Mei, so lange dass ich nicht schreiben konnte, aber ich war zuerst sooo beschaeftigt und dann als ich Zeit hatte kein Internet. Passt halt alles nicht so zusammen, aber dafuer hab ich ja Urlaub.
Also, in Houay Xai haben wir ja nur eine Nacht uebernachtet, viel los war da nicht, um genau zu sein gar nichts, aber ein Erlebnis hatten wir dann doch. Jetzt gibts in diesem total verlassenen Kaff doch ein Kloster auf dem Berg. Wir also die ca. 100 Stufen hochgekraxelt (dabei den wunderbaren Blick auf den Mekong im Ruecken immer wiedergenossen) und standen dann oben. Gleich mal rein in den Tempel, Schuhe schoen draussen abgestellt und nun Bilder und Buddha begutachten. Wirklich ein sehenswerter Tempel... Kommt ein Moench auf uns zu und sagt wir sollen uns setzen. Da steht eine Klangschale und er holt zwei gaaaanz einfache Baendchen raus und bindet sie uns um den Arm. Die sollen uns Glueck bringen fuer die Reise - er moechte uns dieses Glueck schenken. Aha. Ok. Dann fragt er wo wir so herkommen und was wir machen und dann kommts. Ja, wir Moenche arbeiten ja nicht, aber wir muessen und ja fuer Essen und Licht und Kleidung und alles bezahlen. Wir sollen ihm nun jeder 5$!!!!!!! fuer die Baenchen spenden. Aha! Naja, was bleibt einem gross anderes uebrig. Also legen wir unsere 5 Dollar in die Klangschale, bedanken uns artig fuer das uns verkaufte Glueck.... mal schaun ob das was bringt. (Rene hat seins schon nach wenigen Tagen verloren :-) )
Weiter gings also am naechsten Tag mit dem Minivan nach Louang Namtha Wir sollten um 9 dort hinkommen wo wir unsere Tickets gekauft hatten. 10 vor 9 standen wir da, ja ob wir schon gefruehstueck haetten, nein haben wir nicht. ja der Minivan wuerde erst in ner halben Stunde kommen, wir koennten ja neben an was Essen. Gesagt getan, Gepaeck konnten wir stehen lassen und dann gleich nebenan Kaffee und Obstsalat bestellt. Dazu noch Chickensandwiches zum mitnehmen. Rene kam auf die Idee noch waehrend wir auf das Essen warten zur Bank zu gehen und Geld umzutauschen. Dauert ja immer alles so lange hier. Hat er auch gemacht und ich sass da als das Fruehstueck kam. Aber nicht nur das Fruehtstueck sondern auch der Minivan. Hmmm, und nuh????? Sitzen und essen. Die fingen schon an unser Gepaeck an mir vorbeizuschleppen und dann zu warten. Immer wieder gingen die auf und ab... ich hab mich ganz klein gemacht. Endlich kam dann auch Rene zurueck. Ich wollte dann schon bezahlen.... aber niemand kam. Mir wars echt peinlich da beim Fruehstueck zu sitzen waehrend die auf uns warten, aber Rene wars egal :-) Hier ist das ja tatsaechlich so. Wir sind on Lao Time, das heisst hier dauert alles viel laenger.
Die Fahrt war dann richtig beschissen, Kurven ohne Ende und mir wirds ja dabei dann immer kotzuebel, diesesmal also auch.... Die Strassen sind jedoch auch superschlecht oder miserabel oder wie man die auch nennen moechte sodass wir zwischenzeitlich soooo schleichen mussten dass ich mich erholen konnte. Leider galt das fuer die letzten 60 km nicht mehr und ich kam in einem nicht ganz so einwandfreien Zustand in Laos an. Ich werd mich nie wieder ueber schlechte Strassen in Deutschland beschweren, das sag ich Euch.
Wir wollten dann ins Zuela Guesthouse, das wurde vom Reisefuehrer empfohlen, aber das hatte leider kein freies Zimmer mehr. Daher sind wir dann weiter und haben uns was anderes gesucht. Nette kleine Bambusbungalos fuer nur 40.000 Kip. Also, passt. Nehmen wir. Die Nacht war dann leider aber nicht der Bringer, die Matraze war hart und man spuerte jede einzelne Bettfeder die zudem noch Kaelte leitete :-) somit haben wir gefroren wies nur ging und waren alles andere als erholt. Daher haben wir am naechsten Tag gleich wieder beim Zuela angeklopft und hatte Glueck!!!!
An diesem Tag waren wir nun einfach ein bischen faul und haben uns Mountainbikes geliehen mit denen wir einfach ein bischen durch die Gegend fahren wollten. Ha, die waren in einem wirlich sehr schlechten Zustand sodass ich mein wunderbares Rad von Zuhause doch sehr vermisste!!!!!!!! Auf den misserablen Schotterwegen (und mit Schotter meine ich riesige Steine die aus den Strassen rausschauen) sind wir dann rumgegurgt bis wir zu einem angepriesenen Wasserfall kamen. Dort mussten wir dann pro Person 2.000 Kip Eintritt bezahlen und nochmal pro Rad 1.000 Kip Parkplatz gebuehr *lol* Aber so isses halt. Dann gings ca. 3-4 min Fussweg zum Wasserfall der wirklich unbeeindruckend war, ein Englaender meinte dazu auch "wenigstens hatten wir einen 5-Minuten-Spaziergang an der frischen Luft" :-)
Zurueck gings wieder die 4 km Schotterschuttpiste und in den Ort zurueck. Einmal noch zu ner grossen Stupa den Berg hochgelaufen und dann zum Fresh Market. Dort sind wir ein bischen rumgelaufen, haben die Leute beim Verkaufen beobachtet und noch was leckeres Gegessen. Dann wollte wir noch die 2te Stupa sehen, aber Rene tat der Hintern so dermassen vom Rad weh dass er sagte er gehe jetzt zuruck. Ich wollte noch ein bischen fahren. Wenn ich schon mal ein Rad unter dem Hintern habe... auch wenn der schon tierisch weh tut und bin losgezogen. Ueber Stock und ueber Stein und ich versteh die Mountainbiker ehrlich gesagt nicht. Warum tut Ihr Euch das an??????
Ich bin dann gefahren und gefahren und wollte links abbiegen, aber es kam nichts zum abbiegen, umdrehen wollte ich auch nicht und nach endlosen km kam dann endlich die Abzweigung und ich bin wieder bei der Hauptverkehrsstrasse die nach Louang Namtha fuehrt, gelangt. Nun waren es nur noch 6km auf der Teerstrasse und ich war heilfroh wieder im Guesthouse zu sein. Die tolle Dusche hab ich echt danach genossen.....
Fuer die naechsten Zwei Tage hatten wir uns ein Trekkigtour durch den Dschungel gebucht. Genial sag ich Euch. Wir waren insgesamt 6 Touris, alle so in unserem Alter, plus unser Guide Phonzak und "Zuk the Cook". Tolle Truppe mit der man superviel Spass haben kann und wir sind die Berge hoch und runtergeschnauft und geklettert, immer wieder mit Pausen und ich war froh doch noch einigermassen fit zu sein. Uebernachtet habe wir in einem Dorf mitten im Wald aber direkt am Fluss, dort haben wir auch zu essen bekommen und in einer kleinen Huette uebernachtet. Gefroren wie sonst was, aber da schmeckt der Instantkaffee am naechsten Morgen natuerlich besonders gut :-)
Auf dem Ruckweg ist mir dann noch was saudoofes passiert. Ich bin als wir durch die Reisfelder liefen ausgerutscht und ein solches runtergerollt. Dabei hab ich dann meine Kamera verloren :-( das hab ich aber erst am Ende der Tour bemerkt, aber da mein Sturz noch nicht so lange her war hab ich zu Phonzak gesagt dass ich nochmals zuruecklaufen. 12 min pro Richtung und ich hab sie gluecklicherweise wieder gefunden. Aber das Glueck war mir nicht sonderlich holt (vielleicht waren 5$ noch zu wenig????)
Abends gingen wir alles noch zusammen zum Essen. Und das war wirklich noch mal super. Super Stimmung und lustige Erfahrungen. Also, Mara die Hollaenderin mit der ich mich super verstanden hatte und mit der ich meistens unterwegs gewesen war bestellt sich Phat Thai (sehr leckeres Gericht) und wollte dazu noch einen Teller mit Pommes, den nach den zwei Tagen Anstrengung braucht man das mal. Bekommen hat sie dann Phat Thai und daruntergemischt, kleingehackte Pommes, wahrscheinlich so zwei Stueck. Mei, hatten wir gelacht.
Nochwas. Da in Laos ja grundsaetzlich alles kleingehackt kommt und die da mit riesigen Messern schneiden bzw. hacken braucht man selbst nie ein Messer. Gabel reicht voellig. So jetzt haben aber unsere Rachel (Ami), Michael (Australier) und Vatthana (Franzoesicher Laote) Steak bestellt und Phonzak unserer laotischer Guide wollte auch eines. Dazu wollten sie Pommes. Natuerlich gabs das Steak am Stueck und ein Messer dazu. Phonzak wusste aber nun gar nicht damit umzugehen. Zuerst hatte er mit der Gabel und dem Messer ins Steak gestochen um es auseinander zu ziehen aber das geht natuerlich nicht. Also haben wir dem 26-jaehrigen Laoten beigebracht wie man ein Steak richtig ist. Er haette es ansonsten hochkannt in die Linke Hand genommen und Scheibchen abgeschnitten. Mei, auch hier hatten wir dolle gelacht.
Naechster Tag war Kayaktour angesagt. Rachel, Mara, Rene und ich hatten uns das am Vortag gebucht. War wirklich super, aber Mara die meine Kamera bei sich in der Drybag hatte kennterte mit Rachel und die Tasche viel ins Wasser. Sollte ja nichts machen, ist ja eine Drybag die wenn richtig verschlossen absolut wasserdicht ist. Aber die Tasche war nicht richtig verschlossen, also durfte meine Kamera schimmen lernen, war darin aber nicht gut und ist ersoffen :-( Jetzt hab ich also keine Kamera mehr und kann keine Bilder mehr machen was mich tierisch nervt.
Abends sind wir alle noch zum essen. Die Kajaktruppe bestand aus 8 Leuten und wir haben Querbeet bestellt und fuer jeden einen Teller dazu. Wir wollten eben alles durchprobieren. War zuerst das reinste Caos aber danach gings.
Irgendwas davon muss aber nicht gut gewesen sein. Rene hatte ne ordentliche Lebensmittelvergiftung, ich nicht, denn ich hab nicht alles gegessen. Am naechsten Tag sind wir weiter mit dem Minivan nach Nom Kiao und Rene hat versucht zu schlafen, aber da ging im Minivan nicht viel. In der allerletzten Absteige haben wir dann ein Zimmer genommen, Rene war einfach nicht in der koerperlichen Verfassung noch lange zu suchen. Das Bett war ok und er hat sich dann gleich hingelegt. Abends hat er dann 40 Grad Fieber gehabt und das war echt uebel. Nun ganz viele Tage spaeter ist es endlich wieder ok, aber dafuer haben wir auch nicht viel erlebt. Am naechsten Tag sind wir dann aber mit dem Boot den River Ou ca. 1 Stunde hochgefahren und hingen dann (teilweise ungewollte) 3 Naechte in Mung Ngoi fest. Rene im Bett bzw in der Haengematte und ich hab mich dann halt irgendwie anderweitig vergnuegt. Da es das absolute Kaff war welches man tatsaechlich nur mit dem Boot erreichen kann war da auch nichts mit dem Internet. Ich bin dann halt ein bischen spazieren gewesen, hab mich mit einem aeltere deutschen Ehepaar angefreundet und war mit denen Essen, hab mein Buch weitergelesen und mich halt gelangweilt. Gott, ich war soooo froh als wir dann endlich ins Boot gestiegen sind und nach Louang Prabang gefahren sind wo wir nun sein gestern sind.
Und da will ich auch ein bischen bleiben, hier gibts viel anzuschauen und zu erleben, gestern waren wir gleich mal noch in einem etwas teureren Restaurant welches Western Food anbietet, denn Rene hatte nach der Krankheit erst mal die Schnauze voll vom Asienessen. Ist ok und das Essen war wirklich super, wenn auch vergleichsweise teuer, aber dafuer auch super lecker.
Jetzt fallen mir hier gleich die Finger ab beim Schreiben. Ich wuensche doch ab und zu mal meine schoene ergonomische Tastatur her, aber das geht halt nicht. Dafuer hab ich ja noch 2,5 Monate Urlaub und bin sooo gespannt was das noch wird.
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