.... ist ja mal soooo was von genial!
Gestern war ich im Elephant Village 12 km von Louang Prabang entfernt. Ich hatte die Tour gebucht und da waren noch drei Maedels mit dabei. Zwei Britinnen und eine Australierin. Mit denen hatte ich mich blendend verstanden, fehlten also nur noch die Elefanten. Im Minivan gings zum Dorf, welches uebrigens von einem Deutschen gegruendet worden war, und einfach aus ein paar offenen Huetten besteht und ein paar Elefanten laufen mit ihren Trainern rum. Den Zweck des Dorfes koennt ihr hier nachlesen.
Angekommen bekamen wir erst mal die einzelnen Kommandos wie "gehen" und "halt" und "links" und so weiter beigebracht. nachdem das dann 8 oder neun waren mussten wir die dann doch auf unsere Hand schreiben.... is halt nicht so einfach....
Dann gings los. Die anderen hatten so Schiss dass sie es erst mal hinter sich bringen wollten, also war ich als letzte dran. Dann kam der Moment. Rechts vom Elephanten stehen und von hinten oben sein Ohr beruehren und Kommando geben (welches ich natuerlich vergessen habe und als reinlicher Mensch steht das heute natuerlich nimmer auf meiner Hand) ich glaube es war "sung". Dann hebt der das Bein und ich muss hochklettern, gluecklicherweise sass ja der Mahout (also der fuer diesen Elefanten zustaendige Trainer) oben und hat mich auch noch ein bischen hochgezogen, aber ich hab mich doch dank meiner Kletterei am besten angestellt :-)
Nun sass ich diesem sanften Riesen also im wahrsten Sinne des Wortes im Nacken und hab versucht Kommandos zu geben. Hat natuerlich ueberhaupt nicht funktioniert, Spass hatte ich trotzdem.
Danach hatten wir ne Pause und uns ganz gut auch mit anderen Touris unterhalten. Weiter gings mit ner Tour zu zweit im Elefantensessel. Hierzu haben die extra ne Plattform gebaut so dass man bequem einsteigen konnte. Ich sass mit einer der Australierin drinnen und es ging langsam und gemaechlich vorwaerts. Dann allerdings runter zum Fluss und wenn ich schreibe runter dann meine ich wirklich runter, sehr steil.... Wir mussten uns im Sitz richtig festhalten um nicht unter der Stange untendurch zu rutschen. Meine Begleitung meinte nur: "Jetzt bin ich doch mal froh dass ich nicht so schlank bin". Kurz vor dem Wasser wars dann ganz heftig, jedoch hatten wir auch schon die riesige Stufe ins Wasser entdeckt und uns gefragt wie das jetzt funktionieren soll. Aber es hat funktioniert und so sind wir durch den Fluss geritten. Zwischenzeitlich durften wir nach einander auch mal in den Nacken des Tieres wieder sitzen und der Mahout hat fleissig Fotos von uns gemacht. Und hab ich ja beim letzten Mal hier noch verkuendet das meine Kamera ersoffen ist.... ha. Das Dingens hat sich wieder total erholt und ich hab nicht mal Wasserflecken auf der Linse. Sprich ich kann wieder fotografieren und hab Bilder von den Elefanten und mir.
Zum Mittag gabs dann Reis und Gemuese und noch viel besser: Ein Curry mit Kartoffeln. Da hab ich natuerlich zugelangt denn immer nur Reis und Nudeln ist auf Dauer echt langweilig.
Nach dem Essen kam dann das auf was ich mich schon am meisten gefreut hatte denn Mara (die meine Kamera ertraenkt hat, ja war ja nicht wirklich ihre Schuld) hatte mir Bilder gezeigt wie sie im Nacken des Elefanten sitzt und der im Wasser voellig untertaucht und man nur noch sie und den Mahout sieht. So ungefaehr wars bei mir auch. Aber erst mal wieder im Village auf den Elefanten drauf kommen. Klappt wie immer super und los gehts. Jeder hatte seinen eigenen Elefanten und so sind wir angefuehrt von mir zum Fluss wieder runter. Tja und was vorhin im Sitz schon heftig war.... ich kann Euch sagen mir ging die Duese als ich im Nacken da runter geritten bin.... Eine der Britinnen hatte es vorgezogen runterzulaufen, die hatte da richtig schiss.
Irgendwie hats aber doch gut geklappt und nach ner Weile fuehlte ich mich richtig wohl. Auch die grosse Stufe ins Wasser war kein Problem. Und als wir dann an einer tieferen Stelle waren ist der Elefant auf des Mahouts Kommando niedergekniet und nass war ich :-) Er hat mir dann nen ordentliche Buerste gegeben und ich hab zu schrubben begonnen. Das moegen die naemlich ganz dolle. Und dann kam das naechste Kommando und der Elefant ist abgetaucht, zumindest mit dem ganzen Kopf und von mir hat man nur noch genau diesen gesehen. Ich musste mich richtig heftig nach hintenlehen dass ich nicht einfach runtergerutscht bin. Ich sag Euch es war einfach grossartig, natuerlich zuerst etwas beaengstigend aber man gewoehnt sich halt ganz schnell dran.
Umdrehen sollte ich mich auch noch waehrend der seinen Kopf unter Wasser hatte, aber das war dann doch nicht mein Ding und ich hab gewartet bis der Elefant wieder in der waagerechten war. Ha und schon wieder gings runter und ich hab ordentlich geschrubbt. Die anderne Maedels hatten auch total viel Spass bei der Sache und wir haben uns immer wieder gegenseitig angefeuert.
Nachdem das dann, gefuehlt viel zu schnell, vorbei war sind wir noch in ein Boot gestiegen und zu einem Wasserfall gefahren. Dieser sieht in der Regenzeit sicher spektakulaer aus da er ueber riesige Treppenstufen verlaeuft. Aber jetzt wars nur ein trauriges Rinnsal. Haetten wir uns meiner Meinung nach sparen koennen.
Zurueck in Louang Prabang hab ich mich dann natuerlich erst mal frisch gemacht und bin ein bischen spazieren gegangen. Treff ich doch die Maedels wieder und wir sind zusammen was trinken gegangen. Die haben zwar noch was gegessen, aber ich war zum essen schon mit Afke verabredet die ich am Tag zuvor wieder getroffen hatte, mir ihr sass ich beim Paddeln damals im Boot.
Heute gings frueh weiter, mit dem Minivan nach Vang Vieng. Das war ziemlich uebel und mir war speiuebel. Ich wurde mit dem Tuktuk abgeholt und zur Busstation gebracht. Hat mich sehr gewundert denn normalerweise wird man direk mit dem Minivan abgeholt. Jetzt lauft das aber hier anders, an der Busstation wir man einfach in einen der Minivans die nach Vang Vieng fahren verfrachtet. So bin ich dann in einer rosa Schrottkiste gelandet die schon voll war und ich sass somit auf dem kleinen hochklappbaren Sitz, dessen Lehne kaum zur Brusthoehe reichte und der so Schmal war dass ich links und rest auf den Schrauben der Scharniere sass. So und jetzt mal 6 Stunden fahren :-( Gut dass wir zwischenzeitlich mal ne Pause eingelegt hatten, mir war naemlich wieder mal von den vielen Kurven ziemlich schlecht. Der Strassenbelag war einfach viel zu gut. Gluecklicherweise hatte ich zwei nette deutsche Studenten neben mir die erst seit drei Tagen hier sind und konnte mich mit denen ein bischen unterhalten.
In Vang Vieng angekommen musste ich nochmal ein Tuktuk nehmen um in die Stadt zu kommen und dann ein Zimmer suchen. Aber das hat auch ganz gut geklappt. Habe relativ guenstig ein ganz annehmbares gefunden. Jetzt werd ich erst mal essen gehen denn das Loch in meinem Bauch ist schon ziemlich gross und die Leute hier im Internetcafe schauen sich immer schon ganz veraengstigt um, da sie den Hund suchen der staendig knurrt.
Guten Appetit!
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