort bestuermt, wir haben auch jeweils noch nen Liter Wasser abbekommen. Alsbald waren die dann auch aufgebraucht und langsam ging schon die Sonne unter. Mir war nur noch zu heulen zumute, aber mit welchem Wasser?????? Um halb sieben wars dann Stockdunkel und da wir am A... der Welt sassen gabs natuerlich kein Licht und so mussten wir den Sternenhimmel geniessen, keine schoene Vorstellung unter dieser Situation. Habe ich schon erwaehnt dass die Klamotten total durchgeschwitzt waren und der rote Staub ueberall klebte?
Um sieben kam dann die erloesende Nachricht, dass nun ein anderer Bus in Banlung losfahren wuerde um uns die Weiterfahrt zu ermoeglichen. Der sei dann so um 21 Uhr da. Kaum zu glauben: der war sogar eine halbe Stunde frueher da. JUHUUUUUU!!!!!!
Und was man noch weniger Glauben kann, in nur einer viertel Stunde hatten saemtliche Passagiere ihren Kram vom dunklen Bus in den neuen Bus geschafft und die Fahrt ging um 20
:44 Uhr endlich weiter, also geschlagene 12 h und 24 min spaeter.
Ihr koennt Euch sicherlich vorstellen, dass meine urspruengliche Freunde auf Kambodscha in pure Enttaeuschung, wenn nicht sogar Verzweiflung oder Hass umgeschlagen hat. So, da es nun ja so spaet war haben Rene und ich uns dazu entschieden einfach bis Phnom Penh weiterzufahren (da keiner mehr die Tickets ueberpruefte war das auch kein Problem), schliesslich will man nicht morgens um 4 Uhr irgendwo aufschlagen. Als wir in Phnom Penh dann ankamen wars es 5:40 Uhr und da ich meinen Wecker von gestern nicht ausgeschalten hatte fing der kaum das wir unsere Sachen packten auch gleich an zu klingeln. Unsere Tortour hatte also nach 24 h ein Ende genommen. Ein Guesthouse hatten wir schnell gefunden, denn Rene wollte wieder ins Capitol, dort wurden wir von einem Tuktuk hingebracht und bekamen sofort ein Zimmer. Gute Nacht! (oder doch guten Morgen?)
Nach 2 Stunden Schlaf und einem guten Fruehstueck sah dann alles doch wieder besser aus und wir hatten heute einen schoenen Tag. Aber dazu ein anderes Mal.
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